Samstag, 21. Mai 2016

»311«

Der Sommer rückt immer näher. Viele reden von vereisen. Sie reden davon an's Meer zu fahren. Davon Lagerfeuer zu machen und Bier zu trinken. Sie erzählen sie wollten unter den Sternen schlafen. Sie wollen das große Leben spüren. 

Ich lache. Ich lache sie aus. Lauthals und mit voller Stimmkraft. Weil sie keine Ahnung haben wie dieses Leben spielt. 
Sie haben nie die Schwärze dieser Welt erfahren. Haben nie begriffen, das es mehr gibt als das heile Leben das sie selbst führen. Das traurige daran ist, ich wäre auch gerne einer dieser Menschen.
Ich würde auch gerne davon reden diesen Sommer an irgendeinem Strand zu sitzen und Lagerfeuer zu entzünden. 

Doch das einzige Feuer, das momentan in mir brennt ist das kleine Feuer meiner eigenen persönlichen Hölle. 
Der Teufel lach höhnisch und versucht trotz seiner Abwesenheit mich immer wieder kein zu kriegen. Lange habe ich versucht die Gefühle zu verschließen. Habe versucht zu verdrängen was der Teufel mir alles antat. Doch nun, wo ich am verwundbarsten bin schlägt er zu. Die Gefühle kriechen aus ihren Schubladen und hinter den verschlossenen Türen hervor und Bahnen sich ihren Weg durch mein Zentrales Nervensystem direkt ib mein Gehirn hinein. Sie zerstören jedes gute Gefühl. Jedes Stückchen Glück das aufblitzt in der Dunkelheit, die mich seit Jahren auf jedem wegen begleitet.

Was übrig bleibt von mir, ist nicht viel. Eigentlich garnichts. Ich bin nicht mehr das Mädchen das ich vor einigen Monaten noch war. Das allen ein Lächeln ins Gesicht zauberte und nur so vor Optimismus zu strahlen begann. 
Eigentlich dachte ich das man mir alles nehmen könnte, aber niemals mehr mich selbst. Das kommen könnte was oder wer will. Das ich zumindest in diesem einen Punkt unzerstörbar bin. Das man dieses Mädchen mit dem Lächeln niemals mehr vollends zu einem schwarzen nichts machen könnte. 

Und nun? Hat mich das Leben, das ich seit Jahren nur überlebe, wieder dazu gemacht. Zu etwas das ich nie wieder sein wollte. Zu einem toten Mädchen. 

Man nahm mir mit einem Tag alles weg was mir etwas bedeutete. Man nahm mir alles. Und ich weiß nicht wie ich das alles noch auf meinen Schultern tragen soll. Das man mich wieder zerbrochen hat.
Das ich so leicht zu zerbrechen bin.
Und ich dachte ich wäre stärker, als all das. 

Aber machen wir uns nichts vor. Ich bin ein Wrack. Ein Wrack mit Totalschaden. Und vielleicht muss ich das einfach so hinnehmen, weil ich mich nicht noch einmal reparieren kann. 

Das Feuer meiner Persönlichen Hölle, 
es hat mich ausgebrannt. 


Kommentare:

  1. Ich umarme dich ganz ganz fest. ♥
    Ich hab dich sehr lieb. ♥

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  2. Ich wünsche dir alles Liebe von Herzen ♥
    Fühl dich gedrückt

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