Samstag, 2. November 2013

»129«

Mom ist weg. Schraubenzieher. Spitzer. Alt. unbenutzt. Schraube ihn auseinander. Ein bisschen mit dem Finger auf der Klinge herum gedrückt. ist spitz. Vorfreude. Hab die Mauern fallen lassen. Ci und Julii hassen mich jetzt eh schon. Also für was stark sein. Erst ganz wenig. Nur ein bisschen. Nur ein paar. Zählt eigentlich garnicht. Aus den 3 - 4 werden mehr. 5.6.7.8. höre auf zu zählen. Kleine Tränen laufen aus meinem arm raus. Vermischen sich mit dem Salzwasser, dass aus meinen Augen tropft. Brennt nicht. Spüre nichts. Bin tot. Denke an Ci. Hass. Angst. Liebe. Vermissen. Versagen. Verzeihen. Lachen. Hassen. Hassen. Hassen. Wegen den was ich jetzt gerade mache. Den ganzen Mist der sich in der letzten Zeit angestaut hat, wird frei. Läuft raus. Wird vergessen. Tut gut. Arm ist rot. Bin wieder ein Zebra. Ansonnsten war der Tag auch nicht so toll. Mom war die ganze zeit Zeitung austragen. Hat mittags Reispfanne gemacht. Wurde gegessen. Und später wieder ausgekotzt. Englisch lässt auf sich warten. Die Blätter und Bücher, verweilen immer noch auf dem Stapel an Lernmaterial genau wie die ganze Woche. Morgen wird gelernt. Muss lernen. Montag schreiben wir. Kann nichts. Wird verhauen. Leben wird verhauen. Kriege wieder nichts auf die Reihe. Alles wird egal. Obwohl es mir eigentlich nicht egal ist. Aber es ist egal. Und das macht irgendwie wenig Sinn. Nichts macht Sinn. Leben macht keinen Sinn. Aufgeben ist doch so einfach. Wusste ich, schon immer. Heute Mittag in Erinnerungen gelebt. In Vergangenheit. Wieder angefangen Hände zu waschen. Bis sie weich und schrumpelig waren. Bis das Wasser nicht mehr abgeperlt ist sonder in die Haut einzog. Dann abgetrocknet. Das Gefühl ist immer noch da. Beginne mich zu drehen. So lange bis ich nichts mehr sehe. Füße drehen weiter. Ich Lande auf dem Boden. Aus den Augen quillt Gefühlswasser. Will nicht fühlen. Will leer bleiben. Gereinigt. Sauber. Gut. Kann es nicht ertragen. Kann Gefühle nicht ertragen. Nichts ertragen. Außer Schmerzen. Die liebe ich. Habe sie vermisst. Den ganzen Sommer über. Jeden Tag. Jede Sekunde. Jede Nacht. 











Kommentare:

  1. Oh Süße, deine Worte tun mir weh...
    Du kannst dich gerne bei mir melden, wenn du schreiben möchtest!
    Fühl dich umarmt ♥

    AntwortenLöschen
  2. Hey Süße <3
    ich hoffe das ist nicht dein Arm..
    Du kannst das alles so schön beschreiben.. Und das mit dem 'egal'.. ich finde gar nicht, dass das wenig Sinn macht. Ich kann das so gut verstehen. Es kann einem nicht nicht egal sein, weil einem einfach alles egal ist. Aber man weiß, dass es einem nicht egal ist. Und deswegen ist es nicht egal.
    Ja manchmal denke ich, dass diese Stimmen eigentlich keine Macht haben. Weil sie nicht handeln können. Handeln können nur wir und wir müssen nicht das tun, was sie sagen. Das denke ich mir so lange, bis sie wieder so laut in mir schreien, dass ich mit einem Klingeln in den Ohren und einem Kopf, der jeden Moment zu zerplatzen droht zusammenbreche und einfach ALLES tun würde, damit dieses Schreien ein bisschen leiser wird..
    Ja ich weiß das. Ich weiß das WIR das schaffen können. Wir brauchen nur Zeit und die sollten wir uns geben. Es hilft nicht sich zu sehr unter Druck zu setzen, das tut die Stimme schon genug. Niemand kann Gefühle erzwingen. Es ist ein Prozess, etwas an den eigenen Gefühlen zu verändern. Die Essstörung und der Drang dich zu verletzen ziehen so sehr an und jeder der sich wie Ci nur dazu stellt und mit zieht ist dich einfach gar nicht wert.
    Hab dich lieb <3

    AntwortenLöschen