Montag, 24. Dezember 2012

»02«

Alleine. Alle anderen feiern Weihnachten und sind fröhlich. Mein Mund zieht eine stumme Linie. Meine Augen sind leer. Heute Abend gehe ich zu Verwandten obwohl ich keine Lust habe. Am Liebsten würde ich mich einfach in meinem Zimmer einschließen und den ganzen Tag dort bleiben. Manchmal ist es so als müsste ich gegen die ganze Welt ankämpfen doch in Wirklichkeit findet der Kampf nur in meinem Kopf statt. Manchmal ist es so als würde ich mich selbst zerstören. Also nicht nur äußerlich. Sondern im innern. Es ist als wenn mein Körper sich gegen sich sich selbst wehrt. als ob er sich selbst kaputt machen will, nur damit er von den Schmerzen im Herzen abgelenkt wird. 

Donnerstag, 13. Dezember 2012

»01«

Morgens aufstehen.Leer fühlen.Gesicht aussuchen.Lächeln aufsetzen.Tasche nehmen.zum Bus.Ein letzter Blick auf das Handy werfen.Ein letztes mal in meine Augen blicken.Den Bus betreten als wäre nichts gewesen.Als wäre ich nie weg gewesen.Mein Fake-lächeln sitzt.Freunde umarmen mich.Will bei jeder Berührung schreien.Verzeihe das Gesicht.Auf einmal ist mein Lächeln nicht mehr so Perfekt. Zusammenreisen.Stöpsel rein.Einfach alle ignorieren.Über den Sinn des Lebens nachdenken.Zeit vergeht zu schnell.Bus hält.Stöpsel raus.Tief durchatmen.Ich bin da.Neue Umarmungen. Neue Berührung. Bei jeder Hand die auf mir landet und jedem Arm der um mich geschlungen wird zucke ich zusammen.Ein Gefühl als ob sie mir tausend kleine Messer in mein Haut hinein stechen.Keiner ahnt was ich verberge.Niemand glaub das ich so schwach bin.Doch ich fühle den Schmerz.Dieses eine mal ist er da.Und es tut GUT.