Donnerstag, 27. Juli 2017

»337«

Ich bin so durch mit diesem Leben. 


Montag, 24. Juli 2017

»336« Wunder

Manchmal kommt es mir so vor als würde mein Leben seine Tage rückwärts zählen.
Als wäre mein erster Versuch zu laufen gerade einmal ein paar Monate entfernt von meinem aktuellen Lebensabschnitt. Oft musste ich mir infolge dieser Aussage sagen lassen, das dieses Gefühl bei vielen Menschen herrscht. Es liegt wohl daran das wir viel häufiger zurückblicken als in Fahrtrichtung zu sehen. Die Zukunft macht mir persönlich jedoch um Welten mehr Angst als die Vergangenheit. Oftmals werde ich dann mit einem schiefen, leicht verzogenen Lächeln und doch eher fragwürdigem Gesicht angeblickt. Daraufhin versuche ich das ständig anstehende Gefecht in meinem Inneren näher zu beschreiben. Einerseits war meine Vergangenheit ein Begleiter der mich an meine ganz persönlichen Grenzen brachte. Und diese Grenzen wurden meist von außenstehenden Personen überschritten, was mich dazu brachte es ihnen Gleich zu tun. Eine Grenzen - für mich - zu erschaffen. Ein Punkt an dem Ich sagte: "Bis hierher! Und keinen schritt weiter!!" den gab es für mich nur in ganz seltenen Fällen. Es war schwer genug zu atmen. Jeden Morgen wieder und wieder aufzustehen und mir selbst den Kampf anzusagen, das war die Hölle, ist die Hölle und wird vielleicht auch bis an mein Lebensende die Hölle sein. Ich meine wir alle, wir stecken in diesem Teufelskreis fest. Es fängt morgens beim Aufstehen auf und endet mit der Sekunde in der man die Augen für ein paar Stunden schließt und (nicht) schläft. Doch der Grund wieso mir die Zukunft mehr angst bereitet als die Vergangenheit, ist schlichtweg der, dass ich die Vergangenheit schon kenne. Ich weiß was passiert ist. Aber wer kann schon in die Zukunft sehen. Wer weiß was Morgen geschehen wird. Oder Übermorgen. Oder in drei Jahren, an irgendeinem Dienstag. Wer weiß ob dieses Wort das ich oftmals mit meiner Vergangenheit verbinde, die Hölle, nicht vielleicht erst dann eintreffen wird. Vielleicht habe ich all die Jahre Dinge als fürchterlich eingestuft, die mit all den schlimmen Dingen, diese mir in der Zukunft passieren könnten um Welten an Gewichtung verlieren können. 

Um ehrlich zu sein habe ich keine Angst vor der Zukunft, ich habe Angst vor meinem Schicksal.
Angst davor Hürden meistern zu müssen, die nicht in meinem Maße liegen. Ich habe Angst, das alles nicht zu schaffen. Wahrscheinlich sitzt ihr gerade alle da und schüttelt einfach den Kopf. Dabei denkt ihr nur ganz kurz diesen kleinen aber doch so bedeutenden Satz: "Mensch Lee, warte erstmal ab vielleicht wird dein Zukunft ja blendend und alles läuft wie in einem dieser schlechten Teenie - Lovestory - Filme, bei diesen man schon zu beginn des Films weiß, dieses eine Mädchen verliebt sich unsterblich und am Ende wird alles gut. Aber hat sich jemals von euch jemand gefragt was passiert wäre wenn der Schuh nicht an den Fuß des Dorfmädchens gepasst hätte. Wie wäre die ganze, verdammte Geschichte dann für die ausgegangen? Das weiß keiner, weil sich niemand die Mühe macht etwas zu hinterfragen was scheinbar nicht zum Sachverhalt passt. Aber was wen genau wir dieses Arme Dorfmädchen sind? Wenn wir Tage, Wochen, Monate, Jahre und vielleicht auch unser ganzes Leben immer und immer wieder so Naiv sind und darauf warten das uns irgendein dummer, war los daher gelaufener Königssohn aus unserem Elend befreit und uns ein Leben wie im Bilderbuch offenbart. So und wenn dieser Prinz nicht kommt, dann warten wir bis wir alt sind und irgendwann an diesem Elend einfach drauf gehen. Wir arbeiten Täglich auf etwas hin. Jeden Tag wieder ein neues Ziel. Die Aubildung schaffen, das Studium schaffen, den Schulabschluss schaffen, Geld verdienen, Häuser bauen, Kinder kriegen, Enkelklinder bespaßen und irgendwann einfach seelenruhig einschlafen. Wir wollen immer irgendein Ziel erreichen. Aber was zur Hölle, sollen wir tun wenn irgendwas nicht nach plan läuft? Wenn wir nicht die große Liebe finden und mit diesem Menschen 168693638273920 Milliarden Kinder und Glückshormone produzieren? Dann verfällt diese ganze Kette an wohl logischen und gut aneinander gereihten Zielen zu einem Hauch aus...

NICHTS. 

Richtig da sind wir wieder bei meinem Lieblingswort. Dem guten alten Nichts. In meinem Leben habe ich dieses Wort schon für so viele Dinge, Situationen, Umschreibungen, Gefühle und sonnstige Wortgebräuche benutzt und trotz allem werde ich einfach nicht müde es zu benutzen. Dabei ist dieses Wort so surreal. Man kann nicht nichts tun. Oder nichts fühlen. Oder ein Nichts sein. 
Wen wir sagen, das wir nichts tun - dann meinen wir doch eigentlich nur das wir etwas tun was für jemand anderen belanglos erscheint. Wenn wir sagen das wir nichts fühlen - dann meinen wir doch eigentlich nur das wir uns in einer solchen Gefühlslage befinden das es kaum noch möglich ist all diese Gefühle und Basisemotionen auseinander zu sortieren um sie daraufhin fein säuberlich, sortiert und geordnet, erklären zu können. Aber wenn es etwas gibt was mich gerade sehr wütend auf mich selbst mancht, dann die Tatsache das ich in meinem Leben schon viel zu häufig dachte:

ICH WÄRE EIN NICHTS. 

Oftmals fühle ich mich so klein und bedeutungslos in dieser Welt das ich mir denke ich wäre ein Nichts aber was ich damit wirklich meine ist, das ich kleiner bin als diese Welt. Kleiner als irgendein Politiker oder der Bänker in seinem schicken Anzug. Kleiner als die Ärzte in der Notaufnahme die an diesem Tag schon mehrfach bewiesen haben, was es bedeutet ein Held zu sein. Ich fühle mich kleiner als ein dreihjähriges Kind das mich fragt ob Sterne eigentlich auch verreisen können, und ich fühle mich kleiner als meine Lehrerin, die jeden Tag aufs neue unter Beweis stellt, das Lehrer nicht nur irgendwelche Menschen sind die versuchen uns wissen in unseren halbzermalmten Schädel zu prügeln. Sie ist der Beweis das Lehrer noch Menschen sind (wenn sie auch eine der wenigen Ausnahmen ist). Aber nur weil ich mich kleiner fühle, bedeutet das nicht das Ich nichts bin. 
Hierzu mal eine kleine Überlegung. Ich bin vor ein paar Tagen über eine Frage gestolpert die mich sehr zum nachdenken brachte, sie lautet: 

"Würdest du für Millionen von Euro deine Arme und Beine verkaufen?"

Nein! Niemals. Denn was ist ein freier Mensch, ohne die Freiheit dorthin zu gehen, wohin ihn sein Weg trägt. (Auch wenn es da natürlich auch Maßnahmen gibt) Jedoch bin ich mir dafür einfach zu viel Wert. Und ich weiß nicht genau, was da in diesem Moment, in meinem Kopf einen KLICK Ton von sich gab, aber ich habe etwas Verstanden. Wenn wir uns selbst noch so viel Wert sind das wir nichts von uns her geben würden, wieso tun wir dann tagtäglich alles dafür um genau so zu enden. Wir verkaufen unser Leben und unsere Lebenszeit tagein und tagaus, jeden Morgen wieder, an etwas das sich diesen Preis garnicht verdient. An eine Krankheit die uns keine Lebensqualität schenkt, sondern uns jegliche Chance auf ein gutes Leben raubt. Wir sind nicht Nichts - wir sind sehr viel mehr als wir manchmal denken. Und wir sind größer als wir denken. Alles beginnt mit einem Herzen in unserer Brust das jeden Tag über 100.000 mal schlägt. Wir halten uns, wie selbstverständlich, ganz unbewusst am Leben. Es fließt Blut durch unsere Adern. Wir können Denken. Uns Dinge merken. Sachen dazu lernen. Erinnerungen abspeichern. Telefonnummern Auswendig lernen und eine unglaublich große Zahl an Worten benutzen und noch etliche mehr in unseren Wortschatz aufnehmen. Wir können eine Vielzahl an sprachen sprechen und die kompliziertesten Gleichungen lösen. Wir schaffen es mit dem was wir tun, das Leben eines anderen Menschen zu beeinflussen. Jede unserer Entscheidungen hat Gewicht. Also warum geben wir uns so viel Mühe unser Gewicht zu verlieren. Anstelle dem Leben mehr Gewichtung zu zusprechen. 

Ja, Ich fühle mich manchmal klein wenn ich sehe was andere Leisten und welche Wunder jeder Mensch den ich kenne, Tagtäglich aufs neue vollbringt. Aber machen wir uns nicht kleiner als wir sind. Ich bringe jeden Tag Kindern bei wie man lebt. Versuche sie bestmöglich auf das große Leben vorzubereiten. Bringe sie zum lachen, trockne Tränen, Unterstütze und Staune immer wieder aufs neue. Ich beantworte fragen und stelle genau so häufig welche. Ich bin kreativ, tanze im Regen, Baue Schlösser aus Sand, muss gute und schlechte Nachrichten übermitteln. Ich rette jeden Tag aufs neue ein Kind, indem ich ihm Aufmerksamkeit schenke und zuhöre, wenn Worte gesprochen werden. Manchmal bin ich nur eine kleine Erzieherin, aber meistens bin ich jeden Tag aufs neue ein Wunder für die Kleinen Menschen unserer Zukunft. Und genau diese Tatsache, nimmt mir meine Angst vor allem was kommen Mag, weil ich weiß, jeden Morgen wenn ich zur Arbeit gehe, habe ich die Chance etwas zu verändern. Und dazu muss ich nicht einmal einen Appell an irgendwelche Bankmenschen in ihren schicken Anzügen halten. Wir fangen da an, wo die Zukunft entsteht. Wir lenken unsere Bankmenschen, Bauarbeiter, Kauffrauen, Künstler, Ärzte, Fahrlehrer und so viele mehr in eine Richtung die von unseren Werten abhängt. Jeder von uns vollbringt sein kleines Wunder, und es fängt damit an das wir etwas tun. Und solange wir etwas tun, egal was es auch sein mag, sind wir nicht nur ein Wunder, wir verbringen auch wahre Wunder. 















Mittwoch, 12. Juli 2017

»335«

Halbtot.




Montag, 10. Juli 2017

»334«

Über den neuen Blog und die alte Lee.

Guten Morgen meine Lieben,
Ich stelle euch vor:

Meinen neuen Blog. 

Also eigentlich ist er nicht neu. Er ist alt. Die Worte sind noch immer die selben.
Aber..

Es ist Zeit für Veränderung.
Nicht nur ich selbst verändere mich gerade.
Sondern auch mein komplettes Leben..

Und somit auch dieser Blog.

Vielleicht ist es Irrational zu denken, ein neuer Hintergrund und ein paar kleine Farbakzente würden die Welt verändern. Aber wer weiss das schon? Vielleicht ja doch.. :)



Die alte Lee ist noch immer da.
Ich bin immer noch der selbe Mensch.
Aber ich will euch mit nehmen.
Mitnehmen auf eine Reise.
Die Reise zu mir selbst.

Ziemlich wirres Zeug,
Guten Morgen WElt es ist 04:54 Uhr,
Ich umarme euch,
XOXO LEE

Freitag, 23. Juni 2017

»333«

Alles schmerzt. Meine Kopf hämmert. Als würde jemand gerade mit einem Vorschlaghammer von innen gegen meine Schädeldecke Hämmern. 

So viel zerfällt im Moment.
Mein leben es zerfällt in sich. 
Die Grundbausteine fallen um und das ganze Gerüst stürzt nieder.


Donnerstag, 8. Juni 2017

»332«

Mitternacht. Der Vollmond scheint hell und klar durch ein Fenster hinein. Das Licht strahlt meine Seele an und trotzdem fühlt es sich so an als würde ich keine Besitzen. Innerlich in meinem tiefsten, verwundbarsten, gequältesten Punkt, da gibt es nichts mehr was irgendwie dazu führen würde das ich etwas fühlen könnte. Jeglicher Schmerz der letzten Tage hat mich taub und müde gemacht. Hat mich gelähmt, aufgeweckt, niedergeschlagen und letzen Endes auch eingenommen.

Der Rest der Welt sieht diesen Schmerz und das unendliche Leid das durch meine Adern pulsiert nicht. Es bleibt vor jedem verborgen. Mein ganz persönliches Geheimnis. Meine eigene Hölle.
Meine niemals endende, stillschweigende Trauer.

Jeden Tag warte ich darauf das der Schmerz vergeht. Das die Angst abebbt und ich beginne wieder nach vorne zu sehen. So sehr ich es auch versuche nichts scheint zu funktionieren. Ich bin unfunktional und inkompetent in jeglicher Hinsicht und weiss nicht wie ich damit umgehen soll und was ich tun kann, um mich Selbst wieder zu reparieren. Vor allem dann, wenn es draußen dunkel wird und selbst das Licht, der scheinbar ewig leuchtenden Straßenlaternen irgendwann kurz nach Mitternacht erlischt. Besonders dann wünsche ich mir einfach nur jemanden der mich festhält.
Der diesen Strudel aus Schmerz, Trauer, Leid, Wut und Hass aufhält und die Tränen aus meinen hellen, wasserfarbenen Augen trocknet.


"Wie soll ein Mensch das ertragen? 
Dich alle Tage zu sehen,
ohne es einmal zu wagen..
Dir in die Augen zu sehen.

Könnt ich einen einzigen Tag nur
in meinem Leben dir gefallen,
um dann ein einziges Mal nur
in deine Arme zu fallen"
                            - Philipp Poisel

Manchmal wünschte ich, ich könnte noch ein letztes mal in deine Augen schauen. Könnte den Schmerz sehen und deine Tränen fühlen. Könnte dinge sagen die mein Handeln weniger belastend für dich gestalten würden. Aber ich weiss es ist falsch. Du hast so viel in mir kaputt gemacht, viel mehr als es scheint. 

171 Tage haben es nicht besser gemacht. Reden nicht. schweigen nicht. Nichts macht den schmerz besser. Nicht mal der gesunde Menschenverstand. Obwohl du mir alles genommen hast und mich zu einem Menschen gemacht hast, der ich nie sein wollte.. Selbst mit diesem Gedanken im Hinterkopf schmerz es noch immer. Und ich bete und flehe und hoffe, dass der Schmerz irgendwann vergeht. 
Das dieses Leid irgendwann vergeht. 

Doch ich warte schon so lange auf diesen Tag. 
Auf diesen Tag an dem es aufhört mich zu zerreißen.
Er scheint nicht zu kommen. 

Gibt es ihn überhaupt? 

Meine Hoffnung ist verbrannt und zerfällt zu Asche.
Mit jedem weiteren Tag. 


Sonntag, 21. Mai 2017

»330«

Wiedersehen. Wiedergeben. Wieder gehen. Es ist Samstag, nach einem langen Tag mit meinem Ehrenamt war ich sehr müde und fertig. Das Auto fahren war anstrengend und ich konnte mich kaum konzentrieren. Immer wieder heulte mein Motor laut auf weil ich einen Fehler machte. Mein Weg brachte mich zu einem Ort an dem ich seit Jahren nicht mehr war. Zu ihren Zuhause. Ein paar knappe Worte in eine sprachnachricht klärten ob ich richtig war oder nicht. Dann lief sie um die Ecke. Die Haare schulterlang und hellblond. Wieder so wie früher. So wie ich sie geliebt habe. Ich winke ihr durch die geschlossene Fensterscheibe hindurch und sie lächelt mich an. Alles kribbelt. Ich fühlte mich wie ein Junkie der seine Lieblingsdroge nach Jahren des Entzuges wieder einnahm. Sie öffnete langsam die Tür und stieg ein. "Ja du bist richtig." sagte sie mit einem Lächeln im Gesicht. Auch ich begann zu lächeln. Dann startete ich den Motor und drehte die Musik leiser. Auf dem Weg zum Parkplatz haben wir viel geredet. Über das jetzt und hier. Über die Gegenwart. Nicht die Vergangenheit. Und irgendwie war das, das beste was passieren konnte. Mein Herz wollte keine Gespräche über früher sprechen. Nicht über schmerzen nachdenken. Nur einen Moment nicht. Ich wollte einfach nur genossen das es sich anfühlt als wäre sie wieder mir. Als hätte ich sie nie verloren. Parkplatz gefunden. Eingeparkt. Ausgestiegen. 

Wir schlendern durch die Gassen der Kleinstadt und ich bewundere das sich manche Dinge doch niemals verändern. Die Bars, Cafés, Restaurants, Einkaufsläden.. alles ist gleich. Noch genau so wie früher. Schon seit ich ein Kind bin, gehe ich durch diese Straßen auf der Suche nach kleinen und großen wundern. Aber erst heute schien ich mein Wunder zum aller ersten Mal gefunden zu haben. Sie redet sehr viel und ich liebe es noch immer ihr beim Reden zu zuhören. Der Klang ihrer Stimme zu lauschen. Ganz und gar in ihrer eigenen, kleinen Melidie zu versinken. Ich habe es immer schon geliebt. Der Abend verlief gut. Zwei Kaffes tranken wir und aßen eine Kleinigkeit gemeinsam. "Ich hab dich so lange nichts mehr essen sehen. Kurze Zeit dachte ich du würdest garnichts mehr essen." entflohen die Worte ihrem Mund. Ich musste schlucken.. 
Das war unmöglich. Sie konnte das nicht wissen. Sie konnte das nicht all die Zeit über geahnt haben und mich trotzdem so schlecht behandelt haben. Das war nicht möglich. Das könnte nicht sein. Ihre Worte schnitten mein Herz entzwei. Ich glaubte an das Gute im Menschen und das die Welt ein grausamer Ort mit vielen solcher guten Menschen ist. Doch jeder trägt eine Maske und ein Gesicht darunter das Lebensspuren auf sich trägt. Jeder von uns. 

Meine Lebensspuren sind nicht unbedingt schwer zu erkennen. Ich trage sie nicht nur im Gesicht sondern auf meinem gesamten Körper. Er ist verziert mit kleinen und großen Narben. Eine kleine an der Hand, vom vielen übergeben beispielsweise. Oder die an meinem Finger als ich ihn mir brach. Die an meinen Armen und Beinen sind großer und wohlmöglivh mein schlimmster Fehler. Doch mittlerweile habe ich sie mit meinem schönsten Geschenk, drei whnderbaren Tattoo, etwas verändert. 
Ich habe Narben auf den Beinen. Aber wisst ihr was die schlimmsten Narben sind? 

Die Narben die auf meinem Herzen und auf meiner Seele ruhen. Die niemals ganz verheilt sind und immer noch immer wieder aufplatzen und vereitern. Es bildet sich Kruste und gerade dann wenn ich denke es ist alles ganz okay verheilt dann platzt die Narbe wieder auf und das Blut schießt hervor. Kein Organ dieser Welt scheint mehr auszuhalten als unser Herz und trotzdem fühlt sich meines so an als würde es jeden Tag aufs neue brechen. 
Genau so wie sie mir mein Herz brach. 

Wisst ihr was das Problem an Drogen ist? Sie lassen dich die Realtität verdrängen. Aber am nächsten morgen werden die Narben noch immer da sein, sie werden weiterhin weh tun, sie werden nicht verheilen. Genau so wie, die Erinnerungen an Cii niemals verheilen wird. Der Tag mit ihr war schön aber die Wunden die sie wieder aufgerissen hat nur mit der Art wie sie sich bewegt und wie sie riecht, reichen aus um mich zum verbluten zu bringen. Die Herznarben sie bluten und sie hören nicht mehr auf. Sie eigentlich nicht. Sie sind frisch, wie an jedem Tag an diesem sie mir das Messer in die Brust stieß und mich zerstörte. 
Das Problem an Drogen ist, du liebst sie obwohl sie dich zerstören. Und SIE scheint bislang einer meiner stärksten Droge zu sein. 




»329« T.

Ich habe allen immer erzählt das du mir nicht fehlen würdest. Und das ich deinen Verlust überwunden habe. Das ich erkannt habe das du mir nicht gut getan hast. Aber.. das stimmt nicht.
Es tut noch immer weh. Dich nicht mehr zu sehen. Nicht mehr zu wissen wie es dir geht. Nicht mehr über dich zu sprechen. Nicht mehr von dir gebraucht zu werden. Mich nicht mehr von dir ausnutzen zu lassen. Dich nicht mehr in den Arm nehmen können.

Das alles.. es schmerzt so sehr und das wird es immer tun.

Und ich liege da. Starre stundenlang auf mein Telefon. Dein Kontakt ist geöffnet und deine Nummer springt mich an. Doch ich kann sie nicht wählen. Kann deine Stimme nicht mehr hören..

Manchmal höre ich mir alte sprachnachrichten an. Ganz vom Anfang.  In der Zeit als du mir noch viele liebe Worte zugesprochen hast. Doch diese Worte wurden immer seltener. Aber als selbst du aufhörtest mir solche Worte zu sagen. Tat es niemand mehr. Seit ewigkeiten hat niemand mehr etwas nettes über mich gesagt. 

Höchstens das ich mich verändert habe.. und anders geworden bin. 

Schmerz verändert Menschen, Trauer verändert uns. Wut, Hass, Freude.. jede Emotion verändert uns. Und wenn wir lange keine positiven Emotionen mehr gefühlt haben, dann zerfrisst uns das. Von innen ganz langsam nach außen. 

Schon lange habe ich mir nicht mehr gewünscht zu sterben. Aber im Moment klingt es so als wäre das der einzige Weg um diesem Schmerz ein Ende zu bereiten und dich endlich aus meinen Gedanken und Erinnerungen zu verbannen. 

Ich war nie gut darin Menschen gehen zu lassen. Aber dich, meine beste Freundin, verloren zu haben.. das hat mich umgebracht. Damals, wie heute. Und es schmerzt noch immer jeden weiteren Tag. 


Und ich denke ich bin auf der letzen Seite angekommen. Bin gerannt, gekrochen, mein Herz wurde gebrochen, habe gelach und geweint, habe Glück mit anderen geteilt, habe leben gerettet und Menschen verletzt, habe alles verloren und trotzdem nur gewonnen. Dazu gewonnen an blutigen Tränen und weiterem, unausstehlichem Schmerz. 
Und vielleicht ist es an der Zeit die Punkte nicht mehr mit Bleistift zu setzen, sondern mit Edding. 

xoxo. 
Eure Lee ❤️

"Ich hab immer an euch alle geglaubt, ich weiß das ihr alles schaffen könnt! Jeder einzelne von euch." 

Samstag, 13. Mai 2017

»328«

Die Welt steht Kopf. Sie überschlägt sich. Macht einen Handstand und Purzelbäume. Das Gefühl diesem ständigen Wechsel aus Bewegungsabfolgen nicht standhalten zu können macht sich in mir breit. Als wäre ich in einer art Trance gefangen und könnte ihr nicht entkommen. Seit Wochen Träume ich nachts den immer selben Traum und wache immer wieder mit Herzrasen auf. 

Bin gefangen in einem Container. Um mich herum höre ich den Hafen und Schiffe die ablegen und ankommen. Boden aus Metall berührt meine haut. Es ist kalt. Fürchterlich kalt. Meine Kleidung ist zerrissen und voller Blut. Und es ist dunkel. Mein Körper zittert aber meine Seele sie ist bereits davon geflogen. 
Auf einmal höre ich wie sich die eisentür des Containers öffnet und eine Männerstimme einige Worte spricht. 
"Ich habe schon überall nach dir gesucht aber da bist du ja." durchfahren seine Worte den Raum. Einige Schritte kommen auf mich zu. Dann ein Schlag. Ein Tritt. Ich fliege durch den Raum und knalle mit meinem Kopf gegen die Wand aus Metall. Spüre wie Blut an meinem Gesicht herab rinnt. Er kommt näher. "Das war's dann wohl." Sagt er und tritt mir ins Gesicht. Schwärze. Ich wache auf. 


Dieser Traum verfolgt mich. Noch immer habe ich nicht verstanden was er bedeuten soll und was ich tun kann damit er endlich verschwindet. Es fühlt sich jedes Mal so real an. Als würde das alles wirklich passieren. So sehr ich mir vor dem schlafen einrede das alles nur ein Traum sei, es fühlt sich jedes Mal wieder wie die Wirklichkeit an. 

Seitdem habe ich Angst alleine im dunklen. Bin abends nicht mehr unterwegs und wenn ich Auto fahre schließe ich alle Türen ab. Auch sonnst bin ich nie alleine irgendwo. Außer in meinem Zimmer. In meiner eigenen Hölle. Da wo alles greifbar ist, da bin ich alleine. Jeden nach wieder und wieder. Und ich frage mich wann das endlich aufhört. 
Wann mich meine Vergangenheit endlich zufrieden lässt. Wann ich vergessen kann und mit meinem Leben im Einklang leben kann und ob es so etwas überhaupt gibt. 

Vor einigen Tagen wurde meine Tattoo (Der Kompass) nachgestochen und seitdem geistert in meinem Kopf immer öfter T. umher. Bin zwischen weinen und schreien und hassen und leiden gefangen und sehen keinen Ausweg mehr. Da ist Licht am Ende des Tunnels aber sag mir: Wie erreiche ich es? 

»Ich hatte alles, doch kam mit nichts zurück außer nem' kaputten Kompass. 
Leer wie der Inhalt meines Koffers, 
ein kaputter Kompass. « (Raf Camora - Kompass) 



Mittwoch, 5. April 2017

»327«

Sonntag, 26. März 2017

»326«

Seit vier Wochen liegt sie im krankenhaus. Von Tag zu Tag geht es ihr schlechter und die Worte der Ärzte und Doktoren geben wenig Hoffnung. 
Mir nicht, ihr nicht, niemandem.

Jahrelange Grausamkeit, schlägt auf sie zurück. Hilflos liegt sie da. Unfähig sich zu bewegen. Schmerzen und Qualen durchleidend. 

Und ich? Ich bin verwirrt. Habe unendlich viele Meinungen und Worte in meinem Kopf und bekomme sie nicht geordnet. 
Unendlich viele Gefühle. Mit diesen ich nicht umzugehen weiß..

Mein Umfeld denkt ich stecke das alles locker weg. Was ich nicht tue. Ich rede nicht viel darüber. Ich rede in letzter Zeit sowieso sehr wenig. Fast garnicht. Nur zwanghaft. Um nicht wieder irgendjemanden zu verlieren. Aber ich denke den ganzen Tag darüber nach. Über Angst und Tod und schmerzen und Vergangenheit und Hass und vermissen und den gescheiterten Versuch ihr zu verzeihen. 

Das alles es macht mich müde. Und kaputt und leer. Falls ich das nicht eh schon bin. Möchte all diese Gefühle weit weg von mir aufbewahren. Einfach weg schließen und nicht an mich ran lassen.

Was wenn sie wirklich stirbt? 

Ich hatte nie eine Mutter und nun raubt man mir die Illusion ich hätte irgendwann noch die Möglichkeit dazu eine Mutter zu bekommen...

Ja selbst nach über zwei Jahren bin ich immer noch am hoffen und vielleicht werde ich mein ganzes Leben hoffen.. 
Solange diese Hoffnung nichts an meinen Entscheidungen ändert ist sie berechtigt zu existieren. Irgendwie.. 


Freitag, 24. Februar 2017

»325«

Kann nicht schlafen.
Obwohl das, das einzige ist was ich will.
Einfach für immer schlafen. 

Ein einziges Mal in deinem Arm..

Donnerstag, 12. Januar 2017

»324«

Über verlorene Liebe und alte Wunden


Immer hatte ich geglaubt das ich niemals wieder jemanden so lieben könnte wie ich Marie geliebt habe. Niemals wieder. Und dann kamst du. Hast mich Tag für Tag mehr in deinen Bann gezogen. Unbeabsichtigt. Liest mich träumen, wie es wäre nach all den Jahren der Einsamkeit, wieder jemanden an mein Herz zu lassen. Und wie jeder Traum, wie jede Seifenblase.
War auch meine Träumerei dazu verurteilt irgendwann zu zerplatzen..

Und ich weiß, dass ich eigentlich nicht die Berechtigung dazu habe in irgendeiner art und weise traurig zu sein. Wir waren nie mehr, als das was wir jetzt sind. Freunde fürs leben.

Obwohl ich mir über dessen bewusst bin, fällt es mir noch immer schwer.

Die Vorstellung das du nach IHR, der erste Mensch gewesen wärst den ich wieder geliebt hätte...
Weil du alles  bist was ich immer wollte. Jemanden der zuhört. Der die Sätze zwischen den Zeilen liest. Der mir das Gefühl gibt, kein Totes Mädchen zu sein. Du hast mich Lebendig gemacht und das obwohl ich noch immer mit dem Tod spiele. Tagtäglich. Du kennst meine Fehler und all die Details. Weißt bescheid wer ich wirklich bin. Trotz all der Dinge die du über mich weisst, bist du nicht gegangen. Keine Sekunde lang. Vielleicht war auch genau das, der Grund warum ich dich so gerne an meiner Seite gehabt hätte. Weil du der einzige Mensch bist, bei dem ich wirklich ich selbst sein kann.

Du warst der einzige Mensch, den ich seitdem Marie gestorben ist, jemals wieder lieben wollte.
Obwohl ich mir geschworen hatte, dass ich niemals wieder irgendjemanden lieben würde.
Mauern bauen sich auf. Niemand, wirklich niemand konnte sie durchbrechen. Doch du hattest dir innerhalb der letzten Monate ganz wie selbst einige Steine aus dem weg geräumt und dir eine Tür eingebaut. Sodass du immer wieder Zugang zur echten Lee hast, wann immer du es willst.

Das Problem wen du nur ganz selten liebst ist, das du es mit voller Hingabe tust. Du liebst zwar selten aber wenn du dann mal liebst, dann liebst du mit allem was du hast. Und ja, vielleicht ist das bei mir nicht gerade viel. Vielleicht könnte dich irgendjemand mehr lieben. Ich wünsche es dir.

Denn.. DU bist mein bester Freund und ich wünsche mir nichts mehr als das du glücklich wirst.
Und wenn du in zehn Jahren vor mir stehst und mir mit einem Lächeln im Gesicht erzählen wirst, dass du heiraten wirst, dann werde ich lachen und sagen: ''Na das wurde aber zeit.''

Ich wünsche dir das du ein Mädchen findest, dein Mädchen findest. Ich wünsche mir das sie dich zum lachen bringt, so wie du mich zum lachen brachtest. Ich wünsche dir, das du immer du selbst bleibst ganz egal wen du liebst. Und das du niemals vergisst, das ich immer da sein werde um dir zu sagen das es sich lohnen wird um sie zu kämpfen, wenn ihr mal streiten solltet. Und irgendwann wirst du mir ein Bild zeigen, mit großen Augen und einem riesigen lächeln im Gesicht. Ihr werdet ein Kind bekommen, vielleicht einen kleinen Fußballer oder eine Prinzessin. Ich bin mir sicher, das du der beste Vater sein wirst für sie. Und ich hoffe so sehr, das wir bist dahin noch immer freunde sind. Das ich ein paar Worte am Tag deiner Hochzeit zu dir sprechen darf und dich auch in zehn Jahren noch immer anrufen darf, wenn mich der schmerzliche Februar quält.

Ich hoffe das auch ich bis dahin weiter gekommen bin in meiner Gesichte. Das Jemand kommt, der das Loch füllen kann, das Marie in mir hinterlassen hat. Jemand wie du. Der mir keine Lovsongs vorspielt sonder Rapmusik. Jemand der mich versteht und mich dafür liebt. Und wenn nicht?

Dann werde ich noch immer wünschen, ich hätte die Chance gehabt Marie zu sagen wie sehr ich sie geliebt habe. Der Februar steht vor der Tür. Er klopf. Ich habe Möbel vor die Tür gestellt, habe sie ab geschlossen, verriegelt, versiegelt, habe mich verbunkert. Versuche einfach nur irgendwie diese Zeit zu überleben ohne dabei u verlieren.

Das ist das Problem an Kriegen.
Bevor der Kampf begonnen hat,
weißt du niemals wie es ausgehen wird...


''Denn was sind 80 Jahre Lebenszeit, verglichen mit der Ewigkeit. 
Wozu Geld und Autos wenn am Ende nur die Seele bleibt.''


Have you ever wished you were another person. Someone who has an ''easy' Life. 
Someone wo isn't fighting against themself. Have ever wished, just for once that you could be good enough? Have ever wished you were the one. That Person! --- for someone. 

Have you ever wished you've one reason to stay? 
Just on little reason. Thats more worth than giving up?
+Have you ever wished you never did that ''first cut''? 

Oh dear, Don't be afraid to wish. 
I wished a thousand times and by now none of my wishes ever came true.
So don't be scared you have nothing to lose. 

Nothing except yourself.