Samstag, 31. Dezember 2016

»323«

Und Wieder ein Jahr vorbei. 

Nun heißt es Abschied nehmen von einem Jahr das ich am Ende doch sehr gerne mochte. 

2016 und zugleich mein 18. Lebensjahr, gehen heute vorüber.

Zu aller erst einmal ist es so unglaublich interessant zu sehen mit wem man 2016 begonnen hat und mit wem man es beendet. 

2016 fing damit an das T. am Anfang des Jahres in die Klinik ging. Dann stand wieder einmal Maries Todestag vor der Tür und legte mich lahm. Es tat weh. Tut weh. Wird immer weh tun. Und wisst ihr was? das ist auch okay. Ich glaube das habe ich dieses Jahr begriffen. Ich war mit S. auf einem Konzert von Prinz Pi und kurz darauf mit A. bei Alligatoah. Zum ersten Mal für dieses Jahr habe ich kurz darauf die Liebe Lia wieder gesehen und bin noch immer sehr dankbar für ihre Freundschaft und jede Minute die ich mit ihr (und ihrem Herzmensch) verbringen darf. 

Dann begonnen die Prüfungsphasen, die mir sehr viel Kraft geraubt haben aber mich am Ende nur stärker gemacht haben. 

Dann die Sommerferien

Die wohl schlimmste, aber auch schönste Zeit in diesem Jahr. Ich habe viele Dinge dazu verlernt, habe Entscheidungen getroffen, war jung, dumm und leichtsinnig. Habe viel riskiert und trotzdem nur gewonnen. 

Im September dann der Beginn der neuen Ausbildung, mit einigen neuen und vielen bekannten und vertrauten Gesichtern ging es weiter. Ich lernte Menschen kennen die mich stark machten und zum ersten mal jemanden der nicht von mir stark gemacht werden muss. Und das ist so unglaublich schön. Einen Menschen zu haben der weiß wie das Leben funktioniert und der mir Hoffnung macht und mich stark macht. Das ist das schönste was mir 2016 wohl beschwert hat. Endlich bestand ich auch meinen Führerschein und bekam ein eigenes kleines Auto. Und zu guter letzt war ich am ende des Jahres noch bei meiner liebsten Lia und konnte sie auch noch einmal am Ende des Jahres für ein paar Tage sehen. Die Weihnachtsfeiertage gingen friedlich vorüber. Dann gingen die Probleme los. 

In diesem Jahr habe ich einen Menschen verloren, von dem ich dachte ich würde ihn niemals verlieren. Vor allem nicht das dieser Verlust auf mich zurück zu führen sein würde. T.! Nach all den Tagen, Momenten und Erinnerungen, brachten mich ihren Lügen, den Drogen und ihrer Egoistischs Art dazu einen Schlussstrich zu ziehen der nicht mehr aus Bleistift besteht. Es ist vorbei. Nachdem sie meinte S. kontaktieren zu müssen, fiel es mir nicht mehr so schwer. Es tut garnicht so weh. Manchmal noch. An Tagen wie heute. An meinem Geburtstag wo wir vor einem Jahr zusammen saßen und uns ewige Freundschaft schworen, da tut es noch weh. Aber ich habe erkannt das es Menschen gibt die viel mehr für mich sind und vor allem die mich viel mehr zu schätzen wissen. 

Zum einen S. ❤ Nachdem wir eine Ewigkeit lang so gut wie keinen Kontakt hatten und uns nur in der Schule Briefe über einen Briefkasten zukommen ließen hätte ich niemals gedachte das wir jemals wieder so gute Freundinnen werden. Doch ich bin so froh das es so gekommen ist. Ich möchte S. um nichts auf dieser Welt wieder hergeben und wünsche mir nichts mehr als, das sie für immer an meiner Seite sein wird. Jeder Tag mit ihr ist ein Geschenk. Egal ob regen oder Sonnenschein. Es ist egal welcher Sturm und bevorsteht, wir meistern das. Zusammen. Verstehen uns ohne viele Worte. Sind einfach wir selbst. 
Ich liebe sie so sehr ❤

Zum anderen A. ❤
Meine Treue Seele! Sie war immer meine beste Freundin und wird es immer sein. Ich kann nicht mehr beschreiben wie wichtig sie mir ist aber ich denke nach all der Zeit könnt ihr es euch wage vorstellen. Sie ist mein Engel ❤

Und dann noch mein Lieblingsdepp
Ich hätte niemals gedachte das nochmal ein Mensch wirklich alles über mich erfahre würde. Jedes kleinste Detail. Jeder Fehler, jeder Schmerz. Jeder gute Tag. Jedes Schwarze Loch. Er kennt sie alle. Und er ist trotzdem noch an meiner Seite. Und es ist so schön jemanden um sich zu haben, der es schafft alles ein bisschen erträglicher zu machen und vor allem der versucht mich zu reparieren obwohl er weiß, das ich niemals wieder so laufen werde als wäre das alles nie geschehen. Ich glaube ich hätte dieses Jahr um einiges weniger gelacht, wenn es ihn nicht gegeben hätte. Aber es gibt ihn und er ist Teil meines Lebens. Und das ist das was zählt. 

Was ich dieses Jahr gelernt habe..

»LOVE YOURSELF SO MUCH,
THAT NOBODY CAN HURT YOU!«

Diesen Satz hat S. mir in den Sommerfeiern mir auf den Weg gegeben und seither verfolgt er mich. Es ist wahr. 

Wenn man sich selbst an erste Stelle stellt, wer soll einen dann noch zerstören können? 

Und daran arbeite ich! 

So ihr lieben ❤
Ich wünsche euch dür 2017 von Herzen und aus tiefster Seele das beste vom besten! An alle die Kämpfen, haltet durch. An alle die weinen, trocknet eure Tränen. An alle die Lachen, lacht so viel ihr könnt. Und an alle die aufgeben wollen, tut es nicht! Das Leben ist schön! Nicht immer einfach. Niemals leicht. 

ABER SCHÖN! 

Es drückt euch und schickt euch ganz viel Glück, Gesundheit, Kraft, Stärke, Mut, Erfolg und Freude! ❤

Herzallerliebst,
eure Lee ❤

Montag, 21. November 2016

»322«

Ich sehe dieser Mädchen vor mir. 
Sie verlässt gerade den Kindergarten.
Und ist dabei ihre Jacke anzuziehen und hält ein Bild in ihrer Hand. 
Sie läuft gemeinsam mit ihrer Mutter nach Hause. Sie bleibt stehen und legt das Bild auf den nassen Boden und versucht weiterhin ihre Jacke anzuziehen. Ihre Mutter läuft weiter und dreht sich erst nach einigen Metern um. Dann kommt sie auf das Mädchen zu und fragt sie was sie denn tut. "Die Jacke anziehen. Es ist kalt." Ich höre die Mutter nur, wie sie sagt das sie sich nicht so anstellen soll und gefälligst mitkommen soll. Das Mädchen hat mittlerweile die Jacke übergezogen und ist dabei den Reisverschluss zu zu machen. Doch er klemmt fest. 
"Bist du sogar zu dumm dich anzuziehen?" durchfahren kalte Worte die frische Winterluft. Auf einmal stille. Ein Schlag. Das Mädchen schaut zu Boden. Ihre Wange wird rot. Ihr Blick wird tot.
 
Das war der Tag an dem sie begann, zu sterben. Und bis heute ist sie noch immer Tod. Tief im inneren. Die kleine Kinderseele wurde gebrochen und niemand konnte sie wieder zusammen flicken. Selbst heute, 13 Jahre später nicht. Und ich sehe wie sie abends in ihrem Bett liegt und in ihr Kissen weint. Und das einzige was sie sich wünscht ist eine Familie. 

Dieses Mädchen, das bin ich. 

Sonntag, 13. November 2016

»321«

Ich melde mich zurück bei euch mit bestandenem Führerschein, einer neuen Klasse, viel Stress, Streit und Ärger. Melde mich zurück mit neuem und altem Schmerz, aber vor allem einer Menge an Veränderungen. 

Seit September ist einiges passiert. 
Fangen wir mal damit an das ich im Schwarzwald war, um aufzuarbeiten was mit M. und mir und der Welt und all dem Schmerz passiert ist. 

Im Endeffekt hat es genau das Gegenteil bewirkt. Als ich dort war ging es mir gut. Es gab viel zu sehen, viele schöne Erinnerungen aufzurufen. Viele Orte und vor allem viel Zeit für mich. GANZ ALLEINE. Aber seitdem ich wieder hier bin ist etwas anders. Ich fühle mich anders. Und ich verhalte mich anders. Ich bin pampig zu A., zu meinem Dad, zu meiner Oma. Zu allen um ehrlich zu sein. Ich bin empfindlich, stehe nur noch unter Stress. Komme nicht mehr zur Ruhe. 
Schlafe gut ein, aber der schlaf fühlt sich nicht erholsam an. Träume schlecht. 

S. hat mich gestern gefragt was los ist. 
Ich habe ihr nicht alles erzählt. Habe Angst das sie es nicht hören will. 

Auf der einen Seite steht da T. die mir fehlt. Auch wenn ich weiß, das es vielleicht besser ist wenn ich sie im Moment aus meinem Leben halte, fehlt sie mir schrecklich, weil mir keiner dieses Gefühl gibt etwas Wert zu sein.

Dann war S. für 4 Wochen in einer Klinik. Was mich gefreut hat weil ich das Gefühl habe ihr hat das gut getan. Aber die Zeit ohne sie war schwer, weil A. sich immer mehr von mir abwendet und ich sonnst niemanden habe.. 

Die Schule stresst mich im allgemeinen. 

Und dann schwirrt in meinem Kopf die ganze Zeit noch meine Mom umher. 

Und irgendwo zwischendrin, zwischen all dem ist M. Und ich hab das Gefühl keiner versteht das die Trauer nicht weniger wird. Das es nicht aufhört weh zu tun. Das der Schmerz einfach nicht vergeht. Das es mal einfacher und mal weniger einfach ist damit umzugehen. Doch es hört nie auf. Das ist das Problem. 


Donnerstag, 1. September 2016

»320«

Ich kann es fühlen. Mit jeder Sekunde bröckelt ein Stück von dem ab was sie vor zwei Jahren gerettet hat. Das Mädchen, das ich geworden war. Ist in den letzten Wochen gestorben. Innerlich Tod. Sie weiß nicht mehr wem sie noch glauben kann. Die welt hat sie verunsichert. Sie weiß nicht wem sie noch vertrauen kann. Sie stirbt. Tag für Tag. Sekunde um Sekunde. Es geht zuende. Der einzige Mensch von dem sie gehofft hatte das er sie niemals verletzen würde, rammte ihr ein Messer in den Rücken. Vorsichtig. Behutsam. Aus dem Schatten heraus. Und es hat sie überfallen. In der ersten Sekunde und in jeder folgenden. Sie verlor ihr Vertrauen. In jeden Menschen auf diesem Planeten. Und dann verlor sie sich selbst. Zwischen all den Dingen die sie zerstören könnte und sie zeitgleich wiederbelebten. 

»Losing you was my biggest fear.«

Du sagst Sachen über Loyalität und kannst das Wort selbst noch nicht einmal buchstabieren. Geschweige denn beschreiben was es bedeutet.

Und was am aller meisten schmerzt es zu wissen das du genau wie Sie gehandelt hast. Das du mich verlassen würdest wenn es kompliziert wird. Und dabei hatte ich, naiv wie ich bin, geglaubt das du der einzige Mensch bist der bis an mein Lebensende an meiner Seite stehen würde. Du sagst das du mich nicht aus diesem Loch holen kannst sondern mir nur die Hand reichen kannst. 

Und ich habe die letzten zwei Jahre damit verbracht mir tagtäglich Sorgen um dich zu machen. Bei jeder Kleinigkeit habe ich dich mit Samthandschuhen angefasst und mit dir zusammen einen Weg aus dem Labyrinth gesucht. Ich bin für dich in dein kleines Loch gesprungen und habe dich raus geholt. Habe eine Leiter gebaut und dich hinauf getragen. Bin Stück für Stück jeden Tag meine Kraft los geworden. Habe mich nur auf dich fixiert. 

Doch war das ein Fehler? 

Ich bereue die letzten Jahre nicht. Keine Sekunde mit dir. Außer vereinzelt ein paar Momente in denen du mich enttäuscht  hast. Mittlerweile allerdings spielt mein Kopf Memory. Ich deke immer wieder eine weitere Karte auf und begreife das sie zu einer vorhergehenden passt. 
Doch will es nicht wahrhaben, weil ich an das Gute im Menschen glaube. 

Und es macht mich traurig. Es treibt mir tagtäglich seit Wochen Tränen in die Augen und Schmerz in mein Herz. Da wo ich dich hinein gelassen habe. 

Ich hatte mir geschworen niemals wieder jemanden an mich ran zu lassen. Und trotzdem habe ich meine oberste Regel für dich gebrochen. Das ist das was mich verletzt. Ich habe dir vertraut. Habe gehofft das du mich nicht kaputt machst. Habe gehofft wir beide, wir wären unkaputtbar. Doch ich weiß nicht mehr was ich glaube soll. Ob ich dir glauben soll. Oder dem Rest der Welt. Stelle alle deine Worte infrage. Stelle alles was du tust infrage. Stelle mich selbst und das Leben und die Welt infrage. 

Und ich weiß nicht ob ich will das alles so wird wie früher oder ob ich stark genug bin um weiter zu gehen. 

»Blebe ich stehen oder springe ich? Das was du denkst bin ich nicht.«

Aber was bist du. Wer bist du? Was bist du für mich? Du warst mein alles. Mein Kryptonit. Der Mensch über den ich neben M. noch in 50 Jahren reden werde. Aber was wenn alles nicht das war, was du gebrauchen konntest. 
Was wenn alles nicht das ist, was ich für dich bin. 

Was bin ich überhaupt für dich? 
Und was bist du noch für mich? 

01.09.2016 
Mein Dad - "Über meine Funktionstüchtigkeit"

Sonntag, 28. August 2016

»319«

"Was ist noch echt? Und wem willst du
noch trauen? Worte sind nur Luft und dein Mund spuckt sie aus. Auf nichts ist Verlass in der Not. Außer auf dein Spiegelbild und vielleicht auf den Tod." 


Samstag, 6. August 2016

»318«

Metall. Es bohrt sich durch meine Haut. Zerstört sie. Bricht sie auf. Dunkelrote tropfen quillen heraus. Sehe Ihnen zu. Sehe wie sie sich ihren Weg bahnen. Sie vermischen sich mit meinen Tränen. Tropfen auf den Boden. 

Irgendwas stirbt gerade in mir. Vielleicht die Hoffnung. Vielleicht der Kampfgeist. Vielleicht ich selbst. I don't Know.

Die letzten Wochen und Monate haben so viel Kraft gekostet. Kraft die ich nie hatte. Nun kann ich fühlen wie schwarze Schleier sich um mich legen. Mich umhüllen. Mich dieser Welt entziehen. Sie rauben mir die Luft zum Atmen. Legen sich um meinen Hals und drücken zu.
Ringe nach Luft. Kann nicht atmen. 

Will ich überhaupt atmen?
Will ich leben? 

Und wenn ja..
Für was?? 


Donnerstag, 28. Juli 2016

»317«

Die Uhr an meiner Wand zeigt kurz nach zwölf. Mein Gehirn hat sich irgendwann in den letzten Stunden abgeschaltet und ist noch immer in einer Art Trance die ich nicht beschreiben kann. Ein Gefühl das ich schon lange nicht mehr verspürt habe breitet sich in mir aus. Fräst sich durch meine Adern, direkt in die tiefsten Kammern meines Herzens. Angst. Dieses eine mal ist es nicht direkt die Angst, die mich speziell betrifft aber es ist trotz allem diese fürchterliche Angst.

Eine vielzahl von Momentaufnahmen durchfliegen mein inneres Auge. Ich sehe es deutlich vor mir. Man tut ihr weh. Man verletzt einen Menschen aus meinem inneren Kreis. Man verletzt einen meiner ANKER. Und das geht zu weit. Vorwürfe durchzucken mich. Irgendwas zwischen ''Ich hätte sie nicht fahren lassen sollen.'', geht über zu ''Ich lasse nicht zu das sie auch nur ansatzweise in die nähe von diesem Menschen und diesem Leben, das dieser Mensch führt kommt.'' und edet damit das ich ihr nicht dabei zuschauen kann wie sie sich selbst in ihre eigene kleine Hölle schickt.

Es gibt so viele Menschen auf diesem Planeten. Und ich weiss das S. irgendwann den Menschen finden wird der sie so lieben wird, wie sie das braucht. Aber dieser Mensch von dem sie vielleicht glaubt er ist der richtige Mensch, ist eben nicht der richtige Mensch.

Wisst ihr, sie ist ein umwefender Mensch. S. schafft es alleine mit ihrem Lächeln Menschen in ein und der selben Sekunde zu verzaubern und gleichzeitig sie in ihren Bann zu ziehen. Man kann sie Stundenlang ansehen und sieht sich trotzdem nie satt. Man kann ihr Jahre beim reden zuhören und will trotzdem nicht das sie jemals aufhört zu reden. S. ist gutherzig und liebevoll und ehrlich und umwerfend und wunderschön und kindisch aber diese Art von Kindisch die mann einfach lieben muss. Manchmal hat sie schlechte Laune aber wisst ihr was? Selbst dann sieht sie süß aus. Ich liebe es so wenn sie schmollt oder wenn sie ihre Stimme verstellt oder wenn Prof. Dr. Dr. DD aus ihr hervor kommt. Oder sie bei etwas zu beobachten, wenn sie etwas tut, was sie gerne tut. Und mein Gott, Ich liebe es wenn sie lacht. Manchmal fühlt es sich so an als würde dann selbst an dem tristesten Regentag die Sonne aufgehen und alles zu strahlen bringen. S. ist so bezaubernd. Sie ist ein unglaublich toller Mensch und ich bin so dankbar solch einen Menschen in meinem Leben zu haben. So unglaublich dankbar sie einen Teil meines Lebens nennen zu dürfen. Sie meine beste Freundin, nein viel mehr.. Sie meine kleine Schwester nennen zu dürfen.

Noch viel furchtbarer ist die Vorstellung das jemand meiner kleinen weh tun würde. Da ist sie wieder, die Angst. Sie treibt mir immer wieder, still und heimlich ein paar Tränen in die Augen. Für nichts auf dieser Welt würde ich sie jemals durch diese Hölle gehen lassen.

S. hat mal etwas sehr schlaues zu mir gesagt:
''Jeder hat sein eigenes kleines Ende der Welt erlebt, aber trotzdem muss man seinen Horizont irgendwann erweitern.''

Dieser Satz geistert mir schon seit einer ganzen Weile im Kopf umher und macht mich nachdenklich.
Sie hat ihr eigenes kleines Ende der Welt bereits erlebt und ich weiß nicht ob ich es zulassen kann das man meiner kleinen in irgendeiner art und weiße Körperlicher und oder seelischer gewalt aussetzt, weil ich nicht vieleicht zu letzt der Mensch bin der weiß was Zwänge, Angst und Gewalt aus einem Menschen machen. An welchen Abgrund dich diese Dinge bringen können. Wie viel ein einziger Schlag in dir zerstören kann.

Mit jedem mal, in dem meine Mutter mich verletzt hat. Egal ob mit Worten oder Taten habe ich ein Stück mehr von mir verloren. So als wäre es einfach von mir abgebröckelt. Als wäre ich aus Glas und jedes mal würde ein stück von mir hinfort gehen. Ich starb. Langsam aber sicher. Wenn vielleicht auch unbewusst aber ich tat es. Und bis heute weiss ich nicht ob ich heute noch leben würde wenn mir die liebe Lia und auch die Liebe S. nicht über den weg gelaufen wären.

Und ich möchte niemals das S. noch einmal in solch eine Situation gerät und ich hoffe so sehr das Lia's Worte und meine Worte ihr etwas die Augen öffnen konnten und ihr auch irgendwie bewusst machen konnten das es hier um IHR Leben geht und das man mit seinem Leben niemals spielen sollte und das es um Freiheit geht und wer mich kennt weiß das ich nur einen Post veröffentlich habe der jemals den Titel ''Freiheit'' trug, und das war der Post über meinen Auszug.

Also kann ich zu guter letzt nur noch meine Herzallerliebste Lia zitieren und sagen:
''Being Free is the most wonderful gift in Life.''

Freitag, 8. Juli 2016

»316«

Ich geh berg ab und gleichermaßen Berg auf. Es läuft. Zwar nicht mit den Mitteln die, die früher Lee gewählt hätte. Aber es läuft. Und das reicht. Das reicht um zu überleben. Dieses Wort das ich seit Jahren umkämpfe. Überleben. Das was ich täglich tue. Kämpfen, verlieren, kämpfen, gewinnen. So läuft das. So muss das laufen. Und ich laufe weg. 
Ganz weit weg. Weg von mir selbst, zu diesem Menschen der ich werden will. Zu diesem Menschen der ich Tag für Tag. Kilo für Kilo werde. 
Und dazu sage ich nur noch eins..

Watch me, I'll win. 



Dienstag, 7. Juni 2016

»315«

Heute morgen bin ich über ein Lied gestolpert das ihr mal gehört haben solltet weil der Text total stimmt und ihr euch das mal verinnerlichen solltet! 


Ihr seid alle wunderschön ❤️
Und ich hab euch lieb! Jeden von euch! 
Merkt euch das! ❤️

XOXO and 1000 Kisses,
Lee 


Mittwoch, 1. Juni 2016

»314« T.

Ich weiß, das du das hier erst irgendwann lesen wirst. Aber ich muss meine Gedanken trotzdem los werden. 

Wir kennen uns seit 632 Tagen! Und diese Tage waren nicht immer einfach. Es war hart und steinig. Für jeden von uns. Wir sind älter geworden. Die Welt hat uns in die Knie gezwungen. Dieses Leben hat uns zu Boden gedrückt. Hat uns die Luft zum Atmen geraubt und uns glauben lassen, das es keinen Sinn gibt um weiter zu machen. Dabei liegt der Sinn manchmal direkt vor unseren Augen. 

Lange Zeit habe ich nach etwas gesucht. Habe gehofft. Habe gewartet. Habe geflucht. Habe vergessen wofür es sich lohnt. Und dann kamst du..

Obwohl du selbst kein intaktes Leben führst. Obwohl du selbst zerbrochen wurdest. Hast du mir gezeigt das es sich lohnt dieses Leben auf meinen Schultern zu tragen. Nach all den Jahren in diesen ich immer einsam war. In diesen niemand den Schmerz und die Angst vergessen gemacht hat, hast du meine Welt in Farbe getaucht. Hast mich sehen lassen das es Menschen gibt die verstehen. Die mit dir fühlen. Das es Menschen gibt die einen lieben können, selbst dann wenn man sich selbst so sehr hasst. 

Ich weiß auch, dass du bis heute noch nicht wirklich viel von dir selbst hältst. Aber ich sehe dich. Ich sehe wie du lachst und ich sehe wie du weinst. Ich sehe das viel nur vorgespielt ist und ich sehe wenn du wirklich und wahrhaftig fühlst. Und ich möchte dir hiermit etwas versprechen. Egal wie du bist, ich werde dich immer so lieben wie du bist. Und ich werde immer deine beste Freundin sein, solange du das willst! Aber vor allem werde ich eins; dich niemals alleine lassen! Egal was für Steine dir in den Weg gelegt werden, ich werde immer versuchen sie mit dir gemeinsam aus dem Weg zu räumen. Ich werde immer an deiner Seite sein um deinen Weg mit dir gemeinsam zu bestreiten. Und wenn er noch so steil und steinig ist. Und wenn du einmal an dem Punkt ankommst wo du nicht mehr weiter laufen kannst, dann werde ich deine Hand nehmen und dich ein Stück weiter ziehen. Und wenn garnichts mehr geht dann trage ich dich auch diesen Berg hinauf. Und das nur aus einem Grund, weil ich weiß das es für dich mehr gibt als nur dieses graue Leben, das du glaubst zu führen. Es gibt Farben. Rot, Gelb, Grün, Blau. Das klingt nach ziemlich wenig. Aber wenn man die Farben mischt entstehen neue Farbtöne.  

Weißt du T. Ich habe nicht viel Ahnung von Mathematik aber ich weiß das es eine Millionen Zahlen zwischen 0 und 1 gibt. 0.1, 0,001, 0,002... Und so weiter. Was glaubst du wie viele Zahlen es zwischen 0 und 2 gibt oder zwischen 0 und einer Millionen? Messen wir unsere Tage mal an zahlen oder Farben, dann musst du feststellen das es mehr gibt. Das dieses Leben noch viel mehr zu bieten hat, als du vielleicht jetzt gerade denkst. 

Doch es wird besser. Jeden Tag geht die Sonne auf und wieder unter und dann blitzen die Sterne auf und der Mond beginnt zu strahlen. Selbst in der Dunkelheit gibt es immer irgendwo ein Licht. Wir müssen nur beginnen es wahrzunehmen. Denn wenn du deine Augen verschließt, vor dem was wirklich ist dann kannst du das alles nicht sehen. 

Und ich verspreche dir hiermit das ich immer da sein werde um deine Hand zu nehmen und dir die Augen zu öffnen. 

Du weißt ich schreibe seit über einem Jahr ein Buch für dich. Und auf einer Seite steht ganz am Ende: 

"Ich habe immer an dich geglaubt. Selbst dann wenn du es nicht mehr getan hast. Und ich werde verdammt nochmal immer an dich glauben und wenn es das letzte ist was ich tue und das letze ist an das ich glaube, dann an dich." 

Und ich habe hier auf meinem Blog unzählige Male jedem dieser kaputten Menschen gesagt, das sie alles schaffen können wenn sie nur daran glauben. Und das ich weiß das sie es schaffen. Und das selbe gilt auch für dich! 

Dieses Leben, es wird besser. Mit jedem Tag wird es besser werden. Der Schmerz wird leichter. Die Sonne wird heller. Die Farben werden bunter. Die Musik wird lauter. Du wirst stärker. Und solange wir noch nicht an diesem Punkt angekommen sind hast du mich. Hast du deine kleine Schwester die dir zeigt das es sich lohnt dieses Leben auf deinen Schultern zu tragen. 

Manchmal wünschte ich, ich hätte einen Riesen großen Radiergummi mit diesen ich alles schlechte einfach aus deinem Leben ausradieren könnte aber das kann ich nicht. Ich kann nur immer wieder versuchen die Grauen Tage mit Farbe zu betupfen. Ich kann nur weiterhin an dich glauben und wissen das du alles schaffen kannst. 

Ich glaube nicht an viel, das weißt du genau. Aber wenn ich auf dieser Welt an einen Menschen glaube, dann an DICH! Und darauf würde ich alles setzen was ich habe. 

Und ich weiß das ich manchmal nicht Genung bin. Und das ich dir manchmal mit all dem Gerede auf die Nerven gehe, weil du es nicht hören willst. Weil du nicht sehen willst, das es besser werden wird. Weil du deine Augen verschließt. Aber dazu kann ich dir nur eines sagen. Das ist okay. Ich weiß wie du dich fühlst und ich verstehe das und genau aus diesem Grund bin ich immer an deiner Seite. Genau aus diesem Grund würde ich jetzt sofort alles stehen und liegen lassen um zu dir zu fahren. Genau aus diesem Grund tue ich das alles. Und vielleicht schreibe ich auch genau aus diesem Grund diesen Post. Der tief aus meinem Herzen kommt und lauthals schreit:

»Ich werde immer da sein, selbst wenn alle anderen gehen. Ich werde immer versuchen dich zum Lachen zu bringen, wenn du weinst. Ich werde immer mit einem Taschentuch bereit stehen um deine Tränen zu trocknen.Ich werde immer da sein und dich wortlos in den Arm nehmen um dir zu zeigen das du niemals alleine bist. Ich werde immer versuchen Farbe zurück in dein Leben zu bringen. Und vor allem werde ich eins: Dich immer lieben! So wie man seine beste Freundin lieben kann. So wie man seine Familie lieben kann. So wie ich dich lieben kann. Aus tiefstem Herzen und voller Aufrichtigkeit.«

~ Für immer und immer. ~ 

Das ist das was ich dir verspreche. 

Denk an den Wolf. Denk an die Bilder. Denk an das T im Anker. Denk an mich, nur ein einziges mal. Und denk daran wie viel wert du für mich trägst. Wie wertvoll du bist. Wie wichtig du bist. Und wie sehr ich dich brauche. 

Und wenn dir das alles nicht ausreicht? 
Dann steige ich aus diesem Bus aus und laufe im Regen zu dir, um dir das Gegenteil zu beweisen. Ohne auch nur einen Augenblick zu zögern. 
Weil du der einzige Mensch für mich bist, für den es sich lohnt zu kämpfen!
Du wirst so sehr geliebt Kampfkäfer! Du wirst gebraucht. Du hast Freunde die dich brauchen und dich lieben. Freunde die unendlich froh sind dich in ihrem Leben zu haben. Du hast Menschen die du allein mit der Tatsache das du Atmest glücklich machst. Und wenn dir das nicht reicht, dann solltest du dir bewusst machen das du alleine damit schon mehr hast, als manche Menschen jemals bekommen werden. 

»Ohana.«

xoxo.
Deine kleine Schwester. 

Freitag, 27. Mai 2016

»313«

»Die Drogen werden dir immer wichtiger sein, als ich.«

Dienstag, 24. Mai 2016

Emma / La Juene Fille

Wenn du das hier liest schreib mir bitte eine Mail an littlebrokengirl2@gmail.com!
Ich mache mir sorgen um dich.. 

Oder melde dich einfach irgendwie bei mir.. 

Aller Liebst,
deine Lee ❤️

Samstag, 21. Mai 2016

»311«

Der Sommer rückt immer näher. Viele reden von vereisen. Sie reden davon an's Meer zu fahren. Davon Lagerfeuer zu machen und Bier zu trinken. Sie erzählen sie wollten unter den Sternen schlafen. Sie wollen das große Leben spüren. 

Ich lache. Ich lache sie aus. Lauthals und mit voller Stimmkraft. Weil sie keine Ahnung haben wie dieses Leben spielt. 
Sie haben nie die Schwärze dieser Welt erfahren. Haben nie begriffen, das es mehr gibt als das heile Leben das sie selbst führen. Das traurige daran ist, ich wäre auch gerne einer dieser Menschen.
Ich würde auch gerne davon reden diesen Sommer an irgendeinem Strand zu sitzen und Lagerfeuer zu entzünden. 

Doch das einzige Feuer, das momentan in mir brennt ist das kleine Feuer meiner eigenen persönlichen Hölle. 
Der Teufel lach höhnisch und versucht trotz seiner Abwesenheit mich immer wieder kein zu kriegen. Lange habe ich versucht die Gefühle zu verschließen. Habe versucht zu verdrängen was der Teufel mir alles antat. Doch nun, wo ich am verwundbarsten bin schlägt er zu. Die Gefühle kriechen aus ihren Schubladen und hinter den verschlossenen Türen hervor und Bahnen sich ihren Weg durch mein Zentrales Nervensystem direkt ib mein Gehirn hinein. Sie zerstören jedes gute Gefühl. Jedes Stückchen Glück das aufblitzt in der Dunkelheit, die mich seit Jahren auf jedem wegen begleitet.

Was übrig bleibt von mir, ist nicht viel. Eigentlich garnichts. Ich bin nicht mehr das Mädchen das ich vor einigen Monaten noch war. Das allen ein Lächeln ins Gesicht zauberte und nur so vor Optimismus zu strahlen begann. 
Eigentlich dachte ich das man mir alles nehmen könnte, aber niemals mehr mich selbst. Das kommen könnte was oder wer will. Das ich zumindest in diesem einen Punkt unzerstörbar bin. Das man dieses Mädchen mit dem Lächeln niemals mehr vollends zu einem schwarzen nichts machen könnte. 

Und nun? Hat mich das Leben, das ich seit Jahren nur überlebe, wieder dazu gemacht. Zu etwas das ich nie wieder sein wollte. Zu einem toten Mädchen. 

Man nahm mir mit einem Tag alles weg was mir etwas bedeutete. Man nahm mir alles. Und ich weiß nicht wie ich das alles noch auf meinen Schultern tragen soll. Das man mich wieder zerbrochen hat.
Das ich so leicht zu zerbrechen bin.
Und ich dachte ich wäre stärker, als all das. 

Aber machen wir uns nichts vor. Ich bin ein Wrack. Ein Wrack mit Totalschaden. Und vielleicht muss ich das einfach so hinnehmen, weil ich mich nicht noch einmal reparieren kann. 

Das Feuer meiner Persönlichen Hölle, 
es hat mich ausgebrannt. 


Dienstag, 10. Mai 2016

»310«

»I haven't eaten for five days so maybe now I could be lovely.«

Kriegs nicht hin. Allein der Gedanken an Nahrung lässt meine Magensäure aufsteigen. Sie klettert meine Speiseröhre hinauf und verklebt alles. Lässt den Geschmack von mitternachtsschwarzem Kaffee verschwinden. Tötet alles in mir ab.

Die leere ist wieder da. Langsam aber sicher ist sie in mir hinauf geklettert um sich im tiefsten inneren meiner dunkelgrauen Seele fest zu setzen. 
Umhüllt mich. Macht etwas vergessen, was passiert ist. Aber sie macht es nicht ungeschehen. Niemand kann das. Niemand kann jemals etwas an der Vergangenheit ändern.

Und das ist mein größtes Problem.




Montag, 9. Mai 2016

»309«

Veränderungen. Alles verändert sich. Tag für Tag. Minute um Minute. Augenblick um Augenblick. Jedoch meine ich mit alles vor allem eins, und zwar mich. 

In den letzten Wochen habe ich mich verändert. Bin zu dem Mensch geworden der ich niemals sein wollte. Habe Dinge getan die ich niemals tun wollte. Und zu guter letzt.. Bin ich geflüchtet, erneut, in eine Welt die mir so bekannt war, dass es unfassbar ist wie lange ich ohne sie überlebt habe. 

Der genau Grund warum ich mich verändere, der war mir zu Beginn des ganzen noch nicht klar. Wobei vielleicht wusste ich es tief im inneren und wollte es nicht wahr haben. Wollte niemandem die Macht geben mich so verletzlich, so zerbrechlich und so schwach zu machen.

Doch er hat es geschafft. Ich glaube nach meiner Mutter, Cii, Julii und Marie ist er der Mensch der mich erneut gebrochen hat. 

Das Mädchen das immer lacht? Das immer schlaue Worte für alle verletzen Seelen hegt? Das Mädchen das lebt? 
Es ist gestorben..
Wieder einmal.

Und die Hülle bröckelt. Die Farbe weicht aus den Bildern. Der Geschmack aus dem Essen. Der Schmerz aus den Wunden. Das alles es vermischt sich. Bildet eine großen Strudel und zieht mich zu sich. Immer näher und näher und näher. Angst ist ein Gefühl das ich nie wieder in diesem Ausmaß fühlen wollte. Und nun zwingt man mich erneut dazu. 

"Alle halb so schlimm!"
"Hab dich nicht so!"
"Stell dich nicht so an."

Das sind nur einige der Worte die einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben, zu dem Auslöser für meine Veränderungen aussprach. 

Will das alles nicht wahr haben. Will nicht das es real ist. Will nicht das ich real bin. Will das die Welt wieder voller Nebel ist. Will mich umschließen lassen von ihr. Von meiner eigenen kleinen Welt. Von dieser Schutzhülle die jahrelang alles und jeden von mir fern gehalten hat. Will nichts mehr fühlen. Nichts mehr sehen. Nichts mehr tun. Nicht mehr atmen.

Ich will das es endet. Ich will enden. 
Und ich bin auf dem besten Weg dorthin. 


Can you see me? All of me? 

Probably not. 

No one ever really has.


'Cause I'm Nothing. I'm worthless. I'm useless.

I'm lost. I'm fucked Up. And Most of all I'b broken. 


And You think you know me?

You think I don't think about beeing death. 

You think I don't think about how it could be if i just had jumped off from this fucking bridge. 

In Front of this fucking Train. 

You don't know.

You know Nothing. 


But Hey, you think I'm a Strong Person and I'll get over all of this fucking Things that are trying to Break ne down. But what if? 


What if That One Time I'm the Person that knows most about this Pain. About fear. About all those Feelings?


And what lf? 

Maybe I'm just lost in my own fucking mind. 

And no One can Save me. 

Montag, 18. April 2016

»308« Träume

Vor einiger Zeit hätte ich euch vielleicht erzählt das meine Träume sehr Materiel behaftet sind. Das es Dinge wie Reisen, Festivals, ein Führerschein und ein Auto sind. 

Doch geht man in sich hinein. Wird einem klar das es nicht die Dinge sind die wir wirklich brauchen. 

Was ich eigentlich wirklich bräuchte sind Dinge, die ich viel zu selten bekomme.
Sachen wie Liebe. Eine Umarmung. Ein paar rettende Worte. 

... Jemanden der mir sagt das er bleibt. 
Vor sehr langer Zeit hat mir ein Mensch versprochen immer an meiner Seite zu bleiben. Doch die Zeit verändert alles.
Wir können nicht mit ihr Leben aber auch nicht ohne sie. Viel zu lange ist es her das mir jemand versprach zu bleiben, egal was für ein tiefster Winter in meinem Herzen auch herrschen mag. 
Viel zu lange ist es her, dass jemand versucht hat mich zu retten. 
Mich zu beschützen. 
Vor mir.. Vor ihr und vor all dem. 

Am Ende des Tages ist jeder Träum nur ein Träum. Ob wir ihn beeinflussen können oder nicht, hängt nicht von uns ab sondern davon ob man einen einzigen Menschen hat der erkennt was man träumt. Der versucht zu helfen so gut es geht. Der sieht das jedes Lächeln schon seit Jahren nicht mehr echt und ehrlich ist. 

Jemanden der versucht einen zu retten, selbst wenn man sich schon längst aufgegeben hat. 

In den meisten Fällen bin ich dieser Mensch gewesen. Der Mensch der alle retten wollte. Und dann starb M., dann starb L. und dann irgendwo zwischen all dem starb ich. 



Donnerstag, 7. April 2016

»307«

Montag, 4.April.2016

Ich brauche dich. Ein einziges Mal wirklich. Sitze da. Zittere. Überall. Kann nicht mehr.

Er pfeift. Ist betrunken. Mache die Tür auf. Denke er hat seinen Schlüssel vergessen. Er folgt mir. Ich sage er soll gehen. Er geht. Kurze Zeit später ist er wieder da. Sitzt draußen. Auf meinem Balkon. Meiner Bank. In meinem Rückzugsort. Er sagt ich soll zu ihm kommen. Ich sage nein. Er sagt es immer wieder. Dann steht er auf. Komm zu mir. Legt seine Hand auf meinen Kopf und fährt von dort zu meinen Brüsten. Ich schüttele mich. Sage nein. Erst geht er nicht. Dann sage ich nochmal nein. Er setzt sich wieder. Ich sage ihm das er gehen soll. In sein Bett. Das er betrunken ist und mich in Ruhe lassen soll. “Jaja” ist seine Antwort. Ich rauche eine Zigarette. Er sagt er geht schon mal vor. Ich frage ihn wohin er geht. 
Er sagt: “In dein Bett.” 

Mein Herz setzt schockiert aus. 
Ich sage wieder nein, dieses mal lauter. Dunkler. Mit mehr Autorität, es nützt nichts.
 Er wirft meinen Aschenbescher von der Bank und er zersplitterte in Einzelteile. 

Schiebe ihn mit aller Kraft die ich habe die Treppe runter. Irgendwann stehen wir vor Dad’s Zimmer. Er drückt meine Handgelenke zusammen und hält sie fest. Mein Kopf läuft Amok. 

Ich brauche dich. Brauche dich damit du ihn von mir fern hältst. Damit du mir hilft. Bin überfordert. Nach fast zwei Jahren respektiert zum ersten mal jemand nicht das ich eine Grenze setze. 

Er lässt mich nicht los. Schlingt seine Arme um mich. Hält mich fest. Fasst mich an. Ich beiße ihm in den Arm. So wie du es mir gesagt hast. Es war nicht fest genug. 
Immer wieder sage ich: “LASS MICH LOS.” oder “NEIN” doch er tut es nicht. Irgendwann trete und beiße ich nur noch. Schaffe es bis zu Dad’s Zimmer Tür. Reiße sie auf, schalte das Licht ein und schreie ihn an. Mein Dad wacht nicht auf. Aber er geht die Treppe runter.

Ich liege hier. Weine die ganze Zeit. Erinnerungen türmen sich in mir auf. Mom. Hass. Wut. Zwang. Angst. Das alles.. 
Es überfällt mich. Ich brauche dich. 
Ein einziges Mal wirklich. 
weil ich diesen Tag sonnst nicht überlebe.
Ich will sterben. Will das alles nicht mehr ertragen. Kann es nicht mehr ertragen.


Mittwoch, 24. Februar 2016

»306«

Es zerreißt mich. Von außen nach innen. Will den ganzen Tag nur in meinem Bett liegen. Die Decke über den Kopf ziehen. Meine Fingernägel in die obersten Hautschichten meiner Oberarme bohren und in einem Tränenmeer ersticken. 
Will niemanden sehen. Will nichts hören. Will einfach nur vergessen. Mich vergessen. Aufgeben. 

Mein Herz es pocht. Laut, angestrengt. 
Es pocht so vor sich hin. Hat keinen Wert mehr. Jeder Herzschlag ist umsonnst. Weil er mich eine Sekunde weiter von ihr weg treiben lässt. Jedes Pochen in meiner Brust entfernt uns mehr voneinander und schafft trotzdem keinen Raum für jemand anderen. Mein Herz gehört für immer ihr. Ich gehöre für immer ihr. Niemand wird sie jemals ersetzen. 
Ich gesucht, ich hab's versucht. Es gibt niemanden.

Donnerstag, 18. Februar 2016

»305«

Das einzige was ich mir wünsche ist vergessen zu können. Vergessen das mich dieser Februar noch mehr aussaugt alles alle bisherigen. Je weniger ich darüber schreibe, über diesen unstillbaren Schmerz, desto schlimmer wird es. Auch wenn die Wort sich nicht ändert. Sich das Unverständnis nicht ändert. Sich der Schmerz nicht ändert, der jedes Mal wieder aufbricht und alte Narben aufplatzen lässt. 

"Die Tränen die wir weinen sind viel zu oft aus Blut."

Ich bin an einem Punkt, den ich nicht so leicht beschreiben kann. Irgendetwas zwischen vergessen und aufgeben. 
Weil ich sie wieder sehen will..

Vermisse ihre Stimme. Ihre Art wie sie die Worte ausgewählt hat. Mit so viel bedacht. Ihre Art die Welt zu sehen. Ihre Stimmungsschwankungen. Ihre unfassbare Traurigkeit. Und dann die Momente in diesen sie lebhaft und ehrlich war. In diesen sie gelacht hat. Diese kleinen Momente wo das Glück aus ihr heraus geplatzt ist. Diese Momente wo ihr wahres ich zum Vorschein kam. Die Fassade des Mädchens, das alle gesehen haben und zu kennen glaubten. Sie begann dann zu blöcken. Das habe ich am aller meisten an ihr gemocht. Diese Momente wenn sie einfach sie war. Unverfälscht. Ohne irgendwelche Masken. Mir fehlen ihre Umarmungen. Ihre Berührungen. Ihre Sprunghaftigkeit. Die Art wie sie einen Menschen dazu bringen konnte sich selbst in ein neues Licht zu stellen. Das alles, es fehlt so sehr. Und mit jedem Tag verblassen meine Erinnerungen ein Stück mehr. So als würde ihre Haarfarbe von dunkelbraun zu grau wechseln. Als würde man das Leben aus meinen Erinnerungen heraus saugen.

Vielleicht will ich deswegen vergessen? Weil es so weh tut, sich vorzustellen das ich mich eines Tages nicht mehr an ihre Stimme oder ihr Lachen erinnern könnte. 


Noch 4. 

Dienstag, 16. Februar 2016

»304«

Liege da. Sauge die Stille auf. Die Nacht schreit so furchtbar laut. 

"Schuld. Schuld. Alles deine Schuld." 

Der Schmerz wird nicht weniger. Nicht nach einem Jahr, nicht nach zwei Jahren und auch nicht nach fast drei Jahren! Es tut noch immer so weh. Die Tatsache das ich sie nicht retten konnte. Das ich nicht einmal die Chance dazu bekommen habe. Das werde ich mir nie verzeihen können. Die Schuld sie frisst mich auf. Erdrückt mich. Bringt mich um. 

Keine Kraft mehr da. Unfähig auf zu stehen, raus zu gehen. Unfähig dieses Leben zu leben. Unfähig so noch weiter zu machen. 

Und das immer wieder kehrende Warum verschwindet einfach nicht, nie! 
Warum sie? Warum? Warum zur Hölle ausgerechnet Sie? Sag mir einer warum!!


Donnerstag, 11. Februar 2016

»303«

Was hättest du getan wenn du wüsstest das du mich zum letzten Mal sehen wirst? Hättest du mich länger im Arm gehalten? Hättest du mir wieder einen Kuss auf die Stirn gedrückt und gesagt wir schaffen das? Wärst du hier geblieben? 


Dienstag, 9. Februar 2016

»302«

Über Loyalität und die Sache mit dem Wolf 

Loyalität scheint für viele Menschen in der heutigen Zeit ein Fremdword zu sein. Auch wenn ich nicht ganz so recht verstehen kann woran das liegt. Vielleicht scheitert es schon daran, das Loyalität an sich nicht wirklich ein einfaches Wort ist? Noch viel schwerer ist zu beschreiben was sich hinter eben diesem so unscheinbarem Wort verbirgt. 

XX Loyalität, ohne sie bist du nichts. XX

Fragt man mich wie ich das mit der Loyalität sehe, dann brauche ich meistens sehr lange um zu beantworten was genau ich darunter verstehe.

Wisst ihr loyal zu sein bedeutet für mich das ich du hinter meinem Rücken für mich ins Feuer springst. Und da wir, wie bekannt ist ja wissen das Loyalität genau wie Liebe eben keine Einbahnstraße ist.. Gilt das gleiche auch von meiner Seite. 

Loyalität hat für mich etwas mit sehr viel Vertrauen zu tun. Denn man kann sich die Loyalität von einem Menschen weder erkaufen noch erzwingen. Durch nichts. Selbst der reichste Mensch, würde von mir persönlich nicht einen Funken von meinem loyalen Verhalten erkaufen können. Denn man sucht sich die Menschen aus zu diesen man Loyal steht. Wir wählen sie selbst. 

Und das geschieht nicht wie bei all diesen Chastings die gerade in den deutschen Fernsehsendern rauf und runter gespielt werden. So nach dem Motto: "Zu dir bin ich loyal und zu dir nicht. Und ah, du siehst gut aus und hast gute Attitüde, du kriegst sie auch, meine Loyalität." 

Jetzt mal abgesehen davon das dieses Beispiel vielleicht sehr hochgestochen klingt, wer zur Hölle weiß was Attitüde bedeutend? Oder bin ich einfach nur mal wieder ziemlich Blond? 

Ich weiß das eine hat mit dem anderen nicht wirklich viel zu tun.

Was ich damit aber eigentlich sagen will. Es gibt immer einen guten Grund dafür warum wir uns dazu entscheiden uns einer bestimmten Person gegenüber, loyal zu verhalten. Das geschieht durch Taten, weil diese ja bekanntlich mehr sagen als 1000 Worte. 

Doch eines Tages kommt jeder an den Punkt an dem er sich denkt. 
Wieso bin ich zu Menschen loyal die es niemals zu mir sein würden?
Wieso geben ich Ihnen so viel wenn Sie mir doch nie das selbe zurück geben würden? 

Es gibt so viele falsche Menschen auf dieser Welt. Welche die uns und vielleicht auch unsere gutmütige, liebevolle und loyale Art ausnutzen, weil es das Leben vereinfacht. 

Deshalb, lasst euch eins gesagt sein: »Seid vorsichtig wem ihr eure Loyalität verschreibt. Sie macht euch verletzbar.«

Menschen wie Cii zum Beispiel hatten meine Loyalität nie verdient. Nicht im entferntesten. Menschen die mit allem was ihr gebt, neue Waffen bauen um sie gegen euch zu richten, haben nichts in jeglicher Art von loyalem Gegenübertreten und dem damit verbundenen Verhalten zu tun.


Ich bin nur noch zwei Menschen auf diesem Planeten Loyal gegenüber. Vielleicht würde euch die Wahl überraschen die ich still und heimlich in meinem Herzen im Bezug auf dieses Thema treffe? Vielleicht ist sie euch schon klar? Ich weiß es nicht. Jedoch werde ich euch nie sagen welche zwei Menschen das sind. Die beiden wissen es und das genügt mir. 

Nun kommen wir aber mal zu der Sache mit dem Wolf. 

XX Ein Wolf ist immer loyal zur Familie XX

Nachdem mir klar wurde das ich nie eine wirkliche Familie hatte und auch nie eine haben werde, wurde mir im goldenen September vor zwei Jahren klar das ich mich selbst auf die Suche nach einer Familie machen muss. Und ich fand sie. 
Menschen die mich nahmen wie ich war und die mich liebten für das was ich war. 
Denn in Wirklichkeit ist es doch so das wir zwar Verwandtschaft haben aber das unsere wahre Familie immer die Menschen sein werden die wir uns selbst aussuchen können. Nämlich unsere Freunde. Ich habe meine Familie gefunden und ich kann euch zu diesem Thema nur eine Sache sagen. 

"Blut ist dicker als Wasser." ~ Zitat von T. 

Und selbst wenn in unseren Adern nicht das selbe Blut fließt sind wir doch eine Familie. Die Lebt und lacht und liebt und zusammen hält. Eine Familie die weiß das Loyalität nicht selbstverständlich ist und das man sich die Loyalität eines Menschens verdienen muss. Und ich wüsste nicht wer sie mehr verdient hätte.

Wölfe sind faszinierende Tiere. Frei. Furchtlos. Atemberaubend. Kämpferisch. Lebhaft. Schnell. Verbunden. Loyal.

Ich glaube es gibt wenige Tiere die so Loyal sind und ich glaube viele Menschen sollten sich davon eine Scheibe abschneiden. Ich habe es getan. 
Und vielleicht bin ich zu loyal. Vielleicht ist es verrückt einen ganzen Post über dieses Thema zu verfassen. Aber so bin ich nunmal. Verrückt und loyal. 

Mein nächstes Tattoo wird ein Wolf. 
Für die gewählte Familie und das unaufhaltsame aussterben der Loyalität, die ich zumindest für mich, 
immer in Ehren halten werde.


(Bilder von Pinterest!) 

xoxo.



Sonntag, 7. Februar 2016

»301«

Es wird schwerer. Das Leben.
Es kriecht vor sich hin und an mir vorbei. 
Über Prüfungen und ellenlage Klasuren. Bis hin zu tagelanger schwärze und dem letzten bisschen nichts. 
Bis sich die Schwärze komplett vor meine Augen legt und mich zusammensacken lässt. 
Ich falle.

Mein Herz beginnt zu flattern. Wie die Flügel eines Kolibris. Erst schnell. Hektisch. Dann immer ruhiger. Betäubend. Verwaschene Geräusche dringen durch den Nebel hindurch. Machen ihn surrealer und machen die Realtität greifbarer. Ich klammere mich an Sie. Ein paar Sekunden später bin ich wieder da.


"Wir fahren jetzt in's Krankenhaus."

Lügen über Lügen folgen darauf. 
Mein Ohr ist seit Tagen zu. 
Schiebe alles darauf. 
Diagnose: Mittelohrentzündung 

Das wahre Problem erkennt niemand. 
Dafür habe ich jahrelang viel zu gut gelogen. Viel zu gut Masken aufgesetzt und Mauern aufgebaut. 

Die Wahrheit kennt nur ihr. Weil ihr mich kennt. Und weil ihr sie kennt. 
Diese Krankheit. Dieses Miststück.
Diese Lösung, die keine ist aber als einziger Ausweg zur Verfügung steht. 

Ich will das so nicht! 
Aber ich kann nicht anders! 


Ich wünschte du wärst hier. Würdest dieses Loch das M. hinterlassen hat kurz füllen. Würdest mich mit einer kleinen Umarmung wieder stark genug machen um die Welt für eine kurze Zeit auf meinen Schultern tragen zu können. 
Wünschte du wärst hier um mir einen Grund zu geben um zu kämpfen.
Aber du bist beschäftigt. Mit deinem eigenen Leben. Mit deiner eigenen Gesundheit und das geht vor. 
Das ging mir schon immer vor. 
Weil ich sonnst nichts habe, was es wert ist zu leben oder dieses Leben zu lieben. 
Weil sonnst nichts und niemand reicht.

Sonntag, 17. Januar 2016

»300«

Über Alkohol, Sex, Probleme und die erloschene Angst vor dem Tod.

Samstag Nacht. Nachdem ich zuerst mit T. rumgeknutscht habe.. (Schon wieder!) 

Ging so einiges schief..

Alkohol betäubt und vernebelt und hebt meine Prinzipien auf. Zu viel Tequila fließt durch meinen Körper. Mir ist schlecht. Also Stolpere ich die Treppe herunter, dicht gefolgt von T. und ihrem Freund.
Ich setze mich auf den Boden und T. sucht verzweifelt irgendwo einen Haargummi während ich in die Kloschüssel starre. Ihr Freund entschuldigt sich dafür das ich zu viel Getrunken habe, das ist irgendwie voll lieb aber gibt keinen Sinn. Irgendwann knotet sie mir die Haare zusammen und Fragt mich ob mir schlecht sei. Ich nicke. 
"Lasst ihr mich bitte kurz alleine?" sage ich unbestimmt in irgendeine Richtung.
"Nein." sagt T.'s Freund. Sie nimmt ihn an der Hand. "Wenn sie kurz alleine sein will ist das okay." sagt sie und brennt mir mit ihren Augen ein Loch in den Rücken. 
"wir warten vor der Tür, wenn was ist dann sind wir da!" Danke sage ich noch bevor ich hören kann, wie die Tür ins Schloss klickt. Ich stehe auf und schließe ab. Übergebe mich und alles ist wieder gut. Hände waschen. Zähne putzen. Tür wieder auf. "Ihr habt ja echt gewartet." sage ich mit einem kleinen Lächeln im Gesicht. 

Auch du bist dazu gestoßen und hast auf der Treppe gewartet. Also gehen wir zu viert wieder hoch. 

Ein paar Stunden später. In der wieder neuer Tequila in unseren Köpern gelandet ist liege ich in deinem Arm und weine. Wegen M. und L. und meiner Mom und all den ganzen Dingen. Irgendwann schweigen wir und ich liege einfach so da. T. kommt rüber "Oh Scheisse" höre ich sie noch sagen und dann sitzt sie schon auf meinem Schoß und redet warme, liebe Worte vor sich hin. 
Sie treffen mein kaltes Herz und streichen die Pläne, die mein Kopf in den letzten Wochen geschmiedet hat wieder etwas aus dem Vordergrund. Immer wieder nimmt sie mich in den Arm und einmal höre ich wie sie dich leise fragt was los ist. Du sagst es ihr. Daraufhin reißt sie sich aus meiner Umarmung raus und sagt "schau mich an." Ich schüttelte mit dem Kopf. "Was hast du vor?" und dann kriegt sie zum ersten Mal mit wie verzweifelt ich bin. "ich kann nicht mehr und ich hab keine Kraft mehr und eigentlich will ich auch garnicht mehr." 

Noch immer sehe ich auf ihre Oberschenkel die meine eigenen etwas verdecken. Sie trägt eine hellblaue Jeans mit Löchern an den Knien. 
"Schau mich an. Lena! Schau mich an!" 
Ich sehe weg. Sie hält mein Gesicht vorsichtig zwischen ihren Händen. Irgendwann drückt sie mein Kinn nach oben, sodass ich sie ansehen muss. 

"Ich brauche dich Lena! Ich brauche dich wirklich, du bist meine kleine Schwester, wir sind eine Familie. Du darfst mich nicht alleine lassen. Du bist mir wichtig und ich kann nicht leben ohne dich! Wirklich nicht. Das wär kein Leben." 
Diese und noch so viele andere Worte fließen aus ihrem Mund heraus.

Irgendwann komme ich zu dem Entschluss einfach das Wort Tequila in den Raum zu werfen und siehe da, funktioniert. 

Irgendwann geht T. zu ihrem Freund rüber und legt sich schlafen. 
Da waren es Nurnoch wir zwei. 
Plötzlich geht alles ganz schnell. Ich sitze auf deinem Schoß und du küsst mich. Immer wieder. Irgendwie fordernd. 
"Wir können das nicht tun! Du hast eine Freundin." sage ich zwischen einigen Atemzügen. "Sie wird es nie erfahren." sagst du bestimmt und blickst mir in die Augen. Ich schüttele den Kopf. Du legst deine Lippen erneut auf meine und ziehst mich näher an dich. Und dann gebe ich nach. Und wir schlafen miteinander. 
Und das obwohl ich dich nicht einmal liebe. 



Am nächsten Morgen ist alles komisch. 
Ich will dich nicht mehr berühren oder von dir berührt werden. Es fühlt sich falsch an. Das alles ist so falsch. Das hätte nie passieren dürfen. 

Nach einem Kaffee gehe ich auf den Geburtstag meiner Cousine und Sitze bis Mittags dort. Während mein Kopf hohl dreht. Ich rechne und rechne und rechne. 
Scheisse. Also sitze ich da und warte bis mein Dad mich abholt. 

Eine halbe Stunde später irre ich durch die Stadt mit Tränen in den Augen und auf der Suche nach einer Apotheke die auch Sonntags geöffnet hat. Nach langem Suchen, finde ich eine und betrete den Laden. Der Apotheker schaut mich verwirrt an. Ich stehe da mit komplett verlaufener Schminke und Tränen im Gesicht. 
"Ich bräuchte die Pille danach." sage ich leise, fast flüsternd. 

Der Apotheker sieht mich forschend an und dreht sich dann von mir weg, um in den Schränken herum zu kramen. 
Er kommt mit einer Lilanen Packung wieder und scannt sie in die Kasse ein. 
"32€ macht das dann." sagt er mit dunkler stimme. 
"Okay" sage ich und öffne meinen Geldbeutel um ihm das Geld zu geben. Noch immer laufen Tränen über meine Wangen. Ich reiche ihm das Geld und er sieht mich wieder an. "Geht es Ihnen gut?" fragt er mich.

Mein ganzer Körper zittert. Ich habe einfach nur Angst. Fürchterliche Angst. 
"Ja. Muss ich noch irgendwas beachten?" Frage ich und zeige auf die Tablettenschachtel. 
"Am besten jetzt mit einem Schluck Wasser einnehmen." sagt er.
Ich bedanke mich und verlasse die Apotheke.

Ein paar Meter weiter bleibe ich stehen und Sacke auf dem Bordstein zusammen. Gehirn ausschalten. Schachtel öffnen. Wasser aus der Tasche nehmen. Tablette in den Mund. Schlucken. Vorbei. 

Meine Kopfhörer sind lauter als die Realtität. Sie spülen das letze bisschen Angst für einen Augenblick davon. 
Bis sie wieder zurückkehrt und sich durch meine Knochen und meinen gesamten Körper frisst. Sie lähmt. 
Macht taub. 

Etwas später holt F. mich am Bahnhof ab und wir fahren zum Konzert. Die Laute Musik, die Leute, all das lenkt ab und macht für ein paar Stunden vergessen.
Es war ein schöner Abend.

In den Tagen nach diesem Wochenende geht es mir schlecht. Wirklich schlecht. Seit langem einmal wieder. Ich liege in meinem Bett. Sehe keinen Sinn mehr. Weine den ganzen Tag. Habe keine Kraft für irgendetwas. Und zu allem übel kommt auch noch L.'s Todestag dazu. Der mir ohnehin seit Wochen Angst macht. 

Alles in allem waren die letzten Wochen nicht wirklich das was ich mir von meinem "Happy New Year" gewünscht habe. Ich habe sie überlebt, all diese Tage. Aber nur schleppend. Mit viel Mühe. So langsam geht mir die Kraft aus. 

Ich kann nicht mehr essen. Weine mich jeden Abend in den Schlaf, wenn ich denn überhaupt schlafen kann ohne Tabletten. In der Schule rede ich fast nicht mehr und wenn dann nur unnützes Zeug. Je leiser ich werde, desto mehr geht in meinem Kopf vor. 



Der einzige Mensch der im Moment Priorität hat ist T. Denn sie geht ab dem 10.02 in eine Klinik. Ich freue mich so für sie aber ich habe auch panische Angst. Angst das sie mich vergisst. Angst davor diesen Feburar 'alleine' zu sein. Angst davor die Zeit ohne sie nicht zu überleben. Denn um ehrlich zu sein, ist T. der einzige Grund wieso ich noch hier sitze und mir nicht schon die Pulsadern aufgeschnitten habe oder mich vor den nächstbesten Zug geworfen habe. 
Sie ist und bleibt mein Lebensrettermensch. 
Aber ich habe Angst, das sie es eines Tages satt haben wird mich zu retten.