Donnerstag, 7. April 2016

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Montag, 4.April.2016

Ich brauche dich. Ein einziges Mal wirklich. Sitze da. Zittere. Überall. Kann nicht mehr.

Er pfeift. Ist betrunken. Mache die Tür auf. Denke er hat seinen Schlüssel vergessen. Er folgt mir. Ich sage er soll gehen. Er geht. Kurze Zeit später ist er wieder da. Sitzt draußen. Auf meinem Balkon. Meiner Bank. In meinem Rückzugsort. Er sagt ich soll zu ihm kommen. Ich sage nein. Er sagt es immer wieder. Dann steht er auf. Komm zu mir. Legt seine Hand auf meinen Kopf und fährt von dort zu meinen Brüsten. Ich schüttele mich. Sage nein. Erst geht er nicht. Dann sage ich nochmal nein. Er setzt sich wieder. Ich sage ihm das er gehen soll. In sein Bett. Das er betrunken ist und mich in Ruhe lassen soll. “Jaja” ist seine Antwort. Ich rauche eine Zigarette. Er sagt er geht schon mal vor. Ich frage ihn wohin er geht. 
Er sagt: “In dein Bett.” 

Mein Herz setzt schockiert aus. 
Ich sage wieder nein, dieses mal lauter. Dunkler. Mit mehr Autorität, es nützt nichts.
 Er wirft meinen Aschenbescher von der Bank und er zersplitterte in Einzelteile. 

Schiebe ihn mit aller Kraft die ich habe die Treppe runter. Irgendwann stehen wir vor Dad’s Zimmer. Er drückt meine Handgelenke zusammen und hält sie fest. Mein Kopf läuft Amok. 

Ich brauche dich. Brauche dich damit du ihn von mir fern hältst. Damit du mir hilft. Bin überfordert. Nach fast zwei Jahren respektiert zum ersten mal jemand nicht das ich eine Grenze setze. 

Er lässt mich nicht los. Schlingt seine Arme um mich. Hält mich fest. Fasst mich an. Ich beiße ihm in den Arm. So wie du es mir gesagt hast. Es war nicht fest genug. 
Immer wieder sage ich: “LASS MICH LOS.” oder “NEIN” doch er tut es nicht. Irgendwann trete und beiße ich nur noch. Schaffe es bis zu Dad’s Zimmer Tür. Reiße sie auf, schalte das Licht ein und schreie ihn an. Mein Dad wacht nicht auf. Aber er geht die Treppe runter.

Ich liege hier. Weine die ganze Zeit. Erinnerungen türmen sich in mir auf. Mom. Hass. Wut. Zwang. Angst. Das alles.. 
Es überfällt mich. Ich brauche dich. 
Ein einziges Mal wirklich. 
weil ich diesen Tag sonnst nicht überlebe.
Ich will sterben. Will das alles nicht mehr ertragen. Kann es nicht mehr ertragen.


Kommentare:

  1. Meine Liebe, das, was ich da lese, tut mir unheimlich leid. Du weißt hoffentlich, dass du mir immer schreiben kannst, wenn du mit jemandem reden möchtest, oder?
    Ich weiß, das hört sich nach einer leeren Versprechung an, aber es wird irgendwann besser. Ganz bestimmt, du bist nämlich einer der Menschen, die Gutes verdient haben - mehr als andere. Ich wünsche dir alles, alles, alles Gute. Bleib stark. Ich denke an dich und schicke dir eine feste Umarmung, deine Anni. <3

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  2. ja stimmt eine lange zeit, umso schöner wieder etwas von dir gelesen zu haben!<3 das leben macht was es will..
    das tut mir leid das du so viel stress mit der Ausbildung hattest, ich hoffe du kannst dich einmischen ausruhen? ich hoffe wirklich das die Sonne einbisschen für dich scheint oder zumindestens bald wieder! umarm dich zurück und wünsch dir alles liebe und auch viel kraft für alles <3

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