Montag, 25. Mai 2015

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Überall immer dieses WARUM?
Es gibt geschätzt mehr als eine Millionen Warum-Fragen.
Und manchmal habe ich das gefühl, dass ich mir ziemlich jede Frage stelle die es zu stellen gibt,
auf diesem Planeten.

Manchmal bringen mich diese Warum-Fragen ziemlich aus dem Gleichgewicht.
Sie bringen mich zum weinen, zum grübeln und am aller meisten schaffen sie es das ich darüber nachdenke Warum Dinge so sind, wie sie sind.

In der Schule habe ich schon mit eingen Leuten darüber geredet, was sie für Warum-Fragen in sich tragen und doch sind die Fragen von jedem Unterschiedlich.

Das besondere ist auf diese Warum-Fragen gibt es so selten klaare Antworten.

In den letzten Wochen sind Fragen in mir aufgetaucht die vor allem mit Gott in verbindung zu bringen sind. Das scheint vielleicht komisch zu klingen aber nachdem ich vor einigen jahren auzfgehört habe an größere Mächte als das Schicksal oder Karma zu glauben, habe ich alles was mir davor wichtig war über Bord geworfen. Vielleicht liegt das daran das einfach zu viele Dinge passiert sind die mich an Gott glauben lassen können oder einfach daran, das ich zu viel Infrage stelle.
Und das tue ich ganz gewiss.

Meine Fragen beginnen bei Warum gibt es so viel Leid auf dieser Welt und Enden irgendwo zwichen Warum geschehen Dinge so wie sie geschehen. Und manchmal bin ich auf der Suche nach Antworten ohne begreifen zu können, das ich niemals eine Antwort erhalten werde. Niemand kann mir sagen ob es etwas wie Gott, Karma oder Schicksal wirklich gibt. Ich kann entweder daran Glauben oder es lassen.

Doch eigentlich möchte ich an irgendetwas glauben können. An irgendwas.
Aber mir fehlen die Beweise dafür um zu glauben. 

Wer mich kennt, weiß das ich nie einer dieser Menschen war, die strickt an Dinge wie die Bibel oder ähnliches geglaubt hat. Aber ich habe zumindest daran geglaubt das es etwas wie Himmel und Gott gibt und das dieser Gott irgendwo da oben sitzt und uns zusieht.

Aber dann sind taten gefolgt. Meine Mom behandelte mich so wie sie es immer tat und M. verließ diese Welt. Mein Dad wäre fast gestorben und ich wollte nicht glauben das Gott all diese Dínge zugelassen hätte, wenn es ihn wirklich gibt.

Wie oft habe ich in meinem Bett gelegen und geweint und gebetet und gefleht das irgendetwas anders wird. Das mich irgendwer rettet. Das Gott mich erhört. Aber es gab nie eine Antwort.
Auf die meisten Warum Fragen sind einfach nicht zu beantworten. Also stelle ich mir weiter und weiter und wieder und wieder, die selben und mit dazu immer neue Fragen bevor ich daran zerbreche.

Die Fragen, sie sind keine Fragen die mich retten. Es sind Fragen die mich töten.
Tag für Tag, weil somit loslassen nur noch schwerer wird. 

Kommentare:

  1. Hi,
    ich hab dir lang nicht geschrieben, aber ich lese immer noch mit :)
    Was sind denn einige der Fragen, die dich bewegen und beschäftigen?
    Manchmal bringt es gar nichts, sich so viel zu fragen, manchmal sind Dinge einfach wie sie sind. So was wie "Warum bin ich auf der Welt?", da könnte man doch auch einfach sagen: "Ich bin auf der Welt, das ist nun mal so. Ich hab das Leben, dieses eine, und wenn ich schon mal hier auf der Welt bin, kann ich alles dran setzen, dass es ein gutes Leben ist."

    Du schreibst, deine Mutter behandelt dich noch so wie immer. Wohnst du wieder bei ihr oder noch bei deinem Vater?

    Liebe Grüße,
    die Anonyme :)

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    1. Hallo meine aller liebste anonyme ❤️

      Es freut mich sehr einmal wieder von dir zu lesen oder zu hören!
      Wie geht es dir denn momentan? Was macht dein Leben?

      Die schlimmste Frage ist eigentlich diese "Warum gibt es so viel Leid?" Frage. Und warum gibt es so viele Grausame Menschen und warum trifft es immer die guten und warum mich und warum bin ich noch hier und M. Ist gestorben..

      Nein ich wohne nicht mehr bei meiner Mom. Habe sie seit einigen Wochen nicht mehr gesehen und auch wenn es vollkommen irre klingt, sie fehlt mir. Nicht als Mensch aber es fehlt mir so behandelt zu werden wie ich es verdiene und es fehlt mir wenigstens Sagen zu können das ich eine Mutter habe auch wenn sie sich nie so verhalten hat.. Das Klingt so krank aber so fühlt es sich an.

      Fühl dich ganz doll umarmt meine Liebe und wenn was ist dann melde dich! Ich sende dir alle liebe dieser Welt; die ich noch aufbringen kann!
      Bis bald ❤️

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    2. Hi,
      mir und meinem Leben geht es gut. Und dir, du machst noch deine Ausbildung, oder? Du bist noch in Therapie bzw überhaupt in Therapie?

      Ich denke nicht, dass es immer nur die Guten trifft, auch wenn einem das vielleicht so vorkommen mag. Dass M. gestorben ist, ist natürlich sehr schlimm für dich, aber das kannst du jetzt auch nicht mehr ändern oder hinterfragen (bzw falls du die Todesursache kennst, weißt du ja die Antwort auf die Frage, wieso M. gestorben ist). Warum du noch hier bist? Gegenfrage: warum solltest du nicht hier sein? Du bist doch kein passives Stück Kompost, das irgendwann sich selbst zersetzt. Du bist hier, weil du es kannst. Du bist hier, weil du nicht gestorben bist.
      Wenn du schon hier bist und dich die Leid-Frage so beschäftigt, könntest du die Energie, die du mit Grübeln verbringst, auch dafür aufwenden, das Leid zu verringern? Es gibt viele Projekte, die sich für Flüchtlinge oder benachteiligte Kinder einsetzen, vielleicht würde dir das Wissen, dass du was tust, helfen, das Leid zu ertragen?

      Du vermisst, dass dich jemand so behandelt wie deine Mutter dich behandelt hat? Du weißt doch, dass dich keiner so behandeln sollte. Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein aufbauen wäre viel empfehlenswerter, damit du mal deinen Wert schätzen lernst und insgesamt stärker wirst. Auch dafür gibt es Gruppen, gerade für junge Mädchen, manches erreicht man aber auch alleine.

      Ich hoffe, du schaffst es bald, umzudenken!
      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
      die Anonyme

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