Montag, 11. Februar 2013

»14«

Rosenmontag. Ich sitzt hier uns hab viel zu viel Zeit. Manchmal gibt es Tage, da vergeht die Zeit wie im Flug und man fragt sich, 'was schon wieder ein Tag vorbei?!' und es gibt diese Tage, die ewig andauern. Ich hasse diese Tage, weil ich dann immer so viel denke. Dann sitze Ich immer auf meinem Bett und versuche krampfhaft an alles zu denken, als an das was ich denken will. Denn wenn der Gedanke an neues Blut da ist, ist es schwierige ihn zu kontrollieren. Sobald er da ist, kontrolliert er mich. Ich kann den Kontrollverlust nicht aufhalten sondern nur aufschieben. Aber es nützt nichts, weil ich genau weis wie es endet. Dann fang ich an Rasierer auseinander zu bauen und mich doch wieder zu schneiden. Dann genieße ich das Blut und mache weiter. Schneide weiter, tiefer, immer mehr. Solange bis sich wieder diese Pünktchen vor meinen Augen bilden und ich den halt verliere. Dann sitze ich Stundenlang im Bad und sauge die Stille auf. Solange bis sie mir irgendjemand nimmt und mich zurück in die Realität reist. Meistens ist es Mom, die gegen die Badezimmer Tür Schlägt und 'mach auf' brüllt. Dann ist die Stille weg und das Karussell aus Gedanken, Fragen und Wörtern beginnt sich in meinem Kopf zu drehen. Es rattert und rattert in meinem Kopf und verdammt, es hört erst wieder auf wenn neues Blut geflossen ist. Eigentlich ist der ganze Scheiß ein niemals endender Teufelskreis. Man ritzt sich, das Karussell beginnt und man ritzt sich wieder, um es zu stoppen..
Doch wann hat das alles ein Ende?

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