Samstag, 30. August 2014

»251«

Es ist mitten in der Nacht. Der Regen trommelt in immer gleichem Rythmus auf das Hausdach und macht mich nervös. Heute war irgendwie ein guter Tag was verrückt ist. Denn ich habe eigentlich echt viel gegessen. Ich glaube sogar mehr als mein Bedarf wäre, wenn ich gesund wäre. Also 1200kcal? Auf jedenfall hab ich gefrühstückt, Mittag und sogar Abend gegessen! Und zwischendurch habe ich ein Eis (!!!!!!) gegessen. Und ich habe nicht gekotzt und auch keine 4 Stunden wie eine wahnsinnig Sport gemacht. Heute war mein erster gesunder Tag seit.. ich weiß nicht mehr? Ewigkeiten? Gesund nicht von den Nahrungsmitteln sondern gesund von der Art zu essen! Auch wenn mich diese Gefühl jetzt gerade etwas fertig macht weshalb ich eben schnell in's Bad geschlichen bin, um zu schauen ob ich wirklich wie gefühlt 5273297564 Kilo zugenommen habe. 400g! Und das Essen ist noch in mir Drinn. Ich bin auch in den letzten 10 Minuten nicht auf das Millionenfache angeschwollen wie mich mein Gehirn vermuten lies also werde ich mal versuchen zu schlafen. Tut mir leid für diese komischen Post's im Moment. Aber ich arbeite dran. Falsch. Ich arbeite an mir. 
 
Übrigens hab ich gute Neuigkeiten, die gibts morgen oder wenn alles etwas mehr fest steht. Ich bin hundemüde.. Fühlt euch geliebt! 
Eure Lee! 


Ihr lieben! Wir sind alles stärker als wir glauben! Gemeinsam! Alleine! Zusammen! Selbst ich!!

Bleibt Stark! ❤️

Sonntag, 24. August 2014

»250«

Hallo meine lieben ♥
Als ich heute morgen gesehen habe das wir mittlerweile 102 Lieblingsmenschen auf meinem Blog sind musste ich doch schon für einen gewissen Zeitraum grinsen. Allein die Vorstellung wie viel EINHUNDERTZWEI Menschen sind ist grandios und das diese EINHUNDERTZWEI wundervollen Menschen auch noch mein Gedankengefasel lesen ist unvorstellbar. Ich weiß noch als ich die Blogger Welt vor mittlerweile fast zwei Jahren ganz als ''Frischling'' betrat und nicht wirklich wusste wie man Bloggt oder Menschen folgt oder Blogs findet. Ich erinnere mich noch an den Moment als mir zum ersten mal jemand ein Kommentar hinterlassen hat, ich war so überrascht - natürlich Postiv. Ich hatte das Vergnügen einige von euch näher kennen zu lernen und bekam sogar besuch. Viele von euch sind mir so sehr ans Herz gewachsen, ich möchte mir garnicht vorstellen wie mein Leben ohne euch geworden wäre. Und aus meinem Leben weg zu denken seit ihr so oder so nicht mehr. Jeder von euch lieben Mensch ist so besonders und wundervoll, auf seine ganz persönliche Art und weiße. Und ich wollte euch einfach nur sagen das ihr unglaublich seit und ich euch allen von Herzen nur das aller beste Wünsche ♥

DANKE für alles! :)

Ich sende an jeden von euch ganz viel Kraft und einige riesengroße Umarmungen! ♥
Bleibt Stark ihr lieben, ich weiß das ihr alles schaffen könnt! :*

Mit ganz viel liebe, 
eure Lee ♥


Samstag, 23. August 2014

»249«

Ich wurde von der lieben Maddie und der lieben Lucy getaggt ♥ Danke dafür ihr lieben :* 

Die Regeln (etwas gekürzt):
- Verlinke die Person, die dich nominiert hat
- Beantworte die 11 Fragen
- Verleihe den Award an bis zu 11 Blogger mit weniger als 200 Lesern (nicht deinen Nominierer) und gibt ihnen bescheid
- Stelle selber 11 Fragen

Maddie's Fragen ♥
1. Würdest du gerne in der Zeit reisen können, um Dinge verändern zu können?
Manchmal schon, wenn ich bestimmte Momente in meinem Kopf erneut durchlebe.

2. Bereust du etwas in deinem Leben?
Ja sogar vieles. Ich bereue es auf die falschen Menschen gehört zu haben, mit den falschen Menschen befreundet gewesen zu sein. Ich bereue es mich von Menschen verändert haben zu lassen. Ich bereue es das ich so ''gutmütig'' bin und immer noch nicht ausgezogen bin. Ich bereue es mich in die falsche Person verliebt zu haben. Ich bereue es das ich nicht zu lieben Lucy gefahren bin weil es mir so schlecht ging. Ich breue meine Fehler und das ich sie nicht alle behoben habe. Ich bereue es früher ein falscher Mensch gewesen zu sein. Ich bereue eigentlich so vieles...

3. Was ist dein Lieblingsfilm und wieso?
Oh das ist schwer zu sagen. Ich liebe Tanzfilme - Step Up 4 und Girls United (Cheerleading), ich liebe Vampire Diaries (aber das ist ja eine Serie), ich mag den Film ''Das Schicksal ist ein mieser Verräter'' auch wenn das Buch um Welten besser ist. Ich liebe auch die Tribute von Panem und vor allem - eigentlich fast am aller meisten mag ich Harry Potter (und der Gefangene von Askaban) :D Okay und ich liebe Secretariat und Dreamer, weil Kämpferherz und so ♥

4. In welches Land möchtest du mal reisen und wieso?
AUSTRALIEN ♥ weil es mein Traumland ist. Ich liebe es einfach. Diese Freiheit, das Meer, die unendliche Wüste, das Land, die Tiere, die Städte.. Einfach alles. Australien ist einer dieser Träume der mich oft am laufen hält wenn ich kurz vorm hinfallen bin. 

5. Würdest du lieber Gedanken lesen oder fliegen können?
Keins von beidem. Ich hätte lieber so einen Unsichtbarkeits Umhang von Harry Potter :P Aber ansonnsten würde ich gerne Gedanken lesen, damit ich endlich einmal wissen könnte was die Menschen wirklich von mir denken. Mit fliegen verbinde ich nichts gutes wobei davon fliegen auch ganz nett wäre. 

6. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?
Ich glaube schon das es irgendwas nach diesem Leben gibt. Irgendwo müssen wir doch landen wenn wir sterben. Ich glaube jetzt nicht an so einen ''Einhorn - alles ist gut - Himmel'' aber ich glaube das da irgendwas ist, nur was das wird uns wohl niemals jemand beantworten können.

7. Was hälst du von Reality Shows wie Köln50667?
Schwachsinn aber ab und an doch irgendwie ganz unterhaltsam.

8. Welchen Traumberuf hattest du als Kind?
Ich wollte Tierärztin werden und ein Tierheim mit Arztpraxis aufmachen. 

9. Gehst du gerne feiern oder bleibst du lieber zuhause?
Ist unterschiedlich. Ich mag es irgendwo hin zu fahren und mich mit anderen zu treffen und Musik aufzudrehen und Bier zu trinken und ein bisschen herum zu tanzen, weil mir die Leute dann meistens einfach vertraut sind. 

10. Was ist dein Lieblingswort?
Schwer zu sagen. Es gibt so viele Worte die ich mag aber ich glaube ich mag wundervoll ganz gerne! 
Achso alle die das lesen sind übrigens wundervoll - nur mal so ganz nebenbei ♥

11. Bist du mit deinem Namen zufrieden? Wenn nein, wie würdest du gerne heißen?
Eigentlich schon, da ich mir ja meinen ''Namen'' selbst verpasst habe mag ich meinen Spitznamen ganz gerne. Meinen Richtigen Namen finde ich nicht so schön. Manchmal würde ich gerne Jessica oder Jessmen oder vielleicht auch Isabella oder Katelyn heißen - aber um ehrlich zu sein passt das irgendwie nicht zu mir. 


Lucy's Fragen ♥
1. Was hast du diesen Sommer bisher erlebt?
Vieles und doch irgendwie nichts. Ich war in Berlin und habe meinen Abschluss gemacht und mich von meinen Freunden verabschiedet. Ich war mit Frii bei ihrer Tante und habe die liebe Lia wieder getroffen und habe viele Postkarten verschickt. Und ich gehe wahrscheinlich mit N. zu einem Hip - Hop seminar :D *blamiermodus an*
2. Was ist deine Lieblingsjahreszeit und warum? Herbst weil ich ihn einfach liebe. Ich liebe die Luft, den Wind, den duft. Ich liebe es wenn die Blätter von den Baumen fallen und ich durch sie hindurch laufe wenn ich in die Schule gehe oder nach Hause komme. Ich liebe es Tee zu trinken und meine Lichterkette im Zimmer an zu schalten, weil es abends wieder früher dunkel wird. Ich liebe das unbererchenbare und doch so vorrausichtliche was der Herbst mir sich bringt. Ich liebe Herbstliche Kleidung und dicke Schal's. Ich liebe den Geruch von Kürbis und Amerikanische Fall - Inspiration Videos. Deshalb ist der Herbst meine Lieblingsjahreszeit. Er macht die traurigste Zeit in meinem Leben zu einer meiner lieblingsmonate. Trotzallem ist es nicht einfach aber die Angst verliert an ihrer größe, wenn man ihr keinen Raum gibt. 

3. Was ist für dich Heimat? 
Weiß ich nicht. Hatte ich nie. 
Ich glaube Heimat sollte ein Ort sein an den man gerne zurück kommt, wenn man weg war.

4. Was bereust du bisher am meisten in deinem Leben?
Das ich vieles verpasst habe, was ich schon längst hätte erlebt haben können. 

5. Wo würdest du später gerne mal wohnen?
Irgendwo, wo ich es schön finde. Wer weiß. Vielleicht wohne ich in 10 Jahren wieder in diesem Kuhkaff hier weil mir die große weite welt zu groß ist aber am liebsten natürlich in Australien.

6. Glaubst du an Zufall oder Schicksal? Ja!

7. Kaffee oder Tee? Beides ♥ Kaffe am Morgen und Tee am Abend :)

8. Was macht dich glücklich? DU liebe Lucy ♥ Ansonnsten, schreiben macht mich oft glücklich, lesen oder irgendwo helfen. Kinder machen mich glücklich. Tiere auch. Frii macht mich glücklich. Sogar Washi - Tape macht mich zeitweise ''glücklich'' oder zumindest habe ich dann was zu tun :)

9. Wie würdest du dich in drei Worten beschreiben? Verloren. Durcheinander. 

10. Bist du schon mal mit Drogen in Berührung gekommen? Nicht wirklich, glaube ich.

11. Welche übernatürliche Fähigkeit hättest du gerne? Ich hätte gerne eine Fähigkeit die es mir erlaub mich unsichtbar zu machen wann immer ich möchte. 

So ich glaube das waren alle fragen ihr lieben ♥

Nun zu meinen Fragen:
1. Was ist dein Lieblingsbuch?
2. Was magst du besonders gerne? 
3. Welche Eigenschaft(en) kannst du bei einem Menschen überhaupt nicht ausstehen? 
4. Was möchtest du in deinem Leben unbedingt noch erreichen?
5. Welche Orte möchtest du besuchen?
6. Welche drei guten Eigenschaften hast du? 
(Jeder hat welche ♥)
7. Hast du eine Lieblinsteesorte? Wenn ja, welche? 
8. Wenn du vor ein paar Jahren einen Brief an dein Zukunfts - Ich schreiben solltest, den du heute öffnen würdest - was würde darin stehen? 
9. Hast du ein Lieblingsziat(qoute) falls ja, welche(s)?
10. Wenn du einen Wunsch frei hättest, was würdest du dir Wünschen? (extrawünsche o.ä. gibt es nicht!)
11. Bist du gerne der Mensch, der du bist? Falls nein - du solltest wirklich gerne du selbst sein, denn du bist toll und wundervoll genau so wie du bist ♥  (Ihr alle!!:*)

Ich tagge: 
Nahla ♥
Lia ♥
Yessy ♥
Trying ♥
Chaya ♥
Fuck This ♥
Angel ♥
Mina ♥
Candice ♥
Pink Lady ♥
Emma ♥

Wuhuww ich habe zum ersten mal wirklich 11 Leute getaggt ♥

Jeder der noch mitmachen kann, darf das gerne tun :)
Ihr seit wundervoll meine hübschen ♥

Dienstag, 19. August 2014

»248«

Das Herbstlicht dringt durch meine Fensterscheiben hindurch. Es saugt sich überall fest und taucht meine Umgebung in ein völlig neues Licht. Die Luft ist kalt und doch warm. Durchfliegt meine Lunge, wie weiche Seide. Lässt mein Herz erfrieren und zugleich höher schlagen.

Zu viel freie Zeit tut mir nicht gut. Bin zu viel zuhause. Zu viel bei Mom. Flüchte in's Fitnessstudio. Laufe. Renne. Renne vor mir davon. Gestern alleine mehr als 4 Stunden im Studio verbracht. Nun quält mich mein Knöchel der mir zum dank blau angelaufen ist und mein Knie schmerzt bei jedem Schritt. Aber das ist nichts im vergleich zu dem was ich fühle. Natürlich kann man Gefühle ausschalten. Wir wissen es alle. Man verfällt in eine Art Pause. Nimmt nichts mehr war. Fühlt nichts mehr. Man gefriert. Innerlich. Stück, für Stück. Jeden Tag ein bisschen mehr. Man vergräbt sich hinter den höchsten Mauern und versucht zu sein, was alle Welt von einem erwartet. Und das ist genau das was ich tue, weil es der einzige Weg ist zu überleben ohne in tausend kleine Stücke zu zersplittern.

Es ist so leicht. Fast wie Atmen, auch wenn mir das in letzter Zeit immer schwerer fällt.
Ehe man sich versieht hat man sich ein Loch gegraben in dem man verweilen kann.
Nichts zu fühlen, bedeutet auch nichts an sich heran zu lassen. Nichts hat mehr Bedeutung.
Nichts ist mehr Wichtig. Man fühlt nichts. Man ist nichts mehr. In den letzten Wochen hat man mir oft genug gesagt ich sei wertlos und mittlerweile habe ich das Gefühl nicht mal mehr so viel Wert zu besitzen um noch als wertlos durch zu gehen. Bin so weit darunter. Mom gibt mir das Gefühl ein nichts und ein niemand zu sein. Sie macht mich kaputt und niemand kann das ändern, nicht mal mehr ich selbst. Denn mir fehlt die Kraft also wähle ich den einfacheren Weg, ich lasse alles mit mir machen. Denn ich fühle eh nichts mehr. Alles ist weg. So weit weg. Mein Leben ist weg. All das was mich fest gehalten hat, breitet seine Flügel aus und fliegt davon. Vor mir davon weil ich kein guter Mensch bin, weil ich zu vielen Menschen weh getan habe, weil zu viele Menschen wegen mir verletzt wurden. Möchte Weg. Möchte Weg von mir. Raus aus mir. Raus aus diesem Menschen. Raus aus dieser Hülle, die sich selbst nicht verzeihen kann. Niemals. Möchte fort von all dem Schmerz und zugleich auch fort von dieser Gleichgültigkeit. Halte dieses Leben hier so nicht mehr aus. Schaffe es nicht mehr. habe viel zu lange versucht gegen etwas zu kämpfen, das so viel größer ist als ich es bin. das so viel größer ist, als ich es jemals war und jemals sein werde.

Danke für nichts. Danke das du mir seit Jahren das Leben zur Hölle machst. Danke das ich mit 16 jahren erwachsener sei muss als andere mit 40 Jahren. Danke das ich nie Kind sein konnte. Danke das ich immer Angst haben muss. Danke das ich niemandem mehr vertrauen kann. Das ich Menschen verlassen habe, die ich geliebt habe weil du das so wolltest. Danke das du niemals eine Mutter warst. Danke das du die beste bist was es betrifft zu Lügen. Danke für nichts. Danke das ich mir wieder einmal Wünsche zu sterben, dank dir. Ich hasse dich!!! Fast so sehr wie ich mich hasse.



Sonntag, 17. August 2014

»247«

"They say you have to fight your demons, but how am I supposed to fight myself?" 


Würde mein Kopf nicht gleich platzen,würde ich schreiben und schreiben und schreiben. Wahrscheinlich dabei heulen und vergessen. Mir wünschen vergessen zu können. Aber ich kann nicht. Kann nicht's mehr. Muss schlafen. Aber mein Kopf platzt. Muss aufhören zu denken, aufhören zu kämpfen. Muss aufhören. Aufhören. 

Samstag, 16. August 2014

»246«

16 Salzstangen, Fitnessstudio, Rechtsanwälte, Herbstgefühle und verlorene Zeiten sickern durch meinen Kopf, während ich einsam in meinem Doppelbett, verkrochen unter einer alten FC Bayern München Decke von Dad liege und an die Wand starre. 
Schillernde Wut kocht sich ihren Weg durch meinen Körper und ich versuche angestrengt sie zu verstecken. Verpacke sie in eine Kiste und schiebe sie ganz weit weg von mir. Was mir nicht gelingt. 

Rechtsstreit mit Mom. 600€. Klage. Gegen Dad. Mittendrin. Kein Ende. Biergestank und Baileys Geschmack.
DJ Musik. Menschen. Sport. Wut. Aggression. Tränen. Vermissen. Erinnern. Grillfest. Komplimente. Mitternachtstrauer. Ausweglos. Verbittert. Essgestört. Alleine. Alleine. Alleine. Alleine ohne dich. Depressiv. Sterben. Oktober. Herbstluft. Kerzenlicht. Dunkelheit. Abgetaucht. Versunken. Versteckt. Verschluckt. Verloren. 


So oft gesagt, das ich am Ende bin. Jedes mal wieder einen Schritt schlimmer. Das Leben schlägt zu wenn man sein Gesicht hin hält. Man wird verletzt. Man kann darüber stehen oder darin untergehen. Und das ist was ich tue. Jeden Tag mehr. Immer mehr. Drifte ab vom richtigen Leben und verstecke mich hinter meinen eigenen Fassaden.
Zerstöre mich. Gehe Kaputt. Gehe Kaputt an mir selbst. 



Samstag, 9. August 2014

»245«

Wieso kann das Leben immer wieder so gemein sein? Im einen Moment stehe ich mit dir vor unserer Bar und unterhalte mich mit dir und im nächsten Moment liege ich zuhause auf meinem Zimmerboden zittere und weine. Kann nicht aufhören. Etwas in mir springt mit einem mal wieder auf und zerreißt mich. 
Vielleicht ist es das Scheißteil in meiner Brust das dafür sorgt das ich immer noch hier bin. Vielleicht ist es aber auch einfach nur der Schmerz. 

Komme heute mit garnichts klar. Kann nicht reden, nicht schreiben, nicht atmen, nicht leben. Kann nicht so sein wie ich immer vorgebe zu sein. Wie soll ich jeden Tag auf's neue vorgeben Komplett zu sein, wenn mich die Wahrheit immer wieder Zerreist.

Alles fällt mir auf einmal so schwer. Selbst diese Paar Worte bekomme ich nicht richtig in mein Handy getippt und doch muss ich sie irgendwie loswerden, weil das schreiben der einzige Weg ist noch irgendwas los zu werden. Komme mit Gefühlen nicht klar. Komme mit Essen nicht klar. Mit Trinken. Mit ihr. Mit der Tatsache das der Gestrige Abend seit langem der schönste und wohl auch der letzte Abend sein wird, den wir zusammen verbracht haben. 

Etwas in mir drückt mich immer wieder zu Boden, weshalb ich mich in meinen Holzboden Kralle und meine Augen schließe. Eigentlich hätte ich Dad helfen sollen aber es ging nicht. Es ging einfach nicht. Nichts geht mehr. Bin am Ende. Habe keine Kraft mehr. Liegenbleiben. Nur für ein paar Tage. Schwach sein für eine kurze Weile, um Kraft zu tanken. Oder um aufzugeben. Ich weiß es nicht. Weiß nichts mehr. Kann nicht mehr. Bin fertig. Zittere noch immer. Weine weiterhin. Und warte die ganze Zeit darauf das sich etwas ändert, das es besser wird. Aber das wird es nicht..



Montag, 4. August 2014

»244«

Der Mond scheint durch mein Fenster. Langsam aber sicher drückt er sich an den Hauswänden hinauf und hinterlässt kalte Schatten, diese wiederum durch die kleinen Zwischenräume am Fensterglas hinein springen und sich um mein Gesicht legen. Die Welt sieht von hier oben so unendlich klein aus. Fühle mich irgendwie eingesperrt. Festgekettet. 

Antriebslos schiebe ich meinen Vorhang vor die Glasscheiben um das Durchdringen des Mondlichts zu verhindern. Irgendwie vertrage ich das geliebte Licht gerade einfach nicht und doch schaue ich durch die kleinen Löcher in meinem Weißen Vorhang andauernd hinauf, nur um nebenbei zu schauen ob das Leben am Himmelszelt noch vorhanden ist. Hier unten ist es verflogen. 

Den ganzen Morgen war ich mit Oma alleine und wie sollte es auch anders sein, endet das ganze in einem riesengroßen Desaster voller Schuldgefühle mit einer Beimischung von Erleichterung. 

Gegen Nachmittag saßen wir am Esstisch und ich stach vorsichtig in ein Salatblatt das zu dem Salatkopf gehört den ich einige Zeit vorher zerrupfte. Nachdem ich das Küchenkommando für mein Wochenende beansprucht hatte fiel mir das Essen zum ersten mal nicht so schwer, das ich danach das Gefühl harte sterben zu wollen. Sonnst umgab mich dieses Gefühl immer. Jedes Mal.

Während ich also auf meinem Salat herumkaute und vergeblich versuchte etwas zu schmecken, was mir nicht gelang, fiel Oma fast vom Stuhl. Kurz darauf zieht sie schrecklich laut nach Luft während ihre Augen geschlossen bleiben. Erfüllt von Panik schreie ich nach der Exfreundin von Dad die in der Erdgeschosswohnung wohnt und Krankenschwester ist. Sie weiß bescheid weil Papa sie informiert hat und hilft mir sofort. Ein Glück sind Dad und sie mehr als Feinde. Sie sind beste Freunde und ich mag sie wirklich sehr. Während Oma nicht mehr ansprechbar ist und plötzlich aufhört zu Atmen bekomme ich neben dem Geschehen auch fast einen Herzinfarkt. Reicht es nicht schon einmal das Gefühl zu haben, das jemand in der Umgebung stirbt? Nach einer halben Minute in der sie keine Luft einzieht oder auspustet. Schüttelt sie Oma Häftling und klopft ihr auf die Wangen bis sich ihr Brustkorb wieder hebt und senkt. Ein Paar Minuten später bekommt sie wieder etwas mehr von ihrer Umgebung mit, während ich mit zittrigen Händen die Nummer ihres Hausartztes Suche. 

Gefunden, angerufen. Krankenwagen braucht 7 Minuten bis er da ist. Winke die Fahrerin und den Begleiter die Auffahrt hinauf und sprinnte wieder hinein. Fragen werden gestellt, geschehen wird geschildert, verschiedenste Dinge werden gemessen. Plötzlich gibt Oma einen komischen Laut von sich und wir schaffen es gerade noch rechtzeitig eine Schüssel unter ihr nassgeschwitztes Gesicht zu halten ehe sie sich in die Schüssel übergibt. Wieder und wieder. Auch mir wird schlecht. Der Geruch von Erbrochenem liegt in der Luft. Während ich immer mehr das Bedürfnis bekomme mich ebenfalls zu übergeben holen die Sanitäter eine Liege und verfrachten sie darauf. Von unseren Küche aus geht es unter ständigem gekotze, ihrerseits mit Blaulicht und raasendem Tacho in das Nächstliegende Krankenhaus. Dort wird sie aufgenommen, bekommt Infusionen und Kalium wird ihr zugeführt durch seinen Schlauch am Hals. Nachdem ich die ganze Zeit immer noch wie unter Strom alleine, mit ihr gemeinsam auf Ergebnisse warte, trifft so langsam der Rest unserer Familie ein und nimmt mir die erste Last ab. Nämlich die Angst. 

Mit schnellen Schritte verlasse ich den Kotzen - Liegebett - Raum und hole mir einen Becher eiskaltes Wasser. Mein Kopf kocht trotz der Abkühlung immer weiter an seiner Suppe aus Schuldgefühlen. Verfeinert sie immer wieder mit neuen Wörtern die mir schon allein bei dem Gedanken den Atem rauben. 

Am Ende liegt sie auf der Intensivstation und wird rund um die Uhr überwacht. Bis Ende der Woche muss sie mindestens bleiben. Auf der einen Seite sind wir alle froh das es ihr den Umständen entsprechend gut geht und sie nun endlich von Fachpersonal betreut und vor allem durch - gecheckt wird. Und das alles an ihrem Geburtstag. Schönes Geschenk. 

Am Abend schleppen Dad und ich uns fürchterlich erschöpft und hundeelend zurück nach Hause. Dort lege ich mich in mein Bett und bleibe einfach liegen. Starre die Decke an und versuche an nichts außer an das nichts denken, zu denken. Irgendwann kommt Dad die Treppe hoch gestapft und bringt mir etwas Tee. Dann setzt er sich zu mir und fängt ein bisschen an zu reden. Das es ihm leid tut das ich das jetzt schon zum zweiten mal miterleben muss und das er mir so etwas nie zumuten wollte und das ich vor allem aber, einfach alles richtig gemacht habe.

Ganze Vier Stunden später liege ich immer noch hier und versuche gegen ein Gefühl an zu Kämpfen, gegen das ich bisher noch nie gewonnen habe. Die Schuld - die mich eigentlich nicht trifft. 
Immer wieder Male ich mir aus was alles hätte passieren können. Stelle mir vor wie ich einen Nachruf für die Zeitung schreibe oder wie mich ein Polizist befragt wie ihr Tod eingetreten ist. Am Ende bin ich so weit in eminem Gedankengang verstrickt das ich sogar vor mir sehe wie sie nochmal Handschellen abführen weil ich sie umgebracht haben soll. 

Schon wieder ist mir nach weinen zu Mute. Wie die ganze letzte Zeit eigentlich. Vielleicht weil ich sterben immer mit etwas verbinde das mich zu viel Kraft kostet um wieder einmal darüber nach zu denken und mit meinen Gedanken darüber zu streiten. 

Morgen fahren wir sie wieder besuchen nachdem ich am Morgen einige Zeit alleine mit mir verbringen kann. Komplett alleine. Verschiedenste Teile von mir schreien mir in den Gehörgang was ich mit meiner Zeit anfangen könnte. 

"Fress dich doch mal so richtig voll und lass alles raus. Kotz dich aus, im wahrsten Sinne des Wortes." 

Andere wiederum schlagen mir vor, dass ich in der Halle etwas Tanzen könnte um meinen Kopf von dem ganzen Gedankenkram zu befreien. Danach könnte ich eine Party unter der Dusche feiern und meine Lieblingsserie weiter schauen! (Vampire Diaries - Mittlerweile Staffel 4 - No I'm Not addicted :D) Die Vorstellung gefällt mir sehr. 

Gegen 15h kommt meine Tante mit ihrer Freundin und holt mich ab, damit wir Oma besuchen können und dort stoßen wir dann auch wieder auf Dad, der vom Arbeiten direkt ins Hospital fährt. 

Es ist alles einfach ein bisschen viel für mich und ich muss das erst etwas verkraften oder verarbeiten oder keine Ahnung was ich muss. Schlafen vielleicht? 


Am Mittag erreicht mich außerdem noch etwas, das meine Verfassung nicht umbedingt fördert. Einige Nachricht von Cii, die mir das Gefühl geben doch etwas richtig gemacht zu haben in den letzten Wochen. 

Sie: "Ich beneide deinen Kampfgeist. :0"
Ich: "Wieso? :o"
Sie: "Du hast verdammt viel abgenommen :0"
Ich: "Ja ein bisschen :/"
Sie: "Ein bisschen? :0"
und Sie: "Ich bin sehr stolz auf dich ❤️"
und wieder Sie: "Hab dich lieb ❤️"

Werde geliebt weil ich abgenommen habe. Man ist stolz auf mich weil ich weniger geworden bin und trotz allem noch viel zu viel übrig bleibe. Hätt ich etwas in meinem Magen würde ich spätestens jetzt kotzen. Statt dessen bin ich kurz davor zu weinen. Kann nicht mehr stolz darauf sein weniger zu werden, wenn es mich zerstört. Mich umbringt. Mich wahnsinnig macht. Mich immer wieder quält. Seit Jahren. Kann nicht geliebt werden wegen etwas das mich schlechter macht als ich jemals war. Und trotzdem bekomme ich eine Bestätigung. Eine Bestätigung dafür, das das was ich tue doch irgendwie ein klein wenig Richtig ist. 

Gerade sehe ich zu wie der Mond immer weiter aus meinem Blickfeld wandert bevor er hinter einer Wolkenfront verschwindet. Er ist etwas mehr als halbvoll und etwas weniger als halbleer. Genau wie ich gerade. Weiß nicht was ich bin. Was ich fühlen soll. Was ich sein soll. Was ich tun soll. Will einfach nur aus mir raus, für ein paar Minuten Ruhe. Ruhe vor allem. Vor mir selbst. 



Samstag, 2. August 2014

»243«

Warme Luft strömt durch meine Lungen. Breitet sich aus. Gibt mir nach einer Ewigkeit das Gefühl wieder lebendig zu sein. Gegen Mitternacht, geht es mir immer schlechter. Magenkrämpfe und Herzrasen erschweren mir das Atmen. Jeder Atemzug brennt sich durch meine Luftröhre hindurch und hinterlässt einen unbeschreiblichen Schmerz. Aber das Schlimmste an der ganzen Sache ist diese riesengroße Angst, die sich durch meinen Körper frisst. Kalte Tränen fließen aus mir heraus und das einzige was ich will ist das es aufhört zu schmerzen.

Ständig flackert mein Herz auf. Es rast, pocht danach zwei vielleicht drei mal auf, hält für den Bruchteil einer Sekunde den Mund, nur um gleich darauf wieder weiter vor sich hin zu rattern. Aber in dieser einen Sekunde, in der alles Still ist habe ich nichts als Angst. Über eine ganze Stunde lang geht das so. In der Zeit höre ich kein eines mal auf zu Weinen, was das Atmen zwar nur noch mehr erschwert aber ich kann nicht aufhören. Die ganze Zeit in der ich wahnsinnig werde und immer wieder darauf warte das kein Laut mehr aus meiner Brust heraus pocht, wird alles nur noch schlimmer. Bekomme kaum noch Luft. Liege einfach da. Kann mich nicht mehr bewegen. Etwas zerreist mich von innen nach außen, ich huste andauernd und kotze das Wasser aus, das ich kurz zuvor getrunken habe. 

Vielleicht zereist mich die Angst. Die Angst, das ich vielleicht sterben könnte. Alleine. Mitten in der Nacht. In dem Haus meines Vaters, der im Moment genug Sorgen hat wegen meiner Oma die in den letzten Wochen viel zu rasant gealtert ist und nun fast nichts mehr alleine machen und vor allem nicht mehr alleine bleiben kann, der es fast genau so schlimm geht wie mir in diesem Moment. 

Nachdem ich der lieben Lucy schon eine ganze Weile, vollkommen hysterisch schrieb und während dessen versuchte mich zu beruhigen, stieg etwas in meinem Gehirn empor. Die Tatsache das ich unheimlich Angst davor hatte zu sterben riss mich aus etwas heraus. Aus dem Wunsch zu sterben. Und während ich da liege und fast Anfange zu schreien, was aber nicht klappen würde weil ich kaum einen Ton aus mir herraus bekomme, da wird mir bewusst das ich Leben möchte und mir wird klar das ich so nicht Leben kann. Das ich so niemals Leben kann. Anders aber auch nicht.. Das ich irendwie garnicht richtig Leben kann! Will das es aufhört. Es soll aufhören! Aufhören immer weh zu tun! 

Mittlerweile geht es mir etwas besser. Mein Herz hat sich wieder angepasst, nachdem ich den ganzen Tag ziemlich wechselhaften Blutdruck hatte. Erst zu niedrig. Dann viel zu hoch. Später wieder zu niedrig und jetzt erneut zu hoch. Den ganzen Abend ist mir fürchterlich schlecht und etwas sticht mir mit einem Messerscharfen Schwert in den Körper. 

Die Tatsache das ich den ganzen Tag durch die Gegend gesprungen bin, um Papa unter die Arme zu greifen und mich um Oma zu kümmern, macht meinen Zustand irgendwie auch nicht wirklich besser. Schlafen kann ich so auch nicht und irgendwie weiß ich momentan wirklich nicht was ich tun soll. Wenn es so weiter geht, schaffe ich das nicht mehr lange. Kann nicht mehr. Bin Nervlich auch total am Ende! (genau wie mein Dad, ihm geht es gerade auch wirklich nicht gut weil Oma wirklich alles vergisst und man sie nicht alleine lassen kann und immer aufpassen muss - er schläft seit zwei Wochen schon nicht mehr richtig und kann auch nicht einfach mal ruhig irgendwo sitzen.. Es ist wirklich schrecklich!) 

Irgendwie könnte die ganze Zeit weinen und rumschreien und ich weiß nicht was ich noch machen soll. Meien Nerven sind wirklich am Ende. Weiß einfach nicht wie ich das alles schaffen soll! Komme so schon kaum klar. Mit mir alleine meine ich. Aber egal, ich muss das irgendwie schaffen. Selbst wenn mein Gehirn wieder total verrückt spielt.

Okay sind wir ehrlich, ich schaff das nicht. Schaffe das Leben ja so schon kaum. Eigentlich bräuche ich einfach mal ein paar Wochen ruhe. Schlaf. Keine Bewegung. Einfach ruhe. Ohne Stress und Angst. Aber vor allem ohne Nächtliche Attacken. Hoffentlich wird das heute Nacht besser. Nochmal schaffe ich das wirklich nicht. Nochmal überlebe ich das vielleicht nicht!