Dienstag, 15. April 2014

»203«

Ich liege in meinem Bett. Worte fallen auf mich drauf und scheinen mich zu ersticken. Sie schreit herum. Ich weiß nicht mal wieso. Vielleicht macht es ihr Spaß? Nähe. Mal wieder viel zu viel nähe. Mir wird kalt. Obwohl ich mich in den Tiefen meiner Bettdecke verkrochen habe. Ich werde klein. Kleiner als ein Buchstabe auf einer Weltkarte. 
Kälte trifft meine Magengrube. Es soll aufhören. Weniger werden. Weniger Wehtun. Dann Schreit sie, ich soll aufstehen. Als ich den ersten Fuß auf den Boden setze, wird sie schon ungeduldig und schnappt sich meinen linken Arm um mich aus dem Bett zu ziehen. Ich klatsche mit dem Rücken gegen den Schrank auf der anderen Zimmerseite. Ich habe keine Zeit um zu schreien oder zu weinen oder um irgendwas zu sagen. Meine Hände Suchen den Griff der Schranktür um sich hinauf zu ziehen. Ich habe ihn gerade gefunden, als sie ihre Hände erneut gegen meine Schultern drückt damit ich auf den Boden klatsche. 
"Na? Sind wir so Müde das wir nicht aufstehen können?" sind ihre Worte. Natürlich bin ich nur Müde und mir tut natürlich auch überhaupt nichts weh - welch eine Ironie. Irgendwann schaffe ich es auf zu stehen, ohne mich irgendwo wirklich fest zu halten. Sie geht in den Flur, ich folge. Sie schmeisst mir den Schlüssel entgegen. Ich fange ihn. Das ist wohl das einzige was ich an diesem Abend richtig mache. "Geh Wasser holen!" Also laufe ich zum Auto. Ohne Schuhe, ohne Jacke. Nachts um 4! Das Wasser liegt auf dem Sitz vom Auto. Es liegt kalt in meinen Händen. Trotz der Plastikschicht habe ich das Gefühl es läuft direkt über mich. Mein Ohr pfeift und meine Nase tut weh. Als ich wieder oben bin, weiß ich auch wieso. Mal wieder Nasenbluten. Ich schmeiße ihr das Wasser auf die Coutch und gehe zurück in mein Zimmer. Ich schließe die Tür ab, wische meine Nase, für den Moment sauber und lege mich zurück in mein Bett. In knapp 2 Stunden muss ich aufstehen und in der "Kirche" mit ca. 25 Kindern spielen. Natürlich nicht alleine. 
N. ist auch dabei. Ich weiß nicht wie ich wieder lachen soll. Wie ich Leben soll. 
Ich weiß nur eins. Ich will hier weg. 





Kommentare:

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  2. Oooo Süße,
    das tut mir so leid! Deine Mutter hat nicht das Recht, dich so zu behandeln. Niemand hat das Recht, so abscheulich mit dir umzugehen.
    Ich kenne das, als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe, erging es mir nicht anders. Von daher kann ich sehr gut nachvollziehen, wie es dir geht...
    Lass dich bitte nicht unterkriegen! ♥
    Ich hab dich lieb und du weißt, wenn was ist, melde dich einfach okay! :*
    ♥♥

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  3. Neeeein, mein ganzer Text wurde grade gelöscht. -.-
    Also noch einmal von vorne...
    Ich hoffe echt, dass ich dann mit meiner Therapeutin darüber reden werde. Obwohl mir das in ein oder zwei Wochen nicht viel bringt. Ich bräuchte es jetzt. Ich könnte mir so in den Arsch treten, dass ich verpennt hab. -_-
    Süße, du bist sooo lieb! Es ist manchmal echt schwer, sich in der Hirn zu prügeln, dass es da draußen doch irgendwo Menschen gibt, die einen lieb haben. Vorallem, wenn man davon so wenig merkt... Danke, dass du mir so viele liebe Worte schenkst! Es ist echt aufbauend, und schenkt mir immer ein bisschen neue Hoffnung, wenn du mir schreibst.
    Liebes, wir müssen und unbedingt irgendwann mal treffen okay! Ich möchte dich nicht immer nur virtuell umarmen können, sondern das auch mal in echt tun können! :)
    Ich drück dich ganz lieb! ♥

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