Dienstag, 18. Februar 2014

»184«

Meine Knie zittern. Den Rücken Drücke ich an die Wand hinter meinem Bett. Bilde mir ein verschwinden zu können, wenn ich genug Drücke. Möchte mich in die Wand hinein drücken. Hindurch. Doch es klappt nicht. Es ist kalt. Die Heizung funktioniert nicht, weil Mom die Miete nicht überwiesen hat. Meine Arme umschlingen meine herangezogenen Knie. Alles ist leer. Ich kann es nicht verhindern. So sehr mein Kopf stop schreit, so sehr er all diese Leere nicht möchte. Sie ist doch da. Langsam kriecht der Nebel unter der Zimmertür hindurch. Drückt sich auch durch das Schlüsselloch und die Balkontür. Dann erreicht er mich. Bin unvorbereitet. Es wirft mich komplett aus der Bahn. Eigentlich wollte ich jetzt noch Deutsch für Morgen weiter lernen aber es geht nicht. Mein Kopf ist vollkommen Leer. Ich bin leer. Alles ist weg. Jeder. Nichts ist Greifbar. Vielleicht klingt das jetzt vollkommen wahnsinnig aber ich fühle mich trotzdem ein Stück weit geborgen. Der Nebel umhüllt mich. Macht mich Taub und Leer. Muss endlich nichts mehr fühlen. Keine Schmerzen mehr. Kein Stress. Keine Angst. Keine Versagensangst. Keine Zukunftsangst. Keine Cii. Keine Brennenden Messerstiche in meiner Brust die tiefe klaffende Löcher hinterlassen. Nichts. Alles scheint mit einem mal egal. Vollkommen unwirklich und so unendlich weit weg. Ich bin Müde. Ich sollte Schlafen. Doch ich kann nicht. Denn das einzige was der Nebel mit sich bringt sind Erinnerungen an seinen letzten Besuch. Cii ist Meilen weit entfernt. Sie ist Glücklich mit B. Niemand braucht mich. Julii hat Schatz. N. hat V. und Seelendieb hat Frii! Wahrscheinlich werde ich nie irgendwo dazu passen. Dazu gehören. Bin unmenschlich. Unnormal. Will einfach nur weg. Weit Weg. Doch das Schlimmste sind Albträume. Seit ein paar Tagen träume ich durchgängig von ihr. M. Und wieso verdammt kann ich nichts machen außer Schreien und weinen und vermissen. Wieso tut es so weh? Wieso tut mir alles weh? Wieso tuen mir alle weh? Will meine Ruhe. Vor Julii und Cii. Vor der Schule. Vor Fr.S! Vor Mom und Dad. Will meine Ruhe vor mir selbst. 

Und doch weiß ich zum ersten mal seit Monaten das es gut ist, nichts zu fühlen. Ein Stückweit. Es macht Frei. Von all dem Schmerz. Wenn auch nur für einen Augenblick. 


»I Know I'm nothing to you.« 
- immer noch. 

Kommentare:

  1. Das mit dem Bären trifft es so gut... Danke ♥
    Liebe und Kraft an dich zurück... ♥♥♥

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  2. Oh Süße.. ♥ :-( es tut mir alles so leid. Du solltes das alles nicht fühlen müssen, du solltest keinem betäubendem, schweren Nebel dankbar sein müssen, weil das, was er überdeckt noch schlimmer ist als er selbst. Ich weiß ich kann reden und reden und schreiben und schreiben und doch nichts bewirken und das tut mir unendlich leid. Ich wünschte so ich könnte dich in den Arm nehmen und all die schlimmen Gefühle und Gedanken von dir abschirmen, sie verscheuchen, wie lästige Fliegen. Ich wünschte so du könntest positive Geborgenheit fühlen. Warme, glückliche Geborgenheit. Keine neblige. ♥
    Weißt du, ich habe immer überlegt ob Gott es geplant hatte, das ich deinen Blog genau im richtigen Moment finde. Genau zu der Zeit, in der wir beide so am Boden waren/sind. Aber vielleicht war es nicht Gott alleine, vielleicht war es auch M. Denn ich bin sicher sie passt auf dich auf. Ich bin sicher sie reicht dir ungemerkt die Hand, wenn du weinst und versucht dich zu trösten. Versucht dir zu erklären, dass du sie nicht vermissen musst, denn 'angels stay forever'.
    Weißt du, wenn ich meinen Freundeskreis im Moment so aufteilen würde, dann würde ich wahrscheinlich schreiben 'L. hat F., T hat seine Freundin, Ca. hat ihren Freund, V. hat Ch. und so weiter und so fort. Und ich? Ich hab dich :) So fühlt es sich für mich im Moment an..♥
    You know, you're everything to me.
    Ich habe dich so so lieb Süße, bitte gib nicht auf.
    Deine Lia

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  3. hey, ich hab dich zuerst getaggd :-D :)

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