Donnerstag, 31. Oktober 2013

»128«

Schule. 9 Stunden. Erdkunde. Englisch. Deutsch. Powi. Und. 8 + 9 Religion. Neue Lehrerin. Selbes Thema. Tot. Ich sitze da und kann einfach nichts aufnehmen. Nichts garnicht's. Und dann fängt sie an zu reden und zu reden und zu reden. Genau wie die alte Lehrerin vorher auch. So als wüsste sie wie sich das anfühlt. Wenn man einfach sterben will. Und das schlimmste ist. Heute ist julii's Cousin gestorben. Er ist gestorben nach 18 Jahren mit dem Kampf gegen Krebs. Und ich meine er hat gekämpft und er WOLLTE LEBEN! Und ich will STERBEN! Und er ist gestorben und ich bin immer noch hier. Das ist doch nicht fair. Wir hätten einfach nur tauschen müssen. Dann wäre er jetzt noch da und ich eben nicht mehr. Wäre besser so. Und das habe ich heute oft genug bestätigt bekommen. Julii und seelendieb (ja wir nennen ihn jetzt einfach so, aber eigentlich ist er ganz lieb) waren die einzigen die mir am Morgen im Bus an diesem Tag das Gefühl gegeben haben, das der Tag an sich doch nicht soo schlimm wird wie ich dachte. Falsch gedacht. Kurz gefaket gelacht. Alles nur Fassade. Wieder daran gedacht, das mich niemand kennt. Niemand. Nicht mal ich selbst. Auf die Heizungen gesetzt. Gewartet. Auf 8 Uhr. Gewartet auf Ci. Dann steht sie da. Und setzt sich zu seelendieb. An Lena's Seite wäre noch Platz für zwei Leute gewesen. Aber nein. Will Ci nicht. Braucht Abstand. Weil ich ja so eine Schwerverbrecherin bin. Fr.T kommt und wir gehen in die Klasse. Jetzt kann Ci mir nicht aus dem weg gehen. Sie sitzt nun mal neben mir. Sie sagt nichts. Ich weiß, das ich was sagen sollte. Ich würge ein "Hallo" hervor. Freundlich. Unschuldig. Friedlich. Vorsichtig. Sie nickt. Und hört Fr.T zu. In der Pause stehen wir zusammen auf dem Hof. Keiner redet. Keiner durchbricht die stille. Und es stört. Ich würde ja etwas sagen, wenn ich könnte, wenn ich wüsste was, oder wie. Aber wir schweigen. Als es klingelt gehen wir rein. "Klo?" sagen wir gleichzeitig. Sie lächelt. zum ersten mal und ich denke auch zum letzten mal für heute. Ich warte vor der Tür auf sie. Dann gehen wir hoch. Fr.P macht mit uns deutsch und danach Powi. Ci ist wieder schlecht. Merkt man. Sieht man. Spüre ich. Ich gehe zu Fr.P und frage sie ob wir raus dürfen, dachte es tut ihr gut. Hat sonnst auch immer geholfen. "woher wusstest du..?" "ich kenne dich, besser als du dich selbst kennst, auch wenn du das nicht so haben willst." Wieder Stille. Sie hat mir nichts mehr zu sagen. Ich meine ich bin selbst Schuld. Hätte einfach ein Geheimnis draus machen sollen. Damit dann die Atombombe platzt wenn sie's nach 1-2 Monaten rausfindet. Wollte sie nicht schon wieder belügen. Nicht wegen der Krankheit, nicht schon wieder. Dann hätte sie mir wahrscheinlich wieder vorgehalten das ich nie mit ihr rede. Ja da wundert sie sich? Egal was ich mache. Es ist alles irgendwie so falsch. Sag ich's ihr, ist es falsch. Sag ich's ihr nicht, ist es auch falsch. Ich weiß einfach nicht was ich noch zu ihr sagen soll, darf, kann, muss. Wahrscheinlich wäre es ihr sogar lieber wenn ich tot wäre, dann müsste sie sich nicht andauernd so aufregen, das ich ne abgefuckte Versagerin bin. Was weiß ich. Im der Mittagspause verschwindet sie mit B. Tat weh, aber ist ok. Sie braucht mich nicht, hab ich kapiert. Message ist angekommen. Dann haben wir Religion. Neue Lehrerin. Mag sie nicht. Redet zu viel über Dinge, die sie aus Lehrbüchern und Ratgebern rausschreibt. Klingt wie eine Mischung aus Bienenschwarm und Hühnerstall. Oder beides. Wie ein Bienenschwarm im Hühnerstall. Und das ganze in meinem Kopf. Ci ist immer noch bei B. Bin wohl jetzt ganz unten durch. Weil ich eine Krankheit habe. Okay. Aber wenn Ci die Grippe hat und nicht gleich am Nächsten Tag Wieder ohne Fieber, Schnupfen und Husten in der Schule erscheint ist das was anderes. Nein ganz genau so ist es. Mit ner Grippe liegt man halt auch mal länger Zuhause im Bett damit man dann wieder Gesund ist. Man kann natürlich auch zu früh wieder arbeiten oder in die Schule gehen, aber dann kommt die Grippe wieder. Und mit Pech dann eben doppelt so schlimm. So ist das. Mit so ziemlich (fast) jeder Krankheit, denke ich. Heute Abend hat mich Mom zu Bodo Bach geschleppt. Alle haben gelacht und mir wahr mehr zum heile zu Mute. Nicht nur weil die Tatsache, das nicht mal noch ein Komiker mich zum lachen bringen kann, sonder viel mehr weil ich alleine bin. So alleine das alles leer ist. In einem Raum voller Leute. Bestimmt 300 Stück. Und Lee fühlt sich alleine. Weil da niemand ist der mich versteht. Ci nicht. Julii nicht. Mom nicht. Niemand. Nicht mal mehr Dad. Den habe ich heute nach der Schule gesehen, er hat uns abgeholt. Als wir Seelendieb und N. abgesetzt hatten, hat er mich vorsichtig gefragt wie's mir geht. Er weiß das ich mit Mom Streit hatte. Das sie mit der fast 2 und der fast beste Arbeit der Klasse nicht zufrieden war. Das ihr dieses "fast" nicht genug ist. Das ich ihr nicht genug bin. Aber dennoch glaubt er mir mein "Gut" mit dem Freundlichen Lächeln ohne zu Zögern. Er vertraut mir. Traurig das ich ihn auch anlüge. Das ich jeden immer anliege. Mich selbst sogar. Egal wie oft ich noch sage, das ich keine Depressionen, keine ES und kein Borderline habe, es bleibt halt eben so. Wird nur immer wieder verdrängt, tief in einer Schublade versteckt nur um irgendwann daraus hervor zu kriechen und mich zu überfallen. Zu ersticken. Um Mir die Luft zu nehmen. Das letzte bisschen zu nehmen was mich hier hält. Der Atem. Die Luft. Der Traum von Freiheit. Ich öffne gerade die Flasche aus Frankreich. Die mit dem Sand und dem Meer, es riecht ein bisschen modrig aber doch immer noch frisch. Und frei. Und nach ein bisschen leben. Es riecht nach einer Zeit, die Freiheit beschreibt. Eine Zeit die für immer in den Gedanken erhalten bleibt. Solange bis die Gedanken sterben. Oder man selbst. Bis alles um einer herum verschwimmt. Zu einem Brei aus leben und tot. Eine Gefühllose Masse die sich soweit ich weiß "das leben" oder so àhnlich nennt.
Doch wer will das schon? 

 

Mittwoch, 30. Oktober 2013

»127«

So. Jetzt sitze ich hier. Und werd den ganzen Gedankenmatsch der sich durch meinen Körper frisst nicht los. Kriege das alles nicht aus dem Kopf. Ich MUSS morgen wieder in die Schule. Mom meinte vorhin ich wäre total blass, wie so eine Leiche. Ja danke Mom. Jetzt fühle ich mich anscheinend ja nicht nur so, sondern jetzt sehe ich auch noch tot aus. Dieses Leben fickt mich im Moment so. Es geht einfach nichts mehr. Ci & Julii. Wissen jetzt von gestern. Sie hassen mich beide dafür. Ist mir egal. Sollen sie. Sollen sie doch alle. Mir wird im Moment alles egal. Schule. Freunde. Mom. Ich. Mein Leben. Alles. Das schlimme ist. Ich kann den Nebel nicht mehr einfangen. Er verfliegt immer wieder und verdeckt nur stellenweise all das, was er verdecken soll. Den hass. Den Schmerz. Die Erinnerung. Das Leben. Ich weiß nicht wie lange ich das noch schaffe. Der Termin bei Fr.S ist heute in 2 Wochen. Ich bin noch nicht so weit. Werde doch wieder alle 2 Wochen zu ihr gehen. Brauche irgendwen. Wenn es auch etwa komplizierter wird, jetzt. Für sie aber auch für mich. Im Januar ist sie im Prozess mitten dazu gekommen. Jetzt ist sie im November schon dabei. Habe Angst. Jedes mal. Das sie irgendwann, sagt das ich zu einem anderen Psychologen muss. Weiß auch nicht. Habe Angst das ich ihr zu viel werde. Ich kenne mich gut genug. Die Gedanken stricke, reiße nicht. Ich muss ihr von den Gedanken erzählen. Muss es versuchen. Irgendwie. Auch wenn ich weiß, das ich es nicht schaffe. Ich schaffe nichts. Außer Menschen weg zu stoßen. Weil sie mir zu nah kommen. Habe das genau so mit D. gemacht. Er hat mich neulich angerufen. Weg gedrückt. SMS gleich gelöscht. Ich meine er ist 30! Er könnte mein Großer Bruder sein. Aber nicht, das was er sein will. Das kann ich nicht. Außerdem kommt er doch auch nicht mit dem Selbstverletzen und der ES zurecht und mit den Depressionen und den Selbstmordgedanken erst recht nicht. Hat er damals selbst gesagt. Das er da nicht will. Und heute kann ich das nicht. Zu viel Angst. Vor ihm. Vor mir. Vor Menschen. Vor allem. 

Das war Julii. Sie hat mir nicht geglaubt. 

Das war Ci. Sie hasst mich nun auch.

Aber ok. Wenn mich jeder dafür hasst. Das ich das bin, was ich bin. Dann kann ich ja auch gehen. Verschwinden. Fliegen. Ab in den Himmel zu M. und Opa. Frei sein. Glücklich. Weg von hier. 


Dienstag, 29. Oktober 2013

»126«

Alles ist so leer. Es fühlt sich so leer an. Ich bin leer. In mir hallt das Geschrei. Mein eigenes. Es schreit mir zu. Will das ich aufhöre. Zu essen. Zu atmen. Zu leben. Aufhören stark zu sein. Alles dreht sich. Mein ganzes Leben und es dreht sich immer wieder, immer weiter, immer um sich selbst. Komme keinen Schritt vorwärts, kann nur zurück. Zurück in eine zeit die ich geliebt habe. Die Zeit, die ich liebe. Selbst nach drei Jahren. Der Oktober ist vorbei. November steht vor der Tür. Und ich versinke im Boden. Nach zwei Tagen Schule. Ich kann das nicht. Meine Beine zittern, die Hände zittern, alles zittert. Mir ist kalt. Ich erfriere. Die Kälte, die leere, diese Einsamkeit sie frisst mich auf. Sie friert mich ein. Die Adern Pumpen die zähflüssige Pampe durch meine Venen. Es ist nicht das selbe. Blut unter der Haut, ist etwas anderes als Blut auf der Haut. Wenn es durch kleine Rille sickert. Um auf zu gehen wie eine Frische Blüte. Wie eine Rose. Eine Roseblüte, nur eben aus Blut. Ich kann nicht mehr stark sein. War es viel zu lange. Hab's versucht. Hab versagt. wie immer. Ci und ich wir schweigen. Auch wenn ich Schreie. Schweigen wir. Und es stört. Es tötet. Es tötet die Freundschaft. Dieser Schmerz. Er tötet uns. Mich. Alles. Wie ein Waldbrannt. Breitet er sich aus und verwüstet dabei alles. Die Heimat, die Freiheit, all das was man gelernt hat zu lieben. Ich weiß nicht was ich zu ihr sagen soll. Die Worte kleben mir auf der Zunge fest, wie Kaugummi an der Schuhsole. Und wenn er einmal fest ist, ist es schwer ihn wieder ab zu bekommen. Genau wie bei meinen Worten. Hängen sie einmal fest, ist es schwer sie wieder los zu lösen. Es braucht zeit. Sie hat mich letztes mal schon allein gelassen, und ich habe verdammt große Angst das sie es wieder tut. Das sie zu B. geht. Weil sie besser ist als ich. Weil sie es immer war. So wie Ci, sie an sieht. Sie vermisst B. So sehr. Und ich komme mir dabei vor wie ein Stück Leder, das man Plattwalzt. Zerquetscht von der Stille. Sie erdrückt mich, nimmt mir die Luft weg. Kann nicht atmen. Muss los kommen. Muss frei werden. Luft. Ich schneide mich frei. Kann Wieder atmen. Zwar nur Kurz. Fühle nichts. Aber es reicht für den Abend und die Nacht. Zwar beschützt mich niemand vor den Monstern, die bereits auf mich warten. Aber ich kann wenigstens Atmen. Nur Stoßweise aber es ist Luft. Es ist ein Stück Freiheit. Ein bisschen leben. Auch wenn ich es nicht haben will, will ich es doch. Oder nicht. Entscheidungen könnte ich noch nie treffen. War nie gut darin. Hab zur falschen Zeit, am Falschen Ort, das falsche entschieden. Viel zu oft. Wünsche mich hier weg. Weit weg. Irgendwohin wo ich atmen kann. Klare Luft, die nach Salz und Wasser schmeckt. Die Nacht Möwen und Freiheit riecht. Irgendwohin wo ich abheben und fliegen kann. Fliegen. Entfliehen. Weg von dieser Welt. Von diesem Leben. Weg von allem, vor allem weg von mir. 



Montag, 28. Oktober 2013

»125«

Fressen. Fressen. FRESSEN! Gibt es noch etwas anderes als das? Heute bestimmt über 2000 Kcal gehabt. Ich möchte sterben. Lena du bist so verdammt Fett hör jetzt wieder auf zu essen. Scheiße Mann! Ich will ja, aber ich kann nicht. Aber ich muss. Könnte dann heute Mittag nach einer Roulade mit Gemüse Kotzen, weil Dad und Oma auf den Friedhof sind. Ich bin Zuhause geblieben. Und natürlich gleich mal den Mist los werden. Trotzdem fühle ich mich wie ein aufgepusteter Heißluftballon. Als hätte man mir Helium statt Blut durch die Adern gepumpt um mich damit auf zu pusten. Morgen darf ich nichts essen. Ich darf einfach nicht. Ich hab mein Höchstgewicht wieder. Das ist echt so niederschmetternd. Und zugleich hoch motivierend. Es wird nicht auf gegeben. "WORK FOR IT." Motto. Ziel. Es wird geschafft. Egal wie. Hauptsache weg mit dem ganze Fett. Mehr trinken, weniger essen. Mehr Rauchen, weniger essen. Mehr Lächeln, weniger essen. Mehr abnehmen, weniger essen. Muss es schaffen. Wäre ich im Moment nicht so schlapp, dann würde ich wieder laufen gehen aber ich kann mich einfach nicht aufraffen. Das ist so anstrengend und ich bin heute morgen schon umgefallen. Dann war alles schwarz vor Augen und ich hab da gelegen. Dann musste ich natürlich was essen. Und meinem Geliebten Dad fällt nichts besseres als Nutellabrot ein? Danke Papa. Ich kann das nicht essen. Ich will nicht. Ich darf nicht. Aber ich muss. Seit 12 h bin ich jetzt ziemlich leer. Morgen wird gewogen. Ich brauch Kontrolle. Ich brauche das. Mom geht dann wieder arbeiten. Alles wird einfacher. 68! Ziel eins. Wird dauern. Aber ist zu schaffen. Bis Dezember muss das weg sein. Mein 16 Jahr hier wird entweder Mega gut oder wie immer. Beschissen. Morgen haben wir bis 13 h. 
Oder soll ich doch mal joggen gehen. Ich könnte ja mal laufen gehen. Muss ja nicht so viel sein. Wäre besser als garnicht's. Und wenn ich umkippe dann setze ich mich auf die Strasse und warte das mich irgendwer umrollt. Ich will nicht in die Scheiss Schule. Ich packe das nicht. Die hassen mich eh alle. Jeder. Ci meinte zwar das sie mich lieb hat, aber das sagt sie nur so. Ich bin ihr doch eh egal. Sie hat B. War nur der Platzhalter bis B. wieder zeit hat. Bis Ci ihr wieder gut genug ist. Und sie spinnt natürlich gleich zu ihr und dann ist klein Lee alleine. Aber das ist ok. Ich komm schon klar. Alleine eh am besten. Und ja ich war weg. Viel länger als es scheint. Aber alles ist gut. Ich lebe, noch!  :) :) :) 

Mittwoch, 23. Oktober 2013

»124«

Muss weg. Muss raus. 
Halt's hier einfach nicht 
mehr aus. 








Dienstag, 22. Oktober 2013

»123«

Nichts wird jemals wieder so wie es einmal war. Alles verändert sich mit der Zeit die sich immer weiter dreht. Heute war ein guter Tag, ich habe in der Kirsche geholfen. Mich gefreut. Habe einen kleinen Jungen Glücklich gemacht. Und musste selbst, oft ein paar mal lachen. zwar war dieses Lachen selbst dann, nicht immer leicht aber es hat sich immerhin ganz gut angefühlt, mal wieder ein bisschen zu lachen. Auch wenn mir selbst in diesem Moment mehr nach weinen zu mute war. Mit Julii läuft es auch nicht besser. Ich werde ihr immer mehr egal, total egal, auf den Tot egal. Aber ich meine, es spielt ja keine Rolle ob ich Leben oder nicht. Es ist egal, hat keinen Wert mehr, nicht für mich und nicht für Sie. Für niemanden. Ich war schon immer das kleine hässliche, Mädchen das niemand braucht, das man ersetzen kann, so leicht, so einfach, so schnell. Und das tut verdammt weh. Zu wissen dass man jedem egal ist. Auf den Tod egal. Das es egal wäre ob ich hier bin oder nicht. Das schlimmste ist das niemand den Gedanken vertreiben kann. Den Gedanken an's sterben, den Gedanken an den Tot. Das schlimmste ist, dass ich weiß das sich alles wieder genau in die selbe Richtung dreht. Das alles genau so wird, wie damals. Das jede Sekunde so wird wie am Anfang. Dass sich nichts verändert hat. Und das es niemand ändern kann. Das alles so bleibt wie es war, genau so wie es war, bevor Fr.S versucht hat es zu ändern, bevor Julii versucht hat es zu ändern, bevor ci versucht hat es zu ändern, obwohl es niemand von ihnen auch nur an nähernd geschafft hat. Niemand kann mich noch retten, ich bin verloren, verloren in mir selbst. Schon seit Jahren, versuche ich herauszufinden warum ich so geworden bin. Warum ich ein kaltes, totes Winter Mädchen geworden bin. Ich meine welche Situation, welche Sachen, welcher verdammte Moment hat mich zu dem gemacht was ich heute bin? Und wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, dann kenne ich die Antwort. Zum einen weil Dad, der damals beinahe seine geliebte Tochter, alleine gelassen hätte, der mich verlassen hätte, seine Tochter und das für immer. Und noch in dieser Nacht beschloss ich, dass wenn er stirbt, das ich dann auch sterbe. Damals war ich 10. Das ich auf  dieser abgefuckte Welt nicht alleine sein wollte, war schon immer klar. Ich meine welches fünfjährige Kind bleibt gerne allein zuhause. In einem zuhause, mit Monstern und Angst die, das kleine Kinderherz verstören. Wer würde gerne zuhause sein, in einem zuhause das keins war, und nie eins gewesen ist. Wer wäre gerne in einem Haus geblieben in dem Schmerz das einzige war was man liebte und liebe das einzige war das Schmerzen zufügte.  Ich weiß selbst heute, dass meine Kindheit trotz allem schön war. Dass ich ein Kind war das gelacht hat, das Lachen konnte. Solange es denn wollte. Doch dann irgendwann, da kam der Augenblick in dem sich alles in eine ganz andere Richtung gedreht hat. In dem Moment, an dem ich lernte das Schmerz, eben doch nur Schmerz war. Der Moment in dem ich spürte das Schmerz  gut sein kann. Dass er nicht gehasst sein muss, wie ich das als Kind immer glaubte, dass Schmerz das einzige war was Schmerzen verdeckte. Dass ich nur Schmerzen fühlen konnte, weil ich nicht geliebt worden bin. Nie. Und heute versucht Mom mir krampfhaft ihre Liebe zu zu stecken. Mich damit zu überfluten. Mich damit zu ertränken. Mich damit zu überhäufen, solange bis ich vergebe. Ihr vergebe das, dass alles nichts war. Dass mein Leben und ich nichts waren und nichts sind. Ich werde michmorgen um 7 h aus dem Bett aufraffen, die müden Knochen aufwecken, mir gefühlt ein Kilo Schminke ins Gesicht klatschen und versuchen mit dabei ein Lächeln mit schwarzer Tinte ins Gesicht zu schmieren. Ich werde versuchen zu lachen, schon allein der Kinder wegen. Weil sie glücklich sind, wenn ich es bin. Auch wenn der ein oder andere wohl spühren wird, dass es nicht so ist. Dass ich nicht das glückliche und lachende Mädchen bin. Werden sie mir trotzdem glauben. Sie werden mir glauben dass alles okay ist, das es mir gut geht, das mein Lachen echt ist und die Tränen, Freudentränen sind. Besser Schmerz der tief auf dem Herzen vergraben liegt, als Tränen die erkannt und gehasst werden. Ich bin, und war nie das was ich vorgab zu sein. Ich versuchte immer mehr zu sein. Mehr als ich war. Ich wollte viel zu viel. Wollte viel zu viel sein. Und hab es letztendlich doch nie geschafft.



Montag, 21. Oktober 2013

»122«

Wir sind wieder Zuhause. Es war schön in Bayern. Das Museum ist toll. Das essen war schrecklich. 701 kcal heute zum Frühstück. Dank Mom. Mein Magen tötet mich von innen. Der Streit in meinem Kopf geht weiter. Vor jedem essen. "Willst du das wirklich essen? Tu das nicht! Du wirst fett. Und du bist es doch schon! Du willst doch dein Ziel erreichen! Willst schön sein! Willst du dir den weg unnötig komplizierter machen? Willst du das sie dir sagen das du fett bist? Willst du wirklich essen? Tu das nicht. LASS DAS BLEIBEN! Aber du versagst ja eh. Schaffst es wie immer nicht. Bist eine Versagerin Lee, eine Scheiß Versagerin! Schaffst es nicht mal ein bisschen essen zu wieder stehen? VERSAGERIN." Ich hasse das. Ihr müsstet sie hören können. Diese stimme. Diese wahnsinnige stimme. So Quitschig und böse. Es ist so angsteinflößend. Und trotzdem hab ich es gegessen. Habe zwar 1 Stunde gebraucht aber habe es geschafft. Mom meinte "wir gehen erst wenn der Teller leer ist" sie hat mit vorher einen Teller am Büfett gemacht und den sollte ich dann essen. Ich selbst hatte nur einen Pfefferminztee bestellt. Und hätte mich damit auch zufrieden gegeben. Die Heimfahrt war anstrengend und mühsam. Zuhause habe ich mich im Wohnzimmer hingelegt und fern gesehen. Einfach weil ich zu nichts fähig war. Ich habe die Bewegungen auf der Leinwand nur unbewusst wahrgenommen. Habe gedacht. Die Gedanken sind geflogen, soweit das sie den Himmel berühren konnten. Sie fragen sich wie es dort oben ist? Ob es besser ist? Nicht hält mich. Julii und Ci bin ich Scheiß egal. Ci redet nicht mit mir. Und Julii schreibt mir "ah" und "ok" darauf zurück, das ich sie vermisse. Es ist ihnen egal. Ich bin egal. Bin nichts. Für niemanden gut. Bin ein schlechter Mensch. Mache alles schlimmer. Bin EGAL. Niemand würde mich aufhalten wenn ich vor ein Auto oder einen Zug laufen würde. Niemand würde stop sagen. Niemand würde mir den Strick abnehmen oder die Klinge aus der Hand reissen. Ich bin alleine. Mal wieder. Und die Einsamkeit macht's sich breit. Das schweigen fühlt sich gut an. Macht das leben erträglich und lässt mich erneut Freunde verlieren. Ich schaffe nichts mehr. Nicht die Schule, Nicht meine Freundschaften aufrecht zu halten und vor allem schaffe ich dieses Leben nicht mehr.


Sonntag, 20. Oktober 2013

»121«

Es ist 23.54 h. Der "Ich Poste jetzt noch schnell was über heute" Gedanke schleicht sich durch meinen Kopf. Heute kommt mir so tot vor. So unrealistisch. Als hätte es diesen Tag nie gegeben. Nicht weil irgendwas Passiert wäre, ganz im Gegenteil. Es ist nichts passiert, garnicht's. Ich habe mich durch diverse online Shops geklickt und nichts gekauft. Weil, wenn ma kein Geld hat, kann ma's auch net ausgeben. Ich war vorhin Duschen. Und ich hatte das echt lange nicht mehr, dieses Gefühl. Aber wenn man sich so vollkommen bloß hält auch vor den Spiegel stellt ist es kein Wunder, das man wütend wird. Also was macht man wenn man Wütend ist? Man beginnt unter der Dusche zu weinen. Ich hab mich dann einfach hin gesetzt, mich zusammen gekauert und hab den Regen und die Tränen alles raus spülen lassen.
Doch es bringt nichts. Genau so wenig wie die Schlaftabletten von letzter Nacht. Ich war bis 3 Uhr wach und dann habe ich angefangen ein Buch zu basteln, also den Umschlag mit Sprühkleber und Zeitung zu bekleben. Bin ganz zufrieden. Sieht besser aus als vorher. 


Jetzt liege ich hier in meinem Bett und kann schon wieder nicht schlafen. Die Gedanken Quälen mich einfach zu sehr. Die Gedanken versagt zu haben, nichts richtig gemacht zu haben. Morgen Mittag fahren wir wahrscheinlich schon nach Bayern damit wir Montag in's Steiff Museum können und Dienstag spätestens wieder Heim. Ich kann also morgen um 6 h aufstehen. Weil ich um 8 schon in die Vorbereitung für den Kindergottesdienst will und noch Füße ausschneiden möchte. Auf der Fahrt lese ich das Steiff Buch und Schlafe wenn möglich. Oder ich höre einfach Musik und Blende mom aus. Ich habe ein bisschen Angst das wir uns streiten. Dort kann ich dann nicht zu Dad oder so flüchten wenn sie aggressiv wird. Ich weiß noch einmal, hat sie mich so sehr geschlagen da hatte ich ein Blaues Auge und meine Wange war geschwollen. Und ich bin dann so durch die Schule mit einem Kilo Make up drauf und hab gelächelt, niemand hat gefragt. Gut. Zur Vorsorge nehme ich also mal lieber mein Make up mit. Hoffentlich wird es einfach ein guter Ausflug aus der Hölle, zwar mit dem Teufel höchstpersönlich aber besser als immer dort zu sein wo alles voll mit Erinnerungen ist. Voll von Gedanken der Vergangenheit.


Freitag, 18. Oktober 2013

»120«

Meine Sorge um Sa wächst immer mehr. Sie wollte sich heute umbringen. Sie ist mir mittlerweile echt wichtig und das macht mich traurig. Sie hat mir dann am
Nachmittag eine Whatsapp Nachricht. Geschickt. "Sie lebt!!!" war das erste was mir durch den Kopf schoss. Ich hätte vor Freude die halbe Welt umarmen können. Ich weiß einfach so viel von ihr auch wenn ich sie nur über Tumblr kenne. Aber die Situation hat mich so sehr an M. erinnert. So sehr. Diese Hilflosigkeit. Zu wissen das man es nicht ändern kann. Das sie es eh tun wird. Das sie mich eh alleine lässt. Sa hat mir versprochen morgen mit einer Freundin zu einem Arzt zu fahren. Irgendwer muss ihr helfen. Ich bin gespannt ob sie es tun wird morgen. Aber ich denke nicht. Ich meine wäre ich an ihrer stelle würde ich das auch nicht tuen. Wir haben ein abkommen getroffen. So lange ich nicht tot bin, stirbt sie auch nicht. Solange sie nicht tot ist sterbe ich nicht. Wir halten uns somit irgendwie gegenseitig am Leben. Ich versuche es zu mindestens. Ich kann nicht damit leben noch jemandem nicht geholfen zu haben. Am liebsten würd ich allen helfen, jedem jeden Tag. Immer. Ich würde mich stundenlang durch Probleme kämpfen um eine Lösung zu finden (wenn es mein Kopf denn zu lässt) ich würde alles dafür geben mal jemanden irgendwie glücklich zu machen. Aber wie soll das gehen wenn ich selbst nicht mal mehr weiß was Glück und Glücklich sein überhaupt ist und heißt. Ich Weine in letzter Zeit viel. Das macht mir Angst. Was wenn dieses Tränenmeer nicht mehr versiegt? Ich hätte die Mauern und Dämme einfach nicht öffnen dürfen. Jetzt kommt es andauernd zu einem Dammbruch und die Tränen Fliesen unumgänglich. Heute im Bus musste ich mich so sehr zusammen reisen. Aber ich habe heute eine gute Tat vollbracht. Ich bin in der Stadt gewesen. Und als ich an der Bushaltestelle angekommen bin lag da eine Lila Tüte einsam verlassen und alleine. Nach 10 min warten kam immer noch niemand also hab ich mal in die Tüte rein geschaut. Deo, Creme und ein Geldbeutel. Ich öffne den Geldbeutel und  schaue auf den Personalausweis. Ich kenne das Mädchen dem der Geldbeutel gehört. Ich Rufe meine Cousine an die mit ihr befreundet ist und frage sie nach der Nummer. Sie geht nicht dran, ich versuche es 3, 4, 5 mal. Aber es geht niemand dran. Also entschließe ich mich die Sachen mit zu nehmen. Ich Steige 2 Haltestellen vorher aus und suche nach der Strasse und Hausnummer die auf dem Perso steht. Sie will gerade rein gehen, ich Schreie ihren Namen und gebe ihr die Tüte mit Geldbeutel, die süße freut sich ein Loch in den Bauch. Umarmt mich und freut sich immer noch.  Ich hab sie im Zeltlager vermisst. Echt vermisst. Aber ich kann sie ja an und zu mit ihrer Vespa fahren sehen. Mom ist wieder von der Feier da. Sie stinkt nach Kippen und alk. Ich hab seit 1 Woche nicht geraucht. Vermiss es kein Bisschen habe noch eine Halbe Packung von den widerlichen  L&M. Ich mag Gauloises viel lieber. Die Blauen. Die haben mich beim ersten mal Rauchen voll geflasht. Da hatte ich voll den Schwindel. Aber das war ok. Dann konnte ich wenigstens schlafen. Was ich jetzt auch langsam mache. Mom hat mir meine Tabletten wieder gegeben. Sie denkt das ich heute stabil genug bin. Mir nicht die ganzen Packungen rein zu Pfeifen. Ich nehme mir drei, den Rest schließt sie wieder weg. Im Schrank ein. In ihrem. Den Schlüssel hat sie irgendwo. Ich hab ihn ein paar mal gesucht und nie gefunden. Ich nehme dann mal 2 und versuche etwas zu schlafen. Wenn das nicht's bewirkt kommt Nr.3 Noch hinter her. Wenn ich dann nicht schlafe werde ich wahnsinnig. 
Gute Nacht ihr lieben, 
Euch Knuddelt die Lee. 


»119«

Hast du jemals das Gefühl gehabt, ganz allein zu sein? Niemanden zu haben der einen Versteht und für einen da ist?

So fühle ich mich. Komplett egal und nutzlos. Wertlos. Nicht wichtig. Nicht gut genug.. Einerseits wird dieses Gefühl immer mehr verstärkt, weil Julii so abweisend ist. Sie tut mir weh. Und abgesehen davon das ich es eigentlich nicht mal richtig spüre, tut es einfach nur weh. Am Mittwoch war ich bei ihr. Voller Vorfreude sie mal wieder zu sehen. Sie war beim Pferd und ich hab zugeschaut. Ein paar Sprünge aufgebaut. Ihr gesagt was sie besser machen könnte. Ich weiß das ich mir solche Kommentare zu ihrem Reitstil besser verkneifen sollte, weil ich 1) selbst nicht mehr reite und das seit fast 1/2 Jahr jetzt und 2) weil Julii eh alles besser weis.

In der Hinsicht sind wir gleich. Wir waren früher in allem gleich. Liebten die selben Sachen und hassten die selben. Waren gleich. Wir wussten was der andere Denkt. Wie es ihm geht. Wenn es ihr schlecht ging, ging es mir schlecht. War sie Glücklich, war ich Glücklich. Und umgekehrt. Doch seit sie mit ihrem Freund zusammen ist, dreht sich alles um ihn. Den ganzen Tag. Klar sie liebt ihn und ich gönne es ihr auch von ganzen Herzen. Aber ich hatte halt einfach (in meinem Jugendlichen Leichtsinn) geglaubt das unsere Freundschaft vor ihrer Beziehung steht. Ich hatte nie gedacht, das sie mal so kalt zu mir wird.

Als ob es in mir drin nicht schon kalt genug wäre? Als ob der Eiszapfen in meinem inneren nicht ausreichen würde um an ihm zu erfrieren. Deshalb versucht sie also ihn noch größer zu machen? Damit ich erfriere? Damit ich weg bin? Ja das kann sie haben. Ich meine was habe ich denn noch hier? Meine Freunde brauchen mich nicht, Mom hasst mich, Dad kommt drüber hinweg ich habe in seinen Augen wahrscheinlich eh versagt. Und Ci, die beginnt gerade mich erneut gegen B. auszutauschen. Nochmal. Erneut. Und nochmal halte ich das nicht aus. Ich habe das damals gerade nur so geschafft und es war eine der schlimmsten Zeiten in meinem ganzen Leben. Es ist einfach nur so grausam zu wissen das wenn man weg wäre, das es niemanden interessieren würde.

Nach den Ferien gehen alle wieder schnell in die Schule. Der Platz neben Ci bleibt eben leer. Nach 1-2 Wochen sitzt dort eh B. Dann hat sie mich bereits vergessen. Julii sitzt eh neben Frii. Ich glaube fast das ich Frii wichtiger bin als Julii. Das ich Julii mehr egal bin. Das es ihr Scheiß egal wäre wenn ich hier bin oder in Australien oder eben tot. Eines Tages sterbe ich doch eh. Und wenn nicht ans Suizid dann an der Kälte in mir drin. Spätestens die tötet mich. Lässt mich erfrieren. Schon jetzt. Wie wird das denn wenn der Winter kommt? Ich habe mir heute ein Nest gebaut. Ich brauchte einen Ort an dem ich mich sicher fühle. Also habe ich mir ein Paar decken und Kissen geschnappt und mich verbuddelt.

Ich wollte einfach raus aus der Realität. Weg von diesem Scheiß leben. Einfach raus. Und da ich momentan nicht die Kraft habe um raus zu gehen, verbuddele ich mich eben drinnen. Ich schaffe mir eine eigene kleine Welt. Nach einer Stunde tauche ich hervor und Ringe um Atem. Die Lift wird dünn und salzig. Salzig von den Tränen. Ja ich Weine. Schon wieder. Ich bin mittlerweile so schwach das ich weinen kann. Und ich atme immer so komisch bei Weinkrämpfem. So kurz und ruckartig. So, dass wenig Luft in mich rein kommt. Damit ich leer bleibe. Damit gerade so viel Schmerz in mir drin sein kann, wie ich gerade so tragen kann. Dann habe ich mich frei geschnitten. Raus aus dieser Atemnot. Wieder Luft Kriegen. Luft die nach Rost schmeckt. Nach Rost und Blut. Nach altem Metall das erst vorsichtig und dann immer hektischer die Stille zerschneidet. Zerstückelt. Durchbricht. Ohne es letztendlich geschafft zu haben. Die Leere füllt alles. Ich bin leer. Leer und kalt. Eiskalt trotz einer Zwiebelschicht aus Pullovern die den Unfall verdecken sollen.

Jetzt starre ich an die Decke. Sie ist das einzige was gleich bleibt. Alles verändert sich. Aber nicht die Zimmerdecke. Sie bleibt immer so nah und doch so fern. Immer so beweglos und still. Immer so haltend. Die Decke hält mich fest. Sie versucht mich Fest zu Kammern. In meinem Bett fest zu halten. Mich zu entspannen. Und langsam kann ich wieder normal atmen. Der Weinkrampf hört langsam auf. Ein Paar letzte Tränen kullern mir die Wangen hinunter. Ich versuche zu schlafen. Ohne Monster. Ohne Träume und ohne Betäubung. 



Donnerstag, 17. Oktober 2013

»118«

Mein Leben ist ein einziges Chaos, ein Chaos aus dem ich nicht raus komme. An meiner Wand hängen jetzt die Bilder. Alle. Jedes Bild das Ci und Julii mir gegeben haben. Damit ich immer weiß das sie bei mir sind. Also habe ich sie aufgehängt. Aber ich Ertrage den Anblick nicht. Meinen.

Und sie springen mich an. Genau wie das essen. Mom muss doch die ganze Woche arbeiten. Ich bin alleine. Was gut und schlecht zugleich ist. Ich bleibe heute einfach in meinem Bett liegen und blogge mich durch den Tag. Ich muss mal wieder eure Post's lesen und auf die Suche nach ein paar neuen Leuten gehen. Und dann muss ich einfach noch schlafen. Schlafen und lernen. Die zweite Woche nach den Ferien wird der Albtraum.

Montag: Englischarbeit 
Dienstag: EK Präsentation + Hausarbeit 
Mittwoch: Kunst Präsentation 
Donnerstag: Gliederung der Abschlusspräsentation
Freitag: Physik Vorstellung

Die ganze Woche ist voll. Ich hab einfach das Gefühl das ich das alles nicht mehr schaffe. Das mich dich Schule nur noch mehr kaputt macht. Aber ich brauche diesen verdammte Abschluss. Wenn ich den nicht schaffe ist alles vorbei. Dann hab ich keinen Grund mehr hier zu sein. Auch wenn ich den so schon nicht habe.

Dienstag, 15. Oktober 2013

»117«

Fr.S und ich wir reden. Die sagt ich soll in mich gehen. Eine reise machen. Eine reise an den Anfang, wo wir uns begegnet sind. Ich weiß es noch ganz genau. Ich habe kaum gesprochen. Sie hat geredet. Die hat gefragt. Und ich musste Antworten. Es wurde viel geschwiegen. Dann geht alles ganz schnell.

Ich rede von den Bremer Stadt Musikanten und einem Esel. Von einem Dummen Esel. Ein Esel den niemand braucht. Und sie fragt ob es in mir drin so einen Esel gibt. Ich sage nein. Da gibt es nur Lena. Sie will mehr hören. Ich erzähle ihr von mir. Von meinem inneren Ich. Von der kleinen Lee die nie raus darf. Die immer tief verbuddelt unter Mauern und Stacheldraht Zaun versteckt bleibt und den ganzen Schmerz ertragen muss. Sie fragt was diese Lena sich wünscht. Ich sage einen Esel. Einen Freund der sie nicht verlässt. Und an welchem Ort? Australien. Diese Antwort kommt so schnell das sie mich verblüfft ansieht. Und was ist da noch? Ein Windrat, ein Zaun, Kühe und Schafe, Eine Birke Meer, Blumen, Wasserfälle, eine Badewanne mit..

Nach der Badewanne habe ich geschwiegen. Ich wollte sagen eine Badewanne mit Blut. Gefüllt aus den unzähligen versuchen den Schmerz zu vertreiben. Als hätte es jemand aufgefangen um darin zu baden. Die Badewanne ist so voll, das sie fast überläuft. Es fehlt nur ein einziger Schnitt und sie würde überlaufen. Würde umkippen und den ganzen Schmerz verteilen. Würde da Blut an jeden Fingern kleben lassen, die klein Lena Schmerzen zu gefügt haben. Würde ihnen Zeigen was sie gemacht haben. Doch sie Liesen mich diesen einen Schnitt nicht tun.

Und dann fragt Fr.S mich, was ich bräuchte um der Inneren Lena zu helfen.
''Hilfe'' ist das erste was mir einfällt.
''Von wem?'' fragt sie.
''Von niemandem, ich will keine.''
 ''Aber eben wolltest du sie noch!''
''Ja aber ich verdiene sie nicht.''
''Warum?''
''Weil ich schlecht bin.''
''Und wieso glaubst du das du schlecht bist?''
''Weil sie das sagt!''
''Wer?''
''Meine Mutter!''

Und wir schweigen. Ich darf gehen. Die Badewanne stand für den Selbstmord. Ich war kurz davor. Die Wanne wäre bald umgekippt oder übergelaufen. Und dann wurde sie geleert. Irgendwer hat den Stöpsel raus gemacht, zwar mühsam und mit viel Zeit. Aber die Wanne ist nicht mehr voll. Nur halb. Halb voll und halb leer. Und das Gefühl das dieses halbe nie etwas ganzes sein wird, lässt mich verzweifeln. Ich will nicht irgendwas zwischen tot und leben sein. Ich will tot oder lebendig sein. Aber das geht nicht. Denn Tote Mädchen können nicht leben und nicht sterben, ohne gelebt zu haben. Das alles zerreist mich, in tausend kleine teile. Teile, eines ganzen Kaputten. Ich war nie ganz und werde es auch nie wieder sein.


Montag, 14. Oktober 2013

»116«

Ich habe eben mit Fr.S telefoniert. Ich habe es einfach gebraucht. Ich habe sie gefragt ob ich so bald wie möglich einen Termin haben kann. Und ich muss anscheinend echt aufgelöst  gelungen haben, denn sie meinte ich kann morgen schon vorbei kommen. Ich muss ihr das jetzt einfach erzählen. Denke ich. Ich weiß nicht. Und außerdem muss ich mit ihr über Julii reden. Ich komme damit einfach nicht klar. Alleine nicht. Ich bin ihr einfach so Scheiß egal geworden.

Das habe ich ihr auch eben geschrieben und das sie sich melden kann wenn sie wieder normal ist. Und ich hab wie immer tschüss geschrieben. Ich finde tschüss ist so ein merkwürdiges Wort. Ich weiß auch warum ich das an dauernd schreibe. Ich habe die Gedanken wieder, sie sind wieder voll da. Nicht mehr nur ab und zu. Sondern dauerhaft. Jeden Tag. Seit ein paar Tagen. Ich weiß auch nicht wieso.

Vielleicht wegen dem ganzen Schulstress. Vielleicht weil ich wieder Fresse wie ein Schwein. Vielleicht weil ich nicht's mehr fühle. Ich hab mich geschnitten, aber ich hab's nicht gefühlt. Aber immerhin ich hab die Kontrolle nicht ganz verloren, ich hab mich nicht wieder von der Klinge anspringe lassen. Nur ein bisschen. Ganz wenig.

Ich bin Taub. Nicht von Gehör, sondern von den Gefühlen. Alles ist tot. Ich bin tot. Innerlich. Und ich weiß das habe ich in letzter zeit oft geschrieben gerade erst heute Nacht. Es ist mir einfach nur so sehr klar geworden, das ich immer noch so bin wie am Anfang der Thera. Ich Ritze immer noch, ich hasse immer noch, ich kotze und hungere immer noch, ich will immer noch sterben. Es hat sich nicht verändert.

Manchmal bin ich so verunsichert, in wie weit ich Fr.S Vertrauen kann, am Ende liefert sie mich doch in die Psychiatrie ein. Hr.S wollte da ja auch damals machen. Er war immer hin der erste der von der ganzen Ritzerrei wusste. Neben Julii und Ci.

 Ich habe Magenkrämpfe von dem viele essen des Wochenendes und aus den Tränen von heute Mittag ist ein scheiss Heulkrampf geworden. Ich höre einfach nicht mehr auf. Meine Zimmertür ist abgeschlossen. Auf meinen Bett liegen meine Bücher. Alle. Ich wollte mich in ihnen verstecken. Wollte mich unter ihnen vergaben. Verstecken. In sie hinein fliehen. Aber nichts lässt dieses Leben besser werden. All die Psychologen, die Freunde, die Familie konnten den hass nicht aufhalten. Er hat sich tief in mich vergraben und krallt  sich dort wie eine Zecke fest. Selbsthass wird man nicht so schnell los. Einmal gehasst, immer gehasst. Nur eben von sich selbst.



»115«

Guten Morgen, oder auch  Guten Nachmittag. Es ist 14.11 und ich bin gerade von den Schlafenden erwacht. Mein Tag hat gerade erst begonnen. Der erste Ferientag, beginnt mit einer Katastrophe. Ich habe noch 78 Tage bis zu meinem 16 Geburtstag. Der 16 war schon immer was besondres, wieso weiss ich auch nicht. Ich wollte mit 16, schlank sein, hübsch. Nein ich wollte dünn sein. Ich wollte M. sein. Ich wollte die 50 knacken. Aber ich schaffe es nicht. Nicht in 78 Tagen und auch nicht in 100. Die Zeit läuft davon. ICH MUSS VERDAMMT NOCHMAL AUFHÖREN ZU FRESSEN WIE EIN SCHWEIN!! Ich hasse diese ganzen Fressanfälle und das gekotze. Ich will doch einfach nur leer bleiben. Leer, rein und gut. Ab morgen muss ich aufhören zu Fressen. Muss wieder kontrolliert essen und lächeln. Mom ist die ganzen Ferien zuhause. Ausser morgen. Das wird hard, sehr hard. Wir werden uns wieder streiten, sie wird mich schlagen,wird mich in meine Zimmer einsperren um mich dort versauern zu lassen. Ich sitze mit dem Netbook vor dem Fenster an der Heizung. Meine Beine sind warm, doch das Gesicht bleibt kalt. Kein Lächeln ringt sich durch die Verpackung. Kleine traurige Perlen rollen aus mir heraus. Sie wollen mir beweisen, das ich doch noch weinen kann. Und so sitze ich hier, verheult und föllig fertig. Am Fenster in den Regen starrend. Mein Leben hat sich nicht verändert, nichts hat sich verändert. Es ist alles noch genau so kalt wie vor einem Jahr. Ich bin immer noch das Totemädchen. Nur das ich langsam einfriere. Nein erfriere. An der kälte die das Leben mit sich bringt. Ich erfriere durch alles und jeden. Durch Ci, Julii, durch meine Mom, duch M, durch alles. Und zu guter letzt auch vor allem durch mich selbst.


»114«

Es ist mittlerweile Montag. Morgen hat Ci Geburtstag. Sie wird 16. Sweet 16 wie sie immer sagt! Sie hat mich zwar eingeladen, aber ich werde nicht hin gehen. Ich brauche abstand. Von ihr. Von allem. Von Jedem.
Mom und ich hatten gestern beim Zeitungaustagen streit. Deshalb habe ich meinen aufenthalt bei Dad um einen Tag verlängert und bleibe biws morgen 21 h, da muss er los zur Nachtschicht. Daor setzt er mich noch bei dem Biest ab. Im moment habe ich so das Gefühl, als wollte mich jeder Pausenlos vollstopfen. Erst Mom, schon die ganze Woche, jetzt Oma und als ich das Frühstück heute morgen nicht gegessen hab, dann auch noch Dad. Ich werde wahsinnig. In diesem Haus, in diesem Leben. Das macht mich alles so wahnsinnig. Genau wie die Schule, die macht mich auch Wahnsinnig! Die Stark hefte für Mathe und Englisch sind mitlerweile auch da. Für meine APG (Abschlusspräsentation, Fach Geschichte wie mir das Fr.P heute schreibt.) habe ich mir info's ausgedruckt. Da die bestellung von Amazon so verdammt schnell ankam ( Freitag 17 h bestellt, Samstag 11 h geliefert) konnte ich gestern Abend auch schon den Film schauen und mir notizen machen. Jetzt habe ich hier noch zwei Bücher (Margarete Steiff - Das Tor zur Kindheit; Ich gebe was ich kann), mit dem ersten habe ich eben angefangen um jetzt bei S.23 einen Stop eingelegt und den Post hier schnell ab zu tippen. Ich weiss nicht wieso ich immer Nacht's anfange zu lernen. Wahrscheinlich weil ich mal wieder angst vor den Monstern habe. Deshalb versuche ich das schlafen so lange wie möglich vor mir her zu schieben. Ich will nicht schlafen und anderer seit's ist es das einzige was ich im moment machen will. Schlafen den ganzen tag, weil ich so müde bin. Das Parfum wartet auf noch darauf von mir gelesen und zusammen gefasst zu werden und die EK Präsentation ist immer noch genau so weit wie vor 3 Wochen so langsam wird es knapp. Ich habe nur noch weitere 3 Wochen und muss dazu ja auch noch eine Hausarbeit schreiben. Ich weiss nicht wie ich das alles Packen soll, ich habe so das gefühl das meine ganzen Ferien us lernen und noch mehr lernen bestehen. Ich kann das einfach nicht mehr, am liebsten wrde ich diese ganze schulsache hin schmeissen, weil ich weiss das ich es eh nicht schaffen werde. Die heizung hier in meinem Zimmer flackert, sie ist alt und verbraucht, doch sie funktionert. Ander als bei Mom, dort liege ich in einem kalten Zimmer weil der Vermieter uns die Wäre abgedreht hat. Mom hat dieses Jahr 4 mal nicht bezahlt und letztes Jahr 3 mal. Bei einer Miete von 500 á Monat macht das 3.500 Euro und ein paar zerquetschte. Julii ht mir für Samstag auch noch abgesagt, ob wohl sie sch auch eingeladen hatte. Ich werde sie nicht mehr fragen, wenn sie eh immer nur wieder absagt und mich im Stich lässt. Da kann ich mir das auch sparen. Den Schmerz ersparen.
Ich lese jetzt noch das Buch weiter und versuche zu schlafen. Essen's technisch war das Wochenende die reinste katastrophe, weil jeder was in mich rein stopft und ich es nicht raus holen darf. Sie wollen mich Fett machen, verdammt Fett um mich wie ein schwein an Weihnachten zu schlachten. Das wollen sie. Sie wollen das ich leide und mich noch mehr hasse.
Wieso lässt mich niemand mit dem essen in ruhe? Wieso? 
Ich kann das alleine, ich hab das im Griff, glaube ich zu mindestens.. 



Freitag, 11. Oktober 2013

»113«

Daddy nimmt mich in den Arm. Er spürt das ich nicht mehr lange stehen kann und fängt mich auf. Alles ist schwarz, als wären meine Augen in Schwarzer Farbe ertränkt worden. Als hätte sie jemand mit den unachtsamen Worten der Zeitung beschmutzt. Und doch ist alles lesbar auf mir nieder geschrieben, ich bin eine kleine Zeitung. Eine Lebendige Zeitung. Auch wenn ich heute sehr tot wirke. Der letzte Schultag war unglaublich anstrengend. Dafür das es nur drei Stunden waren. Das hat selbst Fr.P gesagt. Ich rede in letzter zeit viel, wenn sich schon mal die Gelegenheit gibt die gehasst und gleichzeitig Geliebte Stille zu füllen. Doch so sehr ich versuche Worte in den Stillen Raum zu pressen desto leiser wird es. Jedes Wort hallt wieder und das Echo ist so laut das mein Trommelfell zu zerplatzen scheint. Mir fliegen mal wieder tausend Dinge durch den Kopf. So viele Erinnerungen an das was ich noch alles machen muss. Fr.P teilt die Stark Hefte für die Abschlussprüfung Deutsch 2014 aus. Wir sollen in den Ferien bis S.64 machen und uns Merkzettel an die Überbegriffe und das was wir nicht können, machen. ich stecke also 8 kleine Zettelchen in die Seiten und versuche sie größtenteils zu überfliegen. Bei Dad angekommen bin ich mit Oma alleine. Ich setzte mich an den Tisch und Drucke Sachen über die Firmengeschichte von Steiff aus und über Spielsachen. Das kam erst um 14 h wieder von der Arbeit. Ich habe also von 11 - 14 h an meiner Präsentation gearbeitet und es fühlt sich so an als wäre ich immer noch genau so weit wie um 11 Uhr. Und das bin ich eigentlich auch. Ich hab die Texte ausgedrückt aber sie nicht wirklich gelesen. Muss sie mir bei Mom dann durchlesen und Markern. Dann kann ich dort wenigstens irgendwas machen. Als Dad zur Tür rein kommt sitze ich immer noch am Tisch und lerne. Er steht hinter mir ich stehe auf und Drücke ihn. Da spüre ich wie die Schleier mich fangen. Wie sie mich umhüllen um mich sanft in ihren Bann zu zerren. Sie machen mich Blind vor der Welt und taub von all den Geräuschen. Bald flackert das getrübte Tageslicht von Herbst wieder auf und Dad taucht verschwommen vor meinen Augen auf. Ich liege in seinem Bett. Er hat ein Glas Wasser in der Hand, will das ich trinke. Ich tue es. Nach einer Weile setze ich mich hin: »gibst du mir bitte das Buch?«
frage ich ihn vorsichtig. "Du willst schon wieder arbeiten? Lena du brauchst einen Pause so wird da nichts du, du machst dich noch kaputt so!" »Aber Dad ich muss das machen sonnst habe ich nächste Woche nur noch mehr Stress, ich will es hinter mich gebracht haben jetzt wo ich noch zeit habe, Bitte!« Er reicht es mir. Ich habe eine Stunde geschlafen. Es ist kurz nach 15 h. Ich lege mich auch den Bauch und arbeite weiter. Kreuze Dinge an, überlege mir fragen und versuche sie zu beantworten. Löse Aufgaben aus dem Deutschbuch zum Arbeitsheft und schweige dabei vor mich hin. Um 18 h höre ich auf. Meine Nerven sind am Ende und eigentlich wollte Julii kommen um bei mir zu schlafen. Aber sie hat mir abgesagt, für Frii und ihren Freund. Ich fühle mich unbrauchbar und leer. Leerer als Leer. Ich fühlte mich tot. Aber wenn das Sterben ist, dann möchte ich gehen. 
Ich habe eben noch eine Erinnerung's Liste geschrieben damit ich nicht's vergesse. Hoffentlich. Jetzt gerade macht mich das ticken der Uhr an der Wand völlig nervös. Mit jeder Sekunde, Minute und Stunde geht mir wertvolle Zeit verloren. Zeit die ich mit sinnvolleren Dingen, als mit Schlafen verschwenden könnte. Ich bin auf Seite 10. habe zu DM ersten drei Übergegriffen, 27 Fragen geschrieben und sie beantwortet. Dazu im Buch Aufgaben gelöst. Und es ist nichts. Nicht genug. Ich stehe vor dem Nervlichen Ende. Ich kann einfach nicht mehr lernen aber ich muss. Sonnst schaffe ich das nie. Und wieder kreist mir Fr.S Satz durch den Kopf "Lena ich habe das Gefühl das du rein Psychisch nicht in der Lage und Verfassung bist die 10 Klasse zu absolvieren." Das war ein Schlag in die Magengrube, als hätte sie mir damit genau das gesagt was ich dachte. Und zwar das ich es einer Seits nicht Schaffe und anderer Seits nicht schaffen kann weil es zu viel wird. Um genau das Gefühl habe ich jetzt schon wieder, ich finde nie das Mittelmaß. Entweder ich will zu viel oder zu wenig. Meistens will ich einfach zu viel von mir selbst, setze die Latte zu hoch und versuche trotzdem drüber zu springen. Egal ob ich damit ein gebrochenes Bein in Kauf nehme oder nicht. Man fällt nun mal hin und ich war einfach noch nie der Typ der sofort wieder aufgestanden ist. Ich mache es mir dann lieber in meinem kleinen Loch bequem und bleibe dort versteckt vor alles und jedem. Und keiner Erreicht mich dort, weil alles voller Nebel ist. Genau der, der mir am Mittag noch die Sicht genommen und die Gefühle betäubt hat. Genau dieser Nebel, der lässt das Tote Mädchen noch Toter werden. Lässt es erfrieren. Sterben im inneren. Nur um äußerlich weiterhin da zu sein. Wie eine Nussschale ohne Nuss. Die Schale hat zwar ein Loch durch das die muss gefallen ist, aber wenn sie so auf dem Boden liegt fällt es im ersten Moment nicht auf das sie eigentlich so sehr kaputt ist. 



und die Aufgaben werden im Lauf der Woche einfach nicht weniger. In der 2ten Woche fahren Mom und ich in's Steiff Museum nach Dillingen an der Brenz (glaube ich) damit ich ein bisschen Info's  direkt in der Firma sammeln kann. Der Stress ist einfach viel zu groß, für kleine zerbrechliche Mädchen die Schlaf brauchen und nicht schlafen können.

Donnerstag, 10. Oktober 2013

»112«

''Mir gehts gut!!'' sage ich ihr. Ich lächele ihr ins gesicht und sie glaubt es. Auf einmal ist alles so schwer, das aufrecht erhalten des täglichen lebens wird ansträngend und die Schule ist fast vorbei. Noch morgen und dann habe ich zwei wochen Herbstferien und es tut so gut. So verdammt gut zu wissen das ich in die scheiß Schule für Zwei wochen nicht muss. Ich habe mir gestern bei Dad den laptop geholt und verbinde ihn per Hotspot mit meinem Handy. Das verbraucht zwar total viel Datenvolumen aber fuck it. Jetzt kann ich wenigstens ordentlich tippen und muss mich nicht tausend stunden mit meinem handy rumquälen. Auserdem muss ich meine Prüfung anfangen. Die anderen haben ihre Gliederung schon abgegeben und ich hab mal wieder noch garnichts. Die gute Nachricht ist Fr.P hat mich doch angenommen. Sie wollte das Thema eines anderen schülers nicht also haben wir einfach die Prüfer getauscht. Julii hat sich zwar aufgeregt weil ich jetzt doch noch angenommen wurde aber ok. Sie gönnt's mir halt einfach nicht. Das ist eigentlich verdammt schade dafür das sie meine ''Allerbestefreundinfürimmerundewigauflebzeiten'' war. Haha das letzte wort ist schon sehr interessant. Erinnert mich an diese 7.Klasse Bitches. Ja ich war ja selbst nicht besser in der 7. Hatte die Falschen Freunde und die falschen Probleme, aber die kann man sich bekanntlich ja nicht aussuchen. Probleme kommen halt einfach. Meine EK präsentation muss ich auch noch machen und das Starkheft für die prüfung in Deutsch habe ich seit heute endlich auch. Dann kann ich wenigstens irgendwas machen wenn ich wieder Panik bekomme das ich die prüfung nicht schaffe. manchmal ist das echt krass, da sitze ich am tisch und dann stürtzt so der ganze schulscheiß auf mich ein und ich werde wahnsinnig. Versuche alle möglichen Formeln auswenidig zu lernen und alle möglichen Vokabeln in meinen Schädeln zu quetschen. Das lustige ist. Ich schreibe nach den Ferien am 4.Nov. Englisch, am 5.Nov hab ich dann die EK Präsentation und am 7.Religion. Das wird ne Woche. Nicht das ich wieder umfalle. Auch wenn das ja noch geht. Aber ich hab schon so angst vor den Prüfungen. Wir haben Montags: Deutsch Mittwochs: Englisch und Freitags: Mathe ich werde da wahnsinnig. Auch wenn das alles erst nächstes Jahr im Mai statt findet habe ich jetzt schon voll die Angst, was wenn das einfach nichts word? wenn  ich Mathe, Deutsch und Englisch verhaue. Muss ich dann noch ein jahr in der scheiß Schule sein? Das halte ich nicht aus.ich will einfach von allen weg. Auch von Julii. Ein ganz neues Leben anfangen. Und es beginnt mit der Ausbildung damit ich endlich mal neue Leute kenne. Klar werde ich Julii und Ci niemals vergessen und sie immer lieb haben aber es ist einfach besser. Vielleicht gehe ich nach DA oder doch nach LAM oder WEIH. es gibt genung schulen, nur WAS IST WENN DIE MICH ALLE NICHT HABEN WOLLEN? Das frage ich mich so oft. 
Mit dem Essen làuft es schlecht. Fressen. Auskotzen. Wieder in mich rein Stopfen. Das alles wird langsam Tagesablauf. Heute hatte ich Nasebluten nach dem Kotzen, das war voll merkwürdig. Klar hab ich ab und zu mal Blut gespuck aber durch die Nase?  Wie soll das gehen? Ich versuche jetzt mal zu schlafen. Bis bald. 
Ich hab euch alle lieb und bin immer für jeden da ok! Hab grad das Bedürfnis das zu schreiben <3 






Mittwoch, 9. Oktober 2013

»111«

Getaggt: Die Regeln:  
1. Schreibe einen Post zu diesem Award, füge das Bild ein und danke mit einem Link demjenigen, der dir diesen Award verliehen hat.
2. Beantworte die 11 Fragen.
 
3. Überlege dir selbst 11 neue Fragen.
4. Tagge 10 weitere Blogger, die unter 200 Leser haben.
 
5. Sage den Bloggern, dass sie den Award bekommen haben und somit getagged sind.

 Lucy's Fragen:

1. Übst du ein kreatives Hobby aus (zeichnen, schreiben, fotografieren,...)?
- Ja ich schreibe gerne Texte, das ist auch ein Grund wieso ich mir den Blog gemacht habe, ich fotografiere auch gerne habe aber eigentlich nicht die richtigen ''Mittel'' dazu weil meine Kamera echt schlecht ist. Ich bastele gerne Sachen wie Planer oder so was und schmiere auch gerne mit Farbe auf Öleinwänden herum aber ob das Kunst ist kann ich nicht sagen. 

2. Hast du eine Person, der du dich ganz und gar anvertrauen kannst?
- Nein. Niemanden. Ich habe früher Julii und Ci alles erzählt und das hatte zur folge das ich zur Schulpsychologin und zur Thera musste. Seit dem habe ich mir geschworen keinem jemals mehr etwas über meine echten Gefühle und Gedanken zu erzählen.

3. Dein glücklichster Moment?
- Ich würde glatt sagen es gibt nicht wirklich einen aber das wäre gelogen.
Ich war Glücklich in Frankreich als wir zum aller ersten mal das Meer gesehen haben. Es war schon Abend und wir hatten die blauen lichter im Bus an (so kleine LED'S) es war einfach wundervoll und alle haben angefangen zu Klatschen und dann wurden die Handy's gezückt und verwackelte Foto's aus dem dreckigen Busfenster geschossen.

4. Hast du Narben?
- Ja.

5. Wie stehst du zu dir selbst?
- Gar nicht.

6. Wie stehst du zu Homosexuellen?
- ich toleriere das vollkommen und finde es sehr schlimm wenn sich Leute darüber aufregen und andere sogar Mobben es ist jedem seine Sache.

7. Welches Lied kannst du immer wieder hören?
- da gibt es zu viele tut mir Leid. Aber Laura von Pi und Michael X und Ariel von Cas höre ich seit neustem (Laura schon länger) in dauerschleife. 

8. Magst du die Natur?
- Ich finde es sehr schön wenn man durch Wälder oder so geht und nicht nur den Wald sieht sondern das was sich darin versteckt. Ich finde Natur manchmal auch sehr sehr faszinierend.

9. Bekommst du gerne Post, bzw. verschickst Post (Briefe, Postkarten)?
- Ich liebe das. Aber seit M. Weg ist habe ich aufgehört Briefe zu schreiben. Ich habe hier zum Beispiel auch noch 4 Postkarten an liebe Menschen aus tumblr. Liegen und habe es noch nicht geschafft sie weg zu bringen. Ich hab angst das sie dann auch sterben. Komische Vorstellung ich weiß.

10. Wie bringt man dich zum Lachen?
- Ich lache viel aber nie echt. 

11. Magst du Vögel?
- Ja ich will später mal ein Tattoo mit Vögeln haben.
Ich finde die strahlen so viel Freiheit aus.
Und haben eine kleine eigene Bedeutung für mich.

Trying's Fragen:

1. Wer ist für dich die Wichtigste Person in deinem Leben, und warum?
- Julii und Ci sind die Wichtigsten. Auch wenn Ci mir verdammt weh getan hat und Julii mich im Moment vernachlässigt (für ihren Freund hehe. Dachte immer Freundschaft vor Beziehung, aber fuck it) Mein Dad ist auch ein sehr wichtiger Mensch.

2. Interessierst du dich für Mode und beauty Produkte?
- Ja schon. Ich denke in dieser Hinsicht bin ich wie jedes andere Mädchen und versuch natürlich ein bisschen darauf zu achten wie ich herum laufe.

3. In welches Land (welche Länder) würdest du gerne mal besuchen?
- Ich habe mal eine Liste geschrieben wo ich überall hin möchte.
Ganz oben steht AUSTRALIEN das ist so ziemlich der größte Traum meines Lebens. Einmal dort zu sein für 1 Jahr oder so. Das wäre so Bombastisch. In die USA möchte ich natürlich auch, ansonsten finde ich Brasilien, Spanien, Irland, Schottland und Frankreich sehr interessant. In Frankreich war ich ja jetzt vor ca. 1 Monat aber ich möchte gerne ganz speziell noch zum Eiffelturm und wieder nach Le Pradèt
4. Hast du einen bestimmten Tick?
- ich weiß nicht so recht.

5. Hast du einen Bestimmten Lieblingsfilm?
- Ja SECRETARIAT (pferdefilm:D) und THE LAST SONG finde ich sehr toll.

6. Liest du gerne?
- wenn es das Leben zulassen würde, dann säße ich wohl mein ganzes Leben lang in einer Bibliothek oder in einem Zimmer voll Bücher und würde sie verschlingen.

7. Hast du ein Lieblingszitat? Wenn ja welches?
- wir wollten viel zu viel, wollten viel zu viel sein. Und haben's letztendlich doch nie geschafft. [habe ich mal irgendwo gelesen] – Ihr raucht zum Spaß, ich rauche um zuu sterben. [eine wie alaska] – Ihre Umarmungen machten mich Stark genug um die Welt auf meinen Schultern zu tragen. - Eines Tages werde ich mich vor einen Zug werfen, und keiner wird verstehen, warum ich es getan habe. Ich weiß eigentlich selber nicht, was mich so fertig macht. + Dann hat man für einen Moment das Gefühl, die Orientierung zu verlieren. Man weiß nicht: Steht man, fährt man, bewegt man sich vor oder zurück, oder passiert vielleicht alles gleichzeitig, und man wird ganz sanft innen auseinander gerissen. [kristina Dunker – Schmerzverliebt]

8. Zeichnest du gerne?
- Manchmal schon aber ich habe nicht so wirklich das talent zum zeichnen, ich male lieber mit Acryl und so was.

9. Hast du ein Vorbild? Wenn ja, wer und warum?
- Ich weiß nicht. So was suche ich mir nach Momenten und gefühlen aus.
Ich weiß nur das ich eigentlich immer so sein wollte wie M.
Sie war so verdammt fucking perfekt.

10. Schminkst du dich´?
-Ja.

Yessy's Fragen:
1. Was ist der schönste Moment, den du bisher erlebt hast?
- Die Abschlussfahrt nach Frankreich war voll mit schönen Momenten.

2. Welche Musik hörst du und warum?
- Viel Deutschrap und aber auch ein paar ''liebevollere Sachen'' (sage ich jetzt mal) weil die Musik mich versteht, selbst wenn ich das manchmal nicht mehr kann.

3. Was würdest du mit eine Millionen Euro anfangen?
- Ich würde auswandern und ein Tierheim aufmachen. Vielleicht würde ich auch ein Kinderheim aufmachen. Ja wahrscheinlich. Oder beides zusammen. Vielleicht würde ich studieren und Kinderpsychologin werden, vielleicht würde ich 1.000 Euro an einen Penner meines Städtchens verschenken, vielleicht wäre ich dann reich aber Glücklich wahrscheinlich immer noch nicht.

4. was würdest du gerne aus deinem leben machen, wenn dir nichts im wege stehen würde? - Es beenden.

5. Welche Jahreszeit magst du am liebsten und warum?
- ich finde den Herbst sehr schön. Es gibt einfach so viel wundervolles. Aber eigentlich mag ich ihn weil ich dann wieder die auffahrt hinauf laufen kann und mir die blätter bis zu den Knien fallen und ich hindurch tanzen kann. Die Blätter raschln einfach zu schön.

6. Deine Schlechteste angewohnheit?
- ich denke immer das ich an allem schuld bin, selbst wenn zb. Ci eine Mathearbeit verhaut. Dann denke ich immer du hast sie bestimmt total oft beim lernen gestört und jetzt hat sie wegen dir die Arbeit verhauen weil sie nicht in ruhe lernen konnte. Und so was halt.

7. Was kannst du am besten?
- mich hassen darin bin ich ganz gut denke ich.

8. Gibt es etwas das du wirklich bereust?
- ja das ich M. Nicht gerettet habe. Das werfe ich mir heute noch vor.

9. Wenn du in einem Buch/ Film leben könntest welcher wäre es?
-Interessante Frage, ich würde mich in dem Buch ''The Lovely way'' verstecken und es leben. Die Beiden Hauptpersonen sind einfach von der Art her mir ziemlich ähnlich und mit dem was sie fühlen kommt das auch ganz gut hin.

10. Du hast einen wunsch frei, was würdest du dir wünschen?
- ich will jemand anders sein und dessen Leben leben.
( obwohl ich niemandem dieses Leben hier wünschen würde)

Meine Fragen: 
1. wir geht es dir wirklich? 
2. wie bist du auf Blogger gestoßen und warum hast du dich entschlossen einen Blog zu machen? 3. warst du schon mal in anderen Ländern? Wenn ja, wo? 5. hast du noch andere Blogs (zb Tumblr) und wie heißt du dort? 6. was ist dein Lieblingsbuch? 7. beschreibe dein Lieblingsparfum, wie richt es und mit welchem Gefühl würdest du es beschreiben? 8. was ist dein absolutes Lieblingslied? 9. Wie sehen deine Schuhe aus die du im Moment zb. Zur Schule oder Uni an häufigsten trägst? 
10. was würdest du tun, wenn du weißt,  das du am nächsten Tag stirbst? 
11. Falls es dir schlecht geht dann kannst du mir jederzeit schreiben (zb. auf KIK: dieLee_na) ich bin immer für dich da, verstanden? <3 

Ich tagge:
Alle von euch lieben Bloggern die mit machen wollen.
Weil ich mich nicht entscheiden kann zwischen so vielen verschiedenen Leuten und 
die ich taggen würde haben mich getaggt also etwas schwierig aber toll:) 

Ein Super großes Danke an Lucytrying und Yessy die mich getaggt haben.
Ich habe mich echt voll doll gefreut.

Und vergesst nie: ihr seit so verdammt wundervoll <3 





Montag, 7. Oktober 2013

»110«

Es fängt heute morgen an. Ich verschlafe und habe genau 7 Minuten um mich fertig zu machen, mein Lächeln auf zu legen und eine Kippe zu verdampfen. Denn noch habe ich es geschafft. Julii ist heute Krank. Die Geschichtsarbeit läuft ganz gut. Ich für 15 Fragen; 3 Seiten geschrieben. Das kann ganz gut sein. Hoffentlich. In Kunst haben Ci, Frii und ich improvisiert und Hr.J gefragt ob er uns eine Holzpallte geben kann. Was er sogar gemacht hat. Eigentlich finde ich Hr.J garnicht so schlimm nur in Englisch ist er schlimm. Ci und ich waren heute auch beim Berufsberater und ich habe ihm meine Bewerbung gezeigt. Er meinte das ich sehr gut Aussichten habe mit diesem Einsatz im Sozialen Bereich. Ich hoffe es, denn meine Noten sind einfach nicht das außergewöhnlichste was es gibt. Ich habe heute keine Kcal gezählt. Es war zu viel. Ich musste diesen Mist zwei mal los werden aber jetzt bin ich Satt. Satt um bis Freitag durch zu halten. Mit wenig. Hoffentlich. Dannach war ich laufen. Zwar nur die 4 Km strecke aber besser als nichts, habe noch ein bisschen Hulahoop gemacht und ein bisschen versucht zu tanzen aber ich Finde die Leidenschaft im Moment nicht. Und ich traue mich nicht. Seit Uli mir damals den Knöchel beinah gebrochen hat bin ich vorsichtig. Uli ist meine alte tanz Lehrerin. Sie hat uns immer an die Wand gestellt und unser bei nach Oben gedrückt. Einmal bin ich zu spät gekommen und war nicht warm, da hat sie mir das Bein bis hoch gedrückt und den Knöchel an die Wand geknallt. Es hat geknackt und ich habe auf dem Boden gelegen. Sie wollte erst den Krankenwagen rufen aber ich hab sie abgehalten. Seit dem war ich nicht mehr im Training. Was man mir anmerkt. Ich habe viel verloren. Ein Stück meines Lebens. Jetzt tanze ich ab und zu für mich. Auch wenn ich dabei immer auf den linken Knöchel aufpasse. Ich weiß nicht ich habe jedes mal Angst das es knackt und ich wieder auf dem Boden liege. Ich habe einfach Angst. Auch wenn das schon 2 1/2 Jahre her ist.  Mom hat mir heute mein Geld gegeben also werde ich morgen in die Stadt gehen nach der Schule. Ich mache das im Moment zwar oft. Aber ich kann da dem essen wenigstens aus dem weg gehen. Es springt mich nicht an und klebt sich fest. 
Ich hoffe es zu mindestens. bitte. 




»109«

02:58 schreit die Uhr. Meine Augen sind immer noch Nass und verkleben von dem Schmerzen, an denen ich eh verblute, immer mehr langsam aber sicher. B hat mich gestern gefragt was mit mir los ist und wieso ich nie was erzähle. Sie und Julii habe mich damals mit dem Selbstverletzen verpfiffen. Und ausgerechnet sie weiß jetzt über mein Geheimnis Bescheid. Nach lange um den Brei herum reden habe ich es ihr dann erzählt. Hab gesagt das ich die ES wieder in den griff bekomme. Das ich aufhöre. haha. Ich denke garnicht dran. 
B ist nur ein kleiner Krümel eines ganzen Küchenstücks. Ein Küchenstück das ebenfalls irgendwann, zerkaut die Abflussrohre hinunter wandert. Sie kann mir nicht mehr lange irgendwas tun. In einem Jahr bin ich eh weg von ihr. Solange ich in der Schule nicht kotze ist alle gut. Und das tu ich nicht. Zu gefährlich ohne jemanden der Türsteher spielt. So jemanden bräuchte ich. Jemand der genau weiß wie das ist. Ich bin hält einfach Fett. Ein hässliches, Fettes Entlein das nichts fertig bringt. Ich meine ich kann ja nicht mal mehr nichts essen. Zumindestens gestern ging's einfach nicht. Zum Frühstück 100 g Joghurt (95) danach nochmal 150 g (148) 
Mittags Hackbraten (362) und dazu zwei Toasts (191). Mom war abends schwimmen. Ich war wie immer nicht mit. 
Das hat mich einige Kalorien gekostet. Erst 2 Fünf Minuten Terrinen (515) dann Zwei Toast's (191) ohne austrich mit Essiggurken ca. 100g (11). Das macht an diesem Schrecklichen Tag 1494 kcal. Ich habe zwei Tage hintereinander gefressen und gekotzt. Weil ich vor dem essen nicht weg konnte. Weil es mich aufgegessen hat. Jetzt liege ich hier wach. Mein Magen rumort und sagt mir das ich morgen mehr wiegen werde. Viel mehr. Es wird schrecklich werden. Ich werde hassen. Und mein Essen in derSchule  gut kontrollieren. Kein Essen. Kein Geld. Kein Nichts. Einfach nichts mitnehmen. Problem gelöst. Mittags muss ich lernen und ich lege mich einfach früh schlafen. Wer schläft kann nicht essen. Oder ich gehe wenn ich mich aufraffen kann, ein bisschen Joggen. Wenn ich mal so recht überlege war mein leben nicht immer so kaputt. Erst mit der Zeit ist es mir egal geworden und verwest nun langsam an den Kadavern die es hinterlässt. Würde ich meinen Post's richtige Namen geben dann hieße dieser hier wohl »Kadaver des Lebens« Oder so. Aber ich sortiere die nur nach Zahlen. Weil etwas das keinen Namen hat, kann auch keine Bedeutung haben. Das Gefasel hat zwar Bedeutung für mich. Ziemlich große um ehrlich zu sein. Aber es ist besser so wenn ich meinen Blog irgendwann vielleicht mal löschen muss, das die ganzen Texte mich nicht mit Namen anspringen und umhauen. So kann ich einfach nur Zahl, für Zahl, für Zahl langsam aus meinem Leben löschen. Wir schreiben heute Geschichte obwohl ich gelernt habe fühle ich mich unvorbereitet. Wie immer. Ich versuche jetzt etwas zu schlafen. Bis bald. 


   

Sonntag, 6. Oktober 2013

»108«

Wir Wachen auf. Jeden Morgen das gleiche. Aufwachen. Aufstehen. Fertig machen und gehen. So würden das normale Leute machen. Ich hingegen. Wache auf. Gehe an den Schrank und hole den Feind heraus. Sie ist Feind und Freund zugleich. Zu was sie wird ist mir überlassen. Die Waage. Ich stelle mich auf sie. Die Zahl ist größer. Kein Wunder bei dem gestrigen Tag. Es lief eigentlich ganz gut. Um 12 hatte ich die ersten 9 kcal in Form eines Kaugummi's. Habe jegliches essen ansonsten abgewehrt. Doch mein Magen war einfach leer. Seit Donnerstag hatte er das letzte mal etwas bekommen. Und das lies er mich spüren. Er rumorte, zog und stach. Quälte mich. Doch ich blieb standhaft. Bis abends. Mom ist noch einmal weg gegangen für 2 Stunden. Ich war alleine. In meinem Kopf haben tausend kleine Bienchen gesummt und mich verrückt gemacht. Dann gab ich nach. Das ganze artet in einem FA aus und ich Lande am Schluss über der Toilette.  Ich habe mich so schlecht gefühlt. So schuldig. So schwach. So versagerisch. Versagerin. Versagerin. VERSAGERIN. »Lee du kannst einfach nichts. Schaffst es nicht mal ein paar Tage ohne eine FA nichts zu essen. Schaffst es nicht mal ordentlich zu Kotzen. Schaffst es nicht dich an zu strengen. Schaffst nichts. Gar nichts. Und da wunderst du dich das deine Mom dich nie wollte. Das sie dich nicht liebt. Dich hasst. Da wunderst du dich? Du bist eine hässliche kleine Versagerin. Hast aufgegeben. Mal wieder. Das tust du doch immer. Kannst du eigentlich überhaupt irgendwas? Ja fressen. Fressen das kannst du gut. Willst du das ich gehe? Dann werd doch noch Fetter als du es jetzt schon bist. Falls das möglich ist! nein ist es nicht. Du bist der Fetteste Mensch den es gibt und jeder hasst dich. Jeder. Wenn ich auch gehe bist du alleine. Weißt du das? Und du willst wieder aufgeben? Überleg dir besser was du tust sonnst bist du bald ganz alleine.« Ich Schreie. Will mir den ganzen Mist nicht mehr anhören. Doch ich kann nicht vor ihr wegrennen. Sie hat ja recht. Ich bin hässlich und Fett und zu nichts zu gebrauchen. Und ich will nicht das sie geht. Mich alleine Lässt. In gewisser weise ist sie wie die Waage. Die Krankheit ist Freund und Feind zugleich. Man hasst sie und liebt sie. Also mache ich weiter. Heute bleibe ich leer. So leer das man die leere hören kann. Das Tote Mädchen stirbt. Langsam aber sicher, an den Blutigen Tränen die es heult. 


Freitag, 4. Oktober 2013

»107«

Und da fragt sie mich einfach wieso ich noch lebe. Wieso ich noch hier bin. Ich weiß ja das ich besser verschwinden sollte aber das sie so sehr darauf wartet hätte ich nie gedacht. Das tut echt weh. Und wieder war ich nicht wichtig genug, nein falsch: ich bin es nicht! Ich war nie wichtig genug um wichtig zu sein. Das Essen hält sich heute fern von mir. Oder ich mich vor ihm. Ich hätte eh nichts runter bekommen. Mein Hals hat sich seit dem verschlossen und lässt nichts als Wasser und Rauch in sich hinein. Und ab und zu einen Kaugummi. Insgesamt 4 Stück (36) und dabei bleibt es. Morgen muss ich doch Zeitungen austragen und mittags helfe ich mit Julii auf einem Kinderflohmarkt. Ich freue mich eigentlich. Vor allem weil julii die einzige ist die mich neben Ci strake genug macht um das alles zu überleben. Mein Leben zu überleben. Ich weiß das die Waage morgen nicht mehr anzeigen wird aber ich habe trotzdem Angst. Was wenn doch. Ich meine 36 kcal sind 36 zu viel. Selbst 0 wäre wahrscheinlich zu viel. Ich trinke jetzt noch 500 ml Wasser und versuche zu schlafen. Morgen wird ansträngend. Mom ist zu Hause. Hoffentlich lässt sie mich mit essen in Ruhe. Ich will einfach so weiter machen. Nach 3 Tagen ist der Kampf eh vorbei dann spürt man nichts mehr. Der Hunger ist dann weg. Nur der Schwindel bleibt. Dann brauche ich wieder 2-3 Minuten um auf zu stehen sonnst Dreh sich alles. Aber damit kann ich leben, wenn ich nur endlich gut genug werde. Einmal. Ein einziges mal. 

Donnerstag, 3. Oktober 2013

»106«

Wir essen nichts weil es sich schlecht anfühlt. Weil es schwach macht. Und deshalb fühle ich mich so schwach. Die letzten 2 Tage sind so Super gelaufen und natürlich muss heute Feiertag sein. Mom macht Käse Toast (201). Ich hasse es vor Leuten zu essen. Ich fühle mich da so angeglotzt. Als ob die sich denken würden "iih diese Fette Kuh ist auch noch was." Ich weiß da ich fett bin. Und hässlich und schwach. Verdammt schwach. Morgen gibt es nichts. Keinen Bissen. Höchstens Kaugummi. Ich kann mich ja wieder durch den Tag Kauen. Wenn ich nach Hause komme lege ich mich hin und Sage ich habe Bauchschmerzen. Mama wird sich aufregen und ihre Zeitungen allein austragen. Ich werde Gesichte lernen und laufen gehen wenn sie Arbeiten ist. Samstag bleibe ich im Bett und Sonntag halb sonnst darf ich Montag nicht die Arbeit schreiben. So kann ich dem essen einigermaßen aus dem weg gehen. Ich verschanze mich einfach in meinem Zimmer und Verstecke mich vor dem ganzen ekeligen Zeug und wenn sie mir was rein bringt warte ich bis sie weg ist und Kippe es ins Klo. Ich war gestern Abend so kurz davor mir die Haare ab zu schneiden. Ich hatte so ein Wut. Ich wollte nichts mehr sehen, garnichts mehr. Und am aller wenigsten mich selbst. Und dann wurde ich angefallen. Wie ein Monster ist das Messer über mich hergefallen. Es hat nur leichte Rillen hinterlassen. Nichts was bleibt. Nicht lange. 1 - 2 Monate vielleicht. Dann sind sie weg und immer noch da. Eben nicht mehr blutrot sondern Hautfarben. Dieses Ding hat mich einfach angesprungen. Ich konnte nichts dafür. Obwohl gestern alle total gut gelaufen ist. Es gab 3 Kaugummi's (27) in der Schule und danach einen Seattle Latte Kaffe (140). Bis abends blieb ich bei den 167 kcal. Doch um 9 als Mom Heimgekommen ist hat sie mir einen 5 Minuten Terine (214) hingestellt und gemeint ich soll die essen.  Im Moment schaut sie viel zu sehr auf mein Essen. Also habe ich auch diese wenn auch langsam aber trotzdem gegessen. Somit landen wir bei 381 für Gestern. Heute war schlimmer. Zu dem Frühstück (201) Kamen noch Mittagessen (292) hinzu. Und abends waren wir mit Freunden essen (900). -.-

Das Abendessen habe ich mal geschätzt. Weil ich ja schlecht abwiegen kann wie viel das war. Ich hasse Feiertage. Ich hasse mich. Ich hasse essen. Ich hasse Mom. Ich hasse alles. Außer Bloggen. Bloggen ist ein bisschen befreiend, vom eingeengt sein. Wenigstens hier kann ich mal schreiben was ich denke und fühle. Ich habe mir seit dem 19. Februar geschworen nie wieder mit jemandem aus meinem Umfeld darüber zu reden wie es mir wirklich geht. Was da für Gedanken sind. Nicht mal Julii, nicht mal Cii. Sport machen ich jetzt seit 3 Wochen im Langarmshirt. Sie müssen sich einfach wieder dran gewöhnen. Manchmal fühlt es sich so an als in ich keine Luft mehr bekomme. Als ob mir die Welt und das Leben alles Abdrücken würde und dann kann ich mich einfach nur noch freischneiden oder springen. Ich war dort. Ich bin ein bisschen durch die Gegend getigert. Hab mit dem Gedanken gespielt mein Leben für einen kurzen Augenblick leben sein zu lassen und endlich zu fliegen.

Der eine Grund ist M. Mir ist klar geworden das ich sie mehr vermisse als mir das Lieb ist. Ich meine wir hatte nur 3 Wochen. Und haben uns gleich verstanden. Wir haben einmal nachts unter der Decke gelegen mit einer Taschenlampe und uns Bilder angeschaut. Von Mädchen die Perfekt sind. Von welchen wie wir es sein wollen. Wie sie es sein wollte. Wie sie es war. Und der Grund warum ich euch erst gestern von M erzählt habe ist, weil ich ihren Brief gefunden habe. In einer Zigarettenschachtel hinter den Schubladen in meinem Schrank. Mann muss den Arm ganz Lang machen um dort hin zu kommen. Ich hab ihn irgendwann dort hin gepackt damit er mich nicht auffrisst. Damit der hass mich nicht auffrisst. Ich hätte es verhindern können. Verhindern müssen. Ohne mich wäre sie jetzt bestimmt noch da. Sie wäre nie gestorben. Wir hätten uns wieder gesehen. Ihre Braunen Haare wären länger geworden und wir hätten Tomatensaft gemacht. Ja wir hätten uns damit an Halloween ein paar hässliche Dinge in's Gesicht gemalt und uns Gruselig verkleidet. Aber mit Absatzschuhen. Damit wir in der Dunkelheit zu hören sind. Damit wir nicht sind wie das Nichts. Damit wir da sind, wenn auch nur zu hören durch das gleichmäßige Klacken auf dem Asphalt. Wir hätten Schneeball Schlachten machen können. Wir hätten gelacht. Wenn auch nur kurze zeit. Wenn auch nur in den Ferien. In der Zeit in der sie da gewesen wäre oder ich sogar bei ihr. In der Zeit in der ich ihre Mom wieder gesehen hätte. Ich vermisse dieses Mädchen, weil ich weiß das sie genauso war wie ich. Tief im inneren. Doch sie hat sich Kaputt gemacht. Kaputt gehungert. An dem Schmerz. Schmerz den nicht mal ich ihr hätte nehmen können ohne zu weinen. Sie trug Erinnerungen in sich die niemand in sich haben will. Die Vergangenheit hat sie aufgelöst. Langsam, Schritt für Schritt kaputt gemacht. Und das einzige was sie immer gegessen hat war der Schmerz. Sie hat ihn aufgefuttert wie Schokolade. Wie ihre ganze persönliche Designer Droge. Und ich weiß noch als wir damals vor dem Haus standen und sie sich verabschiedet hat. Und als sie gesagt hat das wir uns wieder sehen. Und das ich sie zerquetschen wollte. Das ich sie nicht mehr los lassen wollte. Als hätte ich schon damals geahnt das sie falsch lag. Denn wir haben uns nie mehr gesehen. Und das einzige was mir jetzt noch bleibt ist ihr Geruch der sich mit dem Gestank der Zigarettenverpackung langsam vermischt.

 Ich versuche jetzt zu schlafen. Um den Erinnerungen aus dem weg zu gehen. Vielleicht Träume ich von M und vielleicht auch von P/Q Formeln oder Parabeln oder ich Träume von Mom. Von den Spuren der Vergangenheit. Meiner. Von den Spuren die ich hinterlassen habe als ich noch gelebt habe. Als mein Herz noch ordentlich geschlagen hat. Als es nicht nur ab und zu kurz erwacht um einen leisen Schlag zu tun, um zu beweisen das es nicht ganz versagt hat. Als ich noch Lebendig war, doch mit den ersten Schlägen hat sie mir schmerzen zugefügt, die ich mir nicht mal selbst zufügen könnte. Ich vermisse mich. Mein ich. Das was gelebt hat. Ich vermisse es zu leben und nicht dieses Tote Mädchen zu sein. Aber ich kann es nicht ändern. Das bin ich jetzt nunmal. Wenn ich anfange zu leben, dann sterbe ich.