Mittwoch, 28. Oktober 2015

»293« (Ankerkind)

Morgen ist es soweit.
Nachdem ich nun seit über einem Jahr von einem ganz bestimmten Tattoo Träume habe ich morgen den Termin zum verewigen. 

Wer es noch nicht weiß:
Ich bin ein Ankerkind.

Ich glaube die Verbindung zu den Ankern ist in einer Sitzung mit Fr. S entstanden. 
In der ich gesagt habe das meine Freunde meine Anker sind.

Anker im übertragenen Sinn.
Das meine Freunde mir viel Halt und Kraft geben. 
Das sie das sind was mich am Boden hält.
Das sie mich zusammen halten wenn alles auseinander fällt.

Anker sind für mich die Dinge die mich zum weiterlaufen und weiterkämpfen animieren. Das sind auch Dinge wie wünsche oder Ziele und vor allem Träume.
Auch meine "Familie" ist ein zum Teil mein Anker. 

So viele Dinge sind in mir und in meinem Herzn fest verankert das ich sie nun, ab morgen unter meiner Haut tragen werde. 

Und ihr wisst garnicht, 
wie sehr ich mich auf diesen Moment freue.

Und wie aufgeregt ich jetzt gerade schon bin. 

Und ich muss noch weniger als 18 Stunden aushalten. Omg! 




Dienstag, 6. Oktober 2015

»292«

Mit immer schneller werdenden schritten laufe ich der Tür entgegen. Halte meine Hand etwas nach oben und schiebe die Tür auf. Noch zweimal links abbiegen. Du bist nicht da. Mein Lächeln verschwindet. Du hast mich bestimmt vergessen. Hast jemanden gefunden der besser ist. Geknickt, lehne ich mich an die Mauer und zünde mir eine Zigarette an. Die Sonne brennt mir in den Nacken und mir wird warm. Aber nur von außen. In mir drin bin ich gerade drauf und dran zu erfrieren. 

Im Augenwinkel sehe ich wie etwas hinter mir vorbei huscht. Ich sehe A. an und rede weiter mit ihr. Dann schaust du über meine Schultern, direkt in mein Gesicht.
Ich beginne zu lächeln. "Lenaii" sagst du mit deiner altbekannten Stimme. Langsam taut der scheinbar niemals endende Winter in mir und ich fühle mich zum ersten Mal seit Wochen wieder sicher. 

Ich Schlinge meine Arme um dich und drücke mein Gesicht in deinen Pulli. 
Viel zu früh lasse ich dich wieder los und du beginnst zu reden. Zu erzählen und mir wird wieder klar wie sehr ich dich vermisst habe.

Ein paar Stunden später sitzen wir auf deiner Coutch. Der Fernseher füllt die kurze Stille zwischen den unendlichen Worten die wir von uns geben.
Genau das hat mir so sehr gefehlt. 
Mit dir ist alles immer so einfach. Es kostet mich keine Anstrengung mit dir zusammen, irgendwo zu sein. 

"Lenaii, ich weiß nicht warum ich so ein Arschloch bin! Ich weiß es einfach nicht. Wenn ich wüsste wieso, dann würde ich es ändern." 

Dieser Satz fließt aus deinem Mund umhüllt mit Dingen wie Gefühlskalt und "Ich bin nicht stark"!

Glaub mir, ich weiß genau was du meinst. Das ist alles nur Fassade. 
Die Fassade die jeder hat. Jeder von uns.
"I Know You" sage ich und ich sehe wie ein kläglicher versuch, zu lächeln über deine Lippen huscht.

Manchmal weiß ich nicht, wie ich meinem Kampfkäfer noch helfen soll. 
So viele Dinge haben sein Leben so gemacht wie es jetzt ist und ich kann all diese Dinge nicht einfach so ändern.
Manche Dinge sind selbstverschuldet andere einfach nur Schicksal. Wie auch immer. Ich glaube wir müssen versuchen uns mit der Vergangenheit abzufinden.

Auch wenn das wohl die schwierigste Aufgabe ist, die man uns mit auf unseren Weg geben kann..


Donnerstag, 1. Oktober 2015

»291«

Jegliche Chatverläufte fangen immer gleich an. Alles beginnt mit einem kleinen Wort wie beispielsweise "Hallo" oder auch ein leises "Hey"! Darauf wir geantwortet. Dann folgt die immer gleiche Frage: "Wir geht es dir?" 
Darauf folgt die erste Lüge. "Gut" ist wohl die größte Lüge überhaupt. 

Meine Standartlüge.

Doch um zu Lügen muss es überhaupt erstmal zu dieser Frage kommen. 
Seit Wochen meldest du dich nicht bei mir. Antwortest nur Knapp auf meine unzähligen Versuche mit dir Konversation zu betreiben. Und gibst mir das Gefühl kein Teil mehr deines Lebens zu sein.
Ich sehe Bilder auf Snapchat. Wie du lachst mit anderen Freunden. Du gehst in's Kino. Triffst dich mit anderen Menschen. Dein Übliches Leben. 
Nur das ich dieses Mal, kein Teil davon bin. 

Du fehlst mir so sehr. Es fehlt mir das du mit deiner vollkommen bekloppten Art jede noch so fürchterliche Situation um das Milliardenfache einfacher und besser machst. Es fehlt mir das du da bist. 
Und mir das Gefühl gibst in irgendeiner Art und weise wichtig und richtig zu sein. 
Du fehlst mir einfach so sehr. 

Meine Gedanken kreisen ständig nur um dich, um S. und um A. aber es scheint nur einen Menschen von euch zu interessieren und das ist letztere Person.

Ich hoffe so sehr das du dich meldest. 
Ein kleines "Hey" würde reichen. 
Ein bisschen Smaltalk. Ein bisschen dummes Gerede. Ein paar Augenblicke voller lachen. Das würde schon genügen.

Aber selbst das scheint zu viel verlangt zu sein!