Dienstag, 29. Oktober 2013

»126«

Alles ist so leer. Es fühlt sich so leer an. Ich bin leer. In mir hallt das Geschrei. Mein eigenes. Es schreit mir zu. Will das ich aufhöre. Zu essen. Zu atmen. Zu leben. Aufhören stark zu sein. Alles dreht sich. Mein ganzes Leben und es dreht sich immer wieder, immer weiter, immer um sich selbst. Komme keinen Schritt vorwärts, kann nur zurück. Zurück in eine zeit die ich geliebt habe. Die Zeit, die ich liebe. Selbst nach drei Jahren. Der Oktober ist vorbei. November steht vor der Tür. Und ich versinke im Boden. Nach zwei Tagen Schule. Ich kann das nicht. Meine Beine zittern, die Hände zittern, alles zittert. Mir ist kalt. Ich erfriere. Die Kälte, die leere, diese Einsamkeit sie frisst mich auf. Sie friert mich ein. Die Adern Pumpen die zähflüssige Pampe durch meine Venen. Es ist nicht das selbe. Blut unter der Haut, ist etwas anderes als Blut auf der Haut. Wenn es durch kleine Rille sickert. Um auf zu gehen wie eine Frische Blüte. Wie eine Rose. Eine Roseblüte, nur eben aus Blut. Ich kann nicht mehr stark sein. War es viel zu lange. Hab's versucht. Hab versagt. wie immer. Ci und ich wir schweigen. Auch wenn ich Schreie. Schweigen wir. Und es stört. Es tötet. Es tötet die Freundschaft. Dieser Schmerz. Er tötet uns. Mich. Alles. Wie ein Waldbrannt. Breitet er sich aus und verwüstet dabei alles. Die Heimat, die Freiheit, all das was man gelernt hat zu lieben. Ich weiß nicht was ich zu ihr sagen soll. Die Worte kleben mir auf der Zunge fest, wie Kaugummi an der Schuhsole. Und wenn er einmal fest ist, ist es schwer ihn wieder ab zu bekommen. Genau wie bei meinen Worten. Hängen sie einmal fest, ist es schwer sie wieder los zu lösen. Es braucht zeit. Sie hat mich letztes mal schon allein gelassen, und ich habe verdammt große Angst das sie es wieder tut. Das sie zu B. geht. Weil sie besser ist als ich. Weil sie es immer war. So wie Ci, sie an sieht. Sie vermisst B. So sehr. Und ich komme mir dabei vor wie ein Stück Leder, das man Plattwalzt. Zerquetscht von der Stille. Sie erdrückt mich, nimmt mir die Luft weg. Kann nicht atmen. Muss los kommen. Muss frei werden. Luft. Ich schneide mich frei. Kann Wieder atmen. Zwar nur Kurz. Fühle nichts. Aber es reicht für den Abend und die Nacht. Zwar beschützt mich niemand vor den Monstern, die bereits auf mich warten. Aber ich kann wenigstens Atmen. Nur Stoßweise aber es ist Luft. Es ist ein Stück Freiheit. Ein bisschen leben. Auch wenn ich es nicht haben will, will ich es doch. Oder nicht. Entscheidungen könnte ich noch nie treffen. War nie gut darin. Hab zur falschen Zeit, am Falschen Ort, das falsche entschieden. Viel zu oft. Wünsche mich hier weg. Weit weg. Irgendwohin wo ich atmen kann. Klare Luft, die nach Salz und Wasser schmeckt. Die Nacht Möwen und Freiheit riecht. Irgendwohin wo ich abheben und fliegen kann. Fliegen. Entfliehen. Weg von dieser Welt. Von diesem Leben. Weg von allem, vor allem weg von mir. 



Kommentare:

  1. Liebes,magst du Ci nicht sagen,was du denkst? Dass du Angst hast sie zu verlieren?

    Danke für deine lieben Worte immer,ich freu mich immer rießig wenn ich sehe dass du kommentiert hast. <3
    Das mit Sis und der Party hat sic geklärt.. ich will mich einfach nicht mehr verletzen lassen. Und ich sollte ihr in Zukunft erzählen,wenn ich ein Problem mit ihr habe.

    Bleib stark Liebes <3

    AntwortenLöschen
  2. Naja,ich SOLL ihr erzählen wenn ich ein Problem habe,das werde ich aber vermutlich nicht tun. Ich fühle mich dann immer wie so eine Tussi der nichts recht ist.. ich lass die Dinge jetzt einfach mal auf mich zu kommen.
    Wenn du in Ruhe mit ihr über so was sprichst,wird sie dich nicht verlassen. Welcher Mensch geht schon wenn er den Satz "Ich brauche dich,ich habe Angst dich zu verlieren" zu hören bekommt? Gib dir nicht immer die Schuld für alles,Liebes.
    Ach wie süß,ich denke immer meine Posts interessieren keinen. :D
    Ich höre wie gesagt immer gerne von dir und wenn du reden möchtest kannst du dich auch immer gerne melden. :-)
    Viel Kraft an dich <3

    AntwortenLöschen
  3. Es tut mir so leid, dass es dir so geht.

    Der Text ist wundervoll. Er sagt so vieles. Auf eine faszinierende Art und Weise.

    Es tut mir so leid, dass du dich so alleine gelassen fühlst. Um was genau geht es denn bei dem 'Rückfall'? Um das Schneiden oder um die Essstörung?

    <3

    AntwortenLöschen