Freitag, 9. Januar 2015

»271«

Die Woche nähert sich dem Ende zu. Die letzten paar Tage bevor der ganz normale Wahnsinn wieder losgeht. Aber um ehrlich zu sein fehlt mir die Schule. Mir fehlt es vertraute Gesichter, jeden Tag um mich herum zu haben. Mir fehlt es irgendetwas sinnvolles zu tun. Auch wenn ich eigentlich noch so viel zu tun hätte. Muss Nächte Woche eine Präsentation halten und habe bisher vielleicht, um ehrlich zu sein vielleicht 2% erledigt. 

Schon wieder neun Tage des neuen Jahres sind rum und ich habe das Gefühl nichts hat sich verändert auch wenn sich irgendwie so vieles verändert hat. 

Mir selbst geht es jetzt gerade irgendwie nicht so gut. Ich schlafe wieder schlechter, rede wieder weniger und esse wieder zu wenig oder zu viel von den falschen Sachen. Wenigstens habe ich mich noch immer nicht übergeben auch wenn ich in den letzten Tagen mehrmals zur Toilette genannt bin und schon am überlegen war nicht einfach mal nach zu geben. 



Noch dazu mache ich mir momentan gleich um drei Personen aus meinem Umfeld Sorgen. Natürlich belastet das aber ich schaffe das schon irgendwie. Auch wenn ich mir jetzt gerade vielleicht am meisten um mich selbst sorgen machen sollte sind mir die anderen nunmal einfach wichtiger. 

Und dann steht auch noch der grauenhafte Februar vor der Tür. Ich weiß nicht wie lange dieses Loch, das M. Hinterlassen hat noch in mir weiter klaffen will aber wenn diese Angst und dieses Vermissen und dieses Schuldzuweisen schon jetzt so unerträglich ist dann wäre ich wirklich froh wenn ich diesen Februar einfach überspringen könnte. Einfach aussetzten. Eine Auszeit. Einfach weg sein. Nicht denken müssen. Nicht an Sie denken müssen. Mir nicht vorstellen müssen wir sie von Maden und Würmern zerfressen wird obwohl sie früher so umwerfend war. Will mir nicht vorstellen das ihr sowieso schon abgemagerter Körper nun aus nichts mehr besteht, als aus ein paar Knochen. Kein Herz. Keine Seele. Keine Erinnerungen. Kein Atem. Nichts ist mehr von ihr übrig als eine Grabstätte und die schäbigen Überreste ihrer selbst. Und diese Vorstellung und die gesamte Situation macht mich krank. Ich bin ununterbrochen Müde. Habe das Gefühl ich kann einfach nichts mehr tun. Bin so leer. Und ich will diese Leere nicht. Will sie nicht wieder zurück. Will meine eigenen Worte nicht wieder und wieder überdenken und in Echoartiger Form durch meinen Kopf umherschwirren lassen. Will einfach nur das es aufhört. Will einfach nur das irgendwer hier ist der mich zusammenhält bevor ich zerfalle. In Tausende Einzelteile, die zu nichts mehr zu gebrauchen sind.

Das alles es ist so Abgrundtief. 
Das Wort beschreibt mein gesamtes befinden wahrscheinlich am besten.
Abgrundtief. Am Ende. Verzweifelt. Kraftlos. Leer. Durcheinander. 




1 Kommentar:

  1. Oh Liebes, mir kommen die Tränen, wenn ich das lese. Es tut mir so unfassbar leid. Ich finde irgendwie gerade nicht die richtigen Worte für das, was ich ausdrücken will. Aber du weißt, ich bin da und du kannst mich jederzeit anrufen, mir schreiben und ich bin auch nicht so weit weg. Ich kann zu dir kommen, dich in den Arm nehmen und dich wenigstens ein bisschen zusammenhalten. Bitte pass auf dich auf! :*
    Ich hab dich lieb und umarme dich ganz fest ♥

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