Dienstag, 31. Dezember 2013

»160«

Wisst ihr was ich am Geburtstag am meisten hasse. Meine Tante. Meine Cousine lieb ich echt aber manchmal hat sie einfach blöde Ideen. Ich habe einen Gutschein im Wert von 40€ für ein Fotoshooting für zwei Personen bei einem Jungen gewonnen der im ersten Lehrjahr zum Fotograf ist. Das ist ja auch nicht mal das Problem. Sondern das Problem ist, das ich mich nicht Fotografieren lassen kann. Ich hasse es so sehr Fotografiert zu werden. Es ist schrecklich. Vor allem wenn ich ganz auf einem Bild darauf bin. Wenn ich den ganzen hässlichen Körper sehe, da wird mir schon schlecht und ich könnte auf das Bild kotzen. Nun weiß ich nicht wen ich mit nehmen soll. Julii nicht. N. vielleicht. Frii auch vielleicht. Ci nicht. Sie hat mich heute ziemlich unglücklich gemacht.

Heute Morgen um 10 kam eine Nachricht von ihr. "happy Birthday" und 2-3 Minuten später "ich kann heute nicht kommen" »wieso?« "ich hab eine Erkältung." Dafür war sie am Sonntag aber noch ziemlich fit und eben hat sie getweetet das sie jetzt mit ihren Eltern Feiern geht. Toll. Wenn es eins gibt was ich noch nehr hasse als mich im Regen stehen zu lassen ist, mir dann zu sagen das es einem Schlecht geht. Ich hab mir nämlich echt etwas sorgen gemacht. Toll. 

Der Geburtstag an sonnten war ziemlich stressig so wie jedes Jahr. Bei fast 25 Leuten in einer Wohnung von 35qm ist das echt etwas eng. Neben all dem vielem Essen das mich jetzt gerade so schwer macht das ich mich so fühle als hätte man mich mit einer Luftpumpe wie einen Ballon aufgepumpt um mich im nächsten Moment mit einer Nadel ab zu stechen. Zum Glück konnte ich wenigstens dem Frühstück Ausweichen. 

Das ganze Jahr war ziemlich anstrengend und hätte ich gewusst das ich das Jahr wieder so beende wie ich es  angefangen habe, dann hätte ich wahrscheinlich all diesen Kampf nicht gemacht. Ich meine von März - Julii habe ich 10 Kilo abgenommen. Im September habe ich wieder etwas abgenommen und dann nur noch zu. Nun habe ich diese Schrecklichen 10 Kilo wieder drauf und starte mit meinem Höchstgewicht in ein neues Jahr. Somit habe ich wenigstens ein Ziel für dieses Jahr. Sehr gut! Wenigstens etwas für das es sich wenigstens Lohnt etwas zu tun. Ich werde mir wieder einen trainingsplan erstellen und mich wahrscheinlich auch bei Zumba anmelden. Auch wenn ich etwas Angst habe. Weil meine Cousine auch dort ist und ich kann ihr schlecht erklären wieso ich in Langen ärmeln Sport mache. Als würde mir die Schneiderei einen Weg verbauen. Das gute ist das es mit dem Schneiden seit (fast) einem Monat eigentlich gut Läuft. Seit dem der Anfang Dezember vorbei ist und ich die Erinnerungszeit so gut es geht überstanden habe ist es etwas besser geworden. Nicht viel aber etwas Kontollierbarer. So das ich es aushalten kann mal ein paar Tage nicht immer wieder wahnsinnig zu werden ohne mir selbst irgend was an zu tun. 

Mom geht nachher mit Mr.Lover weg und ich bin alleine zuhause. Toll. Darf Silvester alleine in meinem Zimmer verbringen. Meine Cousine hat gemeint ich kann auch zu ihr in die Hütte kommen und mit ihren Freunden feiern, aber ich kenne die nicht. Und wie bekannt ist habe ich ziemlich Angst vor Menschen und Situationen die ich nicht kenne. Vor allem vor Situationen. So wie ich meine Cousine kenne würde sie mich eh nur abfüllen. Und ich mag Alkohol einfach nicht richtig. Zu viel zumindest nicht. Einfach weil ich die Kontrolle verliere. Und dieses Gefühl möchte ich nie wieder haben. Das letzte mal als ich 'Betrunken' war (Edit: Ich war damals definitiv noch nicht mal angetrunken!!) habe ich mir beinah vor versammelter Mannschaft den Finger in den Hals gesteckt. Also so ein Risiko gehe ich lieber nicht noch mal ein. Das war im Zeltlager, die Arme Jana hätte sich gefreut. Sie hat eine Phobie gegen das Erbrechen. 

Übrigens bin ich jetzt 16 und darf N. Bier kaufen. Die Süße hat sich heute richtig gefreut:) Sie liebt Schöffi einfach. 

Ich wünsche euch einen Guten Rutsch ins Neue Jahr und rutscht nicht aus! 
Ich hab euch lieb <3 
eure Lee. 



P.s: Danke an meine Liebe Lia die mir heute Nacht so eine Süße Geburtstags - email geschrieben hat, das ich weinen musste und das Komplett vor Freude!
Danke Liebes du bist so wundervoll :* 
Dich hab ich ganz besonders Lieb! <3


Die Wunderkerze habe ich von meinem Onkel bekommen. Ich finde die Funken sehen aus wie kleine Vögel. Und sie flüstern mir leise zu »flieg weg. flieg weg. Mach dich frei. flieg davon.« 

Wie nah muss man der Freiheit eigentlich sein, um zu begreifen das man niemals frei sein wird? 

Montag, 30. Dezember 2013

»159«

Nothing is so broken,
that you can't fix it. 
- Windstorm 


Das ist aus dem Film Ostwind, den habe ich mit Frii geschaut und war einfach begeistert. Manchmal vermisse ich die Pferde echt. Aber manchmal habe ich das Gefühl es ist besser so. In den letzten Jahren habe ich viel zu oft etwas aufgegeben was mich glücklich gemacht hat. Zum einen weil Reiten zu teuer ist und ich keine Zeit habe, wie meine Mom so nett zu Sagen Pflegt "Du bist jetzt Abschlussschülerin! Du musst mehr lernen und bessere Noten Schhreiben! Deshalb kannst du nicht mehr reiten gehen" Neulich hat mir eine Freund erzählt das sie Commy verkauft haben. Meine Comtessa. Ich bin sie 1 Jahr lang fast durchweg geritten. Ab und zu mal Lissy, wenn Commy wegen ihrem Bein und der Atrose nicht konnte. Dieses Pferd das war. Sie war so.. Wir waren irgendwie so gleich. Fußprobleme. Angst angebunden zu werden und sobald man oben war unheimlich brav. Am Ende hat sie immer gewiehert wenn ich zu ihr gelaufen bin. Selbst in dem letzten halben Jahr in dem sie niemand mehr geritten ist. Ja okay ich hatte auch immer eine Karotte dabei aber die hat sie sich auch verdient. Ich bin manchmal schon 3 Stunden vorm reiten gekommen und habe mich einfach zu ihr in die Box gesetzt und ihr zugesehen. Ihrem Atem gelauscht. Die Wärme gespürt. Sie gespürt. Das ist jetzt schon bald 8 Monate her. Seit ich das letzte mal auf dem Hof war und ich glaube das schlimmste ist ich habe mich nicht mal verabschiedet und jetzt ist sie nicht mehr da. Egal ob ich hin gehe oder nicht. Es würde keine Treue Commy auf mich warten. Da wäre eine kalte, Leere Box ohne Stroh und ohne Pferd und ich glaube diesen Anblick würde ich nicht aushalten. Klar sie wurde nur verkauft. Sie ist nicht gestorben oder so. Aber sie ist weg und ich bin auch dort weg. Vielleicht sind wir nun zum ersten mal beide ausgebrochen. Abgehauen vor etwas das uns Angst gemacht hat obwohl wir es mochten. Und ich hoffe es geht ihr gut, egal wo sie gerade auch ist ❤️

Sonntag, 29. Dezember 2013

»158«

Gedanken kreisen. Wie ein Kreisel immer wieder um diese eine Zahl. Zwei! Zwei Tage, weniger als 72 Stunden. Meine Angst wird immer größer. Wenn jemand weiß wie man die Zeit anhält, wäre nun der richtige Zeitpunkt mir mit zu teilen, wie man das tut. 16. Ich will nicht. Und doch und irgendwie wird gerade alles so Durcheinander. Vielleicht weil ich mich genau so fühle. Als hätte man mich einmal komplett von Kopf bis Fuß durchgeschüttelt und auf den Kopf gestellt. Vielleicht liegt es daran, das mein Leben keine Ordnung hat. Immer wieder hin und her gerissen zu werden tut wahrscheinlich einfach nicht gut. Und doch lasse ich all das mit mir machen. 


Bei Ci war es schön. Fand ich zumindestens, ich weiß nicht wie sie es fand. Natürlich haben wir (wie ich gesagt habe) nicht viel geredet. Ich weiß nicht wieso das immer wieder passiert. In der Schule kann ich mit ihr Stundenlang über irgendwelche dummen Sachen reden und bei ihr zuhause bin ich still wie eine Maus. Die Worte verstricken sich und bilden ein Bündel das man nicht entknoten kann. Dabei fühle ich mich fast schon hilflos. Mittags haben wir den Kuchen gebacken, er wurde dann doch nur zweistöckig, weil uns der erste Stock verkohlt ist, als wir mit dem Hund laufen waren.  Der Rest ist eigentlich recht gut geworden. 


Später haben wir mit ihrer Mom die Tribute von Panem geschaut und da war es wenigstens nicht so unangenehm zu schweigen. Während dessen hat ihr Dad Pizza bestellt und ist danach in einen Kneipe gegangen. Pizza. Mir wird schon schlecht bei dem Gedanken. Ich würge unter den Skeptischen blicken, ein Stück herunter. Mein Magen rebelliert weil er weiß, das der ganze Dreck in ihm bleiben muss. 

Kurz vor 1h bin ich eingeschlafen. Dicht an die Wand gedrückt weil ich dachte Ci hätte nicht genug platz neben so einer Fetten Kuh wie mir. Um 10h am nächsten Morgen ist sie mit dem Hund laufen gegangen und ich habe mich in der Zeit etwas wach gemacht und dafür gesorgt das ich nicht ganz so aussehe als hätte man mit mir sonnst was angestellt. Nach dem Frühstück das mit Brötchen und Käse ausfiel war mir verdammt übel, irgendwie ist mein Magen komisch. Sonnst kann ich das doch auch irgendwie essen oder bei einem FA kriege ich die 5 fache Menge runter und jetzt? Später kommt Ci's Oma vorbei und füllt die Stille mit liebem Gerede. Um 11 gehen wir in ihr Zimmer und Spiele irgend so ein Spiel bei dem man steine in Löcher stopft und dem anderen dann wellche Klauen darf. Ci hat mich eiskalt abgezockt und sich drüber gefreut :) Mom kam mit einer halben Stunde Verspätung an, gerade als ich dabei war das anzurufen damit er mich holt. Beim Verlassen sage ich Ci sie soll mal auf ihr Bücherregal oberste Reihe schauen. Da habe ich gestern Abend ihre Weihnachtsgeschenke "versteckt" mit den Worten »Fröhliche Weihnachten <3 xoxo Lee. P.s: Ich liebe dich <3« alles ein wenig durcheinander aber sie hat es gefunden und verstanden. 

Im Scheißkaff angekommen habe ich Mom geholfen Zeitungen auszutragen. Dabei war mir so schlecht, das ich mich übergeben musste. Gott sei dank war da gerade ein Busch sonnst hätte das ein größeres Problem gegeben und noch viel größeres Glück, das mich niemand gesehen hat. Und das 'lustige' ist ich musste einfach so kotzen. Ohne irgendwas zu machen. Keine Finger. Nicht. Aber ich sag ja mein Körper ist im Moment etwas durcheinander. 

Eben habe ich mein Zimmer umgeräumt und ein bisschen "Ordnung" geschaffen auch wenn das Chaos immer noch die Oberhand behält. Ich gehe auch gleich Schafen, wenn das so klappt wie ich will. 

Es kann sein das ich erst im Neuen Jahr wieder Posten kann, deshalb wünsche ich euch allen einen Fantabulösen Start in's neue Jahr und hoffe ihr habt nicht ganz so viel Angst davor wie ich! 

Ihr hört von mir! 
xoxo Lee. 

P.s: Ich liebe euch ❤️

Freitag, 27. Dezember 2013

»157«

A Million Lives - Jake Miller

»Now lemme turn the table
and talk to you. 
I had a dream but you're
the reason that it's comin' true.
Yeah I've had some dark days,
 when the sun don't shine.
But you always reminded me,
 that I would be fine!
Cause when no else cared, 
you believed in my vision.
And now I got an army comin' 
with me on my mission.
I thank God for all of you,
every single night.
Cause believe or not, 
you saved my life!«



Ich werde es wirklich nie verstehen. Wie kann in diesem Scheiß Dezember alles so schrecklich und doch so schön sein? Ich meine Ci ist eigentlich echt lieb zu mir und ich bin froh das ich sie habe und anderer Seits driftet Julii immer mehr ab. Und ich mit ihr und doch ohne sie. Wir fallen auf andere Seiten der Erdhalbkugel, sie Richtung England ich Richtung Australien. wir werden immer mehr getrennt unsere Herzen. Und dafür mache ich niemanden verantwortlich. Doch. Das tue ich. Ich kann niemand anderen als mich selbst dafür verantwortlich machen, das ich sie verliere. Dumm Dumm Dumm. Ich bin so Dumm. Eine Eifersüchtige dumme Kuh. Die es nicht aushält das ihr eins der wichtigsten Dinge, nämlich Julii's Herz aus den Händen gerissen wurde. 
           


Und auch wenn es sich jetzt vielleicht noch dümmer anhört bin ich froh das ich mein großes vielleicht noch habe. Das Ci nicht weg ist und da ist. Morgen gehe ich seit ewigkeiten mal wieder zu ihr. Wir wollen eine Dreistöckige Torte für ihre Mami zum Geburtstag am Sonntag backen :) Ich bin ziemlich gespannt ob das was wird! Aber allein die Vorstellung ist schon ziemlich lustig. Das einzige Problem mit Ci ist, das mir irgendwann der Gesprächsstoff ausgeht und wir uns anschweigen und das schweigen es stört. Davor habe ich Angst. Also habe ich gleich mal einen Tanzfilm eingepackt, denn Ci liebt Tanzen. Sie ist in vielerlei Hinsicht ein kleines Stückchen von dem was ich früher war. 

Wenn wir gerade beim Thema sind, heute war ich bei Aldi und habe ein paar Schulsachen gekauft. Auf dem Rückweg hat mich meine alte Tanzlehrerin angesprochen. Gott erst war das alles so schlimm. Mein Körper hat die Abwehrsignale eingestellt. Also Zitterte ich und kalter Schweiß bildet sich auf meiner Stirn. Ich habe Angst. Nach all den Jahren immer noch. Sie schaut mich an und sagt "Ich habe verstanden was du damals gemeint hast" »äh? Was?« "Das ich dem Tanz nicht zuhöre! Du hast recht. Ich war besessen zu gewinnen und habe euch die Leidenschaft aus dem Körper gezogen" ich könnte es einfach nur verdattert ansehen. Nach 2 Jahren fällt ihr auf das ich recht hatte? Mit einem mal fällt die Angst und ich schaffe es mich zu überwinden ein Gespräch mit ihr zu führen. Sie erzählt über die Mädels und über die Wettbewerbe und darüber das sie aufhören wird Tanzuntericht zu geben. »Nein nicht wirklich oder?« "Doch, Doch.. Sie tanzen nicht mit Freude Lena, sie tanzen weil sie denken sie müssen es tun" Genau wie ich mich damals gefühlt habe. Wie ein Vogel dessen Schnabel man zugeklebt hat und dessen Flügel man brach damit er nicht fliehen kann.
»Du solltest nicht aufhören« "Nein du solltest nicht damit aufhören Lena!" »Es ist besser so« Ich verabschieden mich und will gehen. Da sagt sie "übrigens hast du immer noch diesen leicht federnden Gang und deine Füße drehen nach innen wenn du läufst." 
Gott sie hatte mich beobachtet. Ich fühle mich mit einem mal Jahre Jünger und stehe wieder vor dem großen Spiegel in der Halle. Tränen. Angst. Knacken. Knöchel. Schmerzen. Trotz allem weiter gemacht. Weiter getanzt. Knöchel kaputt. Glücklicherweise nicht gebrochen. Hat Sie damals diagnostiziert und meinte ich könne weiter machen. Eisspray wird mein bester Freund. 2 Monate Später beende ich es. Aus Angst vor ihr. Aus Angst vor der Leidenschaft. Komisch das ich es trotz allem vermisse, so sehr. Trotz allem fällt mir tanzen immer noch, immer wieder so schwer. 





Donnerstag, 26. Dezember 2013

»156«

It still feels like i'm drowning every day of my life. 
Like i'm always on a battle between me and the water.



Dieses Wasser, dieses Gewicht, diese Last sich drückt mich immer weiter nach unten. Jeden Tag ein weiteres Stück, solange bis ich irgendwann auf dem Grund des Ozeans liege und nicht mehr wieder auftauchen kann. Schon allein deshalb nicht, weil die letzte Luft nicht ausreicht um wieder nach oben zu gelangen. Etwas Eisernes hat sich in mir breit gemacht. Es ist schwer und kalt. Vielleicht ist es die Einsamkeit? 


Julii hatte heute Geburtstag. Um 16 Uhr bin ich angekommen und um 18 Uhr wurden Frii und ich wieder raus geworfen, weil sie zu Schatz wollte. Naja ich bin jetzt doch noch bis Freitag bei Dad und deshalb schläft Frii morgen bei mir. Eigentlich wollte Julii auch da schlafen aber sie hat dann doch vorhin noch per Sms abgesagt. Über das Geschenk hat sie sich auch irgendwie nicht so richtig gefreut und dabei habe ich mir extra so viel mühe gegeben.. Zum einen hat sie den Taschenrechner bekommen, den wir für die Abschlussprüfung brauchen weil unser alter nicht zugelassen ist. Ja natürlich das alleine wäre ja wirklich langweilig gewesen, auch wenn der 25 Euro Taschenrechner den Geldbeutel so schon zum platzen brachte. Habe ich ihr ein Duschgelmonster Paket geschenkt. Mit 4 Duschgelen, einem Duschschaum, einem Handpeelig und passender Creme, Nagellack, Gesichtsmasken, Traubenzucker, Kaugummi, Tee, einem Labello und Lustiger Auspackanleitung. An dieser ich den ganzen Montag und Dienstag morgen gebastelt habe. Okay vielleicht ist es manchmal wohl auch schon zu viel verlangt Danke zu sagen, was erwarte ich auch. Sie ist doch eh das Ausrufezeichen. Und dieses Ausrufezeichen schreit nach allem möglichen. Ihre Mom hat sich vorhin bei mir Entschuldigt, das Julia uns einfach raus geworfen hat und meinte das es ihr leid tut. Wisst ihr was mich so richtig aufregt, Julii hat die Perfekte Familie. Ihr Papa und ihre Mama sind einfach toll und ihre Omi ist auch richtig lieb. Sie hat mir heute einen Brief geschenkt mit einem kleines Gedicht, ich schreibe es euch morgen mal auf. das wollte ich eigentlich schon jetzt machen aber der Umschlag ist unten in meiner Jackentaschen und wenn ich da jetzt runter gehe wecke ich nur Dad auf und dann regt er sich wieder auf das ich nicht schlafe. 

Als ob ich das mit abschicht mache! Ich würde jetzt auch echt gerne schlafen aber es geht einfach nicht. Die Schlafstörungen lassen grüßen. Ich hasse es so sehr nicht schlafen zu können obwohl ich so Müde bin. Eigentlich müsste ich die ganzen Ferien schlafen und doch weiß ich schon jetzt das ich die hälfte der Nächte mit lesen und wach sein verbringen werde. Vielleicht bringe ich ja auch endlich die dumme Abschlussarbeit fertig. Egal wann und wenn ich sie nachts schreiben muss. Mir rennt die Zeit einfach davon. So schnell, mit so hoher Geschwindigkeit. Als ob sie versuchen würde vor mir  davon zu rennen damit ich sie nicht anhalten kann um für eine kleine Sekunde auf zu Atmen. 


irgendwann frei bin. Das die Handschellen der Gefangenschaft von mir abfallen und ich unbeschwert sein kann. Ich fand den Schlüssel, die Rettung, die richtige Antwort auf all die falschen, verwirrenden, verschlüsselten Fragen. So viele davon betreffen das Leben. Aber welches Leben denn? Das Leben in Gefangenschaft. Es fühlt sich nicht wie leben an. Es fühlt sich nicht mal nach träumen an. Dieser Traum könnte genau so gut nur ein Wunsch aus tiefstem Herzen sein, der sich jetzt mit Hilfe meines Unterbewusstseins wirre Fäden durch die Nebelschwaden in meinem Kopf strikt. All der Gedanken Nebel versperrt selbst den wirklichen Träumen den Weg und lässt sie nur leise zu mir hindurch dingen. Tief im inneren setzten sie sich fest und bleiben doch ein ungeöffnetes Blatt. Ich bin der Ansicht das man zuerst einen Traum abhaken sollte bevor man den nächsten öffnet und versucht ihn zu erfassen und zu erfüllen. Doch vielleicht sind ja manche Träume Unerfüllbar und dann kaue ich mir mein Leben lang an diesem einen Traum die Zähne aus. Doch sich damit ab zu finden das manche Träume einfach geschaffen sind um nie mehr als Träume zu werden, bringt mich ziemlich aus der Fassung. Wieso Träumt man denn dann überhaupt? Wenn sich nichts von all dem Verwirklicht, macht es doch eigentlich keinen Sinn weiter zu träumen und doch ist Träumen die einzige Art und weise der schrecklichen Wirklichkeit mit ein wenig Wunschdenken und Phantasie den weg zu versperren. Träumen. Wünschen. Hoffen. Das alles tun wir weil wir vor der Wirklichkeit verschwinden, wir wollen ihr nicht in die Augen blicken und verschönern sie uns somit. Wir reden uns all das schön um besser mit dem eigentlich schrecklichen klar zu kommen, ein wenig zu mindestens. In so fern man mit der Wirklichkeit überhaupt irgendwann klar kommen kann. Irgendwie.

Mittwoch, 25. Dezember 2013

»155«

Weihnachten. Ich hasse es. Und ich mag es. Es ist so eine Hassliebe. So ein ich mag es weil es da ist und ich hasse es, weil es weh tut. Nachdem ich um 16h mit N. in der Kirche war bin ich mit Mom Nachhause und wir haben Raclette gemacht. Und ich hatte das Gefühl ich könnte nichts essen. So als würde jeder Bissen mich erwürgen. Von innen heraus. Es fühlt sich schlimm an. Ziemlich schlimm und doch komme ich nicht um 4 Pfännchen herum. Größtenteils esse ich Gemüse mit Käse und ca. 1 Scheibe gekochter Schinken. Die Masse ist bereits zu viel und mir war schlecht wie noch nie. Als ich meinen Magen wieder im Griff hatte, sind wir zur "ich mach die Familie kaputt" Oma gefahren und haben 50€ abgeholt. Danke Oma. Danach zu meiner Tante. Die Große (mein Cousinchen) sitzt am Tisch und schenkt mir Nagellack, was auch sonnst. :) Sie weiß das ich Nagellack mag. Okay ja eigentlich mag ich alles. Ich würde mich selbst über eine Fliege freuen auch wenn ich mit manchen Dingen nicht gleich so recht etwas anzufangen weiß. Von meiner Tante (1) und meinem Onkel (1) bekomme ich erneut 50€ und ein Buch das ich bereits gelesen habe. Also darf ich mir ein Buch aussuchen "Looking for Alaska - John Green" Sprudelt es aus mir sofort heraus. Ich möchte es auf Englisch lesen sage ich meiner Tante (1) und sie lächelt. Tante (2) und Onkel (2) schenken mir ebenfalls 50€! 150€ nungut dankeschön liebe Familie. Das ist genug Entschädigung für das noch kommende Drama. Es wird wie immer über die "kaputt mach" Oma geredet, über essen und über 'Dorfgeschwätz'. Ich hasse es. Dieses Gelaber. Es ist unnötig sich über Leute auf zu Regen die es eh nie hören werden. Mein Onkel (2) inklusive Tante verduften um 1h. Mittlerweile wurde mir bereits schon klar gemacht das meine Noten nicht gut genug sind und das ich nicht auf diese scheiß fucking Privatschule komme und mein Ausbildung nicht schaffe. Ich bin eine Schande für die ganze Familie. Danke liebes Tantchen (1)! Onkel (1) schweigt und sagt das seine Tochter es mit dem Abitur genau so schlecht hat. Danke onkelchen! Danke. Dann schweigt die Tante (1) endlich und trinkt die 3 Flasche Sekt mit Mom aus. Sie ist angetrunken also hat sie das sicher nicht so gemeint. Hoffentlich. Trotzdem macht es wenig Hoffnung. Um 12h habe ich Julii angerufen und ihr zum Geburtstag Gratuliert, Schatz ist bei ihr. Später bekomme ich ein Bild wo sie halb nackt im Bett sitzt. Von ihm. Er ist wiederlich. Nicht das ich Julii noch nie Nackt gesehen hätte, das ist nicht das Problem, sondern das ihr Freund sowas rumschickt, selbst wenn auch nur an mich. Und ein wenig versetzt es mir einen Stich. Sie liebt ihn so unendlich sehr, so sehr hat und hätte sie mich nie geliebt. Niemals. Und das tut so weh. Auch wenn Julii und ich nur beste Freundinnen sind und ich immer noch nicht weiß was ich eigentlich will, weiß ich doch das die Osterferien etwas besonderes Waren. Verdammt sie hatte mir Hoffnung gemacht auf etwas besseres, auf Glück, hatte mich als einziger Mensch jemals wirklich berührt ohne das ich sie wegschleuderte, weil es sich für einen kurzen Augenblick nach Glück angefühlt hat. Und das bitte jetzt nicht falsch verstehen, zwischen uns ist nie irgendwas gelaufen. Was vielleicht auch besser so ist aber doch war dieser eine Abend irgendwas dazwischen. Und ja vielleicht bin ich einfersüchtig, vielleicht kann ich doch nicht teilen, vielleicht kann ich Julii und Ci nicht teilen. Vielleicht bin ich generell unfähig. Das Problem an der ganzen Sache ist, das die Hoffnung zuletzt stirbt, aber sie stirbt. Und sie ist gestorben. Seit er da ist. Das Große Fragezeichen hatte in ein paar Momenten ein Ausrufezeichen aus sich geformt und es mir in's Gesicht geklatscht. Schmerzlich. Unvorsichtig. Launisch. Mein Herz bröckelte ab wie der Putz an alten wänden und zerfiel in kleine Staubbrocken. Somit blieb nichts mehr übrig. Nichts als Luft und etwas wertloser Dreck, den man aufkehrt und in den Müll sinken lässt. Ci ist mittlerweile betrunken. Sie hasst Weihnachten wegen ihrem Opa. Und sie tut mir leid. Ich hätte sie gerne hier gehabt und wäre mit ihr zum Spielplatz gefahren und wir hätten uns in der Hütte, von der man herunter rutscht, niedergelassen und hätten geraucht und abgestandenes Bier oder alten Wein von Oma getrunken. Vielleicht wären wir dort eingeschlafen. Vielleicht hätte ich sie zum Spaß einmal quer über den Spielplatz gejagt nur um sie ins Nasse Gras zu drücken und um ihr auf die Nase zu tippen. Dann hätte sie gelacht wie ein Kleinkind wenn es sich schämt und wäre aufgesprungen, hätte sich eine Zogarette Gedreht und sich auf der Tischtennisplatte nieder gelassen und den Sternen beim verschwinden zu gesehen. Ja vielleicht wären wir einfach Kindisch. Vielleicht bin ich heute einfach zu viel, zu sehr durcheinander um die Menschen klar an Ort und Stelle zu sehen und stehen zu lassen. Es ist schwer Menschen zu vergessen mit denen man von der Zukunft träumt. Das ist das Problem mit Menschen die man an sich ran lässt. Irgendwann werden sie mehr als irgendein Fremder Mensch sein. Und es geht so schnell. Selbst ihr seit schon nicht mehr irgendwelche Menschen ihr seit altbekannte Freunde, selbst wenn ihr neu seit. Ich weiß das alles gibt keinen Sinn und eigentlich wollte ich über Weihnachten und den Hass dahinter schreiben aber es ist 3h und ich muss um 9h wieder aufstehen, deshalb lege ich mich jetzt schlafen und träumen dabei von Alaska Young, der Perfekten Alaska. Sollte ich jemals eine solche Person wie Alaska kennen lernen, werde ich sie Alaska nennen. Aber es kann eben nur eine Alaska geben und diese existiert prinzipiell nur in meiner Fantasie und in Illusionen die John Greej mit achtsamen und bedachten Worten erschuf. 


Dienstag, 24. Dezember 2013

»Wichtelfee«

Huhu liebe Lia <3 

wie du wohl weißt kann ich mich selten auf eine Sache beschränken deshalb habe ich mir einen Spruch ausgesucht den ich dir schon einmal geschrieben habe und ich finde einfach das er zu dir passt weißt du, deshalb liebe Lia: 

»Gib einfach alles, nur nicht auf« 



Ich hatte aber noch eine kleine Idee und zwar ist das ja ein Weihnachtswichteln und ich bin nun ja deine kleine Lee Weihnachtsfee deshalb möchte ich, als Weihnachtsfee eine kleine Überraschung zu dir senden und das mit ein wenig Hilfe des Weihnachtsmannes (auch bekannt als Postbote) wenn das in Ordnung ist! 

Nunja neben diesem kleinen Lieblingspruch habe ich dir nun noch ein paar kleine fabulöse Worte und auch Fakten mitzuteilen: 

1. Du bist übrigens wundervoll liebes und das 24 Stunden, 7 Tage die Woche <3 
2. Du bist eine riesengroße Kämpferin und darauf kannst du verdammt Stolz sein! 
3. Du bist unglaublich lieb und toll und Stark und bewundernswert!
4. Du hast ein großes Herz, viel größer als sonnst irgendwer auf diesem Planeten! 
5. Du kannst wunderschön schreiben und Dinge beschreiben und ich liebe es etwas von dir zu lesen!
6. Wir sollten mehr Philosophieren das ist nämlich ganz wundertoll mit dir :)
7. Du solltest mehr lächeln!! Denn Große Lia's sind bestimmt noch viel wunderhübscher mit einem Lächeln im Gesicht! 
8. Ich möchte dich niemals mehr, wirklich nie nie nie nie nieeeeeemals mehr hergeben, denn »was meins ist, ist meins!« nein Quatsch (ich kann schon teilen :D), ich will nur sagen das du mir total Mega doll wichtig bist und ich dich lieb habe <3
9. Du solltest mehr Umarmt werden, also fühlst du dich jetzt bitte mal wieder Umarmt von der Weihnachtsfee! :* 
10.Nun noch eine kleine Bitte: 

 »Glaub an dich liebes« 

Wenn ich an dich glaube, dann solltest du das erst recht tun!!


So die Weihnachtsfee sagt nun adé und wünscht dir einen wundertollen Tag!

Küsschen und Umarmung und ganz viel Liebe und Kraft und alles was du sonnst noch so brauchst, schicke ich dir hiermit per Luftpost in Windeseile! 
Ich hab dich lieb <3

Umarmung,
deine Lee :*

Sonntag, 22. Dezember 2013

»154«

Wieder dieser Satz. Immer wieder. So oft habe ich ihn schon gesagt und noch tausend mal mehr durchdacht. Wer gibt schon gerne zu das eben nicht ''alles bestens'' ist. Um ehrlich zu sein ist nichts bestens. Schon seit Ewigkeiten nicht. Seit Tagen erfriere ich, stehe zwischen Leben und tot. Zwischen der Wirklichkeit und dem Unwirklichen. Wer bin ich eigentlich? Natürlich weiß ich, wer ich bin. Ich bin Lena, komme in den nächsten 10 tagen einer unglaublich angst einflößenden Zahl entgegen und habe angst vor der Wirklichkeit. Das Klingt soweit schon irgendwie nach mir. Aber ich bekomme dieses mein Name ist Lena, ich bin 16 jahre alt und habe bösen Krankeheiten:

F. 32.1 
F. 50.2
F. 60.3 
F. 92.0

                            Aber wie gesagt:

Mein Leben läuft, zwar den Bach runter, aber es läuft. Julii hat die zusage vom E.Stift bekommen. Ich könnte weinen. Natürlich gönne ich ihr den Ausbildungsplatz von ganzem Herzen aber ich möchte auch einfach diese Sicherheit haben, doch die habe ich nicht. Im Januar werde ich die Bewerbungen gleich mit dem Zweiten Zeugnis abschicken und abwarten. Bis Mitte Februar ist Einsendeschluss. Und trotzdem habe ich so unglaublich große Angst das es nicht klappt, das meine Ausbildung  nicht Klappt. Das ist der einzige 'Baustein' an dem ich mich noch festhalten kann. Der mich noch hier hält. Natürlich habe ich mir nicht gerade den besten und einfachsten Beruf herraus gesucht aber.. Naja okay ich bin ziemlich unsicher immerhin habe ich nur ein Praktikum gemacht und nur weil das gut gelaufen ist und ich gerne mit Kindern zu tun habe möchte ich gleich Erzieherin werden.. manchmal macht mir der Entschluss angst, schon allein deshalb weil er so sehr beschlossen ist. Natürlich gibt es nicht nur die eine Schule. In Darmstadt gibt es ja schließlich zwei, in Lampertheim eine, in Weinheim eine und in Frankfurt auch eine aber ich habe einfach angst. Angst das ich nicht ausgenommen werde, angst das nichts Klappt, angst vor der Zukunft. Angst vor dem ganzen nächsten Jahr. Es wird ein anstrengendes Jahr, mit wenig Zeit und viel stress und die tatsache das ich nicht weiß ob ich es letztendlich schaffe oder nicht, ob ich überlebe oder nicht, die macht mich hier und jetzt gerade ziemlich wahnsinnig. Ich bin mir einfach nicht mehr sicher ob ich das alles kann. Ob ich leben kann und ich weiß das hört sich schon wieder alles so merkwürdig an und um ehrlich zu sein verwirrt mich das alles auch ganzschön aber ich, ich weiss heute einfach nicht was ich will, weder wohin ich will und erst recht nicht wie ich das alles schaffen soll. Wie soll ich Erzieherin werden, wenn ich nie T-Shirts tragen kann. Wie soll ich Kinder Gücklich machen, wenn ich es selbst nicht bin? Wie wird das alles nur enden? Ich will es jetzt garnicht wissen, aber irgendwann in der nächsten Zeit brauche ich eine Antwort, einen entschluss, eine Entscheidung. Nur ob es die Richtige sein wird, das weiß niemand.

Samstag, 21. Dezember 2013

»153«

»Lebenslast«

Das Leben ist so oft eine Last. Diese Last, sie bringt uns dazu zu tauchen. Ab zu tauchen. Oft verschwindet man einfach in einem Meer aus Schwarem Geröll und lässt sich erdrücken. Das Leben steckt einem so oft den Mittelfinger entgegen und doch nehmen wir lieber gleich die ganze Hand. Weil es einfacher ist. Sicher. Ungefährlicher. Das Leben reicht uns, während es uns gleichzeitig erdrückt einen Finger an dem wir uns festhalten. Somit ist das Leben Rettung und Not zugleich. Ich hatten in letzter Zeit oft das Gefühl an etwas leiden das größer ist als das Leben, nämlich das was danach kommt. Das nichts. Davor habe ich meinen Respekt und doch glaube ich das es, nach dem man Jahre lang am Leben ertrunken ist, etwas besseres geben muss als das Leben selbst. Und ich hoffe so sehr, dass es dieses etwas gibt und das ich eines Tages finden werde.

Gestern war einfach anstrengend. Seit zwei Wochen war ich zum ersten mal wieder Dienstags in der Schule. Wenn auch mit gemischten Gefühlen. Als einzige in Sport mit Langärmligem Pulli herum zu laufen ist nicht gerade das schönste. Vor allem wenn man weiß, das jeder weiß was darunter Schlummert. Ich fühle mich ausgeliefert. Der Krankheit ausgeliefert. Nach den ersten 45 Minuten in denen wir Volleyball gespielt haben, nehmen Julii, N., Frii und ich uns einen Baskettball und spielen ein bisschen. In Erdkunde habe ich auf dem linken Auge wieder nichts gesehen. Es wird langsam gruselig. Ich weiß ja schon lange das mein Auge und meine Muskeln und manchmal auch Nerven zucken wenn ich angespannt bin aber das ich dann einfach ganz gepunktet weiß sehe und mit dem einen Auge ziemlich nichts mehr erkennen kann, dass ist schon ziemlich merkwürdig.

Jetzt gerade sitze ich im Bus, weil wir entfall halten und somit SHG ausgefallen ist. Eigentlich schade ich bin ganz gerne Künstlerisch aktiv. Eben habe ich mit Jana geschrieben. Sie hat jetzt eine Psychologin. Das finde ich sehr gut und es ist bestimmt richtig. Jana hat eine 'Phobie' vor Erbrechen und hat sich auch eine Zeit lang selbst verletz. Im Zeltlager hab ich mit ihr viel Geredet und mich eigentlich auch echt super mit ihr verstanden. Sie hat mir zu etwas gerate, weil sie weiß wie meine Verletzungen damals ausgesehen haben und das ist ja schon ein halbes Jahr her. Auf jeden Fall meinte sie, dass es in F. a. M. eine Kinder und Jugendpsychatrie gibt und ob ich das nicht vielleicht Sinnvoll finde. Leider Muss ich die liebe da enttäuschen. In eine Psychatrie gehe ich nur wenn mich jemand einweist außerdem geht's mir ja garnicht so schlimm.. Nur ein bisschen Schlecht. Okay. Ja mir gehts beschissen aber das ist schon in Ordnung. Damit kann ich Leben. 

Schon wieder diese Lebenslast vielleicht ist und bleibt das Leben etwas belastendes, etwas das nie einfach und verständlich wird. Es wird wohl einfach immer Kompliziert bleiben.

Morgen fahren wir mit der Klasse nach Mainz in den Dom + Altstadt + Weihnachtsmarkt. So ist der Plan. Irgendwie freue ich mich echt ein bisschen. Mit Julii läuft alles Irgenwie Super.. Auch wenn mich das immer mehr verwirrt. Ci ist auch ganz Normal und irgendwie, ach das ist komisch.. Ich warte irgendwie die ganze Zeit auf so einen Knall, aber da ist nichts. Noch nicht. Vielleicht kommt ja noch irgendwas? Am Freitag kommt Julii, nach der Mathearbeit zu mir, vielleicht da. Vielleicht nie. Vielleicht irgendwann? Ich hab keine Ahnung.

Am Sonntag bin ich bei meiner Oma auf Geburtstag eingeladen. Ich überlege aber noch ob ich hin gehe, weil sie macht immer so viel essen und ich kann so viel einfach nicht essen und vor allem nicht morgens und auch nicht ohne das alles wieder los zu werden. So viel Dreck hate ich nicht aus, vor allem nicht in mir Drinn. 

Ich wünsche euch einen schönen Tag heute und auch morgen Natürlich ihr lieben <3 

Mal schauen vlt. kann ich ja ein paar Bilder machen von Mainz, wäre ja mal eine kleine Abwechslung von all dem Schwarz Weiß. 


Sende euch viele Umarmungen, 
❤️ eure ҽҽ 



Montag, 16. Dezember 2013

»152«

Irgendwie ist es merkwürdig. Ich hätte gedacht das sie nicht mehr mit mir redet, mich meidet, mich verachtet. Und was macht Julii? Sie bringt mich zum lächeln, bleibt bei mir und redet wie immer. Das verwirrt mich und um ehrlich zu sein Haut es mich ziemlich um, dieses Mädchen haut mich immer wieder um. Genau wie Ci. Ich denke sie weiß es und trotzdem ist sie relativ normal zu mir, so normal wie man sein kann wenn man einen Zahn - OP hatte und nicht lachen kann, weil es weh tut. Sie Gipst mir sogar in Kunst mein Gesicht ein und wir lachen uns beide den Arsch dabei ab. Obwohl ich nicht richtig lachen konnte weil mein Mund und meine Augen zu waren. Alles war weg außer meine Nase, sonnst hätte ich ja keine Luft bekommen. Bei Gelegenheit zeige ich sie euch vielleicht mal. Aber erst wenn das Teil fertig ist. Denn ich möchte noch ein paar Dinge darauf Zeichnen, auch wenn nicht gerade das Talent dazu besitze. Vielleicht dann. 

Wärend der Englisch Arbeit, die mittelmäßig gut verlaufen ist, dafür das Englisch mal mein Lieblingsfach war, hat mich Magen verraten. Wieso muss Scheißding auch wärmend der Stille preis geben, dass ich es nicht Füttere. Natürlich hat N. mich doof angekuckt als ich in der Pause trotzdem nichts aß. Das gut an N. ist, sie redet nie. Sie ist wie mein Inneres ich. Ganz tief. Ich hasse reden. Ich denke lieber über Worte nach und schreibe sie auf. Schreiben war schon immer ein Ventil. Etwas das befreit hat. Ich habe Texte auf meinem Pc die Jahre alt sind. Da war ich gerade 9, vielleicht. Und ich habe von Regenbögen und Glück geschrieben. Und von Farbigen Menschen. Grün, Gelb, Orange. Ich habe von Einhörnern geschrieben. Ein Jahr später habe ich angefangen von Schranken zu schreiben. Von Autos und Flüssen. Von Landstraßen und Angst. In diesem einen Jahr hat sich mein ganzer Schreibstil, nein falsch mein ganzes Leben so schnell, so sehr verändert. Und am aller schlimmsten ist es glaube ich das niemand weiß wie schlimm Dad's Unfall für mich war. Wie schlimm es war von Dorfleuten gefragt zu werden wie es ihn geht, ob wohl ich es doch selbst nie wusste. "Natürlich, ihm geht es gut, er kommt bald wieder zurück nachhause" Niemand weiß was für ein Gefühl einen durchströmt wenn man sieht wie der eigenen Vater kaputt geht, an einen Unfall. Und vielleicht sollte ich das alles schon längst verarbeitet haben. Aus mir raus geschoben haben. Aber es geht nicht. Vor allem nicht jetzt um diese Zeit. Weihnachtszeit. Unfallzeit. Sein Bein tut immer weh egal wie sehr er es weg lächelt, er kann nicht gerade laufen. Nicht mehr rennen. Kein Fußball mit mir im Hof spielen. Kein Basketball. Er kann nicht mehr klettern oder lange Spaziergänge mit den (verstorbenen) Hunden und mir machen. Er kann mir nicht mehr Zeigen was frei sein ist, weil er selbst es nicht schafft. Und das kling vielleicht traurig und das ist es auch. Es ist unglaublich traurig, das er das alles nie wieder kann und das ich es nie wieder mit ihm erleben werde. Mir wurde somit im alter 10 Jahren der Rest meiner "wundervollen" Kindheit genommen. weil mein Vater krank und kaputt war und meine Mutter Arbeitssuchen, arbeitend und aggressiv durch die Welt läuft. In was flüchtet man sich dann? In was vergräbt man sich? Wer beschützt einen? Niemand. Alleine sein. Alleine Stark sein. Darauf wurde ich von Anfang an gedrillt. Und mittlerweile wünsche ich mir nichts sehnlicher als mein alleine sein. Hier aus diesem Drecksloch weg. Fort. Wenn auch mit schmerz. Aber weg. Irgendwo hin. 

Ein Dorf weiter hat jemand an eine Garage hässliche aber wahre Worte gesprüht. "Die Welt lacht über dieses Tote Drecksloch" und ich müsste lachen als ich es das erste mal gesehen habe, weil es so verdammt wahr ist. Könnte glatt von mir sein, nur das ich meinen Traum vom großen Graffiti noch in der Erinnerung hege. Weil es wertvoll ist. Und nicht irgend ein verbotenes gesprühe an Hauswände und Garagen. Aber manche Träume wurden gemacht um es zu bleiben. Um nie mehr als ein Traum zu werden. Genau Australien. Genau wie Klippen und Fallschirm springen. Genau wie fröhliche Weihnachten. Genau wie schöne Geburtstage. Genau wie alles. Jeder Traum wurde gemacht um ein Traum zu bleiben. Und selbst wenn sie wahr werden hat man sie sich doch anders vorgestellt. Träume sind genau wie die Freiheit, wie träumen alle von ihr doch wenn wir da sind und sie da ist, ist sie doch nicht das was wir als frei und unbeschwert empfinden. Es ist eben einfach schwer den Anforderungen der Menschen gerecht zu werden. 





Freitag, 13. Dezember 2013

»150«


Bevor ich mit dem "eigentlichen Post" anfange muss ich euch eine Idee vorstellen. Also ich habe heute irgendwie Lust gehabt ein Paar von euch zu zitieren, aus Post's und Kommentaren und so weiter, auf jeden Fall hat meine Mom mich gefragt ob ich mit zu Edeka einkaufen will und da ich eh noch Karteikarten gebraucht habe bin ich mit gegangen. Auf der Suche nach den kleinen Weißen Kärtchen bin ich auf etwas gestoßen, ein weißes Buch mit einem türkies farbenen Smiley und der Aufschrift »I NEED YOU TO SMILE« und das erste an das ich gedacht habe wart ihr. Also habe ich es mitgenommen um ganz viele Zitate von euch hinein zu quetschen. Quetschen sage ich deshalb weil ich befürchte das der Platz nicht ausreichen wird. Und das alleine macht mir schon sorgen aber jetzt werde ich mich erst mal damit beschäftigen alles auf zu schreiben. Ein bisschen erinnert mich das an die Boxen von der lieben Lia :) 


Also ihr Süßen, nun wisst ihr bescheid: 
I NEED YOU TO SMILE! 

Heute Mittag hatte ich eine Merkwürdige Diskussion mit mir selbst. Manchmal rede ich mit mir selbst, zwar schweigend aber ich rede. Manchmal erzähle ich mir in meinem Kopf Sachen. Ich denke man nennt es schlichtweg einfach denken und weil mich das denke zu sehr überfordert hat und ich in einem Streit zwischen mir und meinen Gedanken Stand habe ich beschlossen es auf zu schreiben. In den Laptop ohne WLAN. Seit ein Paar Wochen habe ich ihn mitgenommen und verstecke ihn gut behütet vor Mom. Sie denkt Dad überwacht sie. Mom glaubt allen ernstes Dad würde sich noch für die interessieren, so als ob sie der wichtigste Mensch wäre den er je hatte. Im Gegenteil. Mom hat selbst mein 'Bärchen' Kaputt gemacht. Nunja auf jedenfall habe ich dieses Streit-Gespräch-Gedanken-Dings-Da halt abgetippt: 

Gefasel über die Unwirklichkeit der Wirklichkeit 
»Es kam mir vor, als wäre ich ein Schmetterling. Ich flog von einer, zur anderen Blume und vergaß dabei niemals die vorherige. Ihren Anmut, ihre Schönheit, ihre Vollkommenheit. Doch wenn man immer nur geblendet von der Unwirklichkeit durch die Welt blickt, wird es um so schwieriger die Wirklichkeit zu erkennen. Und meine Wirklichkeit schien noch viel unwirklicher zu sein, als sie es ist. Die Wirklichkeit ist eine Überlegung, eine Frage auf Antworten die ich nie gefunden oder gesucht habe. Vielleicht ist genau das in mancher Köpfe unwirklich, aber für mich ist es die Wirklichkeit. Die Überlegung über die Wirklichkeit an sich ist aber auch schon wieder unwirklich da sie nur in meinem Kopf oder auf Papier statt findet. Sie wird nie mehr werden als unwirklich. Die Wirklichkeit an sich ist eigentlich unwirklich und das ist erneut ein wiederspruch in sich selbst. Doch beenden wir für kurze Zeit mal die Auseinandersetzung zwischen der Überlegung und dem denken um und wichtigeren zu widmen, zum Beispiel der Politik. Seit 4 Monaten soll ich eine Hausarbeit über Margarete Steiff und ihre Erfolgsgeschichte Politischer Sicht niederschreiben doch statt dessen sitze ich hier und tippe die ungeheuer unwichtige und doch so bedeutende Frage über die Wirklichkeit vor mich hin. Vielleicht wird dieses Gefasel eines Tages mal mehr sein als nur ein Paar traurige Worte. Vielleicht wird irgend ein NSA Spitzel meinen Laptop hacken und mir mein Gefasel klauen, als wäre es doch die beste Alternative das Ganze in meinem Kopf zu behalten.«

Vielleicht macht es wirklich keinen Sinn und es ist sinnlos. All das Gerede, all diese Gedanken. All die Gedankenstricke die sich langsam um mich wickeln um mich zu Fall zu bringen. Vielleicht ist mein Leben unwirklich. Vielleicht ist Leben an sich unwirlich. Denn die Wirklichkeit ist es ist im entferntesten Sinne ja auch. Vielleicht fange ich gerade an meine Sprache zu verdrehen, vielleicht sollte ich Shakespeare lesen und dazu Tee trinken und über meine Persönliche Unwirklichkeit Jammern aber vielleicht gibt es irgendwann, irgendwie, durch irgendwen die Möglichkeit die Unwirklichkeit wieder real zu gestalten. Damit sie Wirklich wird. Bedeutend. Etwa dass bleibt, weil es bleibt. Weil es nicht durch Zeit oder Jahre vergeht. Vielleicht wäre so etwas wirklich. Vielleicht ist nichts wirklich. Ich weiß es nicht. Und vielleicht benutze ich gerade viel zu oft das Wort vielleicht. Doch "Sie war mein großes Vielleicht gewesen". Und ich habe es verloren, nur um es dann wieder zu gewinnen und nun von meinem großen Villeicht ignoriert zu werden. Ich konnte mich nie entscheiden wer von den beiden mein Vielleicht und wer mein Fragezeichen war. Doch nun weiß ich es. Ci ist das Vielleicht, die Hoffnung, die trotz allem nicht verstorben ist. Juli ist das Fragezeichen. Seit einem Jahr nun schon, weil ich einfach nicht mehr weis ob ich vielleicht, ihr vielleicht bin. Von manchen Menschen werde ich nie schlau werden, nie mehr wissen, nie mehr erfahren als das nötigste. Die andere hälfte könnte die Tür zur Wirklichkeit zu öffnen. Doch dazu braucht es Kraft. Und die haben wir alle schon längst verloren. Jeder verweilt in seinem Loch, alleine. Dieses mal sind wir alle in einem anderen. Keiner kommt heraus und mein Fragezeichen meint ich bin der Grund warum sich alles ändert. Der Grund weshalb wir in diesen Löchern sitzen und auf die Wirklichkeit warten und vielleicht hat sie dieses eine mal ja recht..


Donnerstag, 12. Dezember 2013

»149«

Schule macht mich krank. Fertig. Müde. Kaputt. Lässt mich wünschen nie da gewesen zu sein. B. lacht. Ci versteckt sich an ihrer Seite. Julii, N und Seelendieb sind nicht da. Frii und ich sind ziemlich alleine, außer v die ist noch da. In Englisch schauen wir den Film "The Queen" wegen der Englisch Arbeit am Montag. Mein Kopf platzt. Quält mich. Bin kurz davor mir schreiend die Ohren zu zu halten. In Powi sehen wir das Ende von Englisch und schauen "Im Westen nichts neues" fertig den hatten wir letzte Woche schon angefangen. Frii und ich, wir gehen raus. Ich setzte mich auf den Boden und ziehe die Luft ein. »Glaubst du ich fliege, wenn ich hier eine rauche?« 
"Lena nein! Nachher in der Pause kannst du rauchen." Wir gehen noch auf's Klo und dann wieder hoch. Meine Kopfschmerzen sind immer noch da. Nach Pause sehen wir den letzten Rest von dem Film aus Powi und dürfen dann ein bisschen in der Zeitung blättern. Nach 20 min sagt Fr.P wir sollen Musik hören oder sonnst irgendwas machen, da sie etwas mit einem Schüler klären muss wegen den Prüfungen. In der Mittagspause gehen wir zu Edeka, ich kaufe mir neues Wasser und habe somit 500ml Tee (20) und 1.25 l Wasser getrunken. Puh zum ersten mal geschafft. In Reli schauen wir ebenfalls einen Film. Ging um Krebs und sterben. War erträglich, aber trotzdem schlimm genug. Julii hat mir gestern erzählt das Frii's Oma einen Herzinfarkt hatte. Ich mache mir sorgen um die Große. Es kann sein das ihre Oma in den nächsten Tagen stirbt. Also muss ich versuchen sie irgendwie auf zu heitern. Garnicht so leicht. Meistens läuft das anderes herum. Morgen "wollen" (müssen) wir in der Klasse Frühstücken, ich bringe Tee mit. Tee ist gut. Tee ist in Ordnung. Kaffee auch. Wasser auch. Saft nicht. Nutella garnicht. Ich weiß nicht wie ich das machen soll. Nichts essen würde auffallen wenn alle vor sich hin kauen. Und Erbrechen will ich nicht schon wieder. Es läuft in den letzten Tagen eh schon schlecht mit der Challenge, leider:( 

Achso wegen der Challenge, hier die Punkte von den letzten 7 Tagen.. 
Freitag: 2 
Samstag: 0
Sonntag: 2
Montag: 2
Dienstag: 1
Mittwoch: 1 
Donnerstag: 0 

Vielleicht bringt ja irgendwer ein bisschen Obst mit oder so. Einen Apfel (65) oder einen Manderine (35)? Das wäre okay. 
Vielleicht Gemüse? Wäre auch okay. Ein bisschen. Morgen muss ich dann Englisch Vocabeln lernen und if-sätze. Samstag mache ich Mathe, die Arbeit wurde verschoben auf den letzten Schultag. Morgen in einer Woche. 
Gleich habe ich dann noch Nachhilfe von 19-20h. Also mache ich jetzt noch ein bisschen was. 

Vorhin hatte ich einen komischen FA. Kleiner Tipp, Tortelini sollte man nicht ungekocht essen, vor allem nicht nach Marmelade Brötchen. Manchmal erstaunt mich diese Fresserei echt, jetzt finde ich das total ekelhaft. Vorhin irgendwie garnicht.. Deshalb habe ich heute auch keine Punkte. Weil ich einmal nach der Schule und einmal nach dem FA erbrochen hab. Zum Glück Habe ich heute in der Pause Kaugummi (9) gekauft. Nur doof das das trinken jetzt wieder raus ist. Die ganze Zeit habe ich sonnst immer knapp 500 ml getrunken manchmal auch 1 Liter. Das war schon viel. Mom kommt gleich nach Hause also gehe ich mal ein bisschen lernen. 



P.s: Die Tags mache ich am Wochenende! Lasst euch bitte nicht unterkriegen ihr lieben Menschen <3

Mittwoch, 11. Dezember 2013

»148«

Noch bevor ich die Wohnungstür aufschließe höre ich ein Krachen. Vielleicht ein Teller oder doch ein Glas. Ich schiebe den Schlüssel in's Schloss und drehe auf. Mom steht in der Küche. Sie hat das Essen auf den Boden geworfen. Ob mit Absicht oder nicht, weiß ich nicht. Sie geht ins Wohnzimmer. "Wischst du das Bitte auf!" »mh« ich nehme die Scherben aus dem Gemüse und packe sie in eine Tüte. Dann nehme ich einen Lappen und wische den Rest auf. Mom kommt wieder rein. "Man Lena, pass doch auf!" »was denn?« ich schaue an mir herab. Oh. In meiner Hand steckt eine Glasscherbe und ich hinterlasse schon wieder Dreck auf ihrem heiligen Boden. "Jetzt kannst du grade nochmal putzen" »ja mache ich« Ich ziehe die Scherbe aus meiner Hand und lege ein Tuch darum. Komisch. Hätte sie nichts gesagt. Hätte ich es nicht gemerkt. In Gedanken war ich einfach so sehr weit weg. Osterferien 2012. Julii und ich liegen auf der Wiese. Ich trage ein Pulli. Es ist warm, viel zu warm für Frühjahr.  Wir liegen neben einander unsere Finger berühren sich. Der Wind flüstert leise ein paar stille Worte. Ich fahre an diesem Abend nicht mehr nach Hause. Auf dem Boden neben ihrem Bett liege ich auf der Matraze. Wir hören alte Lieder. Auch an diesem Tag bin ich vor Mom abgehauen. Eigentlich sollte ich sie nicht Mom nennen. Nicht mal Mutter. Ein Ma wäre schon zu viel. Sie ist einfach irgend eine Frau. Die mich hasst. Auch heute bekomme ich das gesagt. Das ich dumm und tollpatschig bin. Das ich aufpassen soll. Das ich zu faul bin. Das es nicht reicht. Das ich nicht reiche! während sie auf der Couch liegt und schläft, Bügele ich die scheiß Wäsche und räume die Küche fertig auf. Heute ist irgendein Tag. Unter normalen Umständen Würde ich sie anmaulen, aber ich habe immer noch eine Spur vom letzten Streit auf mir. Ich hasse es wenn sie das tut. Und trotzdem macht es mir nichts mehr aus. Nach Tag x könnte sie so viel mehr tun und ich würde nicht mal Schrein oder irgend etwas anderes tun. Vielleicht würde ich wieder Lachen. Vielleicht schweigen. Vielleicht tot sein oder mich so fühlen. Auf jeden Fall ist das einzige was ich beim letzten mal gelernt habe, das zurück schlagen nichts bringt. Nie. Letztes mal hat sie mich gegen die Wand gedrückt und meine Schnitte aufspringen lassen. Wobei das nicht unbedingt beabsichtigt war. Denke ich. Dann hat sie ganz leise ein paar Worte Geflüstert und ich bin in mein Zimmer gerannt. Habe die Rolläden zu gemacht und meine Tür abgeschlossen. Verkrochen unter einer Decke, bin ich entflohen. Der Wirklichkeit und mir selbst, mal wieder ein Stück mehr. In letzter Zeit fühlt es sich so oft so an als wäre ich nicht ich selbst. Als wäre ich ein anderer Mensch, als würden meine Körperteile und mein Körper nicht zu dem Dreckding in mir gehören. Vielleicht glauben viele von euch an eine Seele. Vielleicht hatte ich mal eine. Vielleicht wurde meine zu oft zertrampelt und zerstückelt. Es fühlt sich mich mehr real an, Leben ist so unrealistisch. So unwirklich. So unbedeutend. 

Ich hasse diese Frau. Für all die Jahre. Für all die Worte. Für all die Gewalt. Aber vor allem, für all den Hass. 




Dienstag, 10. Dezember 2013

»147«

Schon wieder Dienstag. Können diese Dienstage nicht einfach aufhören. Dienstag haben wir Sport. Nicht das ich was gegen Sport habe, ganz im Gegenteil ich würde mich mal wieder richtig freuen Sport zu machen, wenn ich die Kraft dazu hätte. Mir fehlt in letzter Zeit einfach sämtliche Kraft um überhaupt irgendwas zu tun. Also bleibe ich heute wieder zuhause. Mom ist diesmal hier. Nachdem sie gestern Abend um 1 Uhr Heim gekommen ist, hatten wir noch einen ziemlich großen Streit. Mom weiß das ich den Geruch von Bier nicht verkrafte. Sie weiß zwar nicht warum, aber sie weiß DAS ich es nicht riechen kann. Und trotzdem hat sie genug für 1 Woche getrunken. Ich hasse es. Es erinnert mich so sehr. Und Erinnerungen sind scheiße, ich mag sie nicht, ich halte sie nicht aus. Jetzt ist da wieder dieses Monster. Es tippt auf der Stelle mit seinen langen Krallen. Sie reichen bis zum Fußboden. Es klappert auf dem Holz. Der Rücken ist etwas krumm, aber so das es noch gehen kann. Die Knie sind zu weit unten und deshalb läuft es gebückt. Das Gesicht habe ich mir nie angesehen. Es kommt mir immer näher. Das tippen auf dem Boden wird immer lauter. Ich halte mir die Ohren zu. Es ist so dunkel hier. Obwohl das Licht brennt. Nun steht es neben meinem Bett. Ich kann den Atem riechen und das schnauben hören. Es wird mich auffressen und zerstückeln. Bis mich irgendeine alte Hausfrau in der Mülltonne  beim Katzenfutter entsorgen, eingepackt in einer Plastiktüte findet. Dieses Monster ist das Leben. Früher war mein Leben schön. Es hat viele Blumenkränze aufgehabt und war bunt wie der Regenbogen gekleidet und das Vogelgezwitscher wurde lauter wenn es näher kam. Das Leben war ein guter Freund. Doch mittlerweile ist es sauer. Sauer weil ich es nicht mehr haben will. Vielleicht vermisst mein Leben die Liebe von früher. Aber wo soll ich denn liebe her nehmen? Ich habe doch selbst keine. Ci redet nicht mehr mit mir, oder nur noch das nötigste. Ich habe versucht mit ein zu reden das es okay ist. Das sie mir oft genug weh getan hat. Das sie nicht gut für mich ist. Und doch war die einzige  Antwort auf die ich immer wieder gekommen bin, das ich selbst vielleicht einfach nicht mehr gut genug für sie bin. 


Sonntag, 8. Dezember 2013

»146«

Ist fliegen wirklich so schwer? Schmetterlinge fliegen doch auch. Selbst ein einfaches Blütenblatt schafft es ab zu heben und durch die Lüfte zu tanzen. Vielleicht bin ich einfach zu schwer. Vielleicht lastet neben dem Körpergewicht auch zu viel Last auf meinen Schultern. Vielleicht muss ich dieses Scheissteil Namens Herz erst rauswerfen um leichter zu werden. Um Fliegen zu lernen. Wisst ihr Worte sind wie Federn. Sie können lieblich und Heart sein, können die Seele streicheln. Und doch haben sie eine Spitze mit der man jemandem das Auge ausstechen kann. Mir hat man mit solch einer Spitze nicht in's Auge, sondern mitten ins Herz gestochen. Nun ist da etwas. Ein klaffendes Loch. Eine Wunde die ewig Blutet und an dieser ich jeden Tag immer wieder, fast verrecke. Aber nie wirklich. Es reicht nicht. Dieser innere Schmerz, er tötet mich letzten Endes nicht. Vielleicht bringt er mich dazu, dass ich mich selbst umbringe, aber im Endeffekt bringt der Schmerz an sich, mich nicht um. Auch wenn er es geschafft hat, dass ich mich wie ein totes etwas fühle. Leblos. Leer. Gestorben vor langer Zeit und doch so lebendig wie nie zuvor. Das Wochenende bei Dad war ziemlich anstrengend. Am Freitag waren wir im Mediamarkt und haben mein Handy gekauft. Gestern bin ich dann doch mit Julii und Frii nach Darmstadt gefahren und um ehrlich zu sein bin ich froh, es war echt schön dort. Ich habe auch ein paar Weihnachtsgeschenke für mein Cousinchen gekauft. Eine Badekugel, Nagellack und Duschschaum von Rituals.  Mir habe ich dort auch einen gekauft, weil die so gut gerochen haben. Nach dem Weihnachtsmarkt waren wir noch in der Stadt. Dort habe ich im thalia einen Film (Violett beschließt zu Sterben) und eine Tasse für Unterwegs gekauft. Damit ich im Bus auch Tee trinken kann. Heute fahren Dad, Oma und ich auf einen Weihnachtsmarkt in der Gegend. Da habe ich letztes Jahr meine Schneekugel gekauft. Wisst ihr ich habe so eine kleine Sammel Leidenschaft für Schneekugeln. Einfach weil die Welt darin versteckt ist. Das Lächeln bleibt eisern, selbst wenn man sie schüttelt und auf den Kopf stellt wie man will. Niemand beklagt sich über den Schnee und die Kälte. Es ist wunderbar. 

Edit: Ich habe keine Schneekugel gefunden. 



Ich hab noch einen Glühwein (223) mit Daddy getrunken. Mit dem Essen läuft es seit Donnerstag nicht so gut. Viel zu viel. Ich komme mit der Summe nicht klar. Mit der ganzen Masse die in mir verweilt und das ganze Fett hinterlässt. Ich habe Angst vor der Waage morgen, sie wird mich klein schneiden und kaputt machen. Hassen. Leiden lassen. Heute Nacht muss ich noch den Deutschordner fertig machen. Dann mache ich wenigstens etwas Sinnvolles. Dieses nicht schlafen können macht mich in letzter Zeit ziemlich fertig und Mom hat mir meine Schlaftabletten ja schon lange abgenommen. Also Prost auf einen weitere schlaflose Nacht. 

Am Dienstag wollen Julii und ich in die Stadt, ich habe mir schon überlegt ob ich mir ein 4 Ohrloch stechen lasse oder es selbst steche. Habe da gerade irgendwie Lust drauf. Übrigens habe ich Dad wegen dem Tattoo gefragt. Er meinte darüber reden wir wenn ich 16 bin. Also in 23 Tagen. Ich habe so große Angst vor meinem Geburtstag. Da ist die ganze (halbe) Familie da und ich muss den ganzen Tag Glücklich sein. Das kann ich nicht und gleichzeitig kann ich mich auch nicht von der 15 verabschieden. Auch wenn 2013 nicht gerade schön war, war es doch ab und zu gut oder zumindest okay. Vor allem Läuft mein Geburtstag ab wie jedes Jahr. Morgens zum Frisör. Mittags Kaffee mit der "Familie" und Abends mit Mom um 12 vor dem Fernseher zum Neujahrs Countdown im ZDF anstoßen, dass der scheißtag vorbei ist. Jedes Jahr das selbe. Ich habe seit 11 Jahren keinen Geburtstag mit meinem Dad verbracht. Nie. Kein Heiligabend. Nie. Irgendwie macht mich das ziemlich traurig.

»145«

Ich wurde von der Lieben Lia getaggt! ❤️ Danke dafür! :*

Also die Regeln sind:
Schreibe einen Post zu diesem Award und beantworte die 11 Fragen.Überlege Dir weitere 11 Fragen und tagge 5 Blogger mit unter 200 Followern.

1. Was war der schönste Moment deines Lebens? Vielleicht ist das jetzt traurig, aber ich erinnere mich nicht mehr wirklich. Vielleicht vor 4 Jahren als alles noch gut war. Vielleicht hatte ich da ganz viele schöne Momente. 

2. Wieso führst du einen Blog? Das ist eine gute Frage! Anfangs kam ich hier an und wusste nicht wie das alles funktioniert. Dann irgendwann hab ich einfach drauf losgeschrieben und ihr lieben Menschen habt euch mein Gefasel auch noch durchgelesen! Aber wenn ich eis weiß dann ist es das ich verdammt froh bin diesen Blog zu haben! Ihr seit mir alle so viel wert! Jeder einzelne ❤️

3. Möchtest du später mal Kinder haben? Wenn das möglich ist, ja. 

4. Was ist deine Lieblings-Teesorte? Apfeltee ist super:)

5. Was ist dein Lieblingszitat/Lieblingsspruch?
Es gibt viele schöne Sprüche und ich glaube es wäre ein Verrat sich jetzt auf einen Fest zu legen. 

6. Was möchtest du später mal werden falls du deinen Traumberuf noch nicht hast? Mein Traumberuf ist Erzieherin.

7. Welche drei Dinge möchtest du, dass sich im Jahr 2014 ändern? Mein Verhältnis zu Julii, meine ES und das Schneiden. 

8. Was ist dein Lieblingsbuch? Bücher sind kleine Welten in diesen man sich vergraben kann, jede dieser Welten ist anders und persönlich und faszinierend. Jedes Buch ist toll. Mein Lieblingsbuch ist seit ein paar Tagen »Das Schicksal ist ein mieser Verräter« von John Green!

9. Welche Jahreszeit gefällt dir am besten? Der Herbst ist toll und zugleich die schlimmste Jahreszeit ihm Jahr. Wir haben wohl so eine Hassliebe. 

10. Welches Jahr war das schlechteste in deinem Leben? Seit 2011 gab es keine guten Jahre mehr.

11. Was gibt dir Hoffnung? Lebensgeschichten geben Hoffnung. Klingt komisch aber ich würde mich an liebsten zu Leuten setzen und stundenlang ihrem Leben lauschen. Hören wie oft sie gefallen und wieder aufgestanden sind. Wie sie gelebt haben. Das gibt Hoffnung, mir zumindest. 

Meine Fragen: 
1. Wellches Wort benutzt du am häufigsten? 
2. Wovor hast du Angst?
3. was ist der Sinn des Lebens? 
4. was ist dein Lieblingslied?
5. wer ist der wichtigste Mensch in deinem Leben? 
6. wie lange schreibst du schon einen Blog? 
7. wer bist du? 
8. hast du Haustiere?
9. wie kann man dich glücklich machen?
10. was war dein schlimmster Albtraum?

Ich tagge jeden der noch nicht mit gemacht hat und es gerne machen würde ❤️ 

Ich wurde erneut getaggt von der Lieben Kazuha, Danke dafür! 

Ihre Fragen: 
1.  Warst du schon mal depressiv? Ja
2. Lieblingsstadt/ Lieblingsland? Porquerolles/Südfrankreich - Lieblingsland Australien 
3. Wonach bist du süchtig? Nach allem was mir schadet. 
4. Frühling oder Herbst? Herbst. 
5. Deine drei besten Eigenschaften? Habe nur schlechte.
6. Was fehlt dir im Leben? Alles. 
7. Süß oder salzig? Mischen wir es.
8. Liebe, Familie, Freundschaft, was bedeuten sie dir jeweils? Ich liebe nicht mehr. Meine Familie ist scheiße. Meine Mom ist eine dreckshure und mein Dad ist Kaputt. Seit Ci weg war habe ich unglaubliche Angst Freunde zu verlieren, Freundschaften bedeuten mir mehr als mein Leben. 
9. Wie kamst du zu deinem Blogger-Namen? Es gibt ein Lied von Rihanna, das heißt Complicated (=kompliziert) und ich/mein Leben wir sind ziemlich kompliziert und die ganze Situation generell ist ziemlich kompliziert. Es ist eben alles kompliziert zu verstehen.
10. Dein wichtigster Gegenstand und warum? Bücher und mein Handy. Bücher weil sie eine neue Welt öffnen und einen abtauchen lassen. Mein Handy weil ich so bloggen kann. Ohne meinen Blog wäre schon so viel mehr passiert.
11. Stelle ein Bild rein, welches deinen größten Wunsch verkörpert. 


Meine Fragen bleiben die von oben^^ 

Ich tagge jeden von euch süßen, der noch nicht mit gemacht hat! ❤️

Dienstag, 3. Dezember 2013

»144«

Die Nacht ist der Tag. Meine Nacht war schlimm. Ich habe nicht geschlafen. Also konnte der Tag auch nichts werden. Mom verlässt um 6:30 das Haus. Mein Gesicht ist halb fertig. Die Maske sitzt fast. »Ich komme so um 14h Heim« schreit sie, bevor die Tür ins schloss fällt. Sie ist weg. Der Pinsel landet in der Halterung, die Foundation wird zu geschraubt. Mein Kopf landet auf dem Boden. Er ist kühl und schafft etwas Klarheit in all der Unordnung. Ich kann nicht in die Schule. Die ersten Tränen Fließen aus mir heraus. Nach einer Ewigkeit ziehe ich mich hoch. Mir ist kalt. Eiskalt. Also schleppe ich mich ins Bett und schlafe. Julii und Ci Regen sich auf das ich schon wieder nicht da bin. Toll. Mir geht's sowas von beschissen und meine lieben Freunde habe nichts anderes zu tun als sich aufzuregen. Bei Sport hätte ich heute eh nicht mitmachen können. Also bin ich Zuhause geblieben. Später habe ich mich zuerst in die Küche geschleppt um etwas Pamelo (89) und eine Mandarine (31) zu schälen, um sie mit ins Wohnzimmer zu nehmen. Vor dem Fernseher esse ich. Doch das Gerät bleibt aus. Erst nach dem Essen schalte ich ihn ein. Komische Sendungen, nichts was interessiert. Also lerne ich etwas und schlafe nochmal. Um 15 Uhr kommt Mom Heim. Eine Stunde später als erwartet. Gewöhnlich, ist immer so. Dann kocht sie Nudeln (238) und Soße (8EL = 76). Chemie will nicht in meinen Kopf obwohl es eins meiner Lieblingsfächer ist. Nach dem lernen versuche ich mein Zimmer etwas auf zu Räumen. Dabei stolpere ich über einen Fyer von Frau S. Sie hat ihn mir schon vor 3 Oder 4 Monaten gegeben und meinte ich soll mir das bei Gelegenheit mal anschauen. Es geht um Depression und auf der Rückseite ist so ein komischer Selbsteinschätzungstest. Kurzerhand entschließe ich mich dazu ihn an zu kreuzen. 

Leiden Sie seit mehr als 2 Wochen (?) unter.. 1. Gedrückter Stimmung [ja] 
2. Interesselosigkeit und/oder Freudlosigkeit bei sonst angenehmen Ereignissen [ja] 
3. Schwunglosigkeit und/oder bleierner Müdikeit [ja] 
4. Fehlendem Selbstvertrauen und/oder fehlendem Selbstwertgefühl [ja] 
5. Verminderter Konzentrationsfähigkeit u/o starker Grübelneigung u/o Unsicherheit im Treffen von Entscheidungen [ja] 
6. Negativen Zukunftsperspektiven [ja] 
7. Starker/häufiger Selbstkritik [ja]
8. Hartnäckigen Schlafstörungen [ja]
9. Vermindertem Appetit [naja] 
10. Tiefer Verzweiflung und/oder Todesgedanken [vielleicht ja] 

Sämtliche Aussagen, die mit [ja] beantwortet werden, zählen einen Punkt. 
Wenn sie 4 oder mehr Punkte ankreuzen, könnte dies ein Zeichen für eine Depression sein. 

Das Ding landet zerknittert in der Ecke. Ja vielleicht bin ich schlecht drauf. Und das seit 2 Jahren. NICHT WOCHEN! Vielleicht Schlafe ich schlecht und habe versucht mich umzubringen. Vielleicht denke ich viel nach und habe Angst vor der Zukunft. Vielleicht ja. Aber wer hat das nicht. Wir sind doch alle ein bisschen kaputt und deshalb doch nicht gleich Depressiv. 

Am Freitag gehen Dad und ich nach Heppenheim zu Mediamarkt und kaufen mein Handy. Samstag bleibe ich Zuhause. Julii hat heute so einen Stress geschoben wegen dem Weihnachtsmarkt das sie mir sämtliche Vorfreude verdorben hat. Vielleicht fahre ich nach Be und gehe alleine auf einen Markt. Ja manchmal bin ich komisch. Erst rege ich mich auf das Julii zu viel zeit mit ihm verbringt und dann nimmt sie sich mal zeit und ich komme nicht mit. Nur was mich ein bisschen geärgert hat ist, das sie Frii gefragt hat, ob sie mit kommen will. Nicht das ich was gegen sie habe oder so aber es ist anders. Außerdem habe ich im Moment kein Geld, weil ich Franzii (aus tumblr) ein Päckchen schicken möchte. Mit Tee und so und leider ist der doofe Teeladen nicht gerade der Geldbeutelfreudlichste, was die Möglichkeit eines 15 Jährigen Mädchens mit einem Einkommen von +/- 20€ pro Monat. Werde jetzt noch ein bisschen "das Parfüm" lesen und wieder schlafen. Achso übrigens meinen tumblr werde ich kommendes Wochenende Löschen oder spätestens in 2 Wochen. Wenn ich mir einen neuen gemacht habe und relativ allen wieder gefolgt bin. Wir zwar viel Arbeit aber ich kann nicht damit leben das Julii, Ci, B. Und Dad meinen tumblr gesehen haben und das sie die URL kennen macht es nicht gerade einfacher. Bin so unendlich froh das ich auf tumblr nie was über Blogger geschrieben habe. Sonnst hätte ich jetzt ein ziemlich großes Problem. Eins über das ich mir jetzt lieber keine Gedanken mache. 

»Das ist das Problem mit dem Schmerz. Er verlangt, gespürt zu werden.« 
[John Green] 



Übrigens ist mir neulich im Bus etwas aufgefallen, das mich richtig zum Grinsen gebracht hat und zwar hatte ich ja schon vor einiger Zeit eine Idee für mein erstes Tatoo »Be free and fly away« und auf jeden fall, ist mir aufgefallen das darin zwei kleine Blognamen versteckt sind. 

Be(ing) free is the most wonderfull Gift in life von der lieben Lia ❤ und fly away von der süßen Lucy! ❤ Und diese Erkenntnis hat mich einfach mal zum Lächeln gebracht. Wer weiß vielleicht seit ihr zwei süßen irgendwann auf meinem Handgelenk mit ein paar Vögeln verewigt. Den Gedanken finde ich irgendwie ganz schön. 

Sonntag, 1. Dezember 2013

»143«

Es ist so furchtbar. Alles. Das Leben. Wenn man etwas wie das hier Leben nennen kann. Seit Monaten fühle ich mich alleine, obwohl ich weiß das ich es eigentlich nicht bin. Und doch bin ich es. Immer. Zu jede Zeit, weil M. weg ist. Und das vielleicht schlimmste dran ist, das ich nicht weiß wie tief sie war. Wie tief ihr Gewicht war. Wie tief ich kommen muss um zu fliegen. Zu ihr. Waren es 42, 40, 38 oder 36 Kg. War es noch weniger? War es mehr? Wie viel musste sie durchleiden in der Zeit in der ich sie nicht gesehen hatte. War sie nochmal in einer Klinik. Ging es ihr schlimm. (NATÜRLICH LENA! Natürlich ging es ihr schlimm, sie ist gestorben. An einer Krankheit die wir alle irgendwie Lieben und doch nicht einsehen das wir sie haben.) Bei M. war es genau so. Sie hat mir selbst am letzten Tag vor der Abreise gesagt, das wir nicht krank sind. Das wir nur anders sind und das dieses anders sein, niemand außer uns selbst jemals verstehen könnte. Also sollte ich meine Aussage von eben etwas verbessern. Ich fühle mich seit Monaten alleine, weil ich es bin. M. ist gegangen und niemand hätte ihr helfen können. Sie lies sich nicht helfen. Sie war nicht wie Hazel. Sie war keine Kämpferin, bis zum Schluss. AmAnfang  hatte sie gekämpft aber die Monate und die Spuren des Versagens fügten ihr schlimme wunden zu. Letzten Endes hatte M. das Schwert der Verteidigung schon niedergelegt und lies sich einfach töten. Von einem Monster das aus ihr wurde. Ein Monster das in uns allen schlummert. Eins das jeden Tag auf den richtigen Moment wartet, um uns Stück für Stück auf zu fressen. Vielleicht ist es dumm jemanden zu Vermissen wenn man ihn nur 3 Wochen bei sich hatte. Und doch war sie die erste, der ich alles erzählte und ich war die erste, der sie alles erzählte. Wir hatten uns vertraut. Mehr als wir den Psychologen Vertrauten und den Ernährungsberatern. Eine Kur ist zur Auszeit gedacht, dafür da um sich aus zu kurieren. Vom Alltag. Und diesen Alltag den hatten wir so satt. In der ersten Woche die wir dort verbrachten, kam sie eines nachts in mein Zimmer gestürmt und mit gestürmt meine ich wirklich gestürmt. So dass ich um 3h Nachts hellwach im Bett saß und sie sich zu mir setzten konnte. Wir rutschten ganz nach Hinten an die Wand und sie legte ihren Kopf auf meine Schulter und flüsterte »glaubst du das es uns irgendwann umbringt?« und ich war für kurze Zeit wie gelähmt. Da sagt M. das Abbild einer Topmodell Schönheit, es würde uns umbringen. Mich den Pummel. Mich das Fette Ding. Und so leid es mir Tat, fing ich an zu lachen. »wieso lachst du?« fragte sie etwas überrascht. Ihr Kopf lag immer noch auf meiner Schulter und sie konnte bestimmt hören und spüren wie ich tief Luft einsog und sagte »Dich bringt es vielleicht um, irgendwann. Mich wird es nie haben wollen« und das war ihr genug. Hätte ich gewusst das sie diesen Satz als Bestätigung, sah hätte ich ihn wahrscheinlich nie gesagt. Ich hätte so vieles nicht sagen sollen. Hätte ich gewusst das ihr irgendwann so ein Zeitiges irgendwann wäre, hätte ich sie früher besucht und das schlimme ist ich weißt nicht wo sie jetzt ist. Wo sie begraben ist meine ich. M. hatte immer den großen Wunsch zu fliegen. Wir beide hatten ihn. Diesen Wunsch nach Freiheit. Kurz vor unserer Abreise ich glaube zwei oder drei Tage vorher sagte sie am Tisch beim "Frühstück" »wenn ich sterbe, will ich fliegen« und ich nickte sofort. Und ihr Blick war für kurze Zeit etwas glasig als wäre sie schon fort. Auf dem weg zur Freiheit. Mein weg von Freiheit bestand darin zu stolpern wo es nur geht. Genau wie heute. Ich bin hingefallen und habe verloren. Was das Thema Essen betrifft, meine ich. Zuerst nah ich mir zum Frühstück ein Vollkorn Brötchen und Schnitt es in drei Stücke. Das Kleinste nahm ich. 24g (39) dazu aß ich ebenfalls 24g Gelbwurst (70). Später öffnete ich die erste Tür meines Adventskalenders. 3g Schokolade á 16 kcal. Doch das ganze endet etwas desaströser als es noch klingt. Nach Türchen 1 folgt 2. Dann 3.4.5.6.7.8.9.10.11 und 12. Dann die restlichen 12. Scheiße. 72g (384)! Renne auf's Klo und übergebe mich. 5 Minuten nachdem ich fertig bin schließt Mom die Tür auf. Ich liege wieder in meinem Bett. Alles sieht aus wie vorher. Sie kocht. Reis mit Gemüse. Sie stellt mir einen Teller auf den Tisch und ich soll das essen. Geschätzt sind es ungefähr 300g Klebreis (291) und 70g gekochtem Gemüse (24)! Also habe ich bis um 12h schon 831 kcal gegessen. ZU VIEL. ZU FETT. SCHEISSE. Ich ziehe mich an und gehe laufen. 1 1/2 Stunden laufe ich nur durch die Gegend. Im Wald herum. Irgendwann habe ich mich etwas verlaufen und finde den weg dann dich zurück. Setze mich auf eine Bank und höre noch etwas Musik. Nach 2h laufe ich wieder nach Hause. Also habe ich ca. 428 kcal verbrannt. 393 Kcal bleiben in mir. +/- weil ich mich ja auch übergeben habe. Ich denke ich komme so auf 280 kcal am Ende des heutigen Tages. Ich bin immer noch wütend. Auf mich. Auf das essen und auf alles. Einfach weil es das alles gibt. Jetzt habe ich garkeine Kraft mehr und liege in meinem Bett herum. Dabei versuche ich ein bisschen zu lernen und so wenig wie möglich über M. tot nach zu denken. Ich will nicht wissen wie sie gestorben ist. Und doch will ich es Wissens und irgendwie doch nicht. Die Welt ist so grausam wenn es um tot geht. Der tot selbst ist so grausam und doch ist er irgendwie ein guter Freund. Einer mit dem man mit gehen kann, weil man weiß das er früher oder später so wie so zu Besuch kommt.  Und trotz all dem glaube ich immer noch daran das nicht der Tot unser Leben bestimmt. Sondern das Leben den tot. 



Ich möchte hier noch ein paar Lieblingszeilen hinterlassen: 

»Doch in Wirklichkeit sind Depressionen keine Nebenwirkung von Krebs. Depressionen sind eine Nebenwirkung des Sterbens. Auch Krebs ist eine Nebenwirkung des Sterbens. Eigentlich ist fast alles eine Nebenwirkung des Sterbens.« 

»Wirfst du sie danach weg?«, fragte ich ihn. »einer der vielen Vorteile des Nichtrauchens ist, dass Zigarettenpäckchen ewig halten.«

»Zwei Sachen, die ich an dieser Skulptur liebe« erklärte Augustus. Er hielt die unangezündeze Zigarette zwischen den Fingern und schnippte damit, als wollte er Asche abklopfen. Dann schob er sie sich wieder zwischen die Lippen. »Erstens sind die Knochen haargenau so weit voneinander entfernt, dass jedes Kind den unwiderstehlichen Drang verspürt, zwischen ihnen hin und her zu springen. Man muss einfach vom Brustkorb zum Schädel hüpfen und wieder zurück. Was bedeutet, dass, zweitens, die Skulptur im Grunde Kinder dazu zwingt, auf Knochen zu spielen. Die symbolischen Deutungsmöglichkeiten sind unendlich, Hazel Grace.« »Du hast eine Schwäche für Symbole« sagte ich und hoffte, das Gespräch damit weder zurück zu den vielen Symbolen der Niederlande bei unserem Picknich zu lenken. 

»Also, okay ist der Tulpentyp ein Gauner? irgendwie hat er schlechte Vibes.« »Ich verrate nichts«, sagte ich. »Falls er sich nicht auf ganzer Linie wie ein echter Gentleman verhält, steche ich ihm die Augen aus.« 

»Vielleicht wird 'okay' unser 'für immer'.«

Sie sagte, dass er ein par Stunden bewusstlos war, bevor er starb, doch bevor es zu Ende war, hatte er verzweifelt nach Luft gerungen, und dabei gleichzeitig versucht, sie zu trösten, und hatte zwischen den letzten schrecklichen Atemzügen immer wieder okay gesagt.

Und an dieser stelle wird glaube ich jedem klar, das hinter jedem Wort etwas Bedeutung steckt. Das selbst das kleine Wörtchen okay so viel mehr als ein einfaches okay sein kann. Das war die Stelle an der ich geweint habe und ehrlich gesagt bin ich froh das ich Augustus ein paar Tränen geschenkt habe. Denn er hat Hazel mit seinen letzten gezählten Tagen, eine kleine Ewigkeit geschenkt, und dafür bin ich ihm dankbar.