Freitag, 29. November 2013

»141«

Natürlich hatte ich vor der kleinen schon viele Leute Erbrechen sehen. Aber es ist schon länger her. Wir steigen aus dem Bus aus. Sie sagt ihr ist schlecht und schon quillt ein Strahl aus ihr heraus. Kurz bin ich irgendwie eingefroren. Weiß nicht was ich machen soll. Natürlich sie hat sich nicht den Finger in den Hals gesteckt. Sie wollte nicht Kotzen. Ihr ging es einfach nur schlecht. Zum Glück hatte ich heute morgen ein Päckchen Taschentücher eingesteckt und könnte ihr helfen den Dreck von ihr zu entfernen. Dann hab ich ihre Mutter angerufen und die hat sie abgeholt. Und nun werde ich den Anblick einfach nicht mehr los. Sehe ich genau so aus? Ich weiß es nicht. 
Schule war ganz okay. Wenig geredet. Seit Ci 'weg' ist bin ich einsam. Vom Herzen heraus. Einfach weil sie ein Stück davon mitgerissen hat. Ein ziemlich großes. Eins auf dem B. herum trampelt. Julii kommt nicht mehr hindurch. Sie will es auch garnicht. Dieser Junge ist ihr wichtiger. Und das ist okay. Sie ist verliebt. Ich gönne ihr, ihr Glück. Aber ich hab sie eben auch lieb. Ich hab das Gefühl, alle entfernen sich in letzter Zeit einen Schritt von mir, als wäre ich eine tickende Zeitbombe die jede Sekunde hochgeht. Und vielleicht bin ich das ja auch. Nachdem die Waage mich heute morgen um Tausende Sekunden Atem ärmer gemacht hat, bin ich aufgewacht aus diesem "ich Fresse so viel wie geht und kotz es aus" Wahnsinn. Also bin ich in die Küche und hab Pamelo geschält. 
177g (80) und 750 ml Apfel-Zitrone-Vanille Tee (15) habe ich mit in die Schule genommen. Nach der Schule und dem Vorfall von oben, habe ich Mom gesagt das mir schlecht ist, was es auch wirklich war. Sie stellt mir Weintrauben neben mein Bett in dem ich mitlerweile liege. 12 kleine Rote Dinger (36) landen in meinem Magen. Dann lese ich ein bisschen und versuche an alles zu denken außer an das denken selbst. Schaffe es nicht abzuschalten. Mache ein bisschen Deutsch und lerne ein Paar Chemieformeln und Gleichungen. Chemie ist etwas, dass ich wenigstens noch verstehe in dieser verrückten Welt. Der Rest ergibt meistens keinen Sinn.  Nachdem ich auf der Post war mein Päckchen abholen hab ich mit dem Kalender bestimmt 1 Stunde da gesessen und ihn angestarrt. Kleiner aber Feiner als ich mir erhofft hätte. Um ca. 16 h esse ich noch einmal 18 Weintrauben (54) und einen Apfel (65). Dabei bleibt es. 250 kcal reichen für einen Freitag. Wobei es weniger sein könnten. Weniger werden müssen. Ich habe so Angst das ich diese Zahl morgen wieder sehen werde. Das verkrafte ich dann wirklich nicht. Ich habe + 1.5 Kg mehr als mein Höchstgewicht. Das tötet mich. Von innen und außen und von überall her. Diese Gewichtsschwankungen machen mich wahnsinnig. Ich habe es geschafft von meinem Tiefstgewicht (-11,3 kg) das ich mir in 10 Wochen abgehungert habe, in zwei Monaten wieder +12,8 kg mehr zu wiegen. WARUM GOTT? WAS HAB ICH NUR GEMACHT. SCHEISSE SCHEISSE SCHEISSE. ICH KANN DAS NICHT MEHR!! Morgen bleibe ich hoffentlich, oder besser gesagt höchst wahrscheinlich in meinem Bett und schlafe. Hole den Schlaf der letzten 15 Jahre nach. Wenn ich es schaffe die Albträume aus zu blenden. Dann würde ich endlich mal richtig schlafen. Aber dieses vor sich hin dösen um dann schreiend und heulend auf zu Wachen, das kann ich nicht mehr lange. Es kostet so viel Kraft. So viel von dem was ich nicht habe. Es nimmt mir die Kraft zu atmen, zu leben, weiter zu machen. 



Ich denke das Bild sagt genug über das aus, was ich momentan fühle. 
HASS. AUF MICH SELBST. 


Übrigens das ist Pamelo (80), schmeckt genau so wie es aussieht.


Und das ist der Tee (15). Wird glaube ich mein neuer Liebling. Da wir keine normalen Apfeltee mehr haben. Und ich Apfeltee besser finde als Apfelsaft, natürlich auch wegen der Kalorien. Und er ist eben einfach besser. 

Donnerstag, 28. November 2013

»140«

Die letzten Tage schleichen. Sie schleichen sich durch meine Gedanken. Der Dienstag bleibt hängen. Er vernebelt alles. EK Lehrerin Krank. Arbeit umsonst gemacht. Mom im Krankenhaus. Das und ich bei Fr.S! Es war anstrengend weil ich ihm so wenig sagen kann. Weil Fr.S selbst so wenig von mir weiß. Sie hat mir am Ende empfohlen wieder eine richtige Thera zu machen oder in eine Klinik zu gehen. Ich werde wahrscheinlich zu einer Niedergelassenen Psychologin gehen die sich auf Selbstverletzendesverhalten spezialisiert hat. Das hat sie mir geraten. Auch wenn ich nicht weiß ob ich dann auch über die ES reden kann. Mit ihr. Wenn ich es schaffe. Mir ist nur wichtig das ich zu einer Psychologin kann. Mit Männern kann ich nicht reden. Ich weiß auch nicht genau warum. Vielleicht will ich mit einer Frau reden weil ich nie wirklich guten Draht zu meiner Mutter hatte und mich mit ihr nie wirklich über Gefühle und sowas unterhalten habe. Mittwoch und Donnerstag wandern an mir vorbei. Ich schlafe schon um 18 h meist früher. Ist besser weil ich eh wieder um 3 h aufwache. Und es ist egal ob ich im 23 h eingeschlafen bin oder nicht. Ich kann auch um 1 Uhr einschlafen und bin im 3 Uhr wieder wach. Und das macht mich kaputt. Einfach weil ich nachts wach bin und nichts machen kann als zu lernen und mir die Zeit zu vertreiben. Zeit die ich nicht habe. Im Moment fühlt sich alles aber auch wirklich alles so an als hätte man mich mit Wasser übergossen und mich so 2 Nächte lang draußen bei -5c stehen lassen. Es fühlt sich kalt und leblos an. Jede Bewegung. Jeder Atemzug ist Kalt und tot. Ich habe Dienstag viel geweint. Wegen Ci und Julii und vor allem wegen Dad. Im Auto habe ich ihm gesagt was damals bei dem
Unfall so schlimm war. Und er wusste es nicht. Oma hat mich abends angerufen und meinte vollkommen Panisch das Dad einen Unfall hatte. Sie wusste einfach nicht was war. Und ich auch nicht. Nach drei Tagen dürfte ich zu ihm. Nach drei Tagen in diesen ich die Überlegung zu sterben tief in mir trug. Und dann sagt er es vor Fr.S! "Verdammt nochmal Lena ich habe einfach Angst das die Ritzerrei nur Proben sind, das du auf den großen Knall wartest, den Knall der alles beendet." Oh Daddy wenn du nur wüsstest wie recht du hast. Deine kleine Prinzessin ist ein Monster. Ein Schneeflocken totes Monster. Nur ich kann nicht schmilzen. So einfach macht man es mir nicht. Es fühlt sich so als würde man mir jeden Knochen einzeln zertrümmern. Darauf herum trampeln obwohl ich schon auf dem Boden liege. Und alles tut weh. Jeder cm von mir. Ich zu sein tut weh. Ci hat sich von mir weg gesetzt. Mit der Begründung sie würde mein Schweigen nicht mehr aushalten. Alles ist genau wie damals. Sie sitzt jetzt bei B. Es tut so weh. B nimmt sie mir schon wieder. Ci ist in vielerlei Hinsicht mein Lebensinn. Das wofür man atmet. Die Luft die so oft fehlt. Julii ist die Lunge. Sie verarbeitet die Luft. Aber meine Lunge ist Kaputt von all dem Rauch. Und von Ci. Also geht auch die Lunge kaputt. Alles geht kaputt. Auch ich. Ich Falle auseinander. Nichts hält mich zusammen. Da ist nichts mehr. Nichts gutes. Und das letzte was mir einfällt ist der Flyer von Fr.S über Depressionen. Ich habe keine. Oder doch. Oder nein. Oder ich weiß nicht. Kann ich bitte sterben? Fliegen? Frei sein? Frei von hier und von ihr? Aber vor allem Frei von mir? 


Montag, 25. November 2013

»139«

»Wir wollen fliegen doch wir fall'n hin.«

Heute Nacht wieder mal um 3:10 aufgewacht. Wieso ich immer öfter in letzter Zeit, genau zu dieser Uhrzeit wach werde weiß ich selbst nicht genau. Also habe ich mein Handy durch forstet und bin dabei auf eine schöne Überraschung auf Instagram gestoßen. Ich habe bei einem Gewinnspiel gewonnen. Und ich durfte mir einen Mac Lippenstift aussuchen. Also habe ich das Sortiment durchsucht und bin an einem Namen hängen geblieben. »Angel« also habe ich der Lieben Gewinnspielmacherin meinen Wunsch vorhin mitgeteilt. Schon komisch Ich habe schon Wieder durch einen Namen entschieden, die Farbe ist aber auch echt nicht schlecht. 

»Rennen und Stolpern« 

Nach dieser Nachricht, kam die erste schlechte. Mom wird morgen am Ohr Operiert. Sie wusste das schon seit Freitag aber hat es mir noch nicht gesagt. Also war ich heute alleine weil sie zur Nakosebesprechung nach HB muss 
und morgen weil sie dann Ambulant Operiert wird. 

»School makes me...«

Nachdem ich mir danach beim Schulweg die Finger abgefroren habe, saß ich in 2 Stunden Englisch Unterricht. Ich stehe Momentan auf 4+ und das macht mich echt traurig, wobei mehr wütend. Noch vor einem Jahr war ich in englisch auf 2+!  Es hat sich so vieles verändert. Und egal wie viel ich versuche zu machen es reicht nicht. Und jetzt habe ich das ganze Wochenende bei Dad damit verbracht Englisch zu lernen (86 Vocabeln)! Ich hab erst versucht mir wieder ein Vocabellied zu schreiben aber es hat diesemal nicht so geklappt. Dann hab ich die EK Hausarbeit zum 3 mal neu geschrieben und bin nun endlich zufrieden. Zumindest so, das ich sie abgeben kann. Morgen. Und meine Gliederung für die Abschlusspräsentation musste ich heute auch noch abgeben. Nach Englisch hatten wir Geschichte. Lief gut. Mag Geschi. Danach Kunst. Bekomme meinen Ordner wieder. 3! Gruppenarbeit 2! 3+! ich sterbe. Seit Jahren hatte ich in Kunst eine 1! Auch wenn ich nicht das Talent dazu habe, die groß Künstlerin zu werden war es doch Immer schön in Kunst seine 1 sicher zu haben. Nun bin ich von meiner eins auf eine 3 gefallen! Das ist niederschmetternd! Aber Fr.H hat echt nicht toll bewertet die ganze klasse hat sich beschwert auch weil Ci zb. Nur eine 2 bekommen hat. Ci hat ein Talent. Ein großes. Fr.R hat mal geweint wegen einem Bild von ihr. Weil es gesprochen hat. Es hat die Seele angesprochen. 
»School makes me... wanna die«

Heute Mittag hat sich die Polizei bei mir gemeldet. Wegen der Anzeige. Sie fahren am Mitwoch zu ihm und nehmen in mit auf die Wache. Ich hab ziemlich Angst. 

»Erst frisst sie dich auf und dann kotzt sie dich aus«

Mittags wollte ich Kontolliert essen. Ein Brötchen mit Streichkäse. statt dessen ist das ganze ausgeartet. 

Lee: Ich hasse essen. 
Nein, Ich liebe essen.
Ana: Du hasst essen!!! Es ist eckelig und macht dich nur noch Fetter!! 
Mia: Du kannst es auch essen und wieder auskotzen. 
Mia: Los! ISS! 
Ana: NEIN! 
Lee: *fress-stopff* *kotz-kotz* 
Ana: Na Super!! Jetzt hast du wieder gegessen du Stück Scheiße.
Lee: Fuck was hab ich nur gemacht! -.- 

Ich hab das alles einfach nicht mehr unter Kontrolle und das da oben war noch Harmlos. Es gab auch schon Tage an denen ich daran gedacht habe mich von Auto's und Zügen zermatschen zu lassen, nur wegen ein bisschen essen. 
Essen ist eine Hassliebe. Mann will es nicht, aber man muss. Die Suizid Gedanken sind in letzter Zeit etwas schwächer geworden. Auch wenn ich immer noch der Ansicht bin, dass man gehen darf wenn man nicht bleiben will. im Moment Pocht mein Kopf vor lauter fragen auf die ich keine Amtwort finde. 

Ziehe ich zu Dad? Was besprechen wir morgen bei Fr.S? Muss ich in eine Klinik? 
Lässt Dad mich doch Einweisen? Muss ich zu einem Sesselsitzer (Bezeichnung für Psychodok)? Schaff ich die mündliche Mathe Prüfung morgen? Kann ich heute Nacht Schlafen?Wie geht der Mittwoch Prozess aus? Kann ich einfach vergessen.Und das letzte war eine Bitte. Kann ich einfach alles vergessen. Die letzten Jahre. Kann das einfach aufhören. 

»Wie kommen wir aus dem Labyrinth des Leidens heraus?« -A.Y.  
Das ist die größte Frage die in mir herum schwirrt. 




Montag, 18. November 2013

»138«

Sie behandeln mich anders. Auf eine andere Art und weiße. Und das gefällt mir nicht. Es ist so vorsichtig. Als könnte man mich im nächsten Moment zerbrechen. Wie ein Stück Glas, dass auf den Boden trifft. Fällt. Schlägt. Der Würfel ist gefallen. Der Würfel des Leben's. Ich habe mich dafür entschieden. Weil ich mir das Sterben aufheben will. Möchte damit warten, bis es sich lohnt. Bis es Sinn macht. Auch wenn sterben einfacher ist. Der Gedanke daran verschwindet nicht. Ich hoffe nur, dass er irgendwann verblasst. Das ich nicht mehr immer zu, an diese Momente denken muss. Vergessen. Ja das wäre der richtige Zeitpunkt. Aber wie vergisst man etwas, das Real ist. Das Zukünftig, Gegenwärtig und vergangen zu gleich ist. Sodass man es nicht los wird. Man wird gewisser weiße vom tot verfolgt. Er wartet darauf das man hinfällt und zu lange liegen bleibt. Damit er uns schnappen und davon schleifen kann. Als wären wir nichts. Und genau so fühle ich mich. Wie ein nichts. Ein totes und doch lebendiges nichts. Etwas das nicht da ist. Nicht normal ist. Etwas das es nicht geben sollte. Doch weil es das nichts gibt, gibt es auch mich. Ich bin da, solange ich ein nichts sein kann. Doch in letzter Zeit wird so oft von mir verlangt, ein jemand zu werden. Etwas das von Bedeutung ist. Ich will nie wieder für jemanden von Bedeutung sein. Will nie wieder jemanden, so nah an mich kommen lassen. So nah, hinter die Mauern. Ich habe sie ja nicht umsonst in Jahrelanger Übung perfekt aufgebaut. Nur damit ich jemanden dahinter lasse, der beginnt sie von innen zu zerstören. 
Manchmal habe ich einfach das Gefühl die Welt versteht mich nicht. Oder ich verstehe die Welt nicht. Was in beiden fällen nicht sonderlich schlimm ist. Man gewöhnt sich daran nichts zu verstehen und nicht verstanden zu werden. Es wird ein Standart. Etwas das einen Tag ein und Tag aus begleitet. Etwas das nie verweilt, weil es ewig bleibt. Missverstanden zu werden ist traurig. Aber noch viel Trauriger ist es wenn man verstanden wird obwohl man sich selbst nicht versteht. Und doch ist es schön. Es ist einfach ein Gefühlschaos. Ein's in mir drinn. Ein's das ich nicht besiegen kann. Nicht aufräumen kann. Es wird immer durcheinander bleiben. Bis sich irgendwer daran versucht, es wieder zu ordnen und es schafft. Wahrscheinlich muss ich einfach diesen Menschen warten. Solange bis ich sterbe. Vielleicht ist dieser Mensch ein Therapeut, vielleicht ein gut Freund, vielleicht die Liebe an die ich schon so lange nicht mehr glaube, vielleicht sind es ein Paar tröstende Worte von lieben Menschen die es schaffen die Ordnung in mir, für einen Kurzen Augenblick wiederherzustellen. Bis irgend welche unachtsamen Menschen auf mir und meinen Gefühlen und meinen Gedanken herum trampeln. Wie Elefanten. Ich bin ein Stein ich sehe Hart aus, aber wer weiß vielleicht bin ich im inneren ja doch aus etwas weichem. Etwas das zerbricht wenn man es den Flaschen Menschen in die Hände legt. Weil sie nicht wissen wie man mit etwas wie mir umgehen muss. Ich bin zerbrechlich. Noch schlimmer als ein Stück Glas und das ist ok. Doch das schlimme ist, ich darf nie zerbrechen. So oft man mich auch versucht hat zu kleben und Wunden hinterließ, war es letztendlich doch zwecklos. Sinnlos. Unwirksam. Ich weiß das ein Paar Gedanken und Handlungen immer ein Teil von mir sein werden, ein Teil den ich liebe und hasse zugleich. Es ist in Vielerlei  Hinsicht ein Hassliebe. Ein zwischendrin. Ein wo zwischen stehe ich. Zwischen was entscheide ich mich. Und diese Entscheidungen zermahlen mich. Wie ein Müller sein Mehl in der Mühle. Aber vielleicht Ende ich dann wenigstens als Mehl. Als Staub. Als etwas das leichter ist als Wind. Als etwas das fliegen kann. Das nicht da ist. Nicht wirklich. Vielleicht darf ich dann endlich fliegen. Frei sein. Wenn die Entscheidungen zwischen liebe und hass mich gebrochen haben. Wenn ich es zugelassen habe. Vielleicht dann. Vielleicht nie. Ich weiß es nicht. Und sollte ich es irgendwann herausfinden, dann schicke ich euch die Antwort. Die Lösung des Lebens. Selbst wenn ich jetzt noch nicht genau weiß wie. Doch Irgendwie muss es eine Antwort auf all das geben. Eine Antwort auf mich geben. Vielleicht muss ich einfach nur anfangen langsam, im inneren danach zu suchen. Wenn ich bereit bin. Irgendwann. 


Freitag, 15. November 2013

»137«

Es ist 3:40 und klein Lee kann einfach nicht schlafen. In meinem Kopf springen Potenzgesetze und Wurzeln durch einander. Seit um 1 Uhr arbeite ich jetzt endlich mal an der EK Präsentation. Nach langem hin und her, oder vor allem vor mir her schieben habe ich endlich mal ein paar Sachen auf einen Zettel geschrieben die ich den anderen Erzählen will. Dann hab ich auf das Plakat, das schon seit gut 2 Wochen in der Ecke steht die Überschrift und darunter meine Gliederungspunkte geschrieben. Morgen Klebe ich noch ein - zwei Bilder drauf und Laminiere die Sachen zum herumgeben bei Dad ein. Wir haben morgen eh die 5 entfall. Dann fahre ich schnell zu Dad mache das und drucke noch ein paar Bilder aus und gehe dann wieder zu Mom. So nach dem Motto "was Mutter nicht weiß, regt Mutter nicht auf!" Und jetzt liege ich in meinem Bett und kann nicht mehr aufhören zu denken. An die Zahl die da nachher stehen wird. Ich habe so Angst. Angst vor den Kilo's. Angst vor der Wahrheit. Ja ich habe in den letzten Tage gefressen wie eine verrückte. Habe die Ernährung benutzt um Gefühle aus zu drücken. Aber ich soll nicht mit Gefühl essen. Am besten garnicht. Und das schlimme ist seit Mom wieder da ist kann ich einfach nicht mehr Kotzen. Und so "läppisch" das auch Kling, für mich ist das ein ziemlich großer Weltuntergang. Im Moment wird mir einfach alles genommen, was mir geholfen hat mich ein kleines Stück besser zu fühlen. Diese Dinge waren einfach eine Stütze, die das Leben vor mir fern gehalten haben. Sie haben es abgestützt und ich konnte leise und friedlich darunter verweilen. Und jetzt sind die Stützen weg und das Leben erschlägt mich, in vielerlei Hinsicht. Zerdrückt mich. Nimmt mir die Luft zum Atmen. Nimmt zu viel Platz weg. Nimmt alles weg. Alles was mir gut getan hat. Und ich weiß das es mir ohne diese Dinge wesentlich schlechter geht, das ich in ein Loch Falle. Von dem einen in's nächste. Es ist wie Lotti Karotti. Ich weiß nicht kennt ihr das? Ist so ein Kinderspiel Mit Löchern und Weg. Und wenn man auf einen Knopf drückt verschieben sich die Löcher. Und weil man nicht darauf vorbereitet war, das der Weg vor einem Verschwindet, fällt man hinein und ist weg. Man wird einfach verschluckt, von etwas größerem. Von etwas gegen das man nicht Kämpfen kann, weil man von Anfang an weiß das man eh verliert. Deshalb versuche ich es einfach nicht und lasse mich verschlucken. Dann bin ich eben weg.


Dienstag, 12. November 2013

»136«

Wieder hier. War nie weg. Nicht wirklich. Nicht körperlich. Seelisch schon. Das Wochenende war ganz okay. Anstrengend obwohl ich die ganze Zeit geschlafen habe, aber okay. Gestern in die Schule gegangen. Zwei Stunden Englisch. Mein Kopf platzt. Obwohl Englisch ein's meiner Lieblingsfächer ist. Nach der Pause haben wir Vertretung. Fr.P ist nicht da. Ci spricht seit Tagen das erste mal wieder mit mir. 

Ci: kommst du mal mit? 
ich: Okay..

ein komisches Gefühl umgibt mich. 
Vor der Tür im Forje sitzen Julii und Brunni. Frii kommt uns hinter her. Ich habe eine wage Ahnung was sie von mir wollen. 

Brunni: Lena, das geht so nicht. 
Ich: was geht wie nicht? 
Brunni: Du weißt was wir meinen. 
Ich: nein.
Ci: wir wissen wie's aussieht. 
Ich: wie? was? 
Ci: Dein Arm verdammte scheiße. 
Ich: woher? 
Brunni: wir haben Bilder gesehen.

Ich stehe auf. Sehe Julii an. "Was bist du eigentlich für eine Freundin?" Julii war die einzige die meinen Tumblr kennt. Sie hat gesagt sie schaut sich das nicht mehr an. Ich hab ihr geglaubt. Sie hat die App sogar gelöscht. Ich dachte einfach.. Wahrscheinlich hab ich garnicht gedacht. 
Ich stehe auf und laufe die Treppen runter in Richtung Klo. Erst schließe ich mich ein. Versuche alles zurück zu halten. Lena du darfst jetzt nicht weinen. Du darfst nicht! Ich stehe auf und Spritze mir Wasser in's Gesicht. Trockne mich ab. Schließe die Augen. Atmen. Ruhig. Langsam. Die Tür öffnet sich. Frii kommt rein. Sie stellt sich zu mir ans Waschbecken. Sagt nichts. Und dann kommt der Klick Moment. Ich zucke zusammen. Halte mich am Waschbecken fest. "Ich darf nicht" zu spät. Die erste Träne fällt. Sie will mich in den Arm nehmen. »Nein!« Ich lasse mich an der Heizung fallen und setze mich auf den Boden. Meine Hände Zittern. Die Heizung ist eiskalt. Sie setzt sich zu mir auf den Boden. Ich erzähle ihr. Brocken. Dann als ich mich beruhigt habe gehen wir wieder hoch in den Unterricht. Die anderen sind nicht da. Später kommt Ci nochmal. "Kommt du bitte nochmal mit?" »Nein« "Mann lena es ist wichtig!" »Boah Nagut« Wir laufen den Ganz entlang. Um die Ecke steht Dad. Sie haben ihn angerufen. Haben mich verpetzt. Ich fange an zu weinen. In seinem Arm. Einfach nur weinen. Wir gehen in's Auto und er will reden. Ich sehe aus dem Fenster. Die anderen stehen im Forje und sehen und zu. Ich sage ihm das es mir gut geht. Das ich keine Hilfe brauche. Dann zieht er meinen Pulli weg. "Ja und das ist nichts?" Ich schaue weg. "MANN LENA DU KANNST DIR DAS ALLES NICHT MAL SELBST ANSEHEN!" Er will mit mir zum Arzt. "NEIN!" Nach einer 3/4 Stunde reden möchte er das wir auf's Jugendamt fahren. V. Und Frii bringen mir meine Sachen. Ich will nochmal mit Julii und Ci reden. Wollte sie anschreien. Und dann stehe ich da vor ihnen und wollte einfach nur noch Umarmt werden. Von Ci. Einfach wissen das ich ihr nicht egal bin. Also hab ich's gemacht. Hab sie umarmt. Und Julii. Nur Brunii war noch drinnen, deshalb konnte ich sie nicht umarmen. Dann sind wir zum Jugendamt Gefahren. Die meinten das müssten wir Gerichtlich klären. Also auf in den Kampf für den ich keine Kraft habe. Ich verstehe einfach nichts mehr. Niemanden. Nicht mal mich. Alles ist so merkwürdig. Erst hasst Ci mich und dann will sie mir helfen. Obwohl das niemand kann. Alles ist jetzt so durcheinander gewürfelt. Nicht's ist mehr so klar. Normal. Soweit es normal war. Aber was ist schon Normal. Ich komm hier einfach nicht klar. Niemand weiß was ich will. Und am wenigsten weiß ich es selbst. Will ich wirklich zu Dad? Will ich die Krankheit aufgeben? Will ich kämpfen? 

Ungewiss weiß ich die Antwort. 

Nein, ich kann nicht mehr. 


Lässt mich einfach Schlafen. Solange bis all das vorbei ist. "Weckt mich auf, wenn alles vorbei ist" wenn alles wieder Gut ist. Normal. Richtig. Wenn ich das alles los bin. Wenn alles wieder so ist. Wenn ich wieder so sein darf wie ich bin. Lasst mich einfach ein Nichts sein. Ein totes Mädchen. Ich will kein jemand werden. Niemals. Das ist zu viel. Alles. Das leben wird zu viel. Ich werd mir selbst zu viel. Bin zu Kompliziert. Leben ist zu Kompliziert. Ich komme mit der ganzen Situation nicht klar und am wenigsten mit mir. 


Freitag, 8. November 2013

»135«

Flüchte. Vergrabe mich in meinem Loch. Bin einsam. Aber nicht alleine. Lese. Habe Zeit. Endlich mal wieder im eine andere Welt ab zu tauchen. »Eine wie Alaska - John Green« steht auf der Leseliste ganz oben. Beginne. Hätte bisher viel von diesem großen vielleicht gehört. Hatte auf diversen Blogs davon gelesen. Hatte mich verliebt in die Vorstellung, das mein großes Vielleicht das Leben an sich beschreiben könnte. Das mein großes Vielleicht. Mein Leben ist. Es ist jeden Tag wieder ein Vielleicht. Vielleicht will man Leben. Vielleicht nicht. Eine ständige Entscheidung zwischen Ungewissheit und Spontanität. Im Grunde ist beides Ungewiss und Spontan. Leben und sterben zugleich. Aber in meinen Augen ist der Tot das Ungewisse und Leben spontan. Eigentlich ist es traurig. Traurig, traurig zu sein. Aber noch viel trauriger ist es, wenn man traurig sein will und es nicht sein kann. Natürlich sind das alles nur Gefühle. Kleine feine Dinge die sich in meinem Kopf zusammen Spinnen. Die denken sie wäre größer als ich. Die denke sie können beherrschen. Aber Gefühle kann man nicht fühlen, wenn man nichts fühlt. Oder nichts fühlen will. Wenn man sich tot fühlt und zugleich so lebendig wie noch nie zuvor in seinem ganzen Leben. Doch mein Leben ist und bleibt ein Vielleicht. Ein großes Vielleicht zwischen Leben und sterben. Vielleicht ist das, das vielleicht das John Green sucht? Vielleicht nicht. Vielleicht sucht jeder von uns nach einem anderen vielleicht. Nach einem anderen Fragezeichen. Vielleicht bahnt sich jeder von uns seinen eigenen weg aus dem Labyrinth des Lebens, auch wenn wir alle das selbe Ende entdecken. Sterben. Alle sterben. Jeder Stirbt. Selbst die Welt stirbt irgendwann, an den folgen des Todes. Am Massentöten der Menschheit. An der Grausamkeit. An der Kälte. An all dem was Menschen sind. Ich befinde mich in einem großen Zimmer. Im 3 Stock unterm Dach. Der Sturm schreit um die Wände herum und für kurze zeit fühlt sich alles, aber wirklich alles an als würden wir fliegen. Als würde das Haus abheben und sich seinen eigenen weg suchen. Den eigenen Platz. Nachdem es Jahrzehnte Lang an einer Stelle stand. Nach dem es verfiel und wieder geflickt wurde. Nachdem es eine Reihe an Farbpalltetten auf sich trug. Schien das Haus sich seinen eigenen Platz in der Welt zu suchen. Es Verlies an diesem Abend das Dorf. Flog hinaus in die Größe Weite Welt und Platzierte sich irgendwo auf einem Hochhausdach, von dort aus man das große Leben sehen könnte. Doch fühlen konnte man es nicht. Nie. Fühlen darf man nicht. Ist die Oberste Regel. Wer fühlt, verliert. Und das einzige was ich fühle ist das nichts. Ein taubes schwarzes Loch vollgestopft mit leere und drückender Luft. Voll mit dunklen Farben und nässe. Voll mit Gedanken. Voll mit Angst. Voll mit all dem was man hasst. Und in genau so ein Loch hat man mich abermals geworfen. Und dieses mal hat man mir nicht ein mal mehr eine Kerze da gelassen. Das Leben kennt keine Gnade. Es kennt nur tot. Denn den hat es geheiratet. Schon lange bevor wir wussten was Leben ist. Hat sich das Leben in den tot verliebt. Und deshalb kann man nicht an das Leben denken, ohne an den Tot zu denken. Und deshalb kann man auch nicht an den Tot denken, ohne an das Leben zu denken. Es ist ein Kreislauf. Ein nie endender Wasserfall, der nie austrocknet. Es ist der Anfang vom Ende und das Ende von Anfang. Doch, wo ist der Anfang? Und wo das Ende? 


Donnerstag, 7. November 2013

»134«

Ich schwimme im Unwirklichen. Jeden Tag. Immer wieder. Es fühlt sich alles so Unwirklich an. So unrealistisch. Ist das wirklich mein Leben? Diese Frage habe ich heute den ganzen Tag mit mir herum getragen. Und um ehrlich zu sein, finde ich einfach keine Antwort. Ich weiß es nicht. Weiß nicht ob das hier mein Leben ist. Ob es das Leben ist, dass ich haben wollte. Ich weiß es einfach nicht. Finde keine Antwort. Und das macht mich verrückt. Wenn ich Julii oder Ci diese Frage stellen würde, dann würde ich ein "Ja" als Antwort bekommen. Sie leben ihr leben, das leben das sie haben wollen. Aber mein Leben, es fühlt sich so unwirklich an. Mehr wie ein warten. Warten auf irgendwas. Warten auf den nächsten Tag. Aber nicht wie Leben. Es ist ja auch so. Warten. Auf den nächsten Tag. Die nächste Woche. Warten auf ein neues Jahr. Warten auf Geburtstage und Feiertage. Auf Weihnachten und Ostern. Auch wenn ich diese ganzen Feste nicht wirklich mag. Finde es unsinnig. Man sieht sich das ganze Jahr so selten und niemand weiß etwas über den anderen nur an diesen Tagen, da hält die "Familie" ja dann so sehr zusammen. Deshalb wird Oma ja auch nicht mehr eingeladen. Und deshalb habe ich kein Einziges Weihnachten bei Dad verbracht. Seit fast 11 Jahren nicht mehr. Traurig. Früher mochte ich Weihnachten. Und Winter. Und meinen Geburtstag. Noch 54 Tage. Dann habe ich Jahr 15 hinter mich gebracht. 16. komische Zahl. Hört sich nach Ungewissheit an. Nach Jugendlichem Leichtsinn. Nach Abschluss und Ausbildung. Nach Angst. Ja die 16 macht mir Angst. Möchte einfach die gute alte 15 bei mir behalten, jetzt wo sie mit mir so lange durch 'dick' und 'dünn' gegangen ist. Wir haben so viel erlebt. Und 16 ist neu. Möchte nichts neues. Nichts verändern. Und doch ist es etwas, das ich nicht aufhalten kann. Nachdem ich heute in der 7. Stunde eine Stunde mit Fr.P wegen der Prüfung hatte, bin ich erst um 15 h Heim gekommen. Und Mom ist gleich gegangen. Habe so viel zu tun. Zu machen. Muss irgendwas machen. Setze mich an den Wohnzimmer Tisch. Versuche zu lernen. Kriege nichts in mich hinein. Bin verschlossen. Von innen. Alles was draußen ist, bleibt auch dort. Nicht aufnahmefähig. Werde nervös. Prüfung. Deutsch. Margarete Steiff. Teddys. Mathe. Formeln fliegen mir durch den Kopf. Setzen sich einfach nicht fest. Dann entsteht ein Gemisch. Aus Englisch Vokabeln, Französischen Worten aus dem Parfüm und Zahlen. Mein Kopf platzt. Mir wird schwindelig. Drücke die Hände gegen die Ohren will das es aufhört. Brauche Ordnung. Ruhe. Stille. Beginne mein Zimmer auf zu Räumen. Muss irgendwas machen. Laufe durch die Gegend. Mit Musik im Ohr. Dann Drücke ich gegen mein Bett. Will das es sich bewegte, aber das ist unmöglich. Ich schiebe es gegen eine Wand. Die Wand ist stärker als ich. Ich falle. Auf den Boden. Lasse mich fallen. Ziehe mich zusammen. Schluchzte. Wünschte ich könnte weinen. Aber da ist nichts. Die ganze Zeit möchte ich so sehr weinen und bin so oft davor und jetzt, jetzt wo ich es könnte, da geht es nicht? Ich fühle nichts mehr. Muss es ändern. Panisch. So langsam wird alles wieder wie es war. Jeden Tag Schmerz. Ist gut. Macht das Leben erträglich. Ein bisschen. Kurz. Für ein Paar Sekunden.


Das ist Ernie. Er ist einsam. Genau wie ich. Also schaffen wir uns ein paar Freunde. Die das warten besser machen.
Warten auf das große 'Leben'!

Mittwoch, 6. November 2013

»133«

Schweigen. Immer noch. Halte es nicht aus. Möchte irgendwas sagen. Mit ihr reden. Kann nicht. Wir haben Fr.P in Deutsch und machen mit dem Parfüm weiter. Als wir arbeiten geht sie mit Julii raus. Denke mir nichts. Kann ja wegen der Prüfung sein. In Mathe kommt sie noch mal in die Klasse. "Kann ich Lena mal kurz mitnehmen?" Unser Mathelehrer hat nichts dagegen. Wir stehen vor dem Klassensaal. "Was ist?" frage ich kalt. Keine Lust auf reden. Mit niemandem. Außer Ci. "Wie geht es dir denn so Lena?" "Gut" ich nicke mit dem Kopf. Bin froh das im Flur das licht aus ist und sie mein Gesicht nicht richtig sieht. 
"Gehst du eigentlich noch zu Fr.S?" 
"Ja, aber im Moment nur alle 2 Monate weil ich wissen muss ob ich auch alleine klar komme" dann Stille. 
"Du vertraue ihr nicht oder?" 
"Ich vertraue niemandem." 
"Schade, wirklich Schade! Und wieso nicht?" 
"Weil sie nichts über mich weiß." 
"Dann erzähl ihr doch von dir!"
"Das sind Dinge die weiß nicht mal Julii, und die soll ich Fr.S erzählen?" 
"Ja" 
"Nein!!!"
"Und dir geht es wirklich gut?"
"Ja natürlich wieso denn nicht?"
"Auch Rückfall mäßig und so?"
"Ja alles gut. Mir geht's gut! Sie müssen sich keine Sorgen machen! Ich komm klar!" 
"Na hoffentlich.." Sie geht. Ich kann mir denken über was Julii und sie geredet haben. Und das ist nicht fair. Wieso macht jetzt auch noch Julii mir Druck mit Fr.P? Was soll den das? Ich komm klar. Ich will das alles nicht. Dann wieder rein. 4 Stunde. Wir haben EVA (Eigenverantwortlichesarbeiten) schon wieder. Ich stecke mir die Kopfhörer in die Ohren und versuche Etwas im Parfüm weiter zu lesen. Klappt nicht. Gedanken schweifen ab. Versinken in "Ariel" und "Endlich Angekommen". Bin kurz vor'n Heulen. Warum weiß ich nicht. Erträge ihr schweigen nicht. Das sie mich alle anschweigen. Die ganze Zeit. Andauernd. Dann kommen N & V zu mir an den Tisch. Sie spielen so ein Rate Spiel auf den Handy. Versuche zu helfen, schaffe es nicht. Sie nehmen mich mit auf's Klo. Haben gemerkt das ich aus dem Saal will. V verschwindet in einer der Kabinen. N und ich stehen draußen. Auf einemmal Umarmt sie mich. Ich weiß nicht wieso oder warum. Aber das ist das erste mal seit einer Ewigkeit das mich jemand mal Umarmt. Hätte fast vergessen wie dieses Gefühl ist. Eine kleine Briese Glück huscht durch den Toten Körper. Sie lässt mich wieder los. "Für was war denn das?" 
"Du hatte's es mal Nötig! Sie sind alle so kalt zu dir. Da brauchst du irgendwen der dich mal warm hält" Ein Lächeln huscht über ihre Lippen. N & Ich wir hatten zusammen Konfi. Vor zwei Jahren. Es war immer ganz Lustig mit ihr und Seelendieb. Aber es ist eben einfach nichts mehr so wie es war. Alles hat sich so verändert. Wir gehen wieder in den Saal. Noch 20 min. Höre mich durch Youtube hindurch. Brauche neue Musik. Irgendwas, das ich nicht kenne. Wo man sich anstrengen muss damit man den Text kann. Casper kenne ich auswendig. Weiß wann welcher Tackt und welcher Text anfängt oder aufhört. Pi auch. Left Boy stellenweise und von Mayday Parade habe ich nur zwei Lieder. Auch diese kann ich. Pause. Wieder Stille. Dann Kunst. Wir verschönern das Schulhaus und verbessern die Malübungen der 5. Klässler, die versucht haben ein paar Sprüche von Schiller an die Wände zu schmieren. Am Ende der Stunde Umarmt mich N nochmal. "Danke" sie Lacht. Es fühlt sich nicht vertraut an. Aber es ist ok. Das Gefühl kann man zu lassen. Und sie meint es ja lieb. Und das ist toll von ihr. Im Bus alleine gesessen. Zuhause angekommen. Sachen ausgepackt. Angefangen zu lernen. 2 Kartoffeln (182) und Rosenkohl (ca 80) werden gekaut und geschluckt. Gefühl ist komisch. Aber keine Kraft um es nicht zu essen oder um es zu Erbrechen. Also lasse ich das Zeug in mir drin. 2 Stunden später. Hass. Gegessen. Kleine rote Rosen bilden sich auf der Haut. Hab mich verliebt. Erneut. In Schmerz. Lasse ihn nicht mehr los. Nie wieder. Wünschte ich müsste nichts mehr fühlen. Könnte den ganzen Tag in meinem Zimmer bleiben und schlafen. Für immer schlafen und einfach nicht mehr auf Wachen müssen. Das wäre einfach so gut. Oder zu mindestens mal eine Woche Pause. Haha. Nach 2 Wochen Schule wird mir schon wieder alles zu viel. Ich schaffe nichts mehr. Kann das alles nicht mehr. Ertrage das schweigen von Ci. Nicht mehr. Verstecke mich jetzt vor der Welt unter einer Schicht aus decken und Kissen. Lege ich mich in mein Bett und versuche einfach an nichts zu denken. Wenn das doch nur so einfach wäre. 


Dienstag, 5. November 2013

»132«

Der Morgen lässt erfrieren. Nicht nur Herzen und Seelen sondern auch die Überreste. Meine. Bin nicht mehr da. Wie verschluckt. Von einem großen Monster namens Einsamkeit. Und ich liebe dieses Monster. Vergöttere es. Die Stille war schon immer eine gute Freundin. Mit ihr muss man sich schließlich nicht unterhalten. Reden fällt so schwer. So sehr. Spucke nur Eis aus. Kleine, leise Brocken die niemand versteht. In der Schule. Mathe nicht verstanden. Sport in Langärmeliger Abdeckung verbracht und sie angelassen. Niemand wird jemals wieder erfahren wie es in mir aussieht. Niemand  von denen. Von meinen Angeblichen Freunden. In Erdkunde die letzen 30 Minuten über Suizid geredet. Weil gestern ein Mann von dieser Brücke gesprungen ist. Ein Junge. Ein Kind. 21 Jahre. In Anbetracht der heutigen Lebenserwartung bei 70-80 Jahren ein Kind. Unsere Ek Lehrerin ist Bio Lehrerin. Deshalb ist sie immer so, wie soll ich sagen. Besorgt oder keine Ahnung. Sie ist schwer zu beschreiben. Ich stöpsele meine Ohren zu. Von innen. Baue eine Wand auf. Kann die Stimmen nicht abschalten. Nicht die in der Klasse und nicht die in meinem Kopf. Möchte verschwinden. Wünschte ich wäre wirklich unsichtbar. Weg. Verschwunden. Unauffindbar. Wenn sie wüsste was das in mir durcheinander bringt. Jetzt sind wir in Reli endlich fast fertig mit dem Thema und da fängt die Ek Lehrerin an uns mit Dingen voll zu quatschen die sie nie gefühlt hat. Sie hat keine Ahnung wie das ist. Niemand versteht das. Mich. Die Gedanken. 14:50 Schluss. Im Bus Jana getroffen. Ihr geht es wieder gut und darüber bin ich froh. Sie hat mir im Zeltlager erzählt das sie sich ritzt. (Sie war angetrunken und wir saßen alleine auf dem Fußballplatz und haben geraucht.) ich bin einfach froh. Auch wenn ich mir nicht ganz sicher bin ob sie ganz "über den Berg ist." Wobei man das wahrscheinlich ja irgendwie nie ist. Verletzen bleibt immer eine Möglichkeit. Ein Ausweg. 'Zuhause' angekommen. Lege Mom die 5 von Chemie auf den Tisch. Hab sie seit Freitag schon. Einfach verdrängt. Weg gepackt. In irgendeine Schublade in mir drin. Versagt. Und das heute nicht nur einmal. Mittagessen. Kartoffeln und Gurkensalat. Sie geht. Und das essen verschwindet. Später erhalte ich eine Nachricht von Ci. Sie meldet und meidet mich Tagelang und meldet sich dann wieder, weil B. anscheinend gerade keine Zeit hat sich ihre Probleme an zu hören. Es geht und die Ausbildung. Sie hat eine Absage bekommen. Ok. Weiß nicht was mich mehr verletzt. Die Tatsache das sie dich nur deshalb meldet oder das sie sich überhaupt meldet nur weil B. keine zeit hat. Bin ein Fußabtreter. Eine Eingangsmatte. Auf der man Notgedrungen seine dreckigen Schuhe abwischt bevor man sie richtig Putzt. Mit etwas besserem. Mit Schuhputzmittel. Und B. Ist das Schuputzmittel. Eins aus der höchsten Liga. Das beste was man haben kann. Laut Ci zumindest. Aber das ist ok. Das alles hatten wir ja schon mal. Und dann lässt B. sie wieder fallen und dann ist Lee ja wieder gut genug. Und ich dumme Kuh hab auchnoch gedacht das sie all das was sie gesagt ernst gemeint hat. Da sie mich mag. Und mich gern hat. Und mich braucht. War immer für sie da. Immer. Und sie hasst mich und kommt jetzt wieder weil ich ihr dann doch noch gut genug bin. Und da tut so weh. Es ist so verletzend. Danach gegessen. Kekse und ein Stück Nussschokolade. Verunreinigt. Dreckig. Voll. Ekelig. Dann wieder leer. Dreck versauert nun in den Abwasserkanälen. Hauptsache nicht in meinem Magen. Nicht in mir drin. Aus hass die Haut ein Paar rote Tränen weinen lassen.Telefoniere noch mit Dad. Einfach so. Weil ich es liebe mich mit ihm zu unterhalten über langweiliges Zeug.
Auch wenn er redet. Und ich brumme. Brumme ja. Und nein. Genau wie bei Julii. Ein paar bewusste Worte und sie redet. Man kann sich zurücklehnen und ihr einfach zuhören ab und zu nicken und gut ist es. Ist einfach mit ihr. War es. Jetzt redet sie nichts mehr. Nicht mit mir. Werde gemieden wie eine Kriminelle. 
Mom kommt nach Hause. Sie ist sauer. Über die 5. Über ihre Arbeit. Über die Kündigung. Über den Urlaub nächste Woche. Schreit rum. Hasst. Dann platsch. Kälte Haut, trifft warme. Meine Wange wird rot. Spüre nichts. Nur Wut. Höre sie immer noch schreien obwohl die Zimmer Tür zu ist. Jetzt habe ich mich vergraben. Unter einer Schicht von Bettdecke, Verstecke ich mich. Vor der Wirklichkeit. Vor den Erinnerungen. Haut weint erneut. Spüre nichts. Bin tot. Sehe Flecken wo keine Sind. Sehe Bierflaschen auf Oberschenkeln und höre ihre Stimme. Schreie leise in mein Kopfkissen. Muss das los werden. Dieses Gefühl. Diese Leere. Dieses Tote. Nichts ist mehr Lebendig. Mom hat den letzten Rest getötet. Sterbe Langsam. Ersticke an einem Klos der sich in meinem Hals anstaut. Der Frei werden will und es nicht kann. Dann endlich. Ein Salziges etwas wird frei. Läuft aus meinen Augen. Lässt mich nach weiteren Schnitten ein bisschen atmen. Löst alles auf. Mich. Das Leben. Lässt alles verschwimmen. Zu einer Klaaren Masse. Etwas das man weg wirft. Etwas unnötiges. Bin wertlos. Bin etwas totes ohne wert geworden. Etwas das man in tiefen Löchern gefangen hält, aus diesen es keinen Ausweg gibt. 


Montag, 4. November 2013

»131«

Es ist jedes mal wie eine Welle. Eine Riesen große Welle, die über mich schwappt. Sie droht mich zu ersticken, zu erdrücken. Ich ertrinke. Aber dann holt man Luft und weiß das es keine Welle gibt. Man öffnet die Augen. Alles ist still hier. Auch ich. Das einzige was die Stille kurz durchbricht ist mein Atmen. Ich ziehe die Luft ein. Es fühlt sich nicht gut an. Nicht richtig. Die Schule ist zu viel. Das leben, es ist einfach zu viel. Und doch will ich es, so umbedingt schaffen. Will meinen Abschluss, will die Ausbildung. Will einen Job. Will auf kleine Kinder aufpassen. Will mir eine kleine Summe erarbeiten, will studieren. Irgendwas tun um Menschen zu helfen. Irgendwie. Doch zuerst muss ich wohl oder übel mir selbst helfen. Auch wenn ich das nicht will, nicht kann, nicht darf. Nicht tun werde. Meine Freunde wollen mich nicht mehr. Also habe ich mir neue gekauft. 2 x 10 Stück. 6,50€. Danke Drogeriemarkt. Es sind Freunde, die das leben erträglich machen. Und ich weiß das ich mich nicht weiter verletzen sollte, das ich Fr.S anrufen und mit ihr reden sollte. Das ich fragen sollte was ich machen kann. Aber tief im inneren weiß ich, das ich es garnicht will. Ich will nichts verändern. Ich will und kann den Schmerz nicht loslassen. Nicht jetzt. Mit dem Essen lief es gut. Heute Morgen 1 Liter stilles Wasser getrunken und 2 x von Julii Schokolade eingetopft bekommen, sie hat irgendwas gemerkt. nicht viel aber zu viel. Kann mit dem Gedanken nicht leben das sich in mir so viel Dreckige Schokolade und Abfall befindet. Mittags gewohnt nein gesagt. Mom ist es egal. Ich bin ihr egal. Sie hasst mich einfach. Und ich weiß es. In die Stadt Gefahren. Freunde gekauft. Fast Panisch. Vorfreude. Liebe. Hass. Das alles, es fließt durch mich. 1.2.3.4.5.6.7.8.9.10.11.12... 
Müde. Falle. Schlafen. Leben nicht mehr ertragen. Jemand ist heute von "der Brücke" gesprungen. Auf die Gleise. Es war alles gesperrt. Ich hab es nicht gesehen. Aber gehört. Ist nicht weit von der Schule. Traurig. Hätte helfen können. Helfen müssen. Helfen sollen. Hätte irgendwas machen müssen. Hätte Umarmen müssen. Einfach nur Umarmen. Aber ich weiß nicht mal wer es war. Mädchen. junge. Ganz egal. Ich habe nicht geholfen. Genau wie bei M. Hätte sie retten können. Retten müssen. Hätte sie zum Essen bringen müssen. Hätte sie.. Hätte irgendwas.. Vermisse sie. Vermisse unsere Träume und Pläne. Vermisse ihre Stimme. Ihr Art das Leben zu sehen. Vermisse alles. Aber M ist geflogen und da ohne mich. Heute Abend gegessen. Einfach weil ich es nicht ausgehalten habe. Alles wieder ausgespuckt. Den Dreck die Abflussrohre runter gespült und vergessen gemacht. Jetzt nur noch schlafen. Müde. Lebensmüde. Zu nichts mehr Fähig. Zu viel. Alles. Viel zu viel. Ich ertrinke. Welle erstickt. Verschluckt. Lässt mich verschwinden. Hoffentlich dann für immer. 


Sonntag, 3. November 2013

»130«

Heute Morgen aufgewacht. Geweint. Hatte so einen wunderbaren Traum. Ich war in einer Stadt, da war alles weiß, Rein und Unschuldig. Es hat nach Lotusblüten gerochen (die riechen jetzt einfach so, wie sie riechen auch wenn ich nicht weiss nach was, aber ich mag sie!) und die Luft hat sauber geschmeckt. Keine Abgase. Kein Rauch. Kein Rostiges Blutendes Metall. Nichts. Ich habe vom Himmel geträumt. Irgendwie muss man sich das alles ja vorstellen und meine Vorstellung war immer Wolkig und Sauber. Wie Waschmittel Werbung. Da ist auch immer alles Sauber und manchmal sogar Wolkig. Ja mein Himmel ist wie eine Waschmittel Werbung. Dann aufgewacht. Traurig. In einem Zimmer aufgewacht, das ich nicht mag. Lila und voller hellbrauner Möbel. Möchte weiße Möbel und Wände in der Farbe von essie's "Mint Candy Apple" Nagellack. Ein Zartes, fast schleichendes Mint Grün. Aber nicht wirklich Grün. Wohl eher Blau oder eine Mischung. Mit weißen langen Vorhängen bis zum Boden und einem Bett aus Federn. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Wie immer. Mein Bett ist alt und Knarrt. Die Wände sind wie gesagt Lila und es fühlt sich unsauber und laut an. Schreiend. Kreischend. Hassend. Die Bilder an den Wänden springen mich an. So viele Menschen die mich mal gemocht haben. Zum einen Julii und Ci. Aber dann auch Seelendieb, Tiff, Frii, Mell und N. Achso die beiden V's und A hängen auch noch da. Mit Ihnen habe ich nichts mehr zu tun. Selten. So selten, dass das Wort selten an sich noch viel zu oft ist. Fühle mich alleine. Trotz all den Personen. Trotz. Dad. Er versucht immer wieder für mich da zu sein, aber es klappt nicht. Weil ich ihn nicht an mich ran lasse. Verständlich. Er hätte mich hier beinah alleine gelassen. Erinnerung. Dezember. Weihnachtsfeier. Unfall. Anruf. Klein Lee. Angst. Schmerz. Auf der Suche nach dem Weg zu ihm. Verloren. Krankenhaus. Uniklinik. Mit Mom hingefahren. Ärzte versuchen Kindgerecht zu erklären. Panik. "Was wenn er stirbt?" »Dann sterbe ich eben« sagte klein Lee im alter von 10 Jahren. Früh bewusst das es nicht geht. Das, das leben so nicht geht. Mit 13 Kaputt. Angefangen zu schneiden. Zu verbrennen. Zu verletzen. Angefangen schmerz zu lieben. Mit 14 angefangen zu rauchen und aufgehört "normal" zu essen. Mit 15 in Therapie. Depressionen, Bulimie, atypische Anorexie und Borderline unterstellt. Nie Glauben geschenkt. Immer »ich bin normal« gesagt und gewusst das es nicht stimmt. Erinnerungen ausschalten. Jetzt sofort. Zurück zu heute. Zu hier und jetzt. Schmerz zerfrisst mich, wie Maden eine Leiche unter der Erde. Vielleicht bin ich ja auch eine Leiche. Nur eine Lebendige? Eine die Umherwandert und stirbt. Langsam an dem Schmerz den ihr unachtsame Menschen zufügen. Unter der Dusche den Platz gefunden, den ich gesucht habe. Sitze in der Ecke und lasse mich abregnen. Weine. Blute. Hasse. Schreie. Schlage. Fühle einfach nichts. Bin tot. Gestorben an der Vergangenheit. Gestorben an ihm und Dad. Gestorben an M und Ci. Gestorben an B und Julii. Gestorben an all den Menschen, doch vor allem gestorben an der Einsamkeit. Einsamkeit die ich gesucht habe, dich ich geliebt habe. Die ich nun zurück habe. Bin in ein kleines Schwarzes Loch gefallen. Kann so viel um Hilfe rufen wie ich will, man hat den Deckel darauf gelegt. Kein Licht, keine Farbe nichts dringt durch die Mauern. Alles ist Kalt. Alles ist tot. »sie stirbt.. letzten endes doch, an ihrer Einsamkeit« 


Samstag, 2. November 2013

»129«

Mom ist weg. Schraubenzieher. Spitzer. Alt. unbenutzt. Schraube ihn auseinander. Ein bisschen mit dem Finger auf der Klinge herum gedrückt. ist spitz. Vorfreude. Hab die Mauern fallen lassen. Ci und Julii hassen mich jetzt eh schon. Also für was stark sein. Erst ganz wenig. Nur ein bisschen. Nur ein paar. Zählt eigentlich garnicht. Aus den 3 - 4 werden mehr. 5.6.7.8. höre auf zu zählen. Kleine Tränen laufen aus meinem arm raus. Vermischen sich mit dem Salzwasser, dass aus meinen Augen tropft. Brennt nicht. Spüre nichts. Bin tot. Denke an Ci. Hass. Angst. Liebe. Vermissen. Versagen. Verzeihen. Lachen. Hassen. Hassen. Hassen. Wegen den was ich jetzt gerade mache. Den ganzen Mist der sich in der letzten Zeit angestaut hat, wird frei. Läuft raus. Wird vergessen. Tut gut. Arm ist rot. Bin wieder ein Zebra. Ansonnsten war der Tag auch nicht so toll. Mom war die ganze zeit Zeitung austragen. Hat mittags Reispfanne gemacht. Wurde gegessen. Und später wieder ausgekotzt. Englisch lässt auf sich warten. Die Blätter und Bücher, verweilen immer noch auf dem Stapel an Lernmaterial genau wie die ganze Woche. Morgen wird gelernt. Muss lernen. Montag schreiben wir. Kann nichts. Wird verhauen. Leben wird verhauen. Kriege wieder nichts auf die Reihe. Alles wird egal. Obwohl es mir eigentlich nicht egal ist. Aber es ist egal. Und das macht irgendwie wenig Sinn. Nichts macht Sinn. Leben macht keinen Sinn. Aufgeben ist doch so einfach. Wusste ich, schon immer. Heute Mittag in Erinnerungen gelebt. In Vergangenheit. Wieder angefangen Hände zu waschen. Bis sie weich und schrumpelig waren. Bis das Wasser nicht mehr abgeperlt ist sonder in die Haut einzog. Dann abgetrocknet. Das Gefühl ist immer noch da. Beginne mich zu drehen. So lange bis ich nichts mehr sehe. Füße drehen weiter. Ich Lande auf dem Boden. Aus den Augen quillt Gefühlswasser. Will nicht fühlen. Will leer bleiben. Gereinigt. Sauber. Gut. Kann es nicht ertragen. Kann Gefühle nicht ertragen. Nichts ertragen. Außer Schmerzen. Die liebe ich. Habe sie vermisst. Den ganzen Sommer über. Jeden Tag. Jede Sekunde. Jede Nacht.