Samstag, 22. Februar 2014

»186«

In meinem Kopf schwirren viele kleine Vögel umher. Sie wirbeln mit ihren Flügeln den ganzen, alten Staub wieder auf. Er flattert durch die Luft und legt sich an meiner Schädelinnenseite fest. Doch dann zieht er sie nach innen. Saugt die äußeren Ränder meines Kopfes in sich ein und macht mich wahnsinnig. Es tut weh. Aber es lenkt ab. Auf einmal spüre ich ein ziehen in meinem Linken Bein. Dunkle Nebelschwaden klettern langsam die Knochen hinauf und lassen sich auf ihnen nieder. Mir ist Schwindelig. Scheißkörper. Gewöhn dich wieder daran mit wenig auszukommen. Du kannst dir nicht immer wieder das nehmen was du willst. Ich komme mir vor wie ein Hund dem man sagt das er nicht in die Wohnung pinkeln soll. Dem man sagt er soll nicht andauernd nach leckerchen betteln, solange er nichts dafür tut. 

Heute morgen, war ich ziemlich früh wach. Erst um 4h als Mom's "wunderpille" ihre Wirkung verloren hat. Und dann wieder um kurz nach 8 nachdem ich erneut eine halbe geschluckt hatte. Mein Magen hat sich beschwert. Aber es hat sich gelohnt. Obwohl ich so viel gegessen habe gestern, waren es heute -0.7 Kg (!) Das ist okay. Aber es geht besser. Es muss besser gehen. Ich kann so nicht mehr sein. Ich werde so nicht mehr sein, dass geht einfach nicht mehr. Ich will so nicht mehr sein! Gegen 10h habe ich mir dann eine Schüssel geschnappt um etwas Joghurt (59) und einen Apfel (72) zu essen. Danach habe ich ein bisschen Englisch gelernt und mein Zimmer aufgeräumt. Am Nachmittag hatte ich Nachhilfe. Davor habe ich etwas Knäckebrot (24) gegessen, damit ich etwas lernen kann. Nach der Nachhilfe brummt mein Kopf irgendwelche Formeln die ich bis Dienstag können muss. Immer wieder dotzen die Zahlen wie fliegen, an einer Glasscheibe, an meine Augen. Exponentialfunktion. Dotz. Trigonometrie. Dotz. Zinseszins. Doink. n berechnen. Dotz. A(o) berechnen. Ping. A(n) berechnen. Nein stopp A(n) hab ich. Päng. Ich habe keine Zeit. Nein stop ich habe kein q. Naja doch q habe ich. (100+87.3):100 = 1.873 ja logisch. Mann bin ich blöd. A(n) = A(o) • 1.873 hoch n/x was stopp. Hoch t. Mein Gott n ist doch t. Nein n ist x. Nein t ist x. n und t sind x. Was ist denn jetzt x? Ich werde wahnsinnig. Schon diese paar Zahlen überfordern mich total. Die letze Zahl klatscht gegen meine Augenwindschutzscheibe und klappt sie für einen Augenblick zu. 


Dann klappen sie wieder auf und meine Matratze knirscht unter mir. Der Laptop ohne Internet wird angeschaltet und ein Film wird eingelegt. Ein Tee (5) findet seinen Weg durch mich hindurch. Somit sind es (159) dabei muss es bleiben. 

Sinnloses Gehüpfe von Cheerleaderinnen macht sich vor meinen Augen breit. "The Art of war" ertönt. Ja die Kunst des Krieges. Das gute alte Buch. Es wurde von einem Chinesen geschrieben der den Krieg wohl irgendwie mit erlebt hat oder zumindest viele Strategien hat um ihn zu gewinnen. Sie schauen sich viel davon ab. Überlegen sich neue Tricks und lassen mich für einen kurzen Augenblick eintauchen, in ihre Welt. 

Und dann berührt mich etwas. Eine Art Stromschlag zuckt durch meine Venen. Ich sollte schlafen. Morgen habe ich Kindergottesdienst. Doch ich kenne nicht mal die Geschichte über die ich erzählen soll. Kenne nicht mal die Handlung. Weiß nichts. Außer das ich keine Ahnung habe wie ich es schaffen soll, ohne komplett zusammen zu brechen. 

Things change, doesn't mean they get better. Because some things wont get better at all.

Noch 4. Noch 4. Wie weit ist es 
nur bis zu dir? Bleib doch 
noch ein bisschen hier.
Bei mir. Hinterlass mir eine Wahl.
Und nicht nur diese Qual. 
Es tut so weh. Es tut so weh.
Also gut, dann geh.

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