Samstag, 31. Mai 2014

»220«

Zweifeln. Wenn ich wohl etwas gut kann, dann zweifeln. Wenn man einen einst unendlich geliebten Menschen vor der Tür stehen sieht und die Tür am liebsten wieder zu schmeißen würde, dann kommen einem schon einige Zweifel auf. Seit Freitag letzte Woche habe ich mich unendlich oft gefragt wie egal man einem Menschen werden kann. Natürlich hatte ich die ganze letzte Woche darauf gehofft, dass Julii ein Licht aufgeht und sie endlich begreift worum es mir eigentlich ging - aber sie hat es wieder einmal einfach nicht verstanden oder sie will es nicht verstehen. Am Abend bekam ich eine merkwürdige Nachricht:
''Meet you soon!'' Das wars. Nachdem ich also vollkommen durchdrehte und mir bestimmt 50 Sätze zurecht gelegt hatte, um sie von mir fern zu halten stand sie vor meiner Tür. Ohne zu fragen stürmt sie in mein Zimmer und setzt sich auf mein Bett nur um dort dann in Tränen aus zu brechen. Zuerst bin ich verwirrt und überfordert und ich hasse es Menschen weinen zu sehen und nachdem ich meine Gedanken wieder sortiert hatte, begann sie wie eine sprudelnde offene Wunde von ihrem neuen besten Freund aka Lover zu erzählen. Nach ungefähr zwei Stunden hatte sie dann die erste Pause eingelegt um zu fragen ob sie einen Tee haben könnte und nicht um wie von meiner Seite erhofft zu verschwinden. Also bekam sie einen Tee und verpasste den letzten Bus um nach hause zu fahren. Wohl beabsichtigt wie sich später am Abend herausstellte.

Wisst ihr es fühlt sich schrecklich an von seiner ''besten'' Freundin benutzt zu werden. Mal wieder kommt mir der Gedanke an den Fußabtreter. Vielleicht ist das ja einfach meine Rolle. Für alle da zu sein obwohl ich selbst nicht weiß wie ich dieses verdammte Leben händeln soll. Wisst ihr wie unendlich lange es her ist das ich mit Julii einmal über mich geredet habe, so wie früher. Mittlerweile 2 Jahre und das ist unglaublich. Traurig. Doch was mich noch viel trauriger macht ist die Erkenntnis darüber wie schnell man einem Menschen egal werden kann, wenn ein besserer Mensch kommt. Und wie schnell man ausgenutzt wird und wieder gut genug ist wenn eben dieser bessere Mensch mal nicht da ist.


Sogar um 12h war sie noch da und hatte sich nicht gerade freundlich in meinem Bett ausgebreitet, womit ich auf dem Boden schlafen durfte - weil ich unter keinen Umständen mit ihr in einem Bett schlafen wollte.
Also bin ich auf dem Balkon geflüchtet um der lieben Lucy zu ihrem Geburtstag zu gratulieren :)
Was wohl das beste war, was an diesem Tag passiert ist!
Lucy ist ein super lieber Mensch und ich habe sich echt total gerne! ♥

Heute Morgen ist Julii dann endlich verschwunden und ich hatte nach Ewigkeiten mal wieder meine Ruhe. Es war naja, einfach entspannend. Bis mir klar wurde das ich alleine bin. Wisst ihr nicht dieses alleine das ich so gut wie immer mit mir herum schleppe, sondern dieses alleine das weh tut. Das mit nicht zu beenden ist.
Innerhalb einer halben Stunde habe ich es geschafft wie eine wahnsinnige in den Supermarkt zu radeln, dort 40€ für Essen aus zu geben und es wie eine gestörte zuhause zu verschlingen, nur um es gleich darauf wieder in der Toilette davon zu spülen. Und jetzt? Jetzt fühle ich mich schrecklich, pleite und genau so alleine wie zuvor. Nichts kann diese leere füllen. Ich wünschte einfach nur es würde aufhören weh zu tun. Einmal nur. Nur für einen Augenblick.


Donnerstag, 29. Mai 2014

»219«

Vielleicht ist nicht jeder dazu geeignet in der Öffentlichkeit er selbst zu sein. Vielleicht gehen solche Dinge nur mit Alkohol und einem Longpape voller grüner Blüten. Vielleicht nur mit dem Geschmack von blauen Gaulioses und dem Geruch von Bier. Der gestrige Abend war okay, würde ich spontan sagen. Gegen 18h sind wir in die Stadt gefahren, weil dort eine Art Festival stattfinden sollte. Schwierig zu erklären und ich will den namem hier nicht nennen, weil mein Blog wenn möglich so lange es geht "geheim" bleiben soll. Hoffentlich versteht ihr das nicht falsch. Nach einem kurzen Besuch im Getränkemarkt, schlendern wir durch die Straßen. Erste Töne erklingen in der Abendluft und machen alles ein bisschen Freier. Wir sitzen auf einer Treppe vor der "Kirche" und unterhalten uns. Lachen. Trinken Letta's Ouzo und ein bisschen Bier. Mit jedem Schluck scheint sich mein Magen gegen das Nervengift zu wehren. Was wohlmöglich auch daran liegen könnte, das der Ouzo nach Lakritze schmeckt oder daran das er mein erster Mageninhalt ist. Wir folgen dem Weg und Klappern die Bars ab bis wir gegen 21h nochmal zum Getränkemarkt gehen. Zum zweiten mal an diesem Abend sieht mich der Verkäufer komisch an was daran liegen mag das wir den letzten Einkauf erst vor 180 Minuten getätigt hatten. Aber das ist egal. D. drückt mir 50€ in die Hand und lächelt freundlich. Vollbebackt verlassen wir den Laden kurz bevor er schließt und ziehen weiter durch die Dämmerung Richtung Stadtpark, in dem wir und auf der Wiese ausbreiten. Während D. und Letta dabei sind sich zu verlieben oder was weiß ich, reden N. und ich mit einem Typen namens Alex der sich zwei Bier bei uns abschnorrt und mir dafür den Anfang einer halben Kippe schenkt. Meinem Magen geht es naja vergleichsweise schrecklich. Etwas später ziehen wir wieder weiter durch die Stadt zu einer Bar in der D. Papa einen Auftritt hat. 


Neben der Bar ist ein Spielplatz auf dem wir uns niederlassen. Kurzer Blickwinkel. Zwei Mädchen. Becher. Boden. Cup Song. Joana! Vielleicht wurde ich an diesem Punkt wahnsinnig oder verrückt oder der Alkohol begann endlich seine Wirkung zu entfachen oder die beiden saßen da wirklich. Kurze leise stille erleuchtet die Dunkelheit und dann klappern die Becher im altbekannten Tackt über den Boden. Zwei kurze Runden, bevor sie anfängt zu singen und ab da bin ich mir sicher das sie es wirklich ist. Also springe ich auf und laufen zu den beiden rüber, setze mich im  Schneidersitz dazu und Frage ob ich eine Runde mitmachen kann. Etwas überrascht Lachen die beiden und sagen ja. 


»I got my ticket for the long way 'round,
two bottle 'a whiskey for the way,
and I sure would like some sweet company, and I'm leaving tomorrow, wha-do-ya say?

When I'm gone, when I'm gone, you're gonna miss me when I'm gone, 
you're gonna miss me by my hair, 
you're gonna miss me everywhere, 
oh you're gonna miss me when I'm gone. 

I've got my ticket for the long way 'round,
the one with the prettiest of views,
It's got mountains, it's got rivers, it's got sights to give you shivers.
But it sure would be prettier with you.

When I'm gone, when I'm gone,
You're gonna miss me when I'm gone.
You're gonna miss me by my walk,
You're gonna miss me by my talk, oh
You're gonna miss me when I'm gone«
Nachdem wir durch sind und lachend durch die Gegend klatschen sage ich vorsichtig ihren Namen. Worauf hin sie fragt woher ich sie kenne und wie ich eigentlich heiße. (Sie war eine Zeit lang die Freundin von jemandem den ich gut kannte.) Der Abschied war schade und traurig und gefüllt von Umarmungen aber auch fröhlich denn natürlich läuft man sich in unserer Kleinstadt schon öffter über den Weg. 

Wir gehen in die Bar und die Band fängt an zu spielen und T. singt mit D.'s Vater zusammen in einer Band. Irgendwann spielen sie "we found love" und dann kippt meine Stimmung. Schrecklich. Dunkel. Verängstigt. Alleine. Leer. Kalt. 
N. schnappt sich meine Hand, die immer noch auf der aufnahmetaste meines Handys ruht und zieht mich aus dem Gedankenmeer, weg aus dem Geruch von Nebel und Bier. Weg von der Musik und raus in die kalte Mailuft. Wo ich mich erneut auf den Boden setze und sie Frage ob ich ein paar Minuten für mich haben kann. Sie geht und leise verdrücke ich ein paar Tränen die in der Dunkelheit untergehen, genau wie ich. Genau wie alles. 






Montag, 26. Mai 2014

»218«

Proteinriegel. Alte Liebe beginnt da wo sie halt wieder neu beginnt. Heute war ich in der Stadt und habe beschlossen im DM ein paar Riegel zu kaufen. Es wurden dann Proteinriegel weil wenn ich schon so unendlich viele Kalorien zu mir nehmen sollte, dann möchte ich wenigstens mental das Gefühl haben das es irgendwie gut für mich ist. Was vollkommener Quatsch ist weil essen an sich eigentlich einfach und gut für mich sein sollte, aber das ist es eben nicht. 
Seit Samstag mache ich jeden Tag irgenwie Sport und meine Rechnung geht bisher ganz gut auf. 

Mehr Sport = Mehr Essen 

Was natürlich irgendwie klar ist. Wobei eigentlich nicht aber wenn ich mir vornehme Sport zu machen fällt es mir leichter zu essen weil ich weiß das ich etwas davon "abtrainiere"! Also habe ich heute morgen eine Laugenstange (217) gegessen und einen Kaffee (2) getrunken.
Mittags hatte ich noch einen Riegel (113) mit Ananas und Joghurt geschmack. Und habe danach dann ein paar Muskelübungen gemacht und war zwei Stunden später noch ein bisschen Joggen.  

Morgen haben wir BJS und ich habe eine Riege mir Cii. Was bedeutet das ich ihr nicht aus dem Weg gehen kann. Was mir ziemliche Sorgen macht. 

Julii hat heute kein Wort mit mir geredet. 
Was okay war. Es tut gut etwas Zeit für sich zu haben ohne andauernd reden zu müssen. Es ist okay alleine über den Schulhof zu laufen, weil Frii und Seelendieb jetzt plötzlich doch zu ihr "halten"! 

Falsch! Es ist nicht okay. Es ist einsam. 
Aber einsam sein ist okay, ich halte das schon aus. Hoffentlich! Irgendwie.. 




Sonntag, 25. Mai 2014

»217«

Chaos - Wochenende und Glücklich sein! 

Wisst ihr vielleicht ist es verrückt nach all dem was in den letzten Tagen passiert ist, glücklich zu sein, aber vielleicht bin ich ja auch etwas verrückt und vielleicht macht das ja auch gar nichts. 

Am Freitag saß ich in der Matheprüfung. Die letzte halbe Stunde Starre ich vor mich hin auf mein Blatt und finde kleine Lösungen für die wenigen aufgaben die ich nicht habe. MAthe kann ich halt einfach nicht und es ist okay. Ich zähle die Punkte die ich ungefähr erreicht haben müsste. Ziehe 10 Punkte ab und komme auf 46. Mit 40 Punkten bekomme ich auf jedenfall noch eine 4. Also hoffe ich mal auf eine 4. Nach dem wir alle wie verrückt aus der Prüfung stürme und das Schulahus auf den Kopf stellen und rumschreien und lachen und fröhlich sind, gehen wie in den Park. Die Bitches  trennen sich mit ein paar Jungs von uns aber der größte Teil kommt mit. auch aus der Parallelklasse kommen noch ein paar mit und am ende sind wir eine kleine Lustige Truppe. es werden unendlich viele Bilder gemacht und es wird gesungen und gelacht und es wird getrunken. Am Anfang hatte ich mir ja fest vorgenommen nichts zu trinken, aber nachdem mir und N. von B. ein Schöffi (136) in die Hand gedrückt wurde beschloss der liebe E. sich um uns zu kümmern. Ich trinke 3 Becher mit irgendwas drin von dem ich nicht weiß was es ist aber das macht nichts. Ich tanze mit Frii und drehe E. eine ''Kippe'' von der ich mir später 2 Züge klaue. Gegen Abend taucht Julii mit Seelendieb auf. 
Und irgendwann fragt sie mich was eigentlich mit MIR los ist? Und warum ich ihr aus dem weg gehe? 

Also habe ich sie gefragt, ob ihr da wirklich kein Grund einfällt? Und sie hat eiskalt NEIN gesagt!! Woraufhin ich ausgerastet bin. Hab sie angeschrien und ihr gesagt was sie sich eigentlich erlaubt und das ich auf sie als ''Beste Freundin'' scheiße, weil ich doch so scheiße bin und ihr nichts gönnen würde, wie ich euch vor ein Paar Post's geschrieben habe. Ich verabschiede mich von allen und werde von so ziemlich jedem geknuddelt sogar von den jungs was echt süß war und L. meinte noch das ich alles richtig gemacht habe und das er der Ollen gerne mal auf die Sprünge hilft, wenn sie nochmal so etwas zu mir sagt. Aber es wird kein nächstes mal geben. Gefolgt von Frii und Cii bin ich gegangen. Die beiden reden noch ein bisschen auf mich ein aber ich kann einfach nicht aufhören rum zu heulen. Und dann holt Cii ihre alt bekannte, wenn doch unbewusste Waffe raus und umarmt mich. Nimmt mich einfach in den Arm und macht das es aufhört. Wir fahren zum Bahnhof wo wir N. und V. treffen die nach 'unserem' Streit auch beschlossen haben zu gehen. Am Abend fühle ich mich schlimm, weil ich Angst habe Julii verloren zu haben und auf der anderen Seite bin ich irgendwie naja wie soll ich sagen.. Froh. 

Am Samstag morgen verkündet Dad mir das Oma nicht mehr die Treppe zu meinem Zimmer hinauf gehen darf (soll) wie auch immer, weil sie beinah runter gefallen wäre. Und ich feiere as so sehr. Ruhe. Privatsphäre. Mein Zimmer wird vielleicht endlich zu meinem Zimmer ohne ständigen Stress und kontrollgang von ihr. Mittags gehe ich Joggen und am Abend kommt Frii vorbei und wir fahren in die Stadt, setzten uns in den (anderen) Park und legen uns auf ein Spielplatzteil und drehen uns mit der Welt. 


Kennt ihr diese Momente wenn ihr denkt, ''Ich bin unendlich'' so hat sich das angefühlt. Da liegen. Atmen. Sonne tanken. Reden. Lachen. Quatsch machen und einfach naja irgendwie glücklich sein. Und ich denke: ''Leben ist schön. Leben ist groß! Viel zu groß um es einfach so weg zu werfen wie ein altes, verkrumpeltes stück Papier!'' 

Später gegen 23h sind wir wieder zu mir nach hause und haben ein paar Filme geschaut. Bis heute morgen um 6. Eben gerade wurde Frii abgeholt und es war einfach Lustig und schön mit ihr. Ich weiß noch als Charlie zu Bella in Biss zur Mittagsstunde sagt das man manchmal lernen muss das zu liebe was einem gut tut. Genau das werde ich jetzt versuchen. 
Weil das vielleicht der einzige Weg ist um irgendwie zu überleben. Um auf dauer glücklicher zu sein. 

Danke an die liebe Lucy das sie mir in den letzten Tagen so viel zugehört hat ♥
Danke an die liebe Lia, die an mich geglaubt hat als ich es selbst nicht mehr konnte ♥
Danke an die liebe Trying das sie gelächelt hat
Danke an Missunderstood, Pink Lady und die Anonyme Person die hier seit ein paar Tagen so liebe Kommentare hinterlässt ♥ 

Danke an euch alle! Danke an die 83 Menschen die sich meinen Blog zu Herzen nehmen! Danke für euch ♥ Ihr Seit alle wundervolle und tolle Menschen! 
Und wir haben es verdient, ein schönes Leben zu Leben!! 



Mittwoch, 21. Mai 2014

»216«

450. 450. 450. 
UND ICH BIN IMMERNOCH SCHULD!!




Montag, 19. Mai 2014

»215«

Gestern morgen bin ich spät aufgewacht und bin voller Tatendrang aufgesprungen um endlich, wie immer auf den letzten Drücker klappt das dann bei mir, zu lernen. Gegen bin ich zu Mom gelaufen um ihr Nagellackentferner zu bringen was auch immer sie damit vor hatte. Im Café saß mal wieder meine Cousine und hat gearbeitet und als sie gewunken hat dachte ich mir, ich gehe mal rein. Am Ende war ich fast 3 Stunden dort und wir haben wirklich fast jede freie Minute gequatscht. Auf jedenfall habe ich gegen Mittag schön Halsschmerzen bekommen und als ich nachhause gekommen bin und erst mal die gesamte (!!) Küche aufgeräumt habe, sind auch noch meine Ohren zu geflogen. Am Abend war ich kurz bei N. und als ich nachhause gekommen bin ging dann garnichts mehr also habe ich ewigkeiten rum genervt bis Mom sich dazu bewegen könnte mit mir zu einer Apotheke zu fahren. Ich meine das waren nicht mal 15 Minuten Fahrt. Der Apotheker meint wir sollten besser zum Notdienst fahren aber verkauft uns trotzdem noch etwas. "Ich fahre da jetzt mit dir hin weil ich will das du mich diese Woche in Ruhe lässt!" Also fahren wir nach HP. Vorbei an der Klinik, in die mich das stecken wollte. Vorbei am Krankenhaus in dem Opa bis vor kurzer Zeit noch gelegen hat, dann sind wir schon da. Am Ende komme ich mit Antibiotika, nichtstaugenden Schmerzmitteln, 38.7 Fieber und zum Glück keiner Krankschreibung wieder raus. Also fahren wir erneut zu der Apotheke die Notdienst hat und dann nach Hause. Und nachdem ich das ganze Gemisch genommen habe und erstmal nicht schlafen kann wird zumindest mein Kopf wieder etwas klarer. In der Nacht gehen meine Ohren wieder auf und nur die Halsschmerzen bleiben. Die ich gut mit Halstabletten betäubt bekomme. Ein bisschen zu gut. 

Während der Prüfung heute morgen habe ich ohne es wirklich zu merken doch ein ganzes Blister also 10 von diesen Dingern weg gelutscht! Und naja das in 3 Stunden obwohl man nur alle 3-4 Stunden eine Lutsche soll.. Nunja kein wunder das meine linke Mundhälfte am Mittag irgendwie komisch taub war aber mitlerweile ist sie wieder aufgewacht.
Die Prüfungen liefen wirklich erstaunlich okay. Natürlich weiß ich nicht oh das alles so stimmt aber naja ich habe zumindest alles gemacht und hatte mit 491 Wörtern eine der meisten was irgendwie wenig ist aber naja. Egal. Ich bin froh das der Tag endlich vorbei ist und das jetzt nur noch 2 Prüfungen anstehen. 


Ich saß übrigens auf der 24 und nicht auf der 7 wie ich ich meinem Albtraum geträumt habe. Was sehr beruhigend war. Fr.P hat uns auch einen kleinen Glücksbringer gebacken was wirklich total lieb war und sogar mich das essensproblemkind gefreut hat. Sie hat Muffins gebacken und für jeden ein Schild dazu geschrieben und unsere Erdkunde/Sportleherin hat uns allen einen Glücks Marienkäfer geschenkt. Den ich auf jedenfall bis Freitag aufhebe weil ich das süß als Glückbringer finde. 

Morgen haben wir 4 Stunden Schule und ich hoffe insgeheim das Dad mich abholen kann weil wir erstens wieder zur Apo müssen und ich zweitens einen neunen Bibausweis brauche. Und das wäre halt schon sinnvoll damit ich da zumindest am Mittwoch mal lernen kann. Ohne Handy und Fernseher und Mom und all das. Einfach Bücher und Ruhe und genung Stoff zum in's Hirn quetschen habe ich alle mal noch. 

Auf jedenfall (Achtung Trommelwirbel) habe ich den verdammten Muffin dann gegessen. Was ich ehrlich gesagt kein Stück bereue außer, mein Hals der fand das ein bisschen Uncool. Ich dachte echt ich habe während der Prüfung mehr Zeit zum essen oder so was wohl echt verrückt ist aber naja da ich den ganzen Morgen dann nur 4 Blaubeeren hatte, dachte ich das ein Muffin schon ganz okay wäre und ich meine, der war's voll wert ich habe es geschafft heute Mittag zu lernen bin noch zur Sparkasse gelaufen (okay das war nicht weit aber egal), habe das Wohnzimmer geputzt und meine Deutschsachen sortiert, da ich aus meinem Ordner jetzt wieder einiges rausschmeißen kann was ich nicht mehr brauche. Hoffenltich nie wieder! 

Und auf einmal ist mir ein komischer Gedanke durch den Kopf geflogen: 
"Wenn ich essen muss um lernen zu können, dann esse ich halt einfach was." 

Und ich meine ahh. Ist es bekloppt sich über so ein denken, selbst wenn es nur von kurzer Dauer war zu freuen? Wisst ihr wann ich davor das letzte mal gedacht habe, esse ist einfach. Vor etwas mehr als 3 Jahren! Das sind etwas mehr als 2000 Tage! So viel verschwendete Zeit. 

Wisst ihr ich wünsche mir so oft ich könnte einfach naja normal sein.. 
Könnte mit Cii in Burger King sitzen und einen Burger essen ohne mir die ganze Zeit und den ganze nachfolgenden Tag den Kopf über den Inhalt dieser Mahlzeit zu machen. Ich wünschte ich könnte mit N. und Seelendieb Eis essen gehen oder Pizza. Ich wünschte ich könnte mit Frii Cocktails Trinken gehen. Wisst ihr welche Mit Sahne und Kokosnuss - jedoch ohne sie noch im selben Laden in der kloschüssel zu lassen. Ich wünschte ich könnte Cupcakes backen und sie essen und Plätzchen und heiße Schokolade und Warme Milch mit Honig so wie früher als ich klein war und Halsweh hatte. Wisst ihr das war so ein Ritual Dad hat mir immer wenn ich krank war eine Tasse warme Milch mit Honig gebracht und mir vorgelesen und mich jeden Abend ins Bett gebracht und gesagt "schlaf gut Pinzessin." Aber das macht er schon so lange nicht mehr, das ich nicht mal mehr weiß wie das Wort Prinzessin aus seinem Mund klingt und klang. 

Ich wünsche mir so unendlich oft am Tag einfach naja anders zu sein. Und dann fragt sich wahrscheinlich jetzt jeder "warum änderst du es nicht einfach?" 
Darauf habe ich nur eine Antwort: 
»Manche Dinge sind eben nicht so einfach, wie sie zu sein scheinen.« 


Stellt euch einfach vor ihr klammert euch seit Jahren an etwas das euch am laufen hält weil es Sinn macht auch wenn es vollkommen unsinnig ist in einer Esstörung einen Sinn zu sehen, wobei naja also auf jedenfall. Angenommen man ist seit Jahren mit einem Menschen zusammen. Liebt sich. Hat Höhen und Tiefen. Hasst sich. Trennt sich. Verlässt sich doch nie ganz. Findet wieder zusammen. Klammert sich aneinander. Das alles genau so ist das. Deshalb ist es teilweise auch so schwer etwas zu ändern weil es Sinn gibt. 

Irgendwie bin ich da wohl wirklich komisch denn ich suche immer einen Sinn. In allem. Vor allem aber Für mich. Es reicht mir nicht das der Sinn des Lebens, Leben ist. Ich meine Menschen verlassen einen. Aber Krankheiten? Die gehen doch erst wenn man gesund wird. 
Und ich hasse es alleine zu sein.. 




Samstag, 17. Mai 2014

»214«

Mit jedem Tag und jeder Stunde in der, die Prüfungen näher rücken geht es mir schlechter. Ich weiß eigentlich nicht mal genau warum. Seit Tagen lebe ich von 50g Purem Joghurt vermischt mit Erdbeeren, Ananas und Honigmelone. Püriert und dünnflüssig. So komme ich
auf 100 - 150 Kcal ohne etwas festes essen zu müssen. Eigentlich wollte ich heute lernen aber ich habe es nicht geschafft. Habe gerade einmal 4 Karteikarten mit leseprozessen für Gedichte geschrieben. 


Das meiste meiner Zeit habe ich damit verbracht eingeschlossen in meinem Zimmer zu liegen. Unter einem riesigen Berg Decken verstecke ich mich vor der Realität. Vor dem wahren Leben. In dem ich nichts auf die Reihe bekomme. In dem ich es nicht mal schaffe zu lernen oder zu essen. Ich habe meine Pillendosis jetzt einfach mal selbst erhöht. Der Artz hat doch eh keine Ahnung was er da eigentlich für quatsch redet. Im Moment ertrage ich mich einfach nicht mehr. Auf jedem Bild das ich in die Hülle des Fotoalbums stecke komme ich mir viel zu Fett vor und unendlich hässlich und schrecklich und ich ertrage das nicht mehr länger. Ich habe mir auch vorgenommen nach den Prüfungen wieder laufen zu gehen und werde Julii für den Sommerurlaub wahrscheinlich absagen. Officiell aus Geldgründen. Inofficiell aus Angst vor ihr. Oder mir. Oder dem Leben. Oder der großen weiten Welt. 

Am Freitag haben die anderen eine riesige Party geplant mit allen - und alle sind die gesammte Stufe also ungefähr 120 Menschen. Party bedeutet bei denen also im Park sitzen. Musik aufdrehen. Saufen. Kiffen. Rauchen. Ich weiß nicht ob ich das kann. Ich habe einfach Angst vor vielen Leuten. Was ich komisch finde weil ich auf der anderen Seite auch auf unendlich viele Konzerte und Festivals will. Aber irgendwie vielleicht liegt es daran das ich nicht sehen will wie Cii sich betrinkt und in die Runde kotzt oder wie die Jungs sich unter Alkoholeinfluss schlagen. Ich muss nicht sehen wie Frii und V. dasitzen und immer wieder los müssen um Nachschub zu kaufen. Muss nicht sehen wie xyz betrunken Auto fährt. Muss mir keine blöden Kommentare anhören. Ich muss mir das nicht geben. Und vor allem kann ich das auch nicht. 


"Say Something - I'm giving up on you."

Wisst ihr was das tolle an dem Lied ist. Dieser eine Satz ist so unterschiedlich zu verstehen. Finde ich zumindest. Es ist so.. Naja so unendlich. Viele Lieder sind unendlich. Bücher. Die Zeit. Schmerzen. Das alles ist unendlich. Und nichts davon bleibt uns doch jemals für immer. Nichts davon. Kein Bisschen. 



Das Problem mit dem Labirinth ist, das wir immer den Ausweg suchen. Einen Wegweiser, ein Stück "richtige Richtung" oder ein Licht das im Dunkeln scheint wenn alles verloren und einsam ist. Aber was wenn es keine Ausweg gibt? Was wenn das der Sinn ist? Wenn wir jeden Tag immer wieder nach etwas suchen das es nicht gibt? Was wenn Leben kein Ausweg ist und sterben auch nicht? Was bleibt uns dann? Denn das Labirinth löst sich irgendwann doch eh von selbst auf. Es verpufft mit unserem letzten Atemzug. Wieso also sollte man es vorzeitig beenden? Es wird nichts besser durch das sterben. Es wird nur leichter. Einfacher. Freier. Unsichtbarer. Das ist vielleicht das einzige was sterben mit sich bringt - Freiheit. 

Donnerstag, 15. Mai 2014

»213«

Leben verwirrt mich ungemein. Es ist einfach. Mit jedem Tag dreht sich alles ein Stück mehr. Anscheinend auf den Kopf. Denn so langsam glaube ich wirklich das ich verrückt werde. Oder die Menschen. Oder eben beide Teile. Noch vor ein paar Tagen durfte ich mir von Julii anhören das ich scheisse bin und nichts wert und das sie nicht mit mir befreundet sein will und das ihre Feuerwehrfreunde eh viel toller sind und das ich ihre Schatz ja nie gegönnt habe und ihn ja so wie so nicht kennen würde und blah. Das hört sich alles so unheimlich ungewichtig und okay an aber mir ging es nach diesen vorwürfen einfach nur schlimm. Manchmal frage ich mir wer von uns beiden denn hier ein Psychiches Problem hat. Sie oder ich? Am Ende sind wir es wohl beide aber naja. Zurück zum Thema. Ich habe mich trotz diesem 'Streit' nicht verletzt. Was ich ehrlich gesagt gut finde. Sie ist es einfach nicht wert. Seit ich den Platz an der Schule habe, habe ich mir vorgenommen endgültig mit dem Schneiden auf zu hören. Und mich wenn ich es wirklich mal garnicht mehr aushalte, dann zumindest nicht an den Armen schneide. Mitlerweile ist schon etwas mehr als ein Monat vorbei und es ist wirklich okay. Vielleicht auch weil mich im Moment andere Dinge mehr beschäftigen zum Beispiel lernen und todmüde im Bett liegen ohne zu schlafen. Auf jedenfall hat Julii vorhin auf Facebook ein Bild von Frii, ihr und mir veröffentlicht mit irgend einem netten songtextzitat darunter. Von mir aus. Soll sie doch. So langsam fühle ich mich verarscht. Und habe auch keine Lust mehr mich an dauernd durch die Gegend wirbeln zu lassen. Es reicht. 


Ich habe mir vorgenommen wieder mehr mit Frii und V. zu machen. Vielleicht auch mit N. ich weiß nicht. Ich weiß noch als Charlie in Bis zur Mittagsstunde zu Bella sagt: "Manchmal muss man lernen das zu lieben, was einem gut tut." und damit hat er so verdammt recht. Morgen gehe ich Bilder ausdrucken weil ich ein Fotoalbum machen möchte vom Abschlussjahr und weil ich ein paar Bilder aus meinem Zimmer abgehängt habe und die Lücken jetzt mit echten Freunden füllen möchte. Bilder von Ali, Seelendieb, Frii, N. und V. ersetzten ein paar von den unendlich vielen Julii Bildern in meinem Zimmer. 


Heute lief es seit Tagen mal wieder okay mit dem Essen und auch mit dem lernen. Habe 2 Stunden Mathe vor der Nachhilfe, 1 Stunde mit der Nachhilfe und ca 100 min nach der Nachhilfe gemacht. Jetzt stehen noch ein paar unabgehakte Punkte auf meinem Lernplan aber es sind schon weniger geworden und das ist schön zu sehen. Morgen mache ich den Rest fertig und wiederhole Deutsch bis Montag abwechselnd mit Englisch. Am Montag Mittag dann nochmal Englisch und Dienstag auch und dann nur noch Mathe. 

Ich hab so Angst. Und heute hab ich einen Brief von der Schule bekommen das sie noch Plätze für's Fachabi haben und meinen Durchschnitt gecheckt haben und meinten das der reichen würde aber ich kann nicht auch noch Samstags bis um 16h Schule haben, das schaffe ich nicht. Lieber mache ich später irgendwann nochmal ein Teilzeitabi oder so. Das ist bestimmt irgendwie möglich. Aber hat mich trotzdem gefreut weil der Brief echt lieb war! 

Ich denke ich gehe mal schlafen,
Irgendwie ist der Post komisch aber egal ich lasse den jetzt trotzdem Drinn. 


Samstag, 10. Mai 2014

»212«

Während die Schule und die Lerngruppe endlos langsam an mir vorbei ziehen, kämpfe ich.
Mir mir. Mit den Tränen. Mit ALLEM. Irgendetwas hat mich nach unten gedrückt, mir einen schlag versetzt und lässt mich nun einfach nicht mehr aufstehen. So als würde ich mir einen Stein an die Füße binden um mit unter zu gehen. Mittags komme ich bei Dad an. Schmeiße meine Tasche durch die Gegend, gehe meiner vollkommen fixierten Oma aus dem Weg und setzte mich auf den eiskalten Balkon. Wie schön es wäre, dort jetzt mit irgendwem zu sitzen. Nicht nur irgendwem, sondern mit Cii. Sie bei mir zu haben und mit ihr irgendwo zu sitzen und zu rauchen. Ich Blaue Gaulioses und sie die widerlichen L&M. Was auch sonnst. Einfach über die Dächer schauen und sich denken das wir eingesperrte Vögel sind, dessen Käfigtür zwar offfen steht und nach der Freiheit lockt. Jedoch sind wir gerne eingefangen. Nicht Grundlos. Ich meine wer würde sich freiwillig in ein Gefängnis begeben? Niemand - außer mir.


Am Abend habe ich mich (what a miracle) wieder mit Frii im Kino getroffen. Sie weiß das ich Kino mag. Sie weiß das es für mich einfach ist. Zwar nicht wieso, aber es ist gut so wie es ist. Auf dem weg zum Bahnhof schaffe ich es nicht mehr. Nichts mehr. Ich gebe auf. Verdammte scheiße. Also sitze ich am Straßenrand und weine. Fürchterlich und alles was ich gebrochen heraus bekomme ist, das es mir unendlich leid tut. Und dann sagt sie ''Es ist okay.'' und setzt sich zu mir. Und so sitzen wir eine kleine Ewigkeit da und irgendwann stehe ich auf und stolpere den restlichen Weg immer noch unter tränen mit ihr davon. Natürlich haben wir den Bus verpasst und Dad holt uns ab und fragt einfach nicht, weil er weiß das es besser so ist. Wir fahren Frii nach hause und dort steigt sie aus und meint wir sollen kurz warten. 5 Minuten später steht sie mit einer kleinen Tasche da und läd sie in den Kofferraum ein.Alles Zittert und meine Knie kleben an meinem Oberkörper fest.Sie fragt Dad etwas und als er nickt steigt sie ein und setzt sich zu mir. ''Ich lass dich so doch nicht alleine.'' Mir huscht ein Danke über die Lippen und sie nimmt mich in den Arm.

you're scared to tell people how much it hurts, so you keep it all to yourself. Zuhause lege ich mich in's Bett und sie legt eine Komödie oder sowas ein und so lieb ich das auch von ihr finde, ich kann nicht aufhören zu weinen. Es geht einfach nicht. Aus meinen Augen fliest ein unendlicher Wasserfall, der durch nichts mehr zu stoppen scheint. Ich gehe unter, in einem riesengroßen See aus Angst, Verzweifelung und Hass und schäme mich unendlich dafür, dass sie mich so sieht. Irgendwann schlafe ich ein.

Verstört. Verwirrt. Durcheinander. Eiskalt. Gebrochen. Verlassen. Einsam. Gehasst. 

Sie hat es schon wieder gemacht. Sie hat mir ohne es zu bemerken mein gesamtes Leben entrissen, ist darauf herum getreten und hat mich zerstückelt. Klein und gut verdaulich, so kann sie mich gut gebrauchen. Ich darf mir anhören das ich scheiße bin und das alle anderen besser sind und das ich eine xyz bin weil ich ihr ihren ''halbexfreund'' nicht gönnen würde (weil ich ihn schon länge kenne und er ein Arsch ist - sorry) und was ich denn für eine beschissene (!) beste Freundin bin.

Wenn man sein ganzes Leben für jemand anderen lebt, dann ist es so einfach einem weh zu tun. Lange Zeit habe ich mich so nicht mehr gefühlt. Nicht mehr so schrecklich seit Monaten und mit einem Schlag falle und falle und falle ich wieder in ein Loch, aus dem ich nicht heraus komme. Es ist so kalt da unten. Verfroren und einsam und schrecklich. Jedes Wort, jeder Hilfeschrei hallt an den Nassen Blutverschmierten Wänden zurück und dringt nicht einmal bis zur hälfte nach oben hervor. Niemand hört mich. Niemand sieht mich. Ich bin egal. Bin ihr egal. Mal wieder. Immer noch. Es hat sich nichts verändert. Nichts.

                                             Die guten Zeilen sind für Dich!







Donnerstag, 8. Mai 2014

»211«


Kalte kleine runde Wassertropfen schleichen sich aus meinen Augenwinkeln. Immer dieses doofe Gefühlswasser. Im Moment fühle ich mich einfach alleine. Und irgendwie auch wenn das verrückt klingt, ist es gut alleine zu sein. Das macht keinen Sinn oder? Keine störenden Worte die mich von innen mach außen aufreißen. Keine Lieder die mich an vergangene Tage erinnern. Keine Sonne. Kein Glück. Nur garnichts, das ist alles was ich habe. Im Moment habe ich das Gefühl, das alles schlimmer wird und ich weiß nicht warum. Vielleicht weil ich Angst vor diesen blöden Prüfungen habe, weil ich die Themen genau so wenig wie vor einem Jahr verstehe und vor allem aber weil ich mit jeder Sekunde und jeder falschen Antwort immer mehr Angst davor habe das mir die Schule wieder absagt. 


Wisst ihr Kinder sind faszinierend. In ihnen steckt Leben und Freiheit und etliches mehr was uns in ihren Bann zieht. Kinder sind verspielt und wild und Laut und durcheinander und lernwillig und bereit um zu Leben aber nicht weit genug um das Leben alleine auf ihren Schultern zu tragen. Kinder sind wie ein guter Kinofilm. Man kauft sich ein Ticket und wird in eine völlig neue Welt geworfen. In der jeder Moment unglaublich besonders und auch Angsteinflösenden sein kann. Wenn der Film dann vorbei ist und man herraus geht und denkt so will ich sein, so will ich das Leben sehen, dann hat man es mal wieder geschafft zu zeigen was Leben ist. Und genau das tun Kinder. Tag für Tag. Egal wie, egal wo, egal wann, egal womit. Und das ist der Grund warum ich mit Kindern arbeiten möchte. 

Ich habe heute ziemlich viel gegessen. Also ich weiß nicht, es kommt mir unglaublich viel vor aber dafür fühle ich mich seit langem mal wieder etwas wacher und fit genug um die Themen bei der Mathenachhilfe zu verstehen. 
Morgen dann wieder Lerngruppe nach der Schule. Ich hoffe ich verstehe dieses mal von was die da reden. Hoffentlich! Morgen in 2 Wochen um 15h ist der ganze Prüfungsstress vorbei. Endlich. 



Mittwoch, 7. Mai 2014

»210«

Streit mit mir. Mit Mom. Mit Frii und komische Bilder Post's von Julii in Facebook auf meiner Pinnwand. Komme mit nichts klar. Brauche Schlaf. Brauche Leere. Brauche irgendwas, irgendwen. Und will trotzdem niemanden. Will niemand sein. Muss hier weg. Muss hier raus. Halt's hier einfach nicht mehr aus. Will rennen, laufen, springen, fliehen, schreien, schlagen, kratzen, beißen. Will mir verzeihen können - doch kann es nicht. Will verschwinden - doch ich kann es einfach nicht. Will einen Schlussstrich ziehen und dieses mal nicht mit Bleistift. Ich muss weg. Dieses Leben, es geht so nicht mehr.







Dienstag, 6. Mai 2014

»209«

- Essproblem und Schulstresskram - 


Ein netter Junge aus meiner Klasse kam gestern (als ich nicht da war) auf die Idee das wir für die Prüfungen ja zusammen lernen könnten. Somit startet das Mo - Mi - Fr Lerngruppenprojekt morgen direkt nach der Schule und das erste was die anderen aus der Klasse fragen ist, wo und was wir zu Mittag essen? (!!) Mir wird schlecht bei dem Gedanken an essen. Im Moment geht es mir essenstechnich einfach schlimm ich komme nicht mit dem Gefühl klar mich voll mit eckeligem dreckigen Fett machenden Zeug "voll zu stopfen." Der erste Vorschlag war das wir ein paar Pizzen bestellen könnten oder das besagter netter Junge mit dem Motorrad essen holen geht. Ich hör auf hin zu hören und denke nach. Essen, essen, essen. Verdammt mir fällt wirklich nichts ein, was ich auch nur annähernd an mich ran lassen, geschweige denn schlucken könnte. 

Am Nachmittag gehe ich deswegen in den Einkaufsmarkt und husche wie immer viel zu lang um Gemüse und Salate hin und her. Da der Kühlschrank ziemlich leer ist brauche ich für den Rest der Woche auch noch ein paar Sachen. Ich laufe durch die Müsli Abteilung. 750g Früchtemüsli landen in meiner Tasche. Dann noch ein kleiner Becher mit 85g für Unterwegs. Danach laufe ich in die Kühlschrankabteilung um dort fertig geschnittenen Salat zu kaufen. Vielleicht ist es komisch sich sogar die Angaben von Salat durch zu lesen, aber es ist mir egal und weil das Zeug gemischt ist gehe ich lieber auf Nummer sicher. 

Danach laufe ich zur Gemüse Obstabteilung. Kaufe Paprika, Kohlrabi, weiße Trauben und Heidelbeeren. Am Ende gehe ich zur Milch Abteilung und lege 2 Beutel Sojamilch in meine Tasche. Dannach stehe ich an der Kasse. Spiele wie immer mit dem Gedanken das Müsli und die Milch zurück zu legen aber tue es am Ende doch nicht. Zuhause räume ich den Kühlschrank aus und putze ihn sauber um danach alles mit System wieder ein zu räumen. 

Dann fange ich an das Essen für Morgen zu machen. Ich komme wahrscheinlich erst gegen 18-19h Heim also brauche ich irgendetwas zu Essen. Ich schnippele Kohlrabi (68) in Scheiben und danach in streifen, das selbe geschieht auch mit der Paprika (29) und einem Stück Gurke (22) das noch da war. Danach Nehme ich den (angeblich schon gewaschenen) Salat (17) und wasche ihn nochmal. Packe ihn in eine Schüssel und nehme eine kleinere Box um ein Dressing zu machen. Ein 2-3 Löffel Naturjoghurt (19) und 4 Löffel Sojamilch (11) mischen sich mit Kräutersalz und Pfeffer. Fertig. 

Die Gurken und die Paprika Stücke (51) sind für in der Schule. Der Salat (17) mit Dressing (30) für Mittag's und die Kohlrabi (68) für irgendwann. Ich weiß nicht ob 166 Kcal reichen für einen ganzen (halben) Tag lernen aber es muss.
 


Ich hoffe bei euch läuft das alles etwas besser und ihr habt einen schönen Tag gehabt. Ich hab euch lieb und wenn ihr ein offenes Ohr braucht - ich bin immer da für euch! 

»Don't compare your beginnings to someone else's middle!«

»208«

Ich liege in meinem Bett. Die Zimmertür ist abgeschlossen und eine dunkelblaue Wärmflasche verbreitet ein bisschen Wärme unter meiner Bettdecke. Ich bin heute irgendwie nicht fähig irgendwas zu tun. Ich schaffe es einfach nicht. Am Mittag kommt der Mitarbeiter von der Internetfirma und legt mir endlich den Anschluss zu Ende. Trotz allem bleibe ich wohl eine Handbloggerin - manche Dinge ändern sich eben nie. Als er weg ist krieche ich erneut unter meine Bettdecke und versuche zu schlafen. Aber es klappt nicht. Essen? Nein Danke. Musik hören? Nein Danke. Lesen? Nein Danke. Mir gehen tausend Dinge durch den Kopf die ich tun könnte oder müsste, zum Beispiel müsste ich lernen und zwar wirklich dringend. Am Abend FaceTime ich mit Seelendieb und er erzählt mir von Berlin und das ich morgen irgend einen Zettel bekomme wo ich ankreuzen muss welche Sehenswürdigkeiten ich ankucken möchte weil ich heute nicht da war. Ich denke an warme Sonne und den Wannsee. An schwimmen und Boot's Fahrten. Ich denke an kurze Hosen und unbedeckte Arme. Mir wird schlecht. So sehr ich das Gefühl von Wärme und Sonne liebe. Ich hasse den Sommer. Obwohl meine Arme im Moment so gut aussehen wie schon seit Jahren nicht mehr, habe ich Angst. Ich meine ich schaffe es ja nicht mal mich in Sport umzuziehen geschweige denn mit T-Shirts durch die Gegend zu laufen. Ja wir fahren nur 3 Tage nach Berlin und vielleicht ist ja auch schlechtes Wetter oder so. Ich wünschte einfach ich könnte die Leute, Leute sein lassen. Könnte Cii, Cii sein lassen und Julii, Julii. Aber noch mehr Angst habe ich vor dem essen. Am Wochenende war ich mit Cii und Frii und ein paar anderen im Kino und abgesehen von der Tatsache das Cii mich mal wieder buchstäblich im Regen stehen hat lassen und Mom mich fertig gemacht hat, ist mir aufgefallen wie komisch ich bin. Ich meine Seelendieb und Frii sitzen in den großen Ledersesseln des Restaurants und während Seelendieb seine Pizza ins Stücke schneidet und Frii ihre Nudeln auf ihre Gabel dreht nippe ich an zu heißem Pfefferminztee. An der Kinokasse kauft Frii eine Packung Popkorn und meint das sie mit mir teilt. Ja Danke. Ich will kein klebriges Popkorn. Und kein Kino und keine Arschige Cii. Wieso hatte ich noch gleich gedacht der Abend würde vielleicht okay werden und es wäre in Ordnung sie mal wieder zu sehen. Aber das war es nicht. Ich essen 24 Popkörner (kann man das so nennen?) und trinke 2 Schlücke Cola light. Popkorn zum Frühstück um 10h abends ist nicht gerade die beste Idee. Als wir den Film verlassen wird mir wahnsinnig schlecht und ich denke wirklich das ich gleich kotzen muss. Aber das geht in dem Moment nicht also spüle ich mit Wasser alles wieder weg. Nachdem Cii sich ohne ein Wort in Luft aufgelöst hat und Dad und 45min später abholt bin ich halbb zu Tode erfrohren. Er liefert mich bei Mom ab und fährt auch Seelendieb und Frii nach Hause. Dort wartet schon eine tobende Mom auf mich und ich will im Moment einfach mal nicht weiter darauf ein gehen. Am nächsten Morgen beschließe ich zu Frii zu "flüchten" - kurzer Anruf und ab gehts. Bei ihre bleibe ich bis Sonntag Abend und um ehrlich zu sein war es gut mal keine Angst zu haben. Einfach mal unangespannt schlafen zu können ohne die Angst, das man durch sein Zimmer gewirbelt wird und blaugefleckt am nächsten Tag aufwacht. 




Freitag, 2. Mai 2014

»207«

Ich kann spüren wie es kälter wird. Nicht nur äußerlich, sondern auch in mir drinn. Alles fängt an zu gefrieren. Kleine eisige Kristalle bilden sich in meinen Adern und stechen hindurch. Das eiskalte Blut verteilt sich überall in mir und macht mich müde. Ich Zittere und erfriere. 

Gestern Abend war Frii da. Eigentlich sollten wir zur Julii mit ihr auf ihre (weltallerliebste) kleine Schwester aufpassen aber, sie hat uns kurzfristig abgesagt. Ist ja nichts neues. Abends habe ich dann noch mitbekommen das ihr neuer bester Kumpel (bald Lover i swear) da war und erst um 3 oder so gegangen ist. Okay. Schön. Naja. FUCK IT HURTS! Aber Frii hat wie immer eigentlich das richtige gemacht. Sie hat mich abgelenkt und wir hatten wirklich noch etwas Spaß. Ich durfte sie Schminken und meine Güte! Dieses Mädchen sieht verdammt gut aus mit Make Up. Also auch ohne - aber das war wirklich erschreckend und ich glaube sie hat sich selbst auch ganz gut gefallen. Dann kam ich dran und sah dann ziemlich nunja durch aus. Ich hatte Gel Eyeliner an den Augenbrauen. Später haben wir dann noch zwei (was auch sonnst) Tanzfilme und die Tribute von Panem geschaut um 2 ist sie eingeschlafen. Und dann war ich alleine.

Alleine mit meiner Angst. Mit meinem Hass. Mit den Schmerz. Mit den erinnerungen. Alleine mit an Chaos in meinem Kopf. Alleine mit der Dunkelheit. Mit den schwarzen Gedanken in einem Raum. Ich schlafe nicht ein. Alles in mir Pocht und brodelt und kocht und tut weh und vielleicht ist das ja eine Nebenwirkung des erfrierens oder so? Ich weiß es nicht. 

Der Tag heute war unspektakulär. Sie würde abgeholt. Ich liege die ganze Zeit in meinem Bett. Bin mit 2 Decken und noch mal zwei Dünnen Decken zugedeckt und friere. Eben habe ich mir noch einen Tee geholt und mir eine Wärmflasche gemacht. Es wird nicht besser. Gerade mal 3 Tage Schule diese Woche. DREI! Und ich bin schon wieder am Limit. Ich halte das nicht mehr aus. Alles quält mich. Ich kann diesen Menschen nicht mehr ins Gesicht sehen und mit ihnen reden. Sprechen fällt mir im Moment eh schwer. Ich kriege keine Wort aus mir und muss unheimlich viel nachdenken. Mehr als sonnst. Leben macht so schrecklich müde. Ich kann nicht mehr. I can't take it anymore. 
I never could. 



Gestern war ich auch wieder bei Fr.S und sie hat das unheimlich große Talent schmerzende Wunden, auf zu reißen. 
Wir haben über M. gerdet. Also ich habe es versucht. Zu viel war ich nicht im Stande aber ein bisschen was. Es ging um die Flaschenpost die ich letztes mal weg geschickt hatte. Die sich viel zu schnell, zurück zu mir treiben lies. Ich kann dem Tot nicht aus dem Weg gehen. Niemals. Alles erinnert mich an sieh. Lebensmittel. Gerüche. Haarfarben. Figuren. Augenfarben. Weiße bemalte All Stars die bis zum Knöchel gehen. Lieder. Tausende von Lieder identifiziere ich mit ihr. Nicht weil sie sie jemand gehört hat sondern, weil es passt. 

Ich fühle mich so alleine, weil ich es bin. Ich fühle mich so tot, weil ich es bin. 
Ich fühle mich so schwach, weil ich es verdammt nochmal bin. 

Alte Wunden werden wohl niemals ganz aufhören weh zu tun.