Montag, 18. April 2016

»308« Träume

Vor einiger Zeit hätte ich euch vielleicht erzählt das meine Träume sehr Materiel behaftet sind. Das es Dinge wie Reisen, Festivals, ein Führerschein und ein Auto sind. 

Doch geht man in sich hinein. Wird einem klar das es nicht die Dinge sind die wir wirklich brauchen. 

Was ich eigentlich wirklich bräuchte sind Dinge, die ich viel zu selten bekomme.
Sachen wie Liebe. Eine Umarmung. Ein paar rettende Worte. 

... Jemanden der mir sagt das er bleibt. 
Vor sehr langer Zeit hat mir ein Mensch versprochen immer an meiner Seite zu bleiben. Doch die Zeit verändert alles.
Wir können nicht mit ihr Leben aber auch nicht ohne sie. Viel zu lange ist es her das mir jemand versprach zu bleiben, egal was für ein tiefster Winter in meinem Herzen auch herrschen mag. 
Viel zu lange ist es her, dass jemand versucht hat mich zu retten. 
Mich zu beschützen. 
Vor mir.. Vor ihr und vor all dem. 

Am Ende des Tages ist jeder Träum nur ein Träum. Ob wir ihn beeinflussen können oder nicht, hängt nicht von uns ab sondern davon ob man einen einzigen Menschen hat der erkennt was man träumt. Der versucht zu helfen so gut es geht. Der sieht das jedes Lächeln schon seit Jahren nicht mehr echt und ehrlich ist. 

Jemanden der versucht einen zu retten, selbst wenn man sich schon längst aufgegeben hat. 

In den meisten Fällen bin ich dieser Mensch gewesen. Der Mensch der alle retten wollte. Und dann starb M., dann starb L. und dann irgendwo zwischen all dem starb ich. 



Donnerstag, 7. April 2016

»307«

Montag, 4.April.2016

Ich brauche dich. Ein einziges Mal wirklich. Sitze da. Zittere. Überall. Kann nicht mehr.

Er pfeift. Ist betrunken. Mache die Tür auf. Denke er hat seinen Schlüssel vergessen. Er folgt mir. Ich sage er soll gehen. Er geht. Kurze Zeit später ist er wieder da. Sitzt draußen. Auf meinem Balkon. Meiner Bank. In meinem Rückzugsort. Er sagt ich soll zu ihm kommen. Ich sage nein. Er sagt es immer wieder. Dann steht er auf. Komm zu mir. Legt seine Hand auf meinen Kopf und fährt von dort zu meinen Brüsten. Ich schüttele mich. Sage nein. Erst geht er nicht. Dann sage ich nochmal nein. Er setzt sich wieder. Ich sage ihm das er gehen soll. In sein Bett. Das er betrunken ist und mich in Ruhe lassen soll. “Jaja” ist seine Antwort. Ich rauche eine Zigarette. Er sagt er geht schon mal vor. Ich frage ihn wohin er geht. 
Er sagt: “In dein Bett.” 

Mein Herz setzt schockiert aus. 
Ich sage wieder nein, dieses mal lauter. Dunkler. Mit mehr Autorität, es nützt nichts.
 Er wirft meinen Aschenbescher von der Bank und er zersplitterte in Einzelteile. 

Schiebe ihn mit aller Kraft die ich habe die Treppe runter. Irgendwann stehen wir vor Dad’s Zimmer. Er drückt meine Handgelenke zusammen und hält sie fest. Mein Kopf läuft Amok. 

Ich brauche dich. Brauche dich damit du ihn von mir fern hältst. Damit du mir hilft. Bin überfordert. Nach fast zwei Jahren respektiert zum ersten mal jemand nicht das ich eine Grenze setze. 

Er lässt mich nicht los. Schlingt seine Arme um mich. Hält mich fest. Fasst mich an. Ich beiße ihm in den Arm. So wie du es mir gesagt hast. Es war nicht fest genug. 
Immer wieder sage ich: “LASS MICH LOS.” oder “NEIN” doch er tut es nicht. Irgendwann trete und beiße ich nur noch. Schaffe es bis zu Dad’s Zimmer Tür. Reiße sie auf, schalte das Licht ein und schreie ihn an. Mein Dad wacht nicht auf. Aber er geht die Treppe runter.

Ich liege hier. Weine die ganze Zeit. Erinnerungen türmen sich in mir auf. Mom. Hass. Wut. Zwang. Angst. Das alles.. 
Es überfällt mich. Ich brauche dich. 
Ein einziges Mal wirklich. 
weil ich diesen Tag sonnst nicht überlebe.
Ich will sterben. Will das alles nicht mehr ertragen. Kann es nicht mehr ertragen.