Dienstag, 14. April 2015

»279«

Sitze im Bus. Lasse die erwärmte Landschaft an mir vorbei ziehen. Mein Bauch tut furchtbar weh. Mir ist schlecht. Mein Kopf explodiert. Mir geht es nicht gut. 

So sehr ich versucht habe in der letzten Zeit alles zu verstecken. Ich schaffe es nicht mehr. Meine Maske fällt. 

Mein Selbsthass wird von Tag zu Tag schlimmer. Ich kann mich nicht mehr ansehen. Stehe zu lange vor spiegeln. Schaue mich andauernd in Fensterscheiben an. Kann nicht glauben was ich da sehe. So viel Fett. 

Wie konnte ich nur zulassen wieder so zu werden. Ich bin wütend. Wütend auf alles. Aber am meisten auf mich selbst.

Meine Therapie ist vorbei. Schon seit über einem Monat habe ich keine Regelmäßigkeit mehr in meinem Leben. 
Die Krankenkasse sagt nein. Eine weitere Verlängerung bekomme ich nicht. 

Aber wen kümmert es schon. Auf einmal stehen ich ganz alleine da. Ohne Therapeutin. Ohne Thera.

Worte durchfliegen meinen Kopf. 
Wie kann man einen Menschen der noch immer Depressionen und Selbstmordgedanken hat einfach so ins Leben laufen lassen. Ich komme nicht mehr klar. Weder mit mir, noch mit allem anderen. 

Versuche so gut es geht alles zu unterdrücken. Aber ich kann nicht mehr. 
Bin so kaputt. Wünschte T. oder A. oder S. wären jetzt hier. Damit ich nicht so alleine sein muss aber die drei haben ihr eigenes Päckchen Probleme mit sich herum zu tragen und ich will sie nicht belasten. Oder Nerven. Oder was auch immer. 

Blicke die ganze Fahrt aus dem Fenster. Fühle nichts. Bin so unglaublich leer. In mir ist wieder dieses Echo und es schreit. 

Wie sollen es andere mit mir aushalten, wenn ich es noch nicht einmal mit mir selbst aushalte? 

Ich weiß es nicht. 
Ich weiß nichts mehr.




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