Freitag, 15. November 2013

»137«

Es ist 3:40 und klein Lee kann einfach nicht schlafen. In meinem Kopf springen Potenzgesetze und Wurzeln durch einander. Seit um 1 Uhr arbeite ich jetzt endlich mal an der EK Präsentation. Nach langem hin und her, oder vor allem vor mir her schieben habe ich endlich mal ein paar Sachen auf einen Zettel geschrieben die ich den anderen Erzählen will. Dann hab ich auf das Plakat, das schon seit gut 2 Wochen in der Ecke steht die Überschrift und darunter meine Gliederungspunkte geschrieben. Morgen Klebe ich noch ein - zwei Bilder drauf und Laminiere die Sachen zum herumgeben bei Dad ein. Wir haben morgen eh die 5 entfall. Dann fahre ich schnell zu Dad mache das und drucke noch ein paar Bilder aus und gehe dann wieder zu Mom. So nach dem Motto "was Mutter nicht weiß, regt Mutter nicht auf!" Und jetzt liege ich in meinem Bett und kann nicht mehr aufhören zu denken. An die Zahl die da nachher stehen wird. Ich habe so Angst. Angst vor den Kilo's. Angst vor der Wahrheit. Ja ich habe in den letzten Tage gefressen wie eine verrückte. Habe die Ernährung benutzt um Gefühle aus zu drücken. Aber ich soll nicht mit Gefühl essen. Am besten garnicht. Und das schlimme ist seit Mom wieder da ist kann ich einfach nicht mehr Kotzen. Und so "läppisch" das auch Kling, für mich ist das ein ziemlich großer Weltuntergang. Im Moment wird mir einfach alles genommen, was mir geholfen hat mich ein kleines Stück besser zu fühlen. Diese Dinge waren einfach eine Stütze, die das Leben vor mir fern gehalten haben. Sie haben es abgestützt und ich konnte leise und friedlich darunter verweilen. Und jetzt sind die Stützen weg und das Leben erschlägt mich, in vielerlei Hinsicht. Zerdrückt mich. Nimmt mir die Luft zum Atmen. Nimmt zu viel Platz weg. Nimmt alles weg. Alles was mir gut getan hat. Und ich weiß das es mir ohne diese Dinge wesentlich schlechter geht, das ich in ein Loch Falle. Von dem einen in's nächste. Es ist wie Lotti Karotti. Ich weiß nicht kennt ihr das? Ist so ein Kinderspiel Mit Löchern und Weg. Und wenn man auf einen Knopf drückt verschieben sich die Löcher. Und weil man nicht darauf vorbereitet war, das der Weg vor einem Verschwindet, fällt man hinein und ist weg. Man wird einfach verschluckt, von etwas größerem. Von etwas gegen das man nicht Kämpfen kann, weil man von Anfang an weiß das man eh verliert. Deshalb versuche ich es einfach nicht und lasse mich verschlucken. Dann bin ich eben weg.


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