Montag, 16. März 2015

»276«

Aufgegeben. Über ein halbes Jahr Stand gehalten, nur um jetzt zu scheitern. Komme von einem anstrengenden Praktikumstag zurück. Schmeiße meine Tasche in die Ecke. Laufe in die Küche. Schnappe mir essen. Gehe hoch. Schlinge alles runter. Schütte Wasser drauf. Kotze in eine Tüte. Der Raum füllt sich mit vertrautem Geruch. Selbst nach all der Zeit brennt er nicht in meiner Nase. Laufe erneut in die Küche. Hole mehr essen. Schlinge alles runter. Kotze nochmal. Aufgegeben. Versagerin. Schaue in den Spiegel. Hasse das was ich sehe. Leerer Blick. Tote Augen. Will sterben. Will dieses Leben so nicht mehr. Versuche mit einer Dusche den Geruch des Versagens von mir abzuwaschen aber es klappt nicht. Scheiss Versagerin.

Möchte Rennen. Möchte meine Lunge zerstören. Möchte diese Welt vergessen. Brauche irgendwen der mich zusammenhält. Aber es ist niemand da. 
Und selbst wenn, dann nicht nah genug. 

''Fear doesn't shut you down. It wakes you up.'' - Four (Divergent)

Angst hindert uns für gewöhnlich daran Dinge zu tun die in der Gesellschaft oftmals für falsch empfunden werden. Aber was passiert wenn eben diese Angst verschwindet. Was passiert wenn der natürliche schutz unseres Körpers, nähmlich die Angst plötzlich verschwindet. Was wenn all das, was wir fürchten von der einen auf die anderen Sekunde nicht einmal mehr halb so furchteinflösend ist wie noch vor ein paar Tagen.
Was ist wenn ich mich wieder verliere und dann wieder verliere. 
Was wenn ich einfach wieder aufgebe und es dabei belasse. 
Wofür kämpfen wenn mich das alles trotz allem nicht zufrieden macht.

Oh Gott, ich bin so zersplittert. So durcheinander. So verloren. 
Ich bin nach all der Zeit noch immer so kaputt.


blood Black and White depression food white eating disorder black fat self harm cut cutter cutting eat die anorexia bulimia cry ana mia and anorexic self injury bulimic self mutilation repeat anorexia nervosa bulimia nervosa calories razorblade jessmariec

Kommentare:

  1. Liebes, es macht mich traurig, das auch hier nochmal zu lesen. Ich wünschte, ich könnte dir irgendwie helfen, dir irgendwie beistehen. Aber ich weiß nicht wie. Ich kann dir nur immer wieder sagen, ich bin da für dich; egal wann, jederzeit, immer sehr gerne! Ein Rückfall ist nicht schlimm, das passiert; aber ich kann so gut nachvollziehen, wie schwer es ist und es dich wieder zurückwirft. Bitte, versuch nicht aufzugeben.
    Ich bin da und ich hab dich sehr sehr gern ♥
    deine Lucy

    AntwortenLöschen
  2. Ich habe glaube ich noch nicht kommentiert deswegen ein Liebs hallo :)

    Nur weil du einmal rückfällig geworden bist, ist dies kein Versagen und kein scheitern !
    Rückfälle sind uns im Weg gelegt um uns auf die Probe zu stellen, sie wollen sehen ob wir aufgeben und schlichtweg Versagen oder ob wir uns damit abfinden und wieter kämpfen.
    Irgendjemand da draußen will uns auf die Probe stellen und sehen ob wir so stark sind, dass er/sie/es uns nichts mehr können, dass sie uns nicht mehr in der Hand haben und genau das kannst du denen (wer auch immer es ist) jetzt zeigen <3

    Sag dir immer wieder "ic bin stark genug und gebe dich kurz vor dem Ziel nicht auf. Ich habe mich irgendwann mal für das Leben und kämpfen entschieden und das hat ein Grund also muss ich weiter machen auch wenn der Grund zurzeit im Hintergrund gerückt ist, er war da und deswegen bin ich noch am Leben und genau deswegen schaffe ich es"

    Und du schaffst das !

    Lovely regards <3

    AntwortenLöschen
  3. Hey süße! Du bist keine Versagerin, wirklich nicht. Auch, wenn du jetzt vielleicht nicht an deine eigene stärke denken kannst, sollst du wissen, dass sie existiert! ich würde dich soso gerne ganz feste drücken.
    Man versagt nicht automatisch, wenn man einen Rückfall hatte. Wie Miriam schon gesagt hat: Rückfälle machen einen nur noch stärker! Ach, ich drück dich.
    Und weißt du was? Wir brauchen Rückfälle. Wie sollen wir uns sonst je sicher sein können, dass wir auf dem Richtigen Weg sind?

    Ich drück dich♥ und hoffe, es geht dir vielleicht schon ein bisschen besser!
    Alles LIebe,
    Emma

    AntwortenLöschen
  4. Eine gute Phase heißt leider noch lange nicht, dass man "geheilt" ist... Lass dich nicht fertigmachen von diesem Ausrutscher - es ist ein Ausrutscher! Wichtig ist nur, dass du nicht wieder komplett in alte Muster verfällst und dir denkst, es sei jetzt ohnehin wieder egal oder zu spät oder es würde niemanden interessieren...

    Du tust es für dich. Du willst nicht so sein und du arbeitest hart an dir. Du hast viel erreicht - ein halbes Jahr ist eine lange Zeit! Darauf kannst du stolz sein, unabhängig davon, was jetzt vorgefallen ist.

    AntwortenLöschen