Donnerstag, 30. Januar 2014

»175«

Alte Zeiten. Wo sind sie nur hin? Was haben die Jahre aus und gemacht? Aus H. und mir? Was ist nur aus uns geworden? 

Heute nach der Schule war ich bei Mom weil ich Geld für die Nachhilfe holen sollten, dass sie mir im Endeffekt doch nicht geben konnte. Same Problems ever and ever again. Um kurz nach 5 kam dann der Bus und zu meinem Überraschen Saß H. an der Bushaltestelle am Bahnhof. Sie winkt und ich gehe zu ihr. Erst reden wir nur darüber wo wir herkommen und den ganzen alltäglichen quatsch. Dann packe ich meine letzte Zigarette aus und sie lächelt. H. raucht auch. »Teilen wir sie uns?« Frage ich vorsichtig. "Ja Klar :)" sie lächelt. Irgendwann kommen wir auf ihren kleinen Bruder und auf unsere Kindheit und was wir alles erlebt haben. Wie wir mit 3€ in einem riesigen Einkaufszentrum standen und uns einfach reich gefühlt haben, wie wir bei ihr immer mit Playmobil gespielt haben oder verstecken oder wie wir immer Fahrradfahren waren und so getan haben als wären die Räder unsere Pferde. (Drahtesel! Hihi) Wie traurig wir waren als ihr ersten Hamster gestorben ist und wie Glücklich sie war als ihre Mom und ich ihr einen neuen ausgesucht und ihn ihr geschenkt haben. Sie fängt an zu erzählen das sie sich an einen meiner Geburstage erinnert an denen so ein Theater da war und das wir beide Angst vor dem "Wolf" hatten der in der Geschichte vorkam. Sie konnte sich sogar noch an die Birke erinnern. Da bin ich immer hin und habe mich mit Büchern an den Stamm gesetzt und die Bilder und Buchstaben versucht zu entziffern. Meistens waren wir da oft zusammen. Doch dem ganzen setzte meine Mom ein Ende. Sie verbot mir den Umgang mit meiner damaligen beste Freundin weil sie Streit mit H.'s Mutter hatte. Natürlich habe ich auf Mom gehört. Ich hatte damals schon viel zu viel Angst vor ihr. Im Bus saßen wir auch nebeneinander und haben über ihren letzten Urlaub geredet und wie es dort so war und was sie erlebt hat. Dann hab ich irgendwas mit 15 gesagt und sie meinte Lena wir sind doch schon 16 :D ich vergesse das im Moment immer so oft.. Und dann hat sie gefragt ob ich mein alter denn schon ausgenutzt habe, also ob ich schon irgendwie Alkohol oder so gekauft habe. Haben wir beide noch nicht. Dann hab ich aus Neugier meinen Perso rausgeholt, weil ich wissen wollte ob ich den überhaupt einstecken habe und meinte kuck mal wie ich da noch aussah und dann hat sie ihren auch ausgekramt und wir haben gelacht. Auf einmal meinte sie "Kann's sein, das du in der letzten Zeit ganz schön viel abgenommen hast?" Uff scheisse. Zuerst weiß ich nicht so was ich sagen soll. »Naja ja schon möglich..« Ich wechsele das Thema und Rede mit ihr über Frankreich und so. Das Lustige ist wir haben genau die selbe Meinung von Frankreich. Alles war losgelöst und frei und jeder hat sich mit jedem verstanden und alles war total perfekt und sie würden am liebsten sofort wieder hin und da musste ich einfach Heftig mit dem Kopf nicken weil ich auch so gerne wieder dort wäre! Es war viel zu Perfekt unperfekt :( 

Und schon wieder ist da dieses vielleicht.. Was wäre, wenn wir noch Freundinnen gewesen wären? Wahrscheinlich wäre vieles in meinem Leben anders gekommen als jetzt. 
Vielleicht auch nicht. Ich weiß es nicht. 
Das einzige was bleibt ist eben doch nur die Erinnerung und mein großes Vielleicht und dieses eine mal meine ich damit nicht Julii, sondern das Vielleicht an sich. 


Dienstag, 28. Januar 2014

»174«

Gefühle vermischen sich. Eine Mischung aus vermissen und vergessen tummelt sich durch meine Venen. Mit dem Essen läuft es schrecklich. Das Maß ist weg. Ich weiß einfach nicht mehr wann genug, genug ist. Mein Hals brennt und verabscheut mich dafür das ich bereits heute morgen etwas durch ihn hindurch habe fallen lassen, nur um alles wieder hinauf zu ziehen. Mein Körper ist es nicht all zu sehr gewohnt bereits morgens solchen 'Strapazen' ausgesetzt zu sein und doch geschieht das gleiche Spiel mit dem Mittagessen und auch mit dem Brötchen - Tomaten Gemisch von heute Abend. Nicht nur mein Hals beschwert sich. Auch meine Nase. Seit ein paar Wochen habe ich immer öfter Nasenbluten nach dem Erbrechen. Das verwirrt mich irgendwie. Blut aus dem Mund, ja ok aber aus der Nase? 

Jetzt gerade habe ich zum ersten mal für heute das Gefühl einigermaßen Satt zu sein obwohl ich leer bin. So das es sich schlafen lässt. 

Morgen haben wir Deutsch. Ich bin gerade erst auf S.47 (!!) habe aber noch bis Donnerstag Zeit um auf die 64 zu kommen und das alles ein bisschen zu können. Für Morgen sollten wir die II Prüfungsaufgabe machen. Den ersten Teil (lesen) habe ich durch und die Fragen dazu beantwortet. Dafür habe ich aber auch 42:19,92 min gebraucht. Verdammt ich habe in der Prüfung nur 180 Minuten. 30 gehen dafür drauf das ich mich zwischen Blatt A & Blatt B entscheiden muss. Beide Texte lesen und die Fragen dazu durchgehen. Entscheiden. Einen Text abgeben. Dann fangen wir richtig an. 40 Minuten gehen für den 1 Teil drauf. 
Der Zweite Teil (Schreiben) braucht mindestens das Doppelte also 80 Minuten, wenn nicht sogar 90! Der Letzte Teil (Sprachrichtigkeit/Zeichensetzung) für mich wohl auch der Schlimmste Teil hat somit 20 Min Zeit. Wenn ich es also schaffe die 40 Minuten von Teil 1 auf 30 zu reduzieren, dann habe ich am Ende auch noch 30 Minuten für Teil 3! 
30 - 90 - 30 Klingt irgendwie ganz logisch. Ich bin mir nur nicht sicher ob die 90 Minuten für den Hauptteil reichen. Mit der ganzen schreibplanung, der Auswahl und dem ideensammeln und überhaupt das Thema nicht zu verfehlen. Es wird knapp und ich habe jetzt schon Panik davor. 

Noch DREI Tage bis zur Zeugnisvergabe. Dann kann ich endlich meine Bewerbung abschicken. Gott ich habe so schreckliche Angst. Am Liebsten würde ich gerne auf die Privatschule. Schon alleine weil ich dort Wohnen (!!!!) könnte! Ich könnte so dem ganzen Mom/Dad Wohnungsproblem ausweichen und endlich einen einigermaßen guten, wenn auch kostenspieligen weg nehmen. Zur Not muss ich halt Bafög beantragen und unterhalt würde ich ja so wie so bekommen. Es wäre natürlich auch schwieriger. Mit einer ES in einem Wohnheim? Ohne das jemand etwas davon mitbekommt? Ich weiß nicht ob das Möglich ist. Wenn es Einzelzimmer gibt, dann vielleicht.. Aber darüber mache ich mir jetzt noch keine Gedanken. Vorerst muss ich überhaupt erst einmal dort aufgenommen werden!!! 
Die Zukunft sie rückt immer näher. Kommt immer näher. Flüstert mir leise Worte ins Ohr. Macht mir Angst und doch bin ich so egoistisch und hoffe das alles doch noch irgendwie gut wird. Irgendwann. Hoffentlich.. 


Montag, 27. Januar 2014

«173»

»Nicht dein Tag, Jahrelang.« So fühle ich mich heute. Nachdem man mir in Englisch die letzten guten Fremdwörter aus dem Gedächtnis gelockt und mich in Äsbi angemotzt hat. Manchmal glaube ich Lehrer haben es sich zum Beruf gemacht Schüler zu quälen oder zu demütigen. In Äsbi wurde ich angemotzt weil ich meine Maske nicht dabei hatte. Das war auch absichtlich so. Ich finde nicht das es jeden aus meiner Klasse etwas angeht, wieso ich meine Maske auf diese Art und Weise gestalltet habe und was ich für Hintergedanken dabei hatte. 

Cii ist und bleibt weg von mir. Sie kommt nicht mehr näher. Sie braucht mich nicht und es wäre gelogen wenn ich sagen würde, dass mir das alles nichts ausmacht. Aber es ist okay. Ein bisschen. Der Rest tut einfach nur weh. Unglaublich sehr. 

Im Bus stehe ich kurz vor einem Heulanfall. Meine Nerven liegen blank und es fühlt sich so an als würde man mir mit Messerspitzen in den Rücken stechen. Julii merkt das es mir nicht gut geht und rutscht von der einen Seite der Fünf Plätze zu mir in die Ecke. Enge. Eingeengt. Sie kommt mir viel zu nah. Viel näher als ich es zulassen kann. Dann sieht sie mir in die Augen. Ich schaue wieder aus dem und schüttele vorsichtig den Kopf. Sie macht mir Platz. Gibt mir wieder etwas Raum. Lässt mich wieder atmen. Ihr Nähe, die mir früher so vertraut war wie nichts anderes auf der Welt ist nun viel zu nah, viel zu drückend. Vor allem wenn sie die ganze Zeit mit mir umgeht als wäre ich nichts. Luft. Nicht Existent und dann wenn es mir gerade schlecht geht nutzt sie die Situation und beschließt mal eben nett zu sein? Ja und was ist morgen? Morgen ist sie wieder eiskalt zu mir? Das Ertrage ich nicht. Ich ertrage es so schon kaum. 

Mom hat mir für die nächsten 2 Wochen, 50€ hingelegt damit ich mir mittags etwas 'kochen' kann. Nach der Schule bin ich zu Aldi und habe für 31.98€ jede Menge abnormales, eckeliges Zeug gekauft und zuhause alles in mich hinein gestopft. Kurz fühlt sich alles ein bisschen gut an. Nicht mehr ganz so leer aber mit dem Völlegefühl kann ich auch nicht umgehen und mit den hohen Zahlen auch nicht. Also findet das Zeug seinen Weg aus mir herraus und darf die Kanalisation voll machen, aber nicht mich. Irgendwie habe ich es jetzt schon im Gefühl das ich heute Nacht nichts schlafen werde. Schon allein weil ich all diese Gedanken nicht aus meinem Kopf bekomme. Vielleicht auch weil meine Haut brennt, da wo sie zu kleinen Spalten aufgeschlitzt wurde. Vielleicht Weil ich einfach nicht vergessen kann. Vielleicht weil ich mich frage was aus beste Freund für immer geworden ist? Vielleicht weil ich viel zu oft nach dem großen Vielleicht suche. Auch wenn es das am Ende doch nicht gibt. Beides hat mich verlassen. Das Fragezeichen und das Vielleicht. Beide sind weit weit weg. Doch vielleicht bin ich selbst das größte Vielleicht, das größte Fragezeichen, am weitesten entfern. Viel zu weit Weg von all dem was sich Leben nennt. 



Sonntag, 26. Januar 2014

»172«

Wer sind wir? Was wollen wir sein? In den letzten Tagen oder auch Wochen habe ich oft darüber nach gedacht zu wem oder was ich geworden bin. Auf der einen Seite ist da dieses Mädchen. Sie steckt voller Neugier und Zuversicht. Jedoch auf der anderen ist der Stärkere Teil, der Teil der ich bin. 


Dunkelgrauer Nebel tropft von außen durch den Rolladen und die Fensterscheibe hindurch. Es wird kalt und unklar und irgendwie doch ganz angenehm hier Drinn. Der Geruch von alten Büchern liegt in der Luft. Die erste Seite aufgeschlagen. Noch bevor ich beginne den ersten Satz zu lesen schlage ich es wieder zu und schleudere das gute alte Exemplar gegen die Wand. Im Nachhinein tut es mir leid. Die arme Literatur kann ja nichts dafür das mein Leben den Bach runter läuft. 

Trotz allem lasse ich den 'Sommernachtstraum' liegen wo er ist und wende mich meinen Deutsch aufgaben erneut zu. Trockene Theorie über Erörterungen und Geschlossene Wahlaufgaben springen mir ins Gesicht. Bald schon landet auch diese "Literatur" auf der anderen Seite des Zimmers. 

Irgendwie habe ich heute nichts von all dem geschafft was ich hätte schaffen müssen. Zum Beispiel meine Hausarbeit weiter schreiben oder Englisch machen oder Deutsch oder irgendwas sinnvolles. Stattdessen habe ich geschlafen und nichts gemacht. Manchmal glaube ich das um mich herum Krieg herrscht und alles liegt in Schutt und Asche. Nur bei Bett, der Bunker ist noch ganz. Es beschützt mich vor der Welt und lässt mich schlafen. Doch auch das liebe Bett kann keine Geräusche übertönen und so höre ich wie jede einzelne Bombe auf dem Boden einschlägt und tiefe Krater in ihn reist. Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher ob ich ein Krater oder ein Hügel voller Erde bin. Vielleicht liege ich auch irgendwo dazwischen vergraben. Wer bin ich nur? Und was will ich sein? 



Aber damit der heutige Tag nicht ganz umsonst war beantworte ich jetzt noch ein Paar Fragen. Denn meine liebe Lia hat mich getaggt <3 Danke dafür Liebes! :*

Hier die Fragen: 

1. Schläfst du mit geöffneter oder geschlossener Tür? 
Das ist jetzt wahrscheinlich voll komisch aber meine Tür IST fast zu aber noch ein kleinen Spalt offen..

2. Nimmst du die Shampoos und Spülungen aus den Hotels mit?
Nein aber die kleinen Seifen. 

3. Schläfst du mit deinen Jalousien oben oder runter?
Den Rolladen von der Balkontür Habe ich offen aber das Fenster ist meistens zu.

4. Hast du jemals ein Straßenschild gestohlen? nein 

5. Magst du es Post-its zu benutzen?
Gelegentlich.

6. Schneidest du Coupons aus ohne sie dann Aber jemals zu benutzen?
Nein. 

7. Würdest du lieber von einem Bären oder einem Schwarm an Bienen attackiert werden?
Das ist wie die Wahl zwischen Pest und Kolera. Ich hab ne Bienenallergie zwei Bienen reichen also schon um mich still zu kriegen und vor Bären Hab ich Angst! 

8. Hast du Sommersprossen?
Ein paar 

9. Lachst du immer bei Bildern?
Wenn ich drauf gefasst bin ja. 
Wenn nicht, dann nicht.

10. Was ist die größte Sache, die du nicht abkannst? Leute die einen verurteilen ohne zu wissen wer man ist. 

11. Zählst du manchmal deine Schritte beim Gehen? Ja

12. Hast du jemals im Wald gepisst?
Ja als ich klein war.

13. Und hast du jemals im Wald gekackt? Nein! 

14. Tanzt du manchmal auch wenn keine Musik läuft? Nie.

15. Kaust du auf deinen Stiften? Nein, weil ich Angst hab das meine Zähne dann abbrechen, ja irgendwie komische Vorstellung :D

16. Mit wie vielen Leuten hast du diese Woche geschlafen? Mit Keinem.

17. Welche Größe hat dein Bett?
90cm x 2m 

18. Was ist dein Song der Woche?
Passenger - Let her go 

19. Findest du es okay, wenn Jungs Pink tragen? Wieso denn nicht?! 

20. Schaust du immer noch Zeichentrickfilme? Nein

21. Was ist dein aller liebster Film?
Step Up 4 und Girls United - Alles auf Sieg! 

22. Wo würdest du einen verborgenen Schatz vergraben, wenn du einen hättest? Auf dem Spielplatz :D

23. Was trinkst du zum Abendessen?
Wasser oder Tee! 

24. Worin dippst du ein Chicken Nugget? Die mochte ich noch nie außer in Frankreich, da haben wir die einmal mit süß sauer gegessen, das war ganz ok. 

25. Was ist dein Lieblingsessen?
Feldsalat oder Rucola mag ich gerne!

26. Welche Filme kannst du immer und immer wieder anschauen und du liebst sie trotzdem? The Last Song 

27. Letzte Person die du geküsst hast, die dich geküsst hat? Dad

28. Warst du jemals ein Pfadfinder? Nein

29. Würdest du jemals nackt in einer Zeitschrift posen? Nein!! 

30. Wann war das letzte Mal, dass du jemandem einen Brief auf Papier geschrieben hast? Vor zwei - drei Wochen ungefähr und zwar an die Liebe Lia <3 

31. Kannst du ein Auto volltanken?
Ich denke schon aber ich hab's noch nicht ausprobiert! 

32. Hast du jemals einen Strafzettel bekommen? Nein, Mom kriegt oft genug wellche! Außerdem darf ich noch kein Auto fahren -.- 

33. Ist dir jemals der Tank mitten auf der Fahrt ausgegangen? Ja 

34. Lieblingssandwich? weiß nicht 

35. Das Beste, was man zum Frühstück essen kann? Gurken 

36. Wann gehst du normalerweise zu Bett? Meistens viel zu früh

37. Bist du faul? Mh Ja :/ 

38. Als du ein Kind warst, als was hast du dich verkleidet zu Halloween? Bin nie weg gewesen. 

39. Was ist dein chinesisches Sternzeichen? Soweit ich weiß Tiger, bin mir aber nicht sicher.

40. Wie viele Sprachen kannst du sprechen? Deutsch und Englisch 

41. Hast du irgendeine Zeitschrift abonniert? Nein

42. Was findest du besser: Legos oder Dominosteine? Lego da hat man viel mehr Möglichkeiten.

43. Bist du stur? Nein ich denke nicht.

44. Wer ist besser: Thomas Gottschalk oder Markus Lanz? Thomas Gottschalk

45. Hast du jemals eine Seifen Oper gesehen? Ja 

46. Hast du Höhenangst? Nicht das ich wüsste.. 

47. Singst du im Auto? Ich habe keins. 

48. Singst du unter der Dusche?
Selten. 

49. Tanzt du im Auto? Nein.

50. Hast du jemals eine Pistole benutzt? Ja. Im Schützenverein. 

51. Letztes Mal als du ein Portrait bei einem Fotograf gemacht hast? Alle Jahre wieder machen wir diese doofen Schulfotografen Bilder. 

52. Denkst du Musicals sind kitschig?
Ja schon irgendwie. 

53. Findest du Weihnachten ist stressig? Ja!

54. Hast du jemals Piroggen gegessen? Was sind Piroggen? 

55. Lieblings Obstkuchen? Früher mochte ich Mandarinen Kuchen gerne.

56. Berufe, die du als Kind werden wolltest? Tanzlehrerin und danach Erzieherin oder Sozialpädagogin. 

57. Glaubst du an Geister? Manchmal.

58. Hattest du jemals ein Deja-vu? Ja

59. Nimmst du täglich Vitamine zu dir?
Ja in Tablettenform auf alle Fälle.

60. Trägst du Hausschuhe?
Nie, ganz schlechte Erfahrung gemacht.

61. Trägst du einen Bademantel? Nein.

62. Was trägst du zum Schlafen? Pulli und Jogginghose 

63. Erstes Konzert? 29. Juni. 2013 im Park 

64. Lidl, Aldi oder Kaufland?
Edeka! :) 

65. Nike oder Adidas? Nike #makeitcount 

66. Chips oder Flips? Kartoffeln

67. Erdnüsse oder Sonnenblumenkerne? Erdnüsse, wenn aber nur ungesalzen.

68. Hast du jemals von der Gruppe Tres Bien gehört? Nein

69. Hast du jemals Tanzunterricht genommen? Ja, werde ich aber nie wieder tun. 

70. Welchen Beruf soll dein(e) zukünftige(r) EhepartnerIin haben?
Völlig egal, wobei ich ja laut Fr.S nicht in der Lage bin eine Beziehung zu führen geschweige denn zu heiraten. 

71. Kannst du deine Zunge rollen? Ja 

72. Hast du jemals einen Buchstabierwettbewerb gewonnen? Nein 

73. Hast du jemals vor Freude geweint? Ja sehr sogar. 

74. Besitzt du irgendwelche aufgenommenen Alben? Nein. 

75. Hast du ein Aufnahmegerät? 
Nein, aber ein Handy.

76. Rauchst du regelmäßig?
Wenn ich Zigaretten habe ja.

77. Warst du jemals verliebt? Ja. 

78. Wen würdest du gerne mal auf einem Konzert sehen? Left Boy, Casper und James Arthur 

79. Auf welchem Konzert warst du zuletzt? Stadtpark Invasion 

80. Heißen oder kalten Tee? Mittelwarm :) 

81. Tee oder Kaffee? Morgens Kaffee, abends Tee. 

82. Gummibärchen oder Schokolade?
Schokolade

83.Kannst du gut schwimmen?
Ja ich denke schon.

84. Kannst du die Luft anhalten ohne die Nase zuzuhalten? Ja.

85. Bist du geduldig?
Manchmal ja, manchmal nein.

86. Dj oder eine Band auf deiner Hochzeit? Lieblingsplaylist! 

87. Hast du jemals einen Wettbewerb gewonnen? Ja mit Commy beim Springreiten :'(

88. Hattest du jemals eine Schönheitsoperation? Nein

89. Welche Oliven sind besser: die grünen oder schwarzen? Ich mag Oliven nicht. 

90. Kannst du stricken oder häkeln? Ich kann flechten! :) 

91. Bester Platz für einen Kamin?
Wir hatten mal einen im alten Zuhause, ich hatte immer Angst das das Haus abfackelt.. Aber Frii hat einen tollen Kamin im Wohnzimmer (natürlich!)

92. Willst du mal heiraten?
Ich glaube nicht, wenn dann will ich mir sicher sein das die Person die richtige ist.

93. Wenn du schon verheiratet bist, wie lange schon? Nein.

94. In wen warst du in der Schule verknallt? In L. (und M.)

95. Weinst oder bekommst du Wutanfällen, bis du deinen Willen bekommst?  Nein! 

96. Hast du Kinder? Ja in 5 Jahren hab ich Kindergartenkinder :)

97. Willst du Kinder? Vielleicht.

98. Was ist deine Lieblingsfarbe? Ich mag Dunkelrosé ganz gerne oder Weiß. 

99. Etwas, was dir mal in der Schule passiert ist? Zu viel schlimme Sachen. Ich bin froh wen ich da weg bin. 

100. Vermisst du irgendwen gerade? Leider ja :x 

Ich tagge: Die Liebe Lucy <3 (wenn sie Lust hat) und alle die sonnst noch mit machen möchten, dürfen sich liebend gerne getaggt fühlen! <3 


Edit: Die Pirogge ist eine Gefüllte Teigtasche aus Finnland! Ich hatte irgendwie an Meeresfrüchte gedacht, aber naja. Jetzt weiß ich was eine Pirogge ist! (: 

Mittwoch, 22. Januar 2014

»171«

Es fühlt sich so an als könnte ich nicht atmen. Als wäre alle Luft aus meiner Lunge verschwunden und hätte sich in Luft aufgelöst. Als hätte man mir einen Strick um den Hals gelegt und würde an beiden Enden ziehen. Die Luft, sie hat keine Chance. Sie kommt nicht in mich hinein. Sie will auch garnicht mehr. Sie sucht sich einen neuen Weg. Einen einfacheren. Natürlich hätte sie sich auch durch die Milimeter in meinem Hals quetschen und mir einen letzten Atemzug gewehren können, doch sie lässt es lieber. Denn es kostet zu viel Kraft, macht zu viel Arbeit und wäre ja letztenendes doch umsonst. So kann ich Cii irgendwie verstehen. Ich meine wer würde versuchen einen toten wieder zu beleben. Die Chanchen stehen eins zu eine Millionen das er jemals wieder aufwacht. Statt dessen nimmt man die Überreste und sperrt sie ein. Vergräbt sie tief unter der Erde, damit sie nie wieder herauf kommen. Das alles erinnert mich gerade schrecklich an M. Und ich habe einfach nichts mehr von ihr. Nichts. Kein altes verwaschenes T-Shirt mit dem letzten Tropfen ihres Geruchs und der Mischung aus ihrem Parfum und ihrem Shampoo. Kein Buch voll mit Randbemerkungen.  Nichts an dem ich mich festhalten könnte. Rein garnichts. Es kommt mir so vor als wäre sie ein kleiner flinker Fisch der auf der Suche nach der Unendlichkeit gefangen wurde. Den man eingesperrt und eben nie wieder frei gelassen hat. Da ist nichts greifbares. Ich fühle mich so als würde ich versuchen den kleinen Fisch mit bloßen Händen zu fangen und unter lauwarmem Wasser ab zu Spülen. Sie entgleitet mir. Das Leben es fällt tief mit ihr. Weit Weg. Die Bedeutung vom Leben war immer das es etwas größeres als das hier und jetzt gibt. Das es eine kleine Unendlichkeit von unglaublichen Momenten gibt. Das es irgendetwas gibt. Das doch irgendwie nie greifbar erschien. Uns zumindest nie. M. hat man verschluckt und irgendwo rein gesteckt, in irgendwas das sie bestimmt nie hätte sein wollte. Und mich? Mich hat man hier gelassen, die Innereien verbrannt und sie von liebsten Menschen auffressen lassen. Nun ist alles leer. Mein Körper besteht aus einer Leere die sich nicht füllen lässt. Mit nichts. Nicht mit Essen. Nicht mit Tee. Nicht mit Kippen. Nicht mit Rennen. Nicht mit lernen. Nicht mit Post's schreiben. Aber vor allem nicht mit schweigen obwohl das bekanntlich eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist, wenn ich den Moment entweder liebe oder hasse. Das schweigen und ich, ja wir sind so eine Art Hassliebe. Ich Hasse schweigen und ich liebe es. Und das schweigen selbst liebt sich natürlich auch. Es fühlt sich wohl wenn nichts die Stille durchdringt. Wenn alles ruhig und einsam ist, wenn ich einsam bin. Neben dem Gespräch mit der Lieben Lia, meiner Mom und einem "Hallo Dad" kamen in den letzten Tagen wirklich wenig Worte aus mir heraus. Schweigen ist genau wie schlafen. Einmal angefangen gibt man es nicht so schnell wieder her. Man steht nicht einfach auf und springt fröhlich durch die Gegend. Viele brauchen ein paar Minuten um überhaupt richtig wach zu werden. Um ehrlich zu sein bin ich auch irgendwie nicht richtig wach. Es kommt mir so vor, als wäre ich noch im Winterschlaf und habe einen ziemlich schlimmen Albtraum, der einfach nicht aufhört. Er macht keine Pause. Gibt mir keine Zeit um zwischen den schrillen Schreien, auch nur einmal Luft zu holen. 
Es hört nicht auf weh zu tun oder zu vermissen. Es wäre viel zu einfach wenn all der Schmerz einfach so abebben würde. Wenn es so wäre, als wäre nie etwas so gewesen. 





Sonntag, 19. Januar 2014

»170«

Zugenommen. Zu viel. Viel, viel, viel zu viel. Das Gewicht erdrückt mich. Das Bedürfnis alles durch zu schneiden und weg zu nehmen, klappt wieder herauf und drückt sich durch meinen Kopf hindurch. Ich hasse essen und meine Familie. Wenn Familie selbst viel zu viel gesagt wäre. Die Tage bei Dad sind schlimm obwohl ich mich hier wohl fühle, das essen ist ein großes Problem. Ich bin froh wenn ich wenigsten dem Frühstück irgendwie entkommen kann. Oma ist das Problem. Wenn ich sage ich habe keinen Hunger, dann stellt sie mir was zu essen hin und ich muss so lange da sitzen, bis ich fertig mit essen bin. Fischstäbchen. Kartoffelsalat. Mir ist schlecht. So übel. So ekelig. So Fett. Fettig. Ekelig. Ich stelle mir vor das essen wäre Butter und das ganze Fett gleitet mir langsam den Rachen hinunter. Es ist schleimig. klebrig. Es verklebt mir alles und hängt sich direkt in mich hinein und lagert sich an mir ab. Ich will nicht mehr so unter kontrolle stehen wenn ich bei Dad bin. Ich kann das alles einfach nciht mehr. Es macht mcih fertig, dieses ganze essen, mein Gewicht, alles. 

Das Problem bei Oma ist, das sie immer noch das 8. Wochen zu früh geborene, fast gestorbene dürre Mädchen vor sich hat. Das ich am Anfang meines Lebens war, vor Augen hat. Ich meine sie behandelt mich ja auch wie ein klein Kind. Wenn ich ihr essen verweigere gibt es meistens Streit, sie versteht mich einfach nicht. Naja man stopfte mich als im Alter von 0 bereit 5 mal am Tag mit essen voll und Pumpte mir durch die Nasensonde irgendwas in meinen Körper. Was zu folge hatte das ich mir diese zog. Als kleines Kind. Als Baby. Naja auf jeden fall konnte ich so irgendwie einfach nie lernen was ''normal essen'' ist. Wie isst man Normal? Wie viel ist Normal? Wie viel ist zu viel? Manchmal ist mein Körper komisch. Mal spüre ich jeden bissen der mir die Speiseröhre herunter rinnt und mal spüre ich garnichts. Da ist nach dem ersten bissen alles leer und taub und ich kann alles essen. Ewigkeiten. Ohne es zu merken. Essiggurken mit Nutella, Käsekuchen und Senf, Marmelade, Bananen, Salz, Orangen, Sahne, Eis, Würstchen, Chilli, Chips, Schokolade, Kiwi das irgendwie alles zusammen vermischt. Einmal hatte ich einen richtig schlimmen FA. Da habe ich gegessen, sooo viel und es wieder ausgekotzt und dann wieder ganz viel gefressen (es war schon kein essen mehr) und wieder gekotzt und wieder gefressen und das so lange bis ich nicht mehr kotzen konnte und schlafen musste. Also bestimmt 2 oder 3 Stunden. Das war so ziemlich das schlimmste. Einfach weil der Körper nicht mehr gesagt hat das er nichts mehr will, er wollte alles und noch viel mehr als das. Er hätte in diesem Moment wohl auch sich selbst aufgefressen. 

Auf jeden Fall habe ich Angst vor Montag. Angst vor diesem "Dauer Glücklich sein" Spielen. Ich weiß nicht oh ich das kann. Ob ich das kann ohne zusammen zu brechen und los zu heulen.  Es ist Januar ich darf fertig sein. Auch wenn das niemand einsieht. Sie wollen alle das es mir gut geht und solange ich lache ist alles gut. ''Lena geht es gut.'' Sie braucht uns nicht mehr. Kommt wir ignorieren sie und tun ihr ein bisschen weh damit es ihr wieder schlechter geht. Sie verkraftet das schon, ich meine mit ihr können wir das ja machen, sie ist's nicht anderst gewohnt. Sie hat das verdient. 

Um ehrlich zu sein geht es mir beschissen. Einfach komplett schrecklich, weil ich meine Hausarbeit nicht fertig bzw. geschrieben bekomme, weil ich essen muss, weil ich die Young & Fit kart nicht kriege, weil ich mir jetzt überlegen muss wie ich das Finanzieren. 20€ von Oma und 30€ von Mom, wenn ich sie dann mal bekomme. Ich gebe Dad das Geld und er schließt halt das Abo ab. Hoffentlich kann ich das so irgendwie vereinbaren. Ich halte das einfach so nicht mehr aus, ich ertrage mich ja selbst nicht mehr. Ich hasse mich. Alles. Da ist nichts was es nicht irgendwie zu hassen gibt. Genau wie es mir Julii und Cii die ganze zeit demonstrieren. 

Des weiteren haben wir heute den Landrat von getroffen und er hat gefragt wann ich denn in die Politik einsteige und mit mache. Ich meine Dad ist in der Politik, Mom war bis die beiden sich getrennt haben auch drin aber möchte Dad ja so selten es geht über den weg laufen, deswegen ist sie ausgetreten. Vielleicht sollte ich das ja wirklich machen und vielleicht auch einfach nicht. Eigentlich habe ich keine Zeit und so auch schon genug zu tun. Das ganze einlesen und die ganzen Aktionen, so wirkliche Begeisterung sieht irgendwie anders aus. Trotzdem sage ich nicht ab, schon allein weil Dad das schon IMMER von mir verlangt hat und ich mache gerne einfach das was man von mir verlangt, weil es am einfachsten ist. Das ist genau wie mit Chemie. Dad wollte immer das ich irgendwann bei ihm in der Firma mitarbeite auch wenn er sich täglich daüber aufregt das sein job scheiße ist. Wobei ich das Labor ja doch ganz interessant fände aber ich möchte nicht. Jetzt habe ich auf jedenfall durch die 4 beste 3- aus der Klassenarbeit eine 3 im Zeugnis und keine 1 wie er sich erhofft hatte. Vorher stand ich auf 2 und das war dann so ein Mittelklasse okay. Anorganische Chemie ist einfach nicht mehr so mein Ding. Am Anfang war's okay aber irgendwann nervt es einfach nur noch den beisenden Geruch in der Nase zu haben, wenn er den Saal durchflutet und allen die Nasenhaare wegätzt. Deshalb sind Cii und Ich immer mindestens 20 Minuten auf dem Klo verschwunden. Wenn wir versuche machen fällt das eh nie auf. Nunja und jetzt muss ich die vollen 90 Minuten in Chemikalischen Gerüchen sitzen und mir Kopfschmerzen eintropfen lassen. Die Schule macht mich kaputt und das bereits nach einer Woche. Wie wird dieses Jahr blos? Ich habe so Angst. Ich will einfach nur noch weg. Abhauen. Am liebsten vor mir selbst. Mich irgendwohin flüchten. Verstecken. Muss laufen. Rennen. Weg. Irgendwas tun. Wieso ist Nachts einfach jeder See, ein schwarzes Meer aus Angst?

Donnerstag, 16. Januar 2014

»169«

Panik. Schreckliche Panik. Sie durchfährt mich. Tut so als wären meine Nervenbahnen eine Achterbahn um auf ihnen hoch und wieder runter zu kurven. Sie lässt mich zittern. Weinen. Wahnsinnig werden. Ich hasse Physik. Ich hasse Schule. Ich kann nicht mehr. 

Vorhin habe ich Cii gefragt was wir wegen Physik morgen machen. Und das erste was sie meinte ist: "Wir? Garnichts!" Stich Nummer eins. 
»Ja wie? Irgendwas müssen wir machen..«
"Dann denk dir doch selbst was aus, ich hab schon was fertig." Stich zwei. 
»Ja aber wir sollten Gruppenarbeit machen Cii!« "Ist mir doch egal. Musst halt jetzt selbst zusehen wie du dein Zeug zusammen kriegst." Stich drei. 


Sie hat mit einem Messer direkt in mich rein gebohrt. Mich zerstochen. Mich abgelehnt. Mich alleine gelassen. Mich verletzt. Mich im Stich gelassen. 

Naja nun stehe ich Morgen mit einem großen Hauch aus nichts da und bekomme eine glatte, eiskalte, einsame 6! Das verbaut mir dann meinen Schnitt und ich kann mein Leben knicken. 

Danke liebste beste Freundin. Ich meiej warum verdammt tut sie mir das an? Genau so wie gestern. Nachdem wir Mathe bekommen haben und sie wegen ihrer 5 total am weinen war, haben erst B. und dann Julii sie in den Arm genommen. Gleichzeitig. Ich hab meine Hand genommen und auf ihre Schulter getan und wurde abgeschüttelt. Von ihr weg geschüttelt. So weit weg. Auch aus den Umarmungen befreit sie sich dann. Aber erst kurz Zeit später. Es fühlt sich so unbeschreiblich schrecklich an. Früher war Cii wie ein Pflaster für mich. Ein Pflaster für meine Seele. Sie hat sich sampft um mich gelegt um mich zu heilen. Etwas. Und nun. Nun hat sie sich abgerissen und es beginnt zu Bluten. Es weint tränen. Es hört nicht auf. 

Und das schlimmste ist "Ihre Umarmungen haben mich stark genug gemacht, um die Welt auf meinen Schultern zu tragen." 

Oder so ähnlich ging das doch. Mittlerweile fällt die Welt. Sie Fällt auf meine Schultern. Zertrümmert zuerst die Knochen und arbeitet sich dann durch zu den Organen bis hin zu meinem Herz. Es wird zertrümmert. Alles. Bis ich nur noch ein Trümmerhaufen bin. Ein Kriegsüberbleibsel. Ein verwundetes kleines Kind, das man liegen lässt damit es langsam verweesen kann. Ehrlich gesagt fühle ich mich auch so. Meine Knochen krachen und mein Rücken tut weh. Meine Muskeln tun weh. Mein Herz tut weh. Alles tut weh. Außer der Schmerz selbst. Der ist ganz erzräglich, wenn er mich von hinten überfällt. 


Meine Physikidee. Macht wenig Sinn aber ein Perpetuum Mobile (oder wie das heißt) kann ja auch garnicht richtig funktionieren. 

Sonntag, 12. Januar 2014

»168«

In weniger als 12 Stunden muss ich aufstehen. Schulanfang. Nun das gute alte dauer Lächeln auflegen und mir Thematik überlegen die ich mit besagten "Freunden" abarbeiten kann. Doch um ehrlich zu sein. Ich habe Angst. Angst vor meinen Hauptfacharbeiten die man mir morgen oder spätestens Donnerstag unsanft in die Hände klatscht. Angst vor Kunst weil ich meine Maske fertig machen und eine Begründung dazu ablegen muss. Die einzige Begründung die ich hätte, ist so krank das man mich wegsperren würde. Doch die größte Angst habe ich vor Fr.S. Am Mittwoch bin ich um 15h bei ihr in HP und eigentlich sollte ich bei zwei Psychologinnen angerufen haben und zumindest nach einer Therapie gefragt haben. Bei der einen habe ich wirklich angerufen, sogar zwei mal. Aber das Problem ist dir telefonsprechzeiten sind Montag- Donnerstag von 12 bis 13 h. Und da habe ich ja jetzt Schule und wie soll ich dann bitteschön diese doofe Psychotante anrufen und mit ihr reden? Es ist alles so verzwickt.  So verdreht. So verängstigend. 

Ich bin wie ein Blütenblatt. Es wurde ausgerissen und nun muss es sich durch das Leben kämpfen, muss alleine fliegen lernen um zu überleben. Der Stützende Stiel und die anderen Blätter sind weit weg. Sie können nicht ewig da sein und nun ist es allein. 



 

Samstag, 11. Januar 2014

»167«

Ich weiß noch als kleines Kind habe ich immer geträumt. Immer jede Sekunde die sich verträumen lies, würde verträumt. Dort dachte ich mir Geschichten aus. Verrückte. Verständnislose. Spannende. Grußelige. Oder auch alles zusammen! Manche dieser Geschichten gefielen mir so gut das ich weinen musste wenn sie vorbei waren. Wie mit einem guten Buch oder einem schönen Lied. Irgendwann ist es zu Ende und du weißt es und dann schiebst du die letzten 10 Seiten unendlich lange vor dir her, damit du dir das spektakuläre Ende noch etwas aufheben kannst. Einfach weil du nicht willst das es vorbei ist. Deshalb finde ich das man Bücher mit Zeit lesen muss. Nicht einfach an einem Abend weil es gerade so passt und die Zeit reicht. Man muss über Sätze spekulierten, wortbausteine und den sin dahinter suchen. Wie hat sich der Schreiber Gefühlt, was hat er gedacht, was denke ich, wie geht es jetzt weiter, habe ich schon eine Ahnung. Das alles sind natürlich Fragen! Aber auf manche gibt es keine Antwort und das hat mich früher nie enttäuscht, weil ich genug Fantasie besaß um mir mein eigenes "nach Buch" zu schreiben. Gedanklich. Jede Geschichte ging weiter. Oft auch über Tage und Wochen. Ich höre auf zu träumen wenn die Zeit mir einen Querstrich durch die Rechnung macht und träumte einfach am nächsten Tag, oder bei der nächsten Gelegenheit weiter. 

Mein Leben bestand aus Träumen.
Genau wie Bücher, daraus bestehen. 


Genau so träume ich auch heute. Ich schwebe in der Lücke zwischen Erinnerung und schmerzlicher Vergangenheit. Es kommt mir vor als würde sich ein Riesen großer Abgrund zwischen mir und den wichtigsten Personen meines Lebens auftun und ich schaffe es einfach nicht hinüber zu springen. Egal wie viel Anlauf ich nehme, egal wir weit ich vorher renne. Ich falle nur weiter runter, in dieses schwarze Loch. Dort unten ist es ungemütlich und vor allem der Aufprall, nach dem Fall ist ziemlich schmerzhaft. Aber nach einer Zeit gewöhnt man sich an den Ort. Um mich herum ist Kalter Stein. An ihm tropft etwas Wasser herab, dieses ich mit meiner Hand vorsichtig sammeln und auflecken kann. Dort befindet sich auch eine Kerze. Doch wie bekomme ich sie an? Nach langer Zeit im Dunkeln. Nehme ich die Kerze und reibe sie an den Stein. Nach einer Weile entzünden sich wirklich ein paar Funken. Doch zu meiner Enttäuschung, bricht die Kerze direkt in der Mitte mit einem gerade Bruch auseinander. Ich hatte sie zu viel beansprucht. Zu stark auf sie eingewirkt. Von oben dringen die Stimmen von Julii und Cii in meine Richtung. 

Sie wissen das ich aufgegeben habe und nun sind sie wütend. Sie toben innerlich weil ich herabgestürzt bin ohne es zu versuchen. "ABER ICH HABE ES DOCH VERSUCHT" will ich zurück schreien, doch niemand hört mich. Ich habe doch versucht zu springen, versucht zu ihnen zu gelangen. Doch ich habe es nicht geschafft, versagt. 

Ich wollte immer für die beiden jemand sein, der ich nie war. Der ich nicht bin. Und jetzt bin ich niemand mehr. Und um mich herum ist niemand mehr in dieser Spalte, in diesem alt bekannten Loch. Die Schwärze verschluckt mich. Meine Stimme. Meine Kraft. Meine Silouette. Mein ich. Sie frisst mich auf. Von innen nach außen und von außen nach innen, zur selben Zeit. 

"Ich wollt immer für dich ein viel besseres Ich sein, bloß all diese Demonen fühl'n sich zuhaus." - Casper 

Und es stimmt. Ich wollte wirklich immer für die beiden ein viel besseres ich sein. Immer wieder. Doch jedes mal wenn ich es versuche, versage ich. Die Demonen sind stärker und lieber zu mir. Sie empfangen mich mit offenen Armen und nehmen mich so wie ich bin. Und nicht so wie ich zu sein habe. Ich war nie gut genug für die beiden. Immer war irgend etwas falsch. Ich. Einfach ich war falsch. Ich war das Problem an der ganzen Sache.

Lee ist eine Marionette an ein paar Fäden. Die sie durchtrennt und selbst wieder zusammen geflickt hat, weil sie sich doch noch nicht losreißen wollte.  Ein Skispringer hat mal gesagt "Da Spring ich net. Ich bin doch keine Marionette" mit leichtem Österreicher Akzent (meine ich) Und ich denke mir gerade "Ich sollte springen, weil ich eine Marionette bin, dessen Fäden sonnst nie losreißen werden"  



Donnerstag, 9. Januar 2014

»166«

»Ich habe das Gefühl, alles verschwimmt. Das Leben verschwimmt zu einer matschigen Pampe. Es frisst sich durch meine Adern und hinterlässt lange graue Schleier in mir, die sich durch meinen leeren Körper fressen. Sie dringen vor zu meinen Augenlidern, klappen sie zu nur um sie kurze Zeit später wieder auf zu stemmen und lassen mich müde werden. Ein Schauer durchfährt mich. Dann ist alles still. Mein Atem wird immer flacher, immer leiser. Doch mein Puls rast. Er rennt um sein Leben und doch flieht er genau davor. Nach weiteren Sekunden, die mir wie eine Ewigkeit vorkommen, wird auch mein Puls ruhig. Die Schmetterlingsflügel meines Herzens hören auf wie wild zu flattern. Meine Augen schließen sich erneut. Ich schlafe ein.« - lee's Diary 

Traurig das ich selbst jetzt, ein Jahr später immer noch genau so fühle. Mit der Zeit wird man Meister darin, seine wahren Gefühle zu verstecken. Vor allem vor Menschen die mit diesen Gefühlen nur noch schlimmeres anstellen würden. Dad's Stimme erscheint. "Zwangseinweisung" "gestört" "krank" "abnormal" "beängstigend" und noch so viel mehr. Seit Wochen fühle ich mich zum ersten mal wieder richtig schlimm, weil alles so neblig wird. Grau. Schwarz. Dunkel. Allein. Weil Ci weg ist und Julii weg ist. Weil auch ich weg bin. Ich fühle nichts. Bin tot. Seit Wochen zum ersten mal wieder das tote Mädchen. Das aus dem Tagebuch. Das was ich bin. Das Monster. Ich will es nicht sein. Will nie wieder so sein. Will lieber ich bleiben. Doch das Problem ist, das Monster bin ich selbst. Es gibt keinen Monster Teil und keinen lee Teil. Es kommt mir so vor als hätte es die ganze Zeit nur geschlummert um mich nun mit voller Wucht zu überfallen und mir jegliches Gefühl zu rauben.

When I'm alone, the only thing I can't think of, ist hurtig myself. 

Blut. Der Geruch liegt in der Luft, diese ich vorher selbst zerschnitten habe. Ich habe die ganzen Luft und Staubpartikel mit meinem Schwert zerkleinert und besiegt. Habe sie klein gemacht um sie in eine Schublade zu pressen, in die sie nicht hinein passen. Ich würde dem Schmerz so gerne entkommen, entfliehen. Davonrennen. Doch es ist zu spät. Er hat mich gefunden, will mich zerreißen, zerstören. Ich kann nichts tun. Alles ist so dunkel. Wo ist der Ausgang, wo war der Anfang? Wo ist unten und wo oben? Ich weiß nichts mehr. Nur noch das ich weg muss, so schnell es geht. Irgendwo hin, wo mich niemand findet. Alleine. Stille. Leere. Vertrautheit. Versuche all das zu finden was ich hasse, weil ich es liebe. 


»165«

Alles ist dunkelblau. Gelegentlich kommen ein paar kleine weiße Pünktchen, wie blitze durch die Bläuliche Umgebung hervorgedrungen und machen sich bemerkbar. 

Wir sitzen im IC nach Hause. Vor uns ist ein Tisch auf dem sich Zeitschriften, gesponsort von der Deutschen Bahn, breit machen. An meinem Kopf ist eine Steckdose an der Wand. Je näher ich komme desto mehr habe ich das Gefühl, die Elektrizität spüren zu können. Für einen kurzen Augenblick will ich die Hand heben und das unsichtbare Stromfeld abtasten. Aber ich lasse sie wieder sinken. Ich lackiere mir die Fingernägel während N. und die anderen auf der anderen Seite durch die Shoppingtüten wühlen und die Etiketten von den Stoffen abtrennen. Frii hört Musik. Julii sitzt mir gegenüber. Sie ist Müde und sauer. Wieso muss sie so verdammt süß sein, wenn sie sauer ist? Das ist doch echt mies. Ich meine ich hätte allen Grund dazu in irgendeiner Hinsicht sauer zu sein und was mache ich? Lackiere mir die Fingernägel in der Farbe »Bad Temper Blue«! Das gute alte schlechte Laune blau. Ich passe mich nunmal der Umgebung an und die Umgebung bewegt sich gerade mit ziemlich schneller und doch leisen "schritten" vorwärts und die Stadt zieht an uns vorbei. Ich schraube das Fläschchen mit dem »Schlechte Laune Blau« zu und werfe es in meine Tasche. N. hat mir eine (ich zitiere) "Monstermäßige Hipstermütze" rausgesucht die ich Natürlich kaufen musste, auch wenn sie das wahrscheinlich mehr Glücklich gemacht hat, als mich. Frankfurt war echt schön und so leise dafür das es eine ziemlich große Stadt ist. Solltet ihr jemals in Frankurt sein dann geht in die Zeil gallery und dort im 2.Stock zu Lush, weil erstens  die Verkäuferinnen sind super nett, zweitens es riecht total genial, drittens alles handgemacht und vegan und viertens es ist ein Paradies für Duschgelmonster und welche die eins werden möchten oder Pleite wie man's nimmt!! 

Heute war ziemlich langweilig, ich habe viel geschlafen, mich über die »Kein Netz - Congstar - Verbindung« aufgeregt und war mit mom nach einer neuen Brille für sie schauen. 

Das einzig gute heute ist das Mom wieder einen Job hat! Das hat mich so sehr gefreut. Endlich wieder mehr Raum für mich und doch auch mehr Raum für die Krankheit. Aber selbst im schönsten Apfel, steckt bekanntlich ja der Wurm. Alles was auf den ersten Blick gut ist, hat seine Kehrseite. Wäre sonnst ja auch viel zu einfach.

Wieso muss denn auch alles immer so kompliziert sein? Ich glaube das man uns diesen Weg aus dem Labirinth des Lebens nie beschreiben wird, es gibt keine Schatzkarte und keinen goldenen Schlüssel der und den Weg weißt. Vielleicht müssen wir den Weg erst gehen um sagen zu können das es richtig war, richtig ist. 




Montag, 6. Januar 2014

»164«

»Essen ist Luxus, den ich mir nicht erlauben kann.« 


Ich weiß das ich mir das alles nicht wünschen sollte. Ich sollte mir wünsche gesund zu sein. Und doch kann ich das essen nicht in mir behalten. Es widerstrebt mir so sehr. Ich bin doch schon so Fett. Und jedes Gramm mehr macht mich schlimmer. Macht das Leben schlimmer. Ich komme nicht klar mit dem vielen Gewicht. Mit der Zahl. Werde zerquetscht von einer riesigen Masse und sie stammt von mir selbst.  Ich ertrage das nicht. Mich nicht. Ich bin so eckelhaft. 

»I hate myself for getting so FAT!«


Seit Ci so komisch zu mir ist. Ist alles taub geworden. Als wäre ich in einem Winterschlaf auf dem mich nichts und niemand aufwecken kann. Ich glaube wenn mich jetzt ein Zug überrollen würde, wäre das vollkommen schmerzfrei. Taub. Leer. Kalt. Einsam. 


Julii ist gerade da. Sie spielt Wii und ich lade gerade die Sims auf meinen Laptop. Nachher muss das Duschgelmonster noch einer Party unter der Dusche feiern und danach kommt Frii vom reiten. Die beiden schlafen heute bei mir weil wir morgen um 10h mit Dady und Seelendieb zum Bahnhof fahren. Damit wir die Karten ziehen können. 31.90€ bis Frankfurt für 5 Personen ist eigentlich okay. Wir fahren dann so um 18 Uhr wieder heim weil wir ja auch noch ne stunde Zug fahren müssen und 30 min bis nach Hause. irgendwie freue mich echt.

Städte sind einfach so unglaublich. Man kann mitten auf der Zeil stehen bleiben und alles läuft weiter. Das Leben es hält nicht einfach an. Die Menschen sie halten nicht an. Alles geht gewohnt weiter. Niemand interessiert sich für ein kleines kaputtes Mädchen. Niemand. Und das ist toll. Ich hasse unser Dorf. Scheißkaff. Möchte hier so gerne raus. Vor den ganzen Leuten verschwinden. Vielleicht auch ein bisschen vor mir selbst verschwinden. Ich weiß das ich echt kein einfacher Mensch bin. Aber verlassen zu werden, eben genau deshalb ist nicht gerade gut und es tut weh. So verdammt weh. Meine beste Freundin ist weg zum zweiten mal hat sie mich alleine gelasse, weil. Ich weiß nicht mal warum. Wenn ich wenigstens wüsste was genau ich schlimmes gemacht habe. Aber ich verstehe es einfach nicht. Versteh Ci nicht. Verstehe nichts mehr. Nicht mal mich selbst. 



Sonntag, 5. Januar 2014

»163«

"Was du damals gesagt hast - als wir den Toten gefunden haben, da hast du gesagt, vielleicht ist seine letzte Saite gerissen, und eben hast du das Gleiche über dich gesagt. Dass deine letzte Saite gerissen ist" sie lachte kurz. "Du machst dir zu viele Sorgen Q. Keine Angst, ich habe keine Lust, dass mich Samstagmorgen ein Paar Kinder, von Fliegen umschwärmt, im Jefferson Park finden." Sie wartete einen Vierteltakt mit der Pointe. "Dafür bin ich viel zu eitel." 
- Margos Spuren 

Komisch das es sich häufig so anfühlt, als würde meine letzte Saite reißen. Als wäre ich die Gitarre am und das Leben die Saite. Sie zieht sich in die Länge, bei jedem Anschlag. Vibriert. Schwingt. Und nach all den Jahren, in denen sie ihren Dienst getan hat, reißt sie letztendlich.
Das Leben ist eine Saite. Viele glauben man kann sie mit Gesundheit und Gesund sein länger erhalten. Aber ich glaube nicht daran. Ich glaube nicht das die Saite länger Leben würde. Selbst wenn sie nicht mit 16 Jahren reißt. Was wenn sie mit 20 oder 25 Jahren zerfetzt. Das Problem ist man weiß nie wann diese verdammte Saite reißt. Wann der letzte Faden endlich herabfällt. Deshalb schneidet man ihn selbst durch. 


Der Tag gestern war ganz gut. So ein mittelmäßiges gut halt. Irgendwas dazwischen. Abends war ich mit Dad und seiner Schwester und ihrer Freundin im Kino. Eigentlich wollte Ci auch mit aber sie hat abgesagt. 3 Stunden vorher. Einfach abgesagt. Genau wie an meinem Geburtstag. Ich weiß nicht was ich gemacht haben muss das sie mich so sehr meidet. Ich meine ja, ich bin kein einfacher Mensch. Es ist schwierig sich mit mir zu unterhalten, einfach weil Worte die man aussprechen muss wie Eiswürfel sind. Und diese Eiswürfel liegen schon so lange auf meiner Zunge, das diese mit eingefroren ist und es tut so weh sie zu lösen. Dieses Gefühl ist am schlimmsten mit Ci und mir. Aber das war es schon vorher. Schon vor einem Jahr. Ich weiß nicht ich hatte bei Ci irgendwie nie das Gefühl das ich mit ihr über alles reden kann. Ganz im Gegenteil ich habe immer unglaublich große Angst davor sie zu langweilen. Entweder mit meinem Gerde oder mit meinem geschweige. Deshalb vermisse ich Julii so sehr. Mit ihr war das alles so einfach. Ein Thema in den Raum werfen. Entspannen. Vollquasseln lassen. Ab und zu nicken und aufmerksam aussehen. Und das Stundenlang. 

Am Dienstag fahren wir nach Frankfurt am Main. Und weil sich keiner um die Zugfahrt gekümmert hat darf ich das übernehmen. Dad fährt mich um 10 an den Bahnhof damit ich unsere Tickets ziehen kann. Sonnst schaffen N., Frii, Seelendieb und Julii es nicht zum Zug. 

Heute habe ich meine Bewerbung endlich geschrieben und bin eigentlich echt ganz zufrieden. Ich hoffe das ich in DA genommen werde. Sonnst muss ich so weit fahren jeden Morgen und außerdem mag ich die Schulen da auch am liebsten. Am 31.01 kriege ich mein Zeugnis und kann die Bewerbungen abschicken. Meine Hausarbeit hat die erste Seite geschrieben bekommen. Fehlen nun, nur noch vier. 

Ich würde euch gerade lieben gern irgendwie beschreiben was sich alles in meinem Kopf so versammelt aber ich krieg es einfach nicht raus. Vielleicht weil ich es selbst irgendwie nicht weiß. Fühl sich an wie vor zwei Jahren. Fühlt sich an wie.. Nebel. Alles vernebelt. Weiße Schleier greifen nach mir. Ziehen mich mit. Alles ist weg. So weit weg. Ich bin irgendwo, im nirgendwo. Vielleicht weil ich immer wieder vor allem davon laufen um nach dem Sinn des Lebens zu suchen. Doch was wenn es keinen gibt? Das Leben lebt sich selbst weiter und ich? Ich bin bleibe irgendwo dazwischen. Zwischen dem was ich will und dem was ich muss. 





Freitag, 3. Januar 2014

»162«

Glücklich sein ist ... 

wenn man mit jemandem lachen kann ohne Angst davor haben zu müssen, das alles in der nächsten Sekunde vorbei ist! 

Danke Lia ❤️




Mittwoch, 1. Januar 2014

»161«

»Last Night« 

Dieses Jahr war der Silvester Abend total anders. Mom ist mit Mr.Lover weg. Ich bin zum ersten mal seit 12 Jahren an Silvester zu Dad um wenigstens frohes neues Jahr zu wünschen. Um 1h hat Mom mich doch noch zu meiner Cousine gefahren. Die Leute waren echt net und ich hab mich echt wohl gefühlt. Schon lustig. In meinem letzten Post habe ich mich darüber aufgeregt das ich kein Alkohol trinke und dann mache ich genau das Gegenteil. Neben zwei Vodka, Malibu und Klopfern landen auch Sekt, Tequila und Bier in mir. Alles ein bisschen vermischt und zu einer ungeheuer geräumigen Menge verpanscht. Um 3h kommt Mom um mich ab zu holen und ich bin doch schon ziemlich betrunken. Im Auto streiten wir uns und sie schreit rum. Ich habe Angst vor ihr. Zuhause schreibe ich meiner Cousine eine Nachricht. Das ich Angst vor ihr habe in Buchstabenrätseln weil mein Kopf sich dreht. 20 Minuten später steht sie in meinem Zimmer. Ich setze mich auf, weil ich schon geschlafen hatte. Irgendwie hatte sie das wohl so verstanden das Mom mir weh tun würde oder sowas. Ihr Freund ist auch mit dabei. Sie schicken Mom raus und fragen mich "hat sie dir weh getan?" »nein wieso?« "ja deine SMS.." »wir hatten nur ein bisschen streit mehr nicht« 

Während ich das sage fahre ich mir mit der Linken Hand durch die Haare. Ihr Blick bleibt auf meinem nackten Arm hängen. Scheiße. Ich habe ja nur ein T-Shirt an. Schnell ziehe ich die Hand wieder zurück unter die Decke zu der anderen und verschränke sie in einander.

"Lena? Lena was ist das?" Zu spät sie hat es gesehen. Ich schweige. 
"Lena gib mir deine Hand" Sie fährt mit ihrer Hand unter die Decke und versucht meine zu greifen. »Nein« Sie nimmt einfach die Decke weg. Und betrachtet sich die Kunstwerke. Jeder von uns ist Kunst, gezeichnet vom Leben. Ich habe diesen Spruch halt einfach etwas anders interpretiert als er eigentlich gedacht war. Aber die Narben sind irgendwie ein Stück Kunst. "Lena das ist es nicht wert! Wirklich nicht." Sie weint. Ihr Freund beginnt mit mir zu reden während sie kurz aus dem Zimmer geht. 
'Lena schau mir mal in die Augen' ich kann nicht. Ich halte meinen Blick gesenkt und die Arme verschränkt. Er lockert die Verkrampften Muskeln und Nimmt meine Hände. Ich sehe ihm in die Augen. 'Findest du das schön?' automatisch senkt sich mein Blick. Natürlich ist es nicht schön. Es ist keine schöne Kunst. Es ist wie die Kunst des Krieges. Es ist wie ein Chinesisches Tattoo bei dem Statt Annika, Einkaufswagen in Schriftzeichen auf der Haut verewigt wurde. Es sind missglückte Tattoos. Missglückte Erinnerungen. Und doch sind sie schön. Wunderschön. why i? Immer wenn gerade etwas gut Läuft geht alles schief. Später stürmt Papa inklusive Polizei die meine Tante (die wo mich immer fertig macht) angerufen hat in mein Zimmer. Wir haben die Information erhalten das sich hier ein Junges Mädchen umbringen will. »Gut zu wissen« etfährt es mir. In der Zwischenzeit hatten sie mir meine Klingen weg genommen und mich etwas Trinken lassen. »Theresa?« "ich hab Mama nur gesagt das du dir mit Klingen die Arme auf schneidest. Sie muss wohl gedacht haben jetzt gerade." Wir hatten also an diesem Abend oft genug an uns vorbei geredet. Am Ende packe ich meine Sachen und gehe mit zu meiner Cousine. Dad geht auch mit. Mom ist alleine und ich kann mich nicht mal von ihr verabschieden. Bei meiner Cousine angekommen redet meine Tante in hässlichen wortfetzen auf mich ein. Ein netter Mann der bei meiner Tante und Onkel zu Besuch ist um mit ihnen Silvester zu feiern sagt "ich nehme sie mal mit raus." Ich nicke dankend. All diese Worte hätte ich nicht ausgehalten. Draußen setzen wir uns auf zwei Gartenstühle nebeneinander. Er Links, ich rechts. "Weißt du noch wer ich bin?" »Ja der nette Mann« sage ich lachend. Er lacht auch und steckt sich eine Zigarette an. "rauchst du?" »nein« sage ich etwas leiser. Ich muss doch das Brave betrunkene Mädchen Spielen. "weißt du das Leben ist schon hart" ich nicke. "aber es geht weiter, wenn man es gehen lässt" wollte er mir damit gerade sagen, das ich mein Leben los lassen soll? Im Hintergrund höre ich stimmen. Meine Tante. Borderline. "Hey hör nicht hin. Sie haben keine Ahnung" »Ja aber sie?« schon nach 2 Sekunden kommt mir die Antwort zu scharf vor und ich murmele »Entschuldigung« "schon okay" Er schnippt die Asche seiner Kippe ab und redet weiter "ich hatte vor 3 Jahren krebs" »oh« murmele ich nun irgendwie verlegen. "Ich war ziemlich Kaputt und hatte alles verloren. Meinen Job. Mein Haus. Alles." Unwillkürlich muss ich an Augustus aus Das Schicksal ist ein mieser Verräter denken. »Das tut mir leid« "braucht es nicht, ich bin ja noch hier. Ich wäre fast an diesem Krebsz gestorben, man hat mir eine Darmsonde (glaube ich mich zu erinnern) gelegt, was so ziemlich das schrecklichste ist was einem Menschen passieren kann, denke ich. Was ich damit sagen will ist, das ich deine Situation nicht kenne aber die verstehen kann. Ich möchte das du mir eine Persönliche Frage stellst” Das erste was mir ein fällt ist «hattest du Angst zu sterben?« "Nein. Ich dachte wenn meine Zeit zu Ende sein soll, dann Soll es so sein! Und du?” Ich schüttele mit dem Kopf. »Nein« "was ist für dich Glück?" »Glücklich sein« "und wie kannst du Glücklich sein?" »ich weiß nicht.« "fällt dir garnichts ein?” »Ich weiß was Glück ist« "und was ist Glück?" »Glück sind Menschen und Tiere. Lebewesen. Glück sind Blumen und das Herbstlaub.« "interessant! Warum sind Menschen denn Glück?" Ich beginne einfach zu erzählen, weil ich ihm vertraue. Er ist in diesem Moment die einzige Schweiz die in der nähe ist. Der einzige Mensch der mich nicht in die eine oder andere Richting ziehen möchte. »Ich habe einen Blog. Da sind ganz viele Menschen die sind pures Glück. Sie machen mich Glücklich.« "und was sind das für Menschen?" »Menschen wie ich..« "was bist du denn?" »Krank.« "Das glaube ich nicht, ich glaube dir fehlt etwas ganz wichtiges. Selbstvertrauen. Du vertraust dir nicht selbst." Das Sitz also dieses fast gestorbene Medizinwunder neben mir und bringt es auf den Punkt. »Na und selbst wenn..« "Daran kann man arbeiten. Weißt du ich arbeite als Coatch für Verkäufer und solche Berufe. Ich habe viel mit Leuten zu  tun die lernen müssen sich selbst zu Vertrauen um auf Leute zu Gehen zu können" puh für einrn Augenblick hatte ich gedacht er wäre Psychologe oder sowas. "Darf ich dich auch etwas Persönliches fragen?" »kommt auf die Frage an.« "wie fühlst du dich gerade?" »gu.. alleine.« Erst wollte ich gut sagen aber das hätte die Frage nicht ehrlich beantwortet. ”Das verstehe ich. Aber du bist nicht alleine! Da sind viele Menschen die dich Mögen. Ich zum Beispiel mag dich auch!" »du kennst mich doch garnicht.« "du kanntest mich auch nicht und hast mir gesagt das ich nett bin. Muss man Menschen denn kennen um sie zu mögen?" »Nein« schießt es mir in den Kopf. »Nein garnicht« Sofort schießen mir eure Namen in den Kopf. Lia, Lucy und all die anderen. Ich kenne euch ja eigentlich nicht aber ich mag euch. Nein falsch. Ich habe euch lieb! 
Während des Gesprächs rede ich unglaublich viel und er hält meine Hand. Ganz am Anfang hatte er gefragt ob das Okay sein. Ich lies die Berührung zu. Es ist ja nur eine Hand. Nur eine Hand Lena. Nur eine.. Hand. "Was ist dein Problem?" »Wellches? Das was alle kennen oder das was niemand kennt?« "Ich mag Geheimnisse!" »Geheimnisse sind dazu gemacht worden, um welche zu bleiben.« "willst du mir nicht davon erzählen?" »Nein aber du kannst raten.« "Du ritzt dich." »Das Wissen doch schon alle« "Du leidest an schweren Depressionen.” »Vielleicht.« "Das ist unfair." »Nein. Es ist die Wahrheit!« "krieg ich einen Tipp?" »Es ist wahrscheinlich viel zu Absurd.« "in wie fern?" »wenn man so aussieht wie ich, denkt keiner an so etwas.« "wie siehts du denn aus?" »Fett.« was mache ich da bloß. War ich ernsthaft dabei ihm von meiner Es zu erzählen. »okay ich sag es dir wenn du mir verspricht's das du es niemand nie jemandem sagt.« ”ich schwöre. Er hebt die Finger, so wie wir das in der Grundschule immer gemacht haben. Pause. Ich brauche ewigkeiten bis ich es über die Lippen bekomme. »Essstörung.« Gott ich habe es gesagt. "lebst du die Essstörung?" »Ja schon so irgendwie« "ich verspreche dir ich werde es keinem Sagen!" »Danke« "Du bist ein Liebes Mädchen Lena.” »Danke du bist auch wirklich sehr nett.« Er drückt meine Hand und wir gehen rein. Ich hatte noch so viel mehr erzählt. Als hätte ich mein Leben als Buch verfasst und ihm jedes Detail das er nicht Verstand genau dazu erklärt. Vielleicht lag es daran das er fast gestorben wäre oder einfach nur daran das er die Schweiz war. Meine Schweiz. Die Rettung vor dem Sturm. "Wenn was ist kannst du immer zu mir kommen. Weißt du wo *** ist. Da gegenüber wohne ich." «Dann bist du ja *Herzchens* Papa? Ja genau. Woher kennst du sie?« "aus dem Zeltlager!" »aha dann bist du die Lena mit der sich mein Töchterchen so gut verstanden hat?" »ja« ich lächele. "Das ist schön!" Wir gehen wieder rein. Ins Gefecht. Am Ende nimmt Dad mich mit. Um 6h komme ich endlich zu Schlaf. Nach langem gerrede über richtig und falsch mit ihm. Um 8h beschließe ich zu Mom zurück zu gehen. »entweder du fährst mich oder ich laufe« ich weiß das ich ihm damit weh tue aber ich brauche meine Mom. So absurd das auch klingt. Ich brauche sie und sie braucht mich. Wir brauchen uns. Auch wenn wir das nicht wollen. Ich klingele zuhause stürm sie macht nicht auf. Papa dreht und da sehe ich sie. Total fertig. Sie war spazieren. Ich renne auf sie zu und umarme sie. "Ich dachte ich hätte dich verloren." »Nein Mami ich bleibe da. Ich gehe nicht weg. Ich liebe dich!« Es fühlt sich komisch an das zu sagen aber es stimmt. Bei Dad zu sein fühlt sich so vollkommen falsch an. Es war fast schon so endgültig. Es war schrecklich. Nun bin ich wieder bei ihr und nach einem Langen Gespräch über den Cousinen Polizei Vorfall nehmen wir uns in die Arme und schlafen ein. Seit Jahren sind wir zum ersten mal irgendwie ein bisschen Mutter und Tochter. Vielleicht wird 2014 ja doch nicht so schlimm wie ich gedacht hatte. Vielleicht muss man manche Menschen erst wach rütteln. Vielleicht muss ich einfach aus diesem Winterschlaf erwachen.