Sonntag, 9. Februar 2014

»180«

Als Alaska im Buch von John Green starb. Habe ich gedacht. »Nein das kann doch jetzt nicht das Ende sein! oder? «

Gerade stelle ich mir die Frage ob das "unser" Ende sein wird. Ob Cii und ich nie wieder näher zusammen finden werden als dieses 'Hallo - Tschüss' Ding. 
Natürlich auch früher waren wir nie gut im reden und ich glaube sie hat es nie ganz verstanden. Normalerweise rede ich ziemlich viel, wobei das garnicht so viel ist, aber bei Cii werde ich still. Vielleicht zum einen weil ich immer einen gewissen Respekt vor ihr hatte. Vielleicht auch Angst. Das ist vielleicht zu viel gesagt. Wobei ich allen Grund dazu gehabt hätte. 

Erinnerungen fliegen durch mein Gedächtnis: Januar. Kalt. Schnee. Ihr Zuhause. Schweigen. Reden nie viel. Langweile sie. Sie spiel Sims. Sehe ihr zu. Sie bestellt Pizza. Abends läuft irgend ein Film von Otto im Fernseher. Schlafe früh ein. Nächster Morgen abgeholt. Ohne verabschieden, ohne nicht. 
Sie ist weg. Ganz weg und mir war es von Anfang an klar. 

Cii ist damals gegangen weil ich ihr nicht Spannend genug war, weil B. besser war, weil ich nie gut genug war. Mittlerweile frage ich mich totz ihrer Briefe und der Nachricht von ihr ob es vielleicht wieder so ist. Ob ich vielleicht wieder zu langweilig war. Vielleicht war ich einfach nicht genug? Vielleicht habe ich zu wenig mit ihr geredet? Vielleicht habe ich mir zu viele Sorgen gemacht? Vielleicht bin ich einfach zu schlecht für jemanden wie Cii. 
Mir war immer bewusst das sie etwas besseres ist als ich. Das sie mehr ist. Aber noch nie war mir das alles so sehr bewusst wie jetzt gerade. 

Kenne sie nicht mehr. Mich nicht mehr. 
Erkenne nichts mehr wieder. Alles ist so fremd, so neu und doch so bekannt. 
Ich lasse sie ziehen. Verkrümele mich in meiner dunkelgrauen Welt und denke zu viel nach. Ein Strudel aus Gedanken, Erinnerungen und Gefühlen zieht mich zu sich um mich dann durch die Luft zu wirbeln. Es tut so weh. Mir wird schlecht. Ich glaube ich muss kotzen. 

Mein Gefühl war immer das ich bei ihr so sein kann wie ich bin, eben nicht das lächelnde, glückliche Mädchen das wie ein Wasserfall unnütze Worte aus sich herraus fallen lässt. Vielleicht war das der Fehler? Vielleicht hätte ich selbst ihr einfach dieses Glückliche ich vorspielen sollen. Aber ich habe es nicht gemacht, weil ich ihr vertraut habe, weil ich dachte es ist okay einmal bei jemandem ich selbst zu sein. Ein einziges verdammtes mal. Aber es war nicht okay und jetzt habe ich das Gefühl das es wieder an mir liegt. Das ich zu still war, zu viel weg. Zu weit weg, zu nah, zu..
Vielleicht war ich einfach zu viel ich? 
 

Ich will sie nicht wieder in meinem Leben haben und irgendwie doch so sehr. Es ist eine Hassliebe. Ein ich brauche sie und ein ich will sie nicht haben. Ein ständiger Kampf in meinem Kopf. Eine ständige Frage! Ein ständiges Wirrwarr in meinem Kopf das mir immer mehr den Verstand und die Denkkraft raubt und immer mehr Platz ein nimmt. Das immer mehr an die Oberfläche dringt. Es ist ein durcheinander das sich nicht in Ordnung bringen lässt, egal wie viel ich auch aufräume.. Manche Sachen werden wohl nie so sein. Nie ordentlich sein. Sie werden immer wild in mir umherflattern. Ich werde sie nicht los. Niemals. 

1 Kommentar:

  1. Hey,
    ich glaube, ich kann dein Fühlen fast komplett nachvollziehen. Nichts ist so schlimm, wie zu WISSEN, dass dieser Mensch besser ist als man selbst. Ich hab auch so einen Menschen in meinem Leben und ich sage ihr das auch immer wieder, sie streitet es zwar ab, ich bin mir sicher, dass sie genau weiß, wie viel besser sie ist als ich.
    Und dann fragt man andere, ob es ihnen so ähnlich geht und dann kommt nur ein "Hahaha, nee, was schiebst du für Filme, hab mal mehr Selbstbewusstsein!" und man fühlt sich noch viel schlechter. Zumindest ging es mir so. Genug von mir.
    Ich hoffe für dich, dass sich das Ganze bald klärt, dass du Gewissheit hast und deine Gedanken ordnen kannst.
    Viel Glück und Kraft.
    Maike

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