Freitag, 15. Februar 2013

»19«

Alles runter schlucken. Jedes noch so gehasste Wort, setzt sich in meinem Hals wie ein Klos fest. Will ihr herunter schlucken doch er klebt fest wie die Kaugummis, unter den Tischen in der Schule. Sobald der Klos einmal entstanden ist, bleibt er erst einmal da. Egal. Ich versuch weiter zu machen ohne länger über ihre Worte nach zu denken! "Du hast zugenommen" immer wieder hallt es in meinem Kopf wieder. Wie ein echo.. Ja verdammt tut mir leid das ich mir heute noch nicht den Finger in den Hals geschoben habe. Ich fühl mich doch selbst Fett und ekelig. Jetzt sitze ich im Bus und kämpfe gegen den Druck Los zu heule und mir die arme auf zu schlitzen an. In Gedanken überlege ich mir, wo ich die Rasierklinge nachher ansetze. Vielleicht am Bein? Die wunden sind fast ganz abgeheilt. Zumindest so das die Haut wieder zusammen ist. Ich weiß noch wie ich mich am Anfang vor mir selbst geekelt habe, weil ich wie ein Tier im rausch nach Blut war. Aber vor allem weil ich die wunden und Narben nicht schön fand. Heute sind sie einfach da. Sie gehören dazu wie alles andere. Wie die Schule oder die Freunde. Es gehört dazu! Zum Leben.. Es ist der Grund um zu leben, zu atmen.. Jeden nächsten schritt, gehe ich nur mit dem nächsten schnitt! Schmerz und Freude sind mitlerweile die Besten Freunde. Gleich bin ich zu Hause und kann endlich aufhören zu Lachen. Endlich einfach nur das sein, was ich bin.

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