Mittwoch, 31. Juli 2013

»76«

Ich werde euch nicht's über ihn schreiben. Ich kann nicht. Es es tut mir leid. Ich kann das alles nicht erzählen. Ich hab's noch nie jemandem gesagt. Nie. Es tut mir leid. Ich Kämpfe weiter damit herum. Alleine. Alleine mit den Gedanken.





»75«

Dad hat sich Urlaub genommen. Ich werde also für Zwei Wochen bei ihm sein. Ich bin mir nicht sicher ob das gut oder schlecht ist. Für mein Gewicht ist es schlecht. Ana hasst mich. Sie verachtet mich. Mia wird mir helfen, solange bis Ana wieder weiter machen wird. Zwei Wochen. Ich kann hier nicht Kotzen. Dad redet die ganze Zeit von Zwangseinweisungen und versteht mich nicht. Er kennt sie doch selbst. Er weiß wie sehr sie einen kaputt macht. Mom meine ich. Sie macht eigentlich nichts und dann wieder alles. Ich hasse sie und liebe sie auch wieder weil sie nunmal meine Mom ist. Seit heute genau um 10:30 sind die beiden nach 10 Jahren nun endlich geschieden. Ich durfte nicht mit. Dad hätte mich mit genommen, aber sie wollte das nicht. Jetzt bin ich zwei Wochen hier. Ich bin mal halbweg's entspannt. Mit ci stimmt was nicht. Sie ist so kalt. Sie tut mir weh. Mal ist sie Super lieb und kommt mit Tränen in den Augen am Bahnhof auf mich zu gestürmt weil sie mich Vermisst, dann meldet sie sich drei Wochen fast nicht. Und nun bekomme ich nur Kratzbürstige Antworten von ihr. Klar ihre Beste Freundin ist wieder da. Ich dachte mal das ich das bin aber wie immer hat B. gewonnen. Sie ist wieder von Urlaub Zuhause. Klar das die Lee-Batterie da wieder in die Schublade gesteckt wird. Aber man gewöhnt sich ja bekanntlich daran, für niemanden etwas besonderes zu sein. Die Batterie verliert immer mehr an Kraft und Wert. Solang bis sie irgendwann entweder zerstört wird oder sich selbst zerstört. Sobald jemand besseres kommt, bin ich nicht gut genug. Nie gut genug. Niemals besser als sie. 








Dienstag, 23. Juli 2013

»74«

Ich bin ein kleines Mädchen, das sich Nachts in den Schlaf weint und schreit weil es Angst hat. Angst vor ihrer Mom. Angst vor den Bildern. Angst vor Monstern. Angst vor Erinnerungen. Doch, das am meisten Angst vor sich selbst hat.


Montag, 22. Juli 2013

»73«

Der Tag begann mit dem Gedanken an's Essen und er endet mit dem Gedanken an's sterben. Ich hab Angst vor der Nacht. Wenn alles dunkel und kalt ist, wird die Seele automatisch auch eiskalt. Wenn alles still ist kommen die Monster aus ihrem Versteck. Sie quälen mich. Wollen das ich Schreie. Kreische. Heule. Schneide. Immer weiter. Bis ich das Fett abgeschnitten habe. Bis die Knochen heraus schauen und noch weiter. Solange weiter bis das Blut von selbst aufhört zu weinen. Bis der Schmerz vom Roten Meer alles überschwemmt und betäubt hat. Bis ich frei bin. Endlich frei.






Sonntag, 21. Juli 2013

»72«

Momentan bin ich bei Dad. Er hat mir ein neues Handy besorgt, weil das alte einen Wackelkontakt hatte.Hab jetzt die ganzen alten Bilder auf meinen Laptop gezogen. Bilder von guten Zeiten, von schlechten Zeiten. Bilder von mir und ihr. Ich hab die hälfte der Bilder wieder gelöscht. Ich wollte doch aufräumen und nicht wieder aufwühlen. Die Gedanken schweben in einer Zeit, die lange vergessen ist. Oder
beziehungsweise habe ich so getan als hätte ich all das vergessen. Sie vergessen. So wie sie am Anfang war. Den lieben teil von ihr. Den hab ich nie vergessen. Aber noch weniger den Bösen teil. Den teil, der Abends zu mir kam und mich grün und blau geschlagen hat. Den teil von ihr, wegen dem ich viel zu oft im Krankenhaus war. Der Teil von ihr der mich zu dem gemacht hat, was ich heute bin. Ein abgefucktes hässliches Mädchen mit Narben überall. Die Zeit und der Schmerz hinterlassen ihre Spuren sichtbar auf mir. Ich werde sie nie vergessen können.

Samstag, 20. Juli 2013

»71«

Ich war weg. Viel länger als ich weg sein wollte. Aber ich lebe noch. Leider. Es war alles zu viel und das ist es immer noch, aber es wird anders. Ich habe jetzt jedenfalls Sommerferien und bereits das Zeltlager hinter mich gebracht. Ich bin die ganze Zeit mit Jacken rum gelaufen. Niemand hat was gemerkt. Ein Glück. Ich glaub ich kann damit einfach im Moment nicht umgehen. Zuhause und bei Dad ist das alles kein Problem, solange keine neuen Narben an sichtbaren stellen auftreten und die beiden sich aufregen könnten ist alles gut. Aber wenn ich mich jetzt zum beispiel am Arm verletzen würde, dann würden die beiden mich bestimmt eine halbe stunde lang ins Kreuzverhör nehmen und mich anschreien. Ich brauche keine Hass von meinen Eltern, nicht noch mehr als sie mir sonnst schon geben. Ich hasse mich wahrscheinlich selbst mehr als die beiden mich jemals hassen könnten. Es wird immer schlimmer ich hab den spiegel abgehängt und in den Keller gestellt. Ich ertrage diesen Anblick einfach nicht. Mich. Meine Hässlichkeit. Ich war schon immer hässlich, fett und dumm. Sie haben es mir alle oft genug gesagt. Mom. Dad. Ci. Julii. Die Jungs aus der Klasse. Leute in der Schule. Jeden Tag immer wieder aufs neue. Ich werde mich niemals mögen können. Das klappt nicht. Dafür bin ich eine viel zu hässliche Fette Kuh. Ich werde den ganzen Sommer in langen Hosen verbringen damit niemand mein Fett sieht. Und natürlich die Schnitte. Es sind noch 43 Tage bis zur Abschlussfahrt. Ich versuche nachher mal so einen Countdown auf meinem Blog ein zu schalten. Mal schauen ob ich das hin bekomme. Ach so wenn wir es gerade von technischen Sachen haben. es tut mir leid das der SCM Player auf meinem Blog manche Lieder gar nicht oder nur holperig abspielt. Ich weiß nicht woran es liegt. Habe erst die YouTube URL verändert und dann nochmal die alte genommen. Hat beides nichts gebracht. Schade eigentlich ich mag die Lieder eigentlich sehr gerne. Ihr hört wieder von mir. Gebt mir ein bisschen Zeit. Ich komme zurück. Bald ganz. Es dauert nur etwas..