Mittwoch, 24. Februar 2016

»306«

Es zerreißt mich. Von außen nach innen. Will den ganzen Tag nur in meinem Bett liegen. Die Decke über den Kopf ziehen. Meine Fingernägel in die obersten Hautschichten meiner Oberarme bohren und in einem Tränenmeer ersticken. 
Will niemanden sehen. Will nichts hören. Will einfach nur vergessen. Mich vergessen. Aufgeben. 

Mein Herz es pocht. Laut, angestrengt. 
Es pocht so vor sich hin. Hat keinen Wert mehr. Jeder Herzschlag ist umsonnst. Weil er mich eine Sekunde weiter von ihr weg treiben lässt. Jedes Pochen in meiner Brust entfernt uns mehr voneinander und schafft trotzdem keinen Raum für jemand anderen. Mein Herz gehört für immer ihr. Ich gehöre für immer ihr. Niemand wird sie jemals ersetzen. 
Ich gesucht, ich hab's versucht. Es gibt niemanden.

Donnerstag, 18. Februar 2016

»305«

Das einzige was ich mir wünsche ist vergessen zu können. Vergessen das mich dieser Februar noch mehr aussaugt alles alle bisherigen. Je weniger ich darüber schreibe, über diesen unstillbaren Schmerz, desto schlimmer wird es. Auch wenn die Wort sich nicht ändert. Sich das Unverständnis nicht ändert. Sich der Schmerz nicht ändert, der jedes Mal wieder aufbricht und alte Narben aufplatzen lässt. 

"Die Tränen die wir weinen sind viel zu oft aus Blut."

Ich bin an einem Punkt, den ich nicht so leicht beschreiben kann. Irgendetwas zwischen vergessen und aufgeben. 
Weil ich sie wieder sehen will..

Vermisse ihre Stimme. Ihre Art wie sie die Worte ausgewählt hat. Mit so viel bedacht. Ihre Art die Welt zu sehen. Ihre Stimmungsschwankungen. Ihre unfassbare Traurigkeit. Und dann die Momente in diesen sie lebhaft und ehrlich war. In diesen sie gelacht hat. Diese kleinen Momente wo das Glück aus ihr heraus geplatzt ist. Diese Momente wo ihr wahres ich zum Vorschein kam. Die Fassade des Mädchens, das alle gesehen haben und zu kennen glaubten. Sie begann dann zu blöcken. Das habe ich am aller meisten an ihr gemocht. Diese Momente wenn sie einfach sie war. Unverfälscht. Ohne irgendwelche Masken. Mir fehlen ihre Umarmungen. Ihre Berührungen. Ihre Sprunghaftigkeit. Die Art wie sie einen Menschen dazu bringen konnte sich selbst in ein neues Licht zu stellen. Das alles, es fehlt so sehr. Und mit jedem Tag verblassen meine Erinnerungen ein Stück mehr. So als würde ihre Haarfarbe von dunkelbraun zu grau wechseln. Als würde man das Leben aus meinen Erinnerungen heraus saugen.

Vielleicht will ich deswegen vergessen? Weil es so weh tut, sich vorzustellen das ich mich eines Tages nicht mehr an ihre Stimme oder ihr Lachen erinnern könnte. 


Noch 4. 

Dienstag, 16. Februar 2016

»304«

Liege da. Sauge die Stille auf. Die Nacht schreit so furchtbar laut. 

"Schuld. Schuld. Alles deine Schuld." 

Der Schmerz wird nicht weniger. Nicht nach einem Jahr, nicht nach zwei Jahren und auch nicht nach fast drei Jahren! Es tut noch immer so weh. Die Tatsache das ich sie nicht retten konnte. Das ich nicht einmal die Chance dazu bekommen habe. Das werde ich mir nie verzeihen können. Die Schuld sie frisst mich auf. Erdrückt mich. Bringt mich um. 

Keine Kraft mehr da. Unfähig auf zu stehen, raus zu gehen. Unfähig dieses Leben zu leben. Unfähig so noch weiter zu machen. 

Und das immer wieder kehrende Warum verschwindet einfach nicht, nie! 
Warum sie? Warum? Warum zur Hölle ausgerechnet Sie? Sag mir einer warum!!


Donnerstag, 11. Februar 2016

»303«

Was hättest du getan wenn du wüsstest das du mich zum letzten Mal sehen wirst? Hättest du mich länger im Arm gehalten? Hättest du mir wieder einen Kuss auf die Stirn gedrückt und gesagt wir schaffen das? Wärst du hier geblieben? 


Dienstag, 9. Februar 2016

»302«

Über Loyalität und die Sache mit dem Wolf 

Loyalität scheint für viele Menschen in der heutigen Zeit ein Fremdword zu sein. Auch wenn ich nicht ganz so recht verstehen kann woran das liegt. Vielleicht scheitert es schon daran, das Loyalität an sich nicht wirklich ein einfaches Wort ist? Noch viel schwerer ist zu beschreiben was sich hinter eben diesem so unscheinbarem Wort verbirgt. 

XX Loyalität, ohne sie bist du nichts. XX

Fragt man mich wie ich das mit der Loyalität sehe, dann brauche ich meistens sehr lange um zu beantworten was genau ich darunter verstehe.

Wisst ihr loyal zu sein bedeutet für mich das ich du hinter meinem Rücken für mich ins Feuer springst. Und da wir, wie bekannt ist ja wissen das Loyalität genau wie Liebe eben keine Einbahnstraße ist.. Gilt das gleiche auch von meiner Seite. 

Loyalität hat für mich etwas mit sehr viel Vertrauen zu tun. Denn man kann sich die Loyalität von einem Menschen weder erkaufen noch erzwingen. Durch nichts. Selbst der reichste Mensch, würde von mir persönlich nicht einen Funken von meinem loyalen Verhalten erkaufen können. Denn man sucht sich die Menschen aus zu diesen man Loyal steht. Wir wählen sie selbst. 

Und das geschieht nicht wie bei all diesen Chastings die gerade in den deutschen Fernsehsendern rauf und runter gespielt werden. So nach dem Motto: "Zu dir bin ich loyal und zu dir nicht. Und ah, du siehst gut aus und hast gute Attitüde, du kriegst sie auch, meine Loyalität." 

Jetzt mal abgesehen davon das dieses Beispiel vielleicht sehr hochgestochen klingt, wer zur Hölle weiß was Attitüde bedeutend? Oder bin ich einfach nur mal wieder ziemlich Blond? 

Ich weiß das eine hat mit dem anderen nicht wirklich viel zu tun.

Was ich damit aber eigentlich sagen will. Es gibt immer einen guten Grund dafür warum wir uns dazu entscheiden uns einer bestimmten Person gegenüber, loyal zu verhalten. Das geschieht durch Taten, weil diese ja bekanntlich mehr sagen als 1000 Worte. 

Doch eines Tages kommt jeder an den Punkt an dem er sich denkt. 
Wieso bin ich zu Menschen loyal die es niemals zu mir sein würden?
Wieso geben ich Ihnen so viel wenn Sie mir doch nie das selbe zurück geben würden? 

Es gibt so viele falsche Menschen auf dieser Welt. Welche die uns und vielleicht auch unsere gutmütige, liebevolle und loyale Art ausnutzen, weil es das Leben vereinfacht. 

Deshalb, lasst euch eins gesagt sein: »Seid vorsichtig wem ihr eure Loyalität verschreibt. Sie macht euch verletzbar.«

Menschen wie Cii zum Beispiel hatten meine Loyalität nie verdient. Nicht im entferntesten. Menschen die mit allem was ihr gebt, neue Waffen bauen um sie gegen euch zu richten, haben nichts in jeglicher Art von loyalem Gegenübertreten und dem damit verbundenen Verhalten zu tun.


Ich bin nur noch zwei Menschen auf diesem Planeten Loyal gegenüber. Vielleicht würde euch die Wahl überraschen die ich still und heimlich in meinem Herzen im Bezug auf dieses Thema treffe? Vielleicht ist sie euch schon klar? Ich weiß es nicht. Jedoch werde ich euch nie sagen welche zwei Menschen das sind. Die beiden wissen es und das genügt mir. 

Nun kommen wir aber mal zu der Sache mit dem Wolf. 

XX Ein Wolf ist immer loyal zur Familie XX

Nachdem mir klar wurde das ich nie eine wirkliche Familie hatte und auch nie eine haben werde, wurde mir im goldenen September vor zwei Jahren klar das ich mich selbst auf die Suche nach einer Familie machen muss. Und ich fand sie. 
Menschen die mich nahmen wie ich war und die mich liebten für das was ich war. 
Denn in Wirklichkeit ist es doch so das wir zwar Verwandtschaft haben aber das unsere wahre Familie immer die Menschen sein werden die wir uns selbst aussuchen können. Nämlich unsere Freunde. Ich habe meine Familie gefunden und ich kann euch zu diesem Thema nur eine Sache sagen. 

"Blut ist dicker als Wasser." ~ Zitat von T. 

Und selbst wenn in unseren Adern nicht das selbe Blut fließt sind wir doch eine Familie. Die Lebt und lacht und liebt und zusammen hält. Eine Familie die weiß das Loyalität nicht selbstverständlich ist und das man sich die Loyalität eines Menschens verdienen muss. Und ich wüsste nicht wer sie mehr verdient hätte.

Wölfe sind faszinierende Tiere. Frei. Furchtlos. Atemberaubend. Kämpferisch. Lebhaft. Schnell. Verbunden. Loyal.

Ich glaube es gibt wenige Tiere die so Loyal sind und ich glaube viele Menschen sollten sich davon eine Scheibe abschneiden. Ich habe es getan. 
Und vielleicht bin ich zu loyal. Vielleicht ist es verrückt einen ganzen Post über dieses Thema zu verfassen. Aber so bin ich nunmal. Verrückt und loyal. 

Mein nächstes Tattoo wird ein Wolf. 
Für die gewählte Familie und das unaufhaltsame aussterben der Loyalität, die ich zumindest für mich, 
immer in Ehren halten werde.


(Bilder von Pinterest!) 

xoxo.



Sonntag, 7. Februar 2016

»301«

Es wird schwerer. Das Leben.
Es kriecht vor sich hin und an mir vorbei. 
Über Prüfungen und ellenlage Klasuren. Bis hin zu tagelanger schwärze und dem letzten bisschen nichts. 
Bis sich die Schwärze komplett vor meine Augen legt und mich zusammensacken lässt. 
Ich falle.

Mein Herz beginnt zu flattern. Wie die Flügel eines Kolibris. Erst schnell. Hektisch. Dann immer ruhiger. Betäubend. Verwaschene Geräusche dringen durch den Nebel hindurch. Machen ihn surrealer und machen die Realtität greifbarer. Ich klammere mich an Sie. Ein paar Sekunden später bin ich wieder da.


"Wir fahren jetzt in's Krankenhaus."

Lügen über Lügen folgen darauf. 
Mein Ohr ist seit Tagen zu. 
Schiebe alles darauf. 
Diagnose: Mittelohrentzündung 

Das wahre Problem erkennt niemand. 
Dafür habe ich jahrelang viel zu gut gelogen. Viel zu gut Masken aufgesetzt und Mauern aufgebaut. 

Die Wahrheit kennt nur ihr. Weil ihr mich kennt. Und weil ihr sie kennt. 
Diese Krankheit. Dieses Miststück.
Diese Lösung, die keine ist aber als einziger Ausweg zur Verfügung steht. 

Ich will das so nicht! 
Aber ich kann nicht anders! 


Ich wünschte du wärst hier. Würdest dieses Loch das M. hinterlassen hat kurz füllen. Würdest mich mit einer kleinen Umarmung wieder stark genug machen um die Welt für eine kurze Zeit auf meinen Schultern tragen zu können. 
Wünschte du wärst hier um mir einen Grund zu geben um zu kämpfen.
Aber du bist beschäftigt. Mit deinem eigenen Leben. Mit deiner eigenen Gesundheit und das geht vor. 
Das ging mir schon immer vor. 
Weil ich sonnst nichts habe, was es wert ist zu leben oder dieses Leben zu lieben. 
Weil sonnst nichts und niemand reicht.