Donnerstag, 28. Juli 2016

»317«

Die Uhr an meiner Wand zeigt kurz nach zwölf. Mein Gehirn hat sich irgendwann in den letzten Stunden abgeschaltet und ist noch immer in einer Art Trance die ich nicht beschreiben kann. Ein Gefühl das ich schon lange nicht mehr verspürt habe breitet sich in mir aus. Fräst sich durch meine Adern, direkt in die tiefsten Kammern meines Herzens. Angst. Dieses eine mal ist es nicht direkt die Angst, die mich speziell betrifft aber es ist trotz allem diese fürchterliche Angst.

Eine vielzahl von Momentaufnahmen durchfliegen mein inneres Auge. Ich sehe es deutlich vor mir. Man tut ihr weh. Man verletzt einen Menschen aus meinem inneren Kreis. Man verletzt einen meiner ANKER. Und das geht zu weit. Vorwürfe durchzucken mich. Irgendwas zwischen ''Ich hätte sie nicht fahren lassen sollen.'', geht über zu ''Ich lasse nicht zu das sie auch nur ansatzweise in die nähe von diesem Menschen und diesem Leben, das dieser Mensch führt kommt.'' und edet damit das ich ihr nicht dabei zuschauen kann wie sie sich selbst in ihre eigene kleine Hölle schickt.

Es gibt so viele Menschen auf diesem Planeten. Und ich weiss das S. irgendwann den Menschen finden wird der sie so lieben wird, wie sie das braucht. Aber dieser Mensch von dem sie vielleicht glaubt er ist der richtige Mensch, ist eben nicht der richtige Mensch.

Wisst ihr, sie ist ein umwefender Mensch. S. schafft es alleine mit ihrem Lächeln Menschen in ein und der selben Sekunde zu verzaubern und gleichzeitig sie in ihren Bann zu ziehen. Man kann sie Stundenlang ansehen und sieht sich trotzdem nie satt. Man kann ihr Jahre beim reden zuhören und will trotzdem nicht das sie jemals aufhört zu reden. S. ist gutherzig und liebevoll und ehrlich und umwerfend und wunderschön und kindisch aber diese Art von Kindisch die mann einfach lieben muss. Manchmal hat sie schlechte Laune aber wisst ihr was? Selbst dann sieht sie süß aus. Ich liebe es so wenn sie schmollt oder wenn sie ihre Stimme verstellt oder wenn Prof. Dr. Dr. DD aus ihr hervor kommt. Oder sie bei etwas zu beobachten, wenn sie etwas tut, was sie gerne tut. Und mein Gott, Ich liebe es wenn sie lacht. Manchmal fühlt es sich so an als würde dann selbst an dem tristesten Regentag die Sonne aufgehen und alles zu strahlen bringen. S. ist so bezaubernd. Sie ist ein unglaublich toller Mensch und ich bin so dankbar solch einen Menschen in meinem Leben zu haben. So unglaublich dankbar sie einen Teil meines Lebens nennen zu dürfen. Sie meine beste Freundin, nein viel mehr.. Sie meine kleine Schwester nennen zu dürfen.

Noch viel furchtbarer ist die Vorstellung das jemand meiner kleinen weh tun würde. Da ist sie wieder, die Angst. Sie treibt mir immer wieder, still und heimlich ein paar Tränen in die Augen. Für nichts auf dieser Welt würde ich sie jemals durch diese Hölle gehen lassen.

S. hat mal etwas sehr schlaues zu mir gesagt:
''Jeder hat sein eigenes kleines Ende der Welt erlebt, aber trotzdem muss man seinen Horizont irgendwann erweitern.''

Dieser Satz geistert mir schon seit einer ganzen Weile im Kopf umher und macht mich nachdenklich.
Sie hat ihr eigenes kleines Ende der Welt bereits erlebt und ich weiß nicht ob ich es zulassen kann das man meiner kleinen in irgendeiner art und weiße Körperlicher und oder seelischer gewalt aussetzt, weil ich nicht vieleicht zu letzt der Mensch bin der weiß was Zwänge, Angst und Gewalt aus einem Menschen machen. An welchen Abgrund dich diese Dinge bringen können. Wie viel ein einziger Schlag in dir zerstören kann.

Mit jedem mal, in dem meine Mutter mich verletzt hat. Egal ob mit Worten oder Taten habe ich ein Stück mehr von mir verloren. So als wäre es einfach von mir abgebröckelt. Als wäre ich aus Glas und jedes mal würde ein stück von mir hinfort gehen. Ich starb. Langsam aber sicher. Wenn vielleicht auch unbewusst aber ich tat es. Und bis heute weiss ich nicht ob ich heute noch leben würde wenn mir die liebe Lia und auch die Liebe S. nicht über den weg gelaufen wären.

Und ich möchte niemals das S. noch einmal in solch eine Situation gerät und ich hoffe so sehr das Lia's Worte und meine Worte ihr etwas die Augen öffnen konnten und ihr auch irgendwie bewusst machen konnten das es hier um IHR Leben geht und das man mit seinem Leben niemals spielen sollte und das es um Freiheit geht und wer mich kennt weiß das ich nur einen Post veröffentlich habe der jemals den Titel ''Freiheit'' trug, und das war der Post über meinen Auszug.

Also kann ich zu guter letzt nur noch meine Herzallerliebste Lia zitieren und sagen:
''Being Free is the most wonderful gift in Life.''

Freitag, 8. Juli 2016

»316«

Ich geh berg ab und gleichermaßen Berg auf. Es läuft. Zwar nicht mit den Mitteln die, die früher Lee gewählt hätte. Aber es läuft. Und das reicht. Das reicht um zu überleben. Dieses Wort das ich seit Jahren umkämpfe. Überleben. Das was ich täglich tue. Kämpfen, verlieren, kämpfen, gewinnen. So läuft das. So muss das laufen. Und ich laufe weg. 
Ganz weit weg. Weg von mir selbst, zu diesem Menschen der ich werden will. Zu diesem Menschen der ich Tag für Tag. Kilo für Kilo werde. 
Und dazu sage ich nur noch eins..

Watch me, I'll win.