Donnerstag, 30. Mai 2013

»59«

Ich möchte so gerne aufhören zu denken. Einfach dumm sein und nicht mehr denken können. Diese Gedanken aus meinem Kopf aussperren und nie wieder herein lassen. Doch sobald ich die Tür schließe, stehen die Gedanken an einem anderen Eingang in meinem Kopf und bahnen sich ihren weg zurück. Und sie immer wieder raus zu schmeissen kostet so viel Kraft. So viel, das ich es irgendwann einfach aufgegeben habe. Seit dem teilen die Gedanken und ich, uns meine Hülle. Wir leben so zusagen mit einander. Doch wir haben verschiedene Ziele. Die Gedanken sind Böse. Machen mich Böse. Machen mich zu dem was ich bin. Und doch bin ich irgendwie nicht das was sie aus mir gemacht haben und aus mir machen. Ich bin eine Mischung die zu sich Böse und zu anderen immer lieb ist. Das kann auch daran liegen das die Gedanken nur böse Dinge über mich sagen. Sie sagen mir das ich hässlich bin, das ich dumm bin, das ich nichts schaffe, das ich schwach bin, das ich niemanden interessiere, das ich sterben soll, das ich scheiße und Fett bin. Und das schlimme ist. Ich weiss sie haben Recht. 

Montag, 27. Mai 2013

»58«

Der Schmetterling wurde gefangen. Die Freiheit wurde ihm genommen. Er wurde von etwas eingefangen und kann nichts tun. Ich wurde auch gefangen. Von der Stimme. Sie schreit mich an. Sie schreit und schreit und schreit. Ich renne raus. Immer weiter Richtung Wald. Dann da die Bank. Ich ziehe meinen Pulli aus, dann noch die Strickjacke. Sitze im Top da und lasse den Regen die Gefühle weg waschen. Ich sitze da 5 Minuten. 10 Minuten. Kann nichts fühlen. Kann nicht aufstehen. Kann nur denken. Kann mich der Stimme nur hingeben und ihr zuhören. "Du bist viel zu Fett! Du bist Hässlich! Niemand braucht dich! Niemand liebt dich! Hör auf zu Essen!" Ich stehe auf, drehe mich in Richtung graben und stecke mir den Finger in den Hals. Es klappt nicht. Das Fett ist schon weg. Ich drücke auf meinen Magen. Lasse meine Fäuste darauf einprasseln. Dann erneut den Finger in den Mund. Dann endlich. Der Anfang ist geschafft. Dann immer wieder im
abwechselnden Rhythmus. Auf den Magen drücken und mit dem Finger alles rausholen. Dann weg drehen. Ich versuche wieder zurück zur Bank zu kommen, doch es reicht nicht. Ich sinke auf den Boden. Meine Knie werden Nass. Der Regen wäscht den Dreck weg. Er spült die Narben ab und ich fühle nichts. Ich beginne mit den Hände im Boden herum zu Kratzen. Meine Finger stoßen auf etwas. Ein Stein. Ich ziehe den Stein ein paar mal auf der Bank entlang. Versuche ihn irgendwie schärfer zu machen. Dann ziehe ich das Top hoch und ziehe eine Linie. "NA BIST DU JETZT ZU FRIEDEN? ICH HAB GEMACHT WAS DU WOLLTEST! LASS MICH DOCH BITTE!" Als ob sie mich jemals in ruhe lassen würden. Die Stimmen. Sie gehen nicht weg. Sie kontrollieren mich und ich kann nicht entscheiden wann ich es beende. Ich bin der Schmetterling. Das gefangene Nichts in einer eiskalten Welt.  

Freitag, 24. Mai 2013

»57«

Ich schreibe heute mal ein bisschen was zu einem Bild.. 

  

Ich fühle mich manchmal genau so wie der Schmetterling. Er kann weg fliegen oder einfach an der stelle bleiben wo er ist. Doch wenn er dort bleibt fängt die Hand ihn wohlmöglich. Dann wird er eingesperrt und nie wieder frei gelassen. Einmal gefangen für immer gefangen. Also fliegt der Schmetterling weg, er läuft mit seiner Angst und mit seinen Problemen davon. Doch er bedenkt nicht das die Hand auch eine Stütze sein könnte. Eine Art ausruhpunkt wo er sich von den ansträngenden Flügen ausruhen kann. Oder aber die Hand könnte auch, die kleine zierliche Hand eines Kindes sein das versucht den Schmetterling näher zu betrachten. Oder es ist einfach ein Mädchen das ihre Hand nach etwas unantastbarem ausstreckt. Das ihre Hand ausstreckt um einfach nur den Flügelschlag und den Wind davon zu spüren. Um einmal zu spüren was frei sein bedeutet. 

Mittwoch, 22. Mai 2013

»56«

Wollte gehen. Wollte fliegen. Wollte frei sein. Doch es ging nicht. Acht. Acht kleine weise Pillen, die nicht genug waren. Die ihren Dienst nicht getan haben. Es waren nur acht. Beim nächsten mal sind es Achtzehn. Dann bin ich weg. Endlich. Dann hab ich es geschafft. habe jetzt den dritten versuch hinter mir. schneiden, Autounfall und Pillen schlucken. Hat versagt. Nein falsch. Ich habe versagt. Nicht die Möglichkeiten. Es gibt so viele Möglichkeiten, um dieses eine Ziel zu erreichen. Und nicht mehr lang und ich werde es schaffen. 

Freitag, 17. Mai 2013

»55«

Meine Finger Zittern. Die Augen fixieren das Silberfarbene Metall. 
Ich nehme es in die Hand. Die Fläche ist glatt. Die Kante ist scharf. Eine Rasierklinge. Ich lasse sie zwischen den Fingern hin und her gleiten. Soll ich? Nur ein kleiner schnitt. Nur einer. Ich setze an. Ziehe durch. Blut fließt. Herz pocht. Zeit hält an. Ich will mehr. Setze nochmal an. Ziehe durch. Noch ein mal und noch ein mal. Blut tropft auf den Fußboden. Ich setze wieder an. Ziehe durch. Nochmal. Nochmal. Nochmal. Noch ein mal. Nur noch ein mal. Sage ich mir immer wieder. Der Boden ist voller Blut. Meine Arme. Meine Beine. Mein Bauch. Sind voller Blut. Voller Schnitte. Und ich bin der Glücklichste Mensch der Welt. Für ein paar Stunden bin ich die Gedanken los. Doch ich weis das sie sich dann wieder einen neuen weg bahnen um sich in meinem Kopf, wie eine Zecke fest zu beißen. Ich beginne wieder zu Atmen. Alles riecht nach Metall und Rost. Mein Herz schlägt laut in mir. Es will mir beweisen das es wieder lebt. Das, dass tote Mädchen kurz aus ihrem Winterschlaf erwacht ist um etwas zu fühlen. Der Dunst umhüllt mich und ich lehne mich an die geflieste Wand. Rutsche mit dem Rücken an ihr hinab und ziehe die Beine an meinen Körper, bis mein Kopf auf meinen Knien liegt. Ich entspanne. Atme tief ein und aus. Will den Moment für immer einfangen und in ein Glas sperren. Um ihn, wenn es mir schlecht geht wieder heraus zu hohlen. Ich will dieses Gefühl für immer behalten. Nie wieder her geben. Doch ich weiß in ein paar stunden ist es vorbei und das Spiel beginnt von vorne. Das Spiel mit dem Blut.



Donnerstag, 16. Mai 2013

»54«

Früher konnte ich träumen. Jede Nacht, nachdem ich wieder ein neues Buch dessen Wörter ich heraus saugte und in mich hinein katapultierte nur um es, danach wieder zurück in die Spalte des Bücherregals zu seinen Artgenossen zu stellen. Dann habe ich mich immer ganz schnell unter meiner Decke verkrochen, die Augen geschlossen und die Geschichte weiter geträumt. Ich habe mir Dinge ausgemalt, die in Wirklichkeit niemals passieren konnten. Auf einmal wuchsen einem weißen Einhorn, dunkelgrüne Drachenflügel und es bekam Schluckauf. Vielleicht hatte ich schon damals eine viel zu große sicht der Dinge. Und heute, heute kann ich nicht mehr träumen. Habe das alles verlernt. Klappe das Buch zu und stelle es zurück ins Regal. Spiele eher mit dem Gedanken es noch ein zweites mal zu lesen, als mir selbst ein ende aus zu denken. Vielleicht weil meine Fantasie enden immer Glücklich waren. Niemand Starb allein, in einem Turm der von außen mit Rosen bewachsen ist. Niemand stach sich ein Auge beim Fechten aus und niemand war unglücklich. Irgendwann musste dann auch klein Lena anfangen der Wirklichkeit ins Auge zu blicken und ein sehen, dass nicht jede Story ein Happy End finden wird. Das jeden Tag Menschen allein und einsam sterben. Das jeder mal unglücklich ist. Das es keine Einhörner und Prinzen gibt. Das die Welt grau, kalt und leblos ist. Irgendwann musste ich das alles begreifen und seit dem habe ich träumen und leben zugleich verlernt. 



Mittwoch, 15. Mai 2013

»53«

Bin immer noch zuhause. Mom ist arbeiten. Sie ist um 13 Uhr gekommen um mich voll zu stopfen. Sie gibt mir eine Banane und Käse. Geht auf's Klo und sieht zu wie ich die Banane auf schäle. Langsam ziehe ich die Schalen enden, vier insgesamt bis zur Mitte der Banane herunter. Dann beisse ich vorsichtig ein Stück ab. Mein Mund füllt sich mit Banane und ich Kaue viel zu viel auf dem Stück herum. 
Mom wird langsam ungeduldig. 1.2.3.4.5...10...16..23..29...37 dann schlucke ich nachdem fast nichts mehr von dem Stück übrig ist. Mein Magen schreit auf. Heul fast auf. wie eine Alarm, der Stop schreit um eine Warnung von sich zu geben. Ich kann spüren wie sich der Brei langsam meine Speiseröhre hinunter rinnt und sich schwer in meinen Magen legt. Hätte ich einen ganzen Baumstamm verschluckt? wäre das auch nicht leichter gewesen. Nach dem ich noch einmal abgebissen habe, gibt sie mit einen Kuss auf die Backe und verschwindet zurück zur Arbeit. Ich renne ins Bad und spucke die Banane aus. Befreie meinen Magen von dem Glibber den er in sich tragen muss und spüle die in stücke gemanschte Banane und das stück Käse im Klo davon. Das was da unten Lebt, wird sich freuen wenn es was zu essen bekommt. Im gewissen Sinn sind die Abwasserkanäle wie der Tot. Man weiß nicht was sich hinter ihnen verbirgt und wie es dort ist, bis man dort war. Alle sagen immer die Abwasserkanäle sind ekelig  und stinken. Alle haben Angst vorm Sterben. Stimmt es deswegen auch? Es gibt bestimmt auch Menschen die Kanäle interessant und schön finden. Und es gibt bestimmt auch Menschen die Sterben schön finden. Doch mit dem Letzten rauschen der Klospülung ist auch dieser Gedanke für eine Weile davon gespült worden. Zurück in meinem Zimmer schlucke ich die Tabletten. Mein Magen rumort während sich die Banane einen weg hinaus bahnt. Ich pendle lange zeit zwischen Badezimmer und Bett hin und her. Bis mein Magen nach 4 Stunden nichts mehr hergibt und sich langsam beruhigt. Ich fühle mich vollgestopft. Wie früher nach Weihnachten bei Oma. Alles mögliche Steht auf dem Küchentisch. 
Vorspeise: Erst Salat und Suppe. 
Hauptspeise: Schweinebraten, Schnitzel mit Kochkäse, Gebratene Fleischwurst, Nudelauflauf, Würstchen, Reis, Gemüse, Gekochte Tomaten und zuletzt Ingwerbrot, ganz viel Ingwerbrot. Nachspeise:  Käsekuchen, Zimtkuchen, Weihnachtsstollen, Rosinenzopf, Rosinenbrötchen, Weihnachtsplätzchen;  welche mit Schokolade, welche ohne Schokolade, welche mit Puderzucker, welche ohne Kuhmilch (Laktose?) für meine Tante, welche mit normaler Marmelade, welche mit Himbeermarmelade für mich und meine Cousine, welche mit Nüssen, welche mit Kososraspeln, welche mit Zimt, welche mit Orangen und welche mit ganz vielen bunten Streuseln darauf. 

Und ich fühle mich gerade so, als hätte ich das alles gegessen. Und morgen werde ich aufwachen und die Waage wird mich fürs essen bestrafen. Ich werde wütend durch die Wohnung laufen und mich bestrafen. Ich werde nichts essen. Ich werde dünn sein. Irgendwie. Irgendwann. Ich werde 47 wiegen wollen, 42 wiegen wollen, 39 wiegen wollen, 34 wiegen wollen. Ich werde immer weniger wiegen wollen. Niemals Perfekt. Niemals dünn genug. Niemals gut genug. Die Null wäre gut. Null Kilo. Kleidergröße Null. Einfach Nicht existieren. So dünn sein das ich fliegen kann. Denn dünn werden heißt fliegen lernen. (Tut mir leid liebes, nachdem ich deinen Blog aufgesaugt habe, musste ich das einfach schreiben und es passt gerade so gut) will nicht mehr da sein. Weg sein. Das Leben nicht mehr ertragen müssen. Meinen anblick nicht mehr ertragen müssen. Mich selbst nicht mehr ertragen müssen. Ich will raus aus mir, weg von mir, weg von hier.


Dienstag, 14. Mai 2013

»52«

Wir heizen die Autobahn mit 160 km/h entlang. Mom lässt ihre Wut einmal nicht an mir, sondern an ihrem Auto aus. Ich sitzen auf der Rückbank um einen Sicherheit abstand zwischen uns ein zu halten. Sie sieht mich voller hass an. Die Cola light Flasche und die Maoam Packung liegen auf dem Boden, dort wo Mom sie hin geschmissen hat. Mein Magen zieht sich immer wieder zusammen. Er versucht das 1/2 stück Brot (45) und die Scheibe Lindenberger Käse (67) oder besser gesagt das was noch in mir drin ist zu verarbeiten. Das Essen vermischt sich mit den Tabletten. Zusammen ergeben sie einen Zählflüssigen Saft der sich durch mich hindurch schlängelt. Wir sind auf dem Weg zu Opa ins Krankenhaus. Ich habe das ungute Gefühl das Mom mich am liebsten auch dort abgeben würde. Sie drückt mir die Cola in die Hand. "trink mal wenigstens ein bisschen Cola (42)!" "Nein ich will nicht" ich will keine Cola und keine Maoam's. Ich wollte nicht mal das Brot. Ich will das alles nicht. Mein Magen ist wieder schwer und voll. Er prustet sich auf. Macht mich schwer. Voll. Verdammt ich bin so schwach. So verdammt schwach. 

Montag, 13. Mai 2013

»51«

Ich bin Krank. In jeder Hinsicht. Das eine krank sein, liebe ich. Das andere hasse ich. Liege in meinem Bett und versuche zu schlafen. Mein Körper zittert die ganze Zeit und meine Gedanken mit ihm. Sie durchfliegen einen Pacour in meinem Kopf, der mich stark an 'Super Mario' oder auch an 'doodle jump' erinnert. Die Gedanke Springen von Stein zu Stein und sobald mein Körper Zittert, drohen sie herunter zu fallen und auf mich einzustürzen. Ich bin froh wenn die Gedanken einfach Gedanken bleiben und sich nicht durch meinen Kopf in mein Gehirn und die Nerven bohren. Wo ich sie dann nicht mehr los werde und erst recht nicht zum schweigen bringen kann. Mom schreibt mir 'Sms' und ich muss versuche so freundlich und unauffällig wie möglich zu antworten. Sie will wissen ob ich Suppe (172) oder Grießbrei (315) will. 
Ich will nichts. Egal was ich heute essen würde, es kommt wieder den Magen und den Hals hinauf geklettert und aus mir heraus. Ich sage Mom das ich schon gegessen habe und das mir schlecht ist. Letzteres Stimmt sogar. Wahrscheinlich wird sie heute noch 3 Liter Apfeltee (62) in mich rein pumpen und sogar der wird nicht in meinem Magen bleiben. Fühle mich nach fast 24 Stunden ohne Nahrung wieder unglaublich gut. Fast schon sauber. Aber es dauert noch ein paar Tage, bis ich wirklich sauber bin. Also von innen meine ich. Bis der ganze Mist vom Wochenende, wieder aus mir draußen ist. Lege mich jetzt noch etwas schlafen und werde versuche den Gedanken davon zu laufen. 


Samstag, 11. Mai 2013

»50«

Mein Leben ist kalt. kalt, still, einsam und Leer. Birdy schleicht sich durch meine Ohren direkt in meinen Kopf hinein. Ab morgen kann ich endlich wieder weiter fasten. Ich bin eigentlich wirklich gern bei Dad aber wenn Oma kocht nimmt man sogar zu wenn man das essen nur anstarrt. Ich wollte das nicht essen. Will nicht wieder mehr wiegen. Ich habe mich seit 3 Tagen nicht gewogen. Ganz großes Problem. Ich brauche diese Gewichtskontrolle einfach. Diese Kontrolle über mich. So war das am Anfang beim Schneiden auch. Ganz am Anfang, wo ich es kontrollieren konnte  wo ich dachte, das ich es kontrollieren könnte. Oma hat Abführmittel da. Bringt mich auf sehr sehr schlechte Ideen. Nehme das morgen mit zu Mom. Sonnst brauch ich 3 Wochen bis ich das wieder runter hab. Fühl mich im Moment eh total scheiße. Einfach so leer. Wenn ich etwas sage, hallt meine Stimme in meinem Kopf wieder und erfüllt meinen Kopf mit einem Lauten Echo. Nächste Woche gibts nur noch 300kcal pro Tag. Muss reichen sonnst werde ich wieder Fetter. Bei Dad kann ich nicht mal laufen gehen. Das macht mich so fertig. Ich stelle mir die ganze Zeit vor, wie ich morgen um 11. bei Mom durch die Tür direkt ins Badezimmer stürme, nur um der bitteren wahrheit ins Gesicht zu blicken. Habe Angst davor und brauche es doch so sehr.

Leise Stille erfüllt sie und der Weg wird einfacher. Der Weg in die Arme des Todes.
                                       

»49«

Ich habe gerade ein kleines Zitat auf dem Blog von Tia gefunden und das gefällt mir so sehr, weil es ziemlich viel in gerade einmal 3 Zeilen beschreibt. 15 Wörter die alles was ich gerade denke nicht besser zusammen fassen könnten.

Wir kennen uns nie ganz,
und über Nacht sind wir andere geworden,
schlechter oder besser. 
   -Theodor Fontane

Wer kennt sich denn schon Selbst. wer weiss wer oder was er ist? Ich weiß es nicht. Was bin ich denn? Manchmal wünschte ich mir die Leute würde´n es mir sagen. Aber das tut niemand. Nur hinter deinem Rücken wird über dich und was du bist oder wscheinst geredet. Und über Nach kommt dieses -Klick- das mich verändert und ich weiß nie ob es ein gutes -klick- oder ein schlechtes -klick- ist. aber wer weiß das schon? 

  *Beachte das kann und wenn.

Freitag, 10. Mai 2013

»48«

Frage mich seit wann ich eigentlich aufgehört habe zu leben. Also dieses richtige Leben. Das wo man glücklich ist und echt lächelt. Warum bin ich dieses kleine kaputte hässliche tote Mädchen geworden? Manchmal glaube ich das jemand mein Herz mitten in der Nacht heraus gerissen hat und die ganze 'schönen' Dinge entfernt und gelöscht hat. Aber das ist eben nur die Vorstellung.  Eigentlich mehr ein verdrängen von allem. Ein verdrängen von der Gewissheit das mein Leben schon früher scheiße war. Ich will wieder das perfekte kleine Kind sein das im Sandkasten Spielt und weint wenn jemand die Burg kaputt macht. Ich wär so gern da wo man das leben noch als Leben sah. Doch was ist leben denn überhaupt? und eine noch viel größere Frage.. Wann hört das Leben endlich auf? Ja das ist so der Standart Gedanke. wann hört das Leben endlich auf mich zu quälen? Wann lässt es mich los? 

Montag, 6. Mai 2013

»47«

Immer diese Frage "gehts dir wieder besser?" da könnt ich echt ausrasten. "NEIN! MIR GEHTS NICHT BESSER, WEIL'S MIR NIE GUT GING!" Ich schlucke. "Ja klar, alles wieder gut:)" sage ich und lächle. Kann die Menschen alle so verdammt gut täuschen. Im innern brodelt alles. Mein Gehirn fährt automatisch. Mathe, Chemie und Geschichte durch. Nur in der Mathearbeit muss ich kurz die Leitung übernehmen. werde Mathe verhauen. Werde mein Zeugnis verhauen. Werde meine Ausbildung verhauen. Werde mein Leben verhauen. Also gut. Dann kann ich ja wohl echt gehen.

Donnerstag, 2. Mai 2013

»46«

Sitze im Bus. Das Leben quillt aus mir raus. Die Autos fahren vorbei und die wolken verziehen sich. Julii redet die ganze Zeit. Sie redet und ich versuche sie so gut es geht zu hören. Doch durch Prinz Pi dringt nicht's durch. Laura. Selbstmord 10.Mai. Beerdigung München. Trifft mein Leben so. "Ich hab gesucht, aber es gibt niemanden der dich ersetzt" niemand ersetzt ci. Sie ist da. Aber auch nicht. Und ich merke wie die Maske fällt. Kann sie nicht auffangen. Das Lächeln sinkt langsam aus meinem Gesicht. Gedanken an gestern toben durch meinen Kopf. Mom. Wie sie da sitzt. Und nichts macht. Sie hat nicht geschrien. Nicht geschlagen. Nichts gemacht. Einfach geschwiegen. Als ob dann nie was passiert wäre. Ich hab mich im Bad ein geschlossen. Ich hatte angst das es wieder wie letztes Jahr endet. Gedanken wechsel. Sie werden verdrängt. Ich spüre nichts. Musik jetzt lauter. Lächeln wieder Faken. Puh. Julii hat nichts gemerkt. Jetzt Mathe. Und Ci in die Augen sehen. Ci die mich aus gewechselt hat. Wie ne Batterie. Weil ich Leer war. Weil ich Leer bin.

Mittwoch, 1. Mai 2013

»45«

Ein Gedanke. Dieser eine verfickte Gedanke. Ritzen bis ich verblute. Ok. Zwei Gedanken. Der ans Sterben ist aber immer da. Brauch Klingen. Brauch Schnitte. Brauch Blut. Brauch nur das. Jetzt. Halt das alles nicht mehr aus. Mom. Dad. Julii. Ich kann das nicht mehr. Ich bin leer. Mein leben ist leer. Alles um mich herum ist Grau, kalt und leer. Und ich hab keine Klingen mehr. Und Mom sitzt in der Küche und macht Essen. Und ich will das nicht essen. Will sauber bleiben. Leer bleiben. Will meinen Körper nicht mit unreinem Essen und Kalorien voll stopfen. Und doch will ich das. Ich will essen. Und ich will dünn werden. Und ich will stark bleiben. Und ich will Schneiden. Schneiden und Sterben. Hab vor zwei tagen auf der Brücke gestanden. Nicht die von der ich immer nachts Träume, die mit den Gleisen. Eine andere. Die mit dem Wasser. Hab mich gefragt ob ich das überleben würde. Aber das Risiko es zu überleben ist bei der 'kleinen' Brücke eben zu groß. Wenn ich sterbe, dann richtig. Ich will nicht das Ärzte versuchen mich noch zu retten. Mich über Schläuche am Leben halten. Ich will Sterben, sterben um leben zu können. Irgendwo, irgendwann. Falls es noch etwas nach dem Tot gibt. Dann da. Mom will nachher mit mir ins Fitness center. Würde mich ja Freuen. Kann aber nicht den ganzen Tag neben ihr Sport machen, ohne meinen Pulli aus zu ziehen. Heute ist der Tag an dem mein Gutes Leben endet. Wenn sie es weiß, sterbe ich. Sterben war immer das eine Ziel. Irgedwann all das hier nicht mehr ertragen müssen. Brauch Blut. Brauch Schnitte. Brauch tot. Brauch das alles und will es doch nicht. Will ein Gesundes Mädchen sein. Und doch werde ich das niemals schaffen. Nie. Ich hab's noch nie geschafft.